The China Mail - Oberstes US-Gericht schwächt LGBTQ-Schutz und kippt Bidens Studienschuldenerlass

USD -
AED 3.6725
AFN 65.500729
ALL 80.861178
AMD 366.169751
AOA 918.000066
ARS 1499.010497
AUD 1.416491
AWG 1.8
AZN 1.702308
BAM 1.696506
BBD 2.013896
BDT 123.776354
BHD 0.377061
BIF 2993.650463
BMD 1
BND 1.281271
BOB 11.884005
BRL 5.105192
BSD 0.999879
BTN 95.145572
BWP 13.496235
BYN 2.977343
BYR 19600
BZD 2.010921
CAD 1.394035
CDF 2259.999972
CHF 0.808105
CLF 0.023174
CLP 914.839994
CNY 6.74905
CNH 6.74376
COP 3162.95
CRC 454.53954
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.649308
CZK 20.993008
DJF 178.055931
DKK 6.468945
DOP 58.368898
DZD 132.93776
EGP 49.787401
ERN 15
ETB 161.383609
EUR 0.86533
FJD 2.210502
FKP 0.743241
GBP 0.741355
GEL 2.615003
GGP 0.743241
GHS 11.733937
GIP 0.743241
GMD 74.00032
GNF 8782.057677
GTQ 7.628986
GYD 209.187745
HKD 7.845415
HNL 26.799903
HRK 6.521304
HTG 130.738004
HUF 314.058026
IDR 17796
ILS 2.99985
IMP 0.743241
INR 95.17365
IQD 1309.80882
IRR 1374850.000132
ISK 123.390415
JEP 0.743241
JMD 158.790465
JOD 0.708994
JPY 157.882976
KES 129.359734
KGS 87.450226
KHR 4061.274765
KMF 427.000054
KRW 1409.750021
KWD 0.30871
KYD 0.833247
KZT 468.616634
LAK 22575.258814
LBP 89537.973119
LKR 335.380452
LRD 180.479173
LSL 16.244058
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.360139
MAD 9.319182
MDL 17.387495
MGA 4266.798513
MKD 53.374161
MMK 2099.552715
MNT 3596.040078
MOP 8.079926
MRU 40.196738
MUR 47.070199
MVR 15.459589
MWK 1733.805211
MXN 17.14391
MYR 4.090202
MZN 63.902706
NAD 16.244058
NGN 1364.319797
NIO 36.795607
NOK 9.494798
NPR 152.232915
NZD 1.699135
OMR 0.384511
PAB 0.999866
PEN 3.386262
PGK 4.418787
PHP 60.815986
PKR 277.591253
PLN 3.71953
PYG 5945.498155
QAR 3.655172
RON 4.543903
RSD 101.580953
RUB 82.426823
RWF 1470.282086
SAR 3.754727
SBD 8.068348
SCR 14.493142
SDG 600.502295
SEK 9.474199
SGD 1.278655
SLE 24.595633
SOS 571.458312
SRD 37.866502
STD 20697.981008
STN 21.251865
SVC 8.749095
SZL 16.240762
THB 32.96398
TJS 9.223917
TMT 3.505
TND 2.937441
TRY 47.703013
TTD 6.777323
TWD 32.25695
TZS 2647.498
UAH 44.783463
UGX 3724.827703
UYU 40.249652
UZS 11958.657362
VES 754.21125
VND 26204.5
VUV 119.010387
WST 2.728415
XAF 568.992228
XAG 0.0157
XAU 0.00023
XCD 2.70255
XCG 1.802071
XDR 0.708194
XOF 569.009503
XPF 103.452015
YER 236.849806
ZAR 16.171785
ZMK 9001.197478
ZMW 18.872278
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    95.6000

    4395.2

    +2.18%

  • Euro STOXX 50

    21.3000

    6523.86

    +0.33%

  • MDAX

    -23.9200

    32407.2

    -0.07%

  • TecDAX

    67.7900

    4068.78

    +1.67%

  • DAX

    179.3200

    26319.45

    +0.68%

  • SDAX

    94.8200

    18659.63

    +0.51%

  • EUR/USD

    0.0040

    1.1565

    +0.35%

Oberstes US-Gericht schwächt LGBTQ-Schutz und kippt Bidens Studienschuldenerlass
Oberstes US-Gericht schwächt LGBTQ-Schutz und kippt Bidens Studienschuldenerlass / Foto: © AFP

Oberstes US-Gericht schwächt LGBTQ-Schutz und kippt Bidens Studienschuldenerlass

Der konservativ dominierte Oberste Gerichtshof der USA hat den Schutz der LGBTQ-Gemeinschaft vor Diskriminierung geschwächt und einen milliardenschweren Erlass von Studienschulden durch Präsident Joe Biden gekippt. Der Supreme Court in Washington gab am Freitag zum Abschluss des regulären Gerichtsjahres einer christlichen Grafikdesignerin Recht, die keine Internetseiten für Hochzeiten von Homosexuellen erstellen will. Das Verfassungsgericht verwarf in einer zweiten Entscheidung Bidens Plan, Studienschulden von mehr als 400 Milliarden Dollar zu streichen.

Textgröße:

Im Fall der Grafikdesignerin entschied der Supreme Court, an dem konservative Richter eine klare Mehrheit von sechs der neun Posten innehaben, die Weigerung der Klägerin, Internetseiten für Hochzeiten Homosexueller zu erstellen, sei durch die im ersten Verfassungszusatz verankerte Meinungsfreiheit gedeckt. Der Bundesstaat Colorado dürfe die Webdesignerin nicht zwingen, Botschaften zu erstellen, mit denen die Frau nicht einverstanden sei.

Webdesignerin Lorie Smith hatte gegen ein Gesetz in Colorado geklagt, das Unternehmen eine Diskriminierung auf Grundlage von Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung verbietet. Die Christin argumentiert, Internetseiten für Hochzeiten homosexueller Paare zu entwerfen würde ihrem Glauben widersprechen. Sie dazu zu zwingen, wäre ein Verstoß gegen die im ersten Zusatz zur US-Verfassung verankerte Meinungsfreiheit.

Die sechs konservativen Verfassungsrichter gaben Smith mit ihrer Entscheidung Recht. "Der Schutz des ersten Verfassungszusatzes gehört allen, nicht nur jenen, deren Motive der Regierung würdig erscheinen", heißt es in dem Urteil.

Die linksliberale Verfassungsrichterin Sonia Sotomayor kritisierte das Urteil in einer abweichenden Meinung scharf. "Heute gewährt das Gericht zum ersten Mal in seiner Geschichte einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Unternehmen ein Verfassungsrecht, seine Dienste Angehörigen einer geschützten Gruppe zu verweigern." Ein "Akt der Diskriminierung" sei nie eine durch den ersten Verfassungszusatz geschützte Meinungsäußerung gewesen.

Auch Präsident Biden kritisierte das Urteil scharf. "Ich bin zutiefst besorgt, dass die Entscheidung zu mehr Diskriminierung gegen LGBTQI+-Amerikaner führen könnte", erklärte der Politiker der Demokratischen Partei. "Die heutige Entscheidung schwächt seit langem bestehende Gesetze, die alle Amerikaner vor Diskriminierung schützen."

Ein weiteres Urteil des Gerichtshofs richtete sich direkt gegen Bidens Regierungspolitik. Die Verfassungsrichter urteilten, die Biden-Regierung habe mit der geplanten Streichung von Studienschulden von laut Gerichtsdokumenten 430 Milliarden Dollar (rund 395 Milliarden Euro) ohne Zustimmung des Kongresses ihre Kompetenzen überschritten.

"Die Frage hier ist nicht, ob etwas getan werden sollte; es ist, wer die Befugnis hat, es zu tun", heißt es in dem Urteil. "Zu den wichtigsten Befugnissen des Kongresses gehört die Kontrolle über den Geldbeutel." Das Urteil ist ein Rückschlag für Biden, der den Erlass der Studienschulden für Millionen von Menschen zu einem zentralen innenpolitischen Anliegen gemacht hatte.

Aus dem Weißen Haus verlautete, Biden sei mit dem Urteil "überhaupt nicht einverstanden". Der Präsident werde neue Maßnahmen ergreifen, um Menschen mit Studienschulden zu unterstützen.

Das Oberste US-Gericht hat der Biden-Regierung bereits eine Reihe von Schlappen zugefügt. Der Supreme Court war in den vergangenen Jahren zunehmend nach rechts gerückt, weil Bidens Vorgänger Donald Trump in seiner Amtszeit drei der insgesamt neun Richterposten neu besetzen konnte. Kritiker werfen dem Gerichtshof vor, zunehmend politisch zu agieren. Biden sagte am Donnerstag: "Das ist kein normales Gericht."

Vor einem Jahr hatte der Supreme Court weltweit für Schlagzeilen gesorgt, als er das seit mehr als 50 Jahren in den USA landesweit geltende Grundrecht auf Abtreibungen abschaffte. Einen weiteren Paukenschlag gab es am Donnerstag: Der Supreme Court erklärte die Praxis vieler Hochschulen für verfassungswidrig, bei der Auswahl von Studienbewerbern deren Hautfarbe zu berücksichtigen.

Mit der sogenannten Affirmative Action oder positiven Diskriminierung hatten US-Hochschulen über Jahrzehnte versucht, einen besseren Zugang von Minderheiten - insbesondere Afroamerikanern - sicherzustellen.

Mit den Entscheidungen vom Freitag endete das Gerichtsjahr für den Supreme Court. Das neue Gerichtsjahr beginnt im Oktober.

B.Clarke--ThChM