DAX
170.4800
In Deutschland sind in diesem Sommer bereits fast 12.000 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Bis zum 26. Juli gab es bundesweit schätzungsweise 11.900 Hitzetote, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der bisher höchste Wert wurde zuletzt im Jahr 2018 bei geschätzt 8900 hitzebedingten Sterbefällen registriert.
Vor dem Niedrigwasser-Krisentreffen am Donnerstag haben Industrie- und Schifffahrtsverbände von der Bundesregierung konkrete Schritte gefordert. "Die Niedrigwasser-Konferenz in Bonn muss den Startschuss für die beschleunigte Umsetzung der punktuellen Rheinvertiefungen geben", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Holger Lösch, der "Rheinischen Post". "Das erhöht die Transportkapazitäten auch bei Niedrigwasser und stärkt die Resilienz der Wertschöpfungsketten."
Vor dem Spitzentreffen zum Niedrigwasser hat Ex-Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) grundsätzliche Konsequenzen im Umgang mit Deutschlands Flüssen gefordert. Deutschland werde "systematisch entwässert - selbst in Zeiten von Dürre", sagte Lemke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben) zu den extremen Niedrigwasserständen in vielen Flüssen. Das geschehe "durch tausende Kilometer von Entwässerungsgräben beziehungsweise Rohren, das Trockenlegen von Feuchtgebieten aller Art und die teils jahrhundertealten Baumaßnahmen an Flüssen, um diese zu regulieren und nutzbar zu machen", beklagte die Bundestagsabgeordnete.
Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat sich besorgt über die aktuell niedrigen Pegelstände in deutschen Flüssen geäußert und rasches Handeln angekündigt. Das Niedrigwasser stelle die Binnenschifffahrt, die Industrie und damit die gesamte Logistikkette vor große Herausforderungen, sagte Bilger dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagsausgabe). "Wir wollen die aktuelle Lage gemeinsam bewerten, kurzfristig dort handeln, wo Handlungsbedarf besteht."
Nach den heißen Tagen mit heftigen Gewittern in Teilen Deutschlands gibt es Hoffnung auf eine Entspannung der Wetterlage. Am Mittwoch sei bereits mit einer Milderung bei den erwarteten Höchstwerten zu rechnen, die sich dann am Donnerstag fortsetze, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Zunächst komme aber weiterhin feuchtheiße Luft nach Deutschland, die für Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius sorge.
Mit 40,8 Grad Celsius in Wien ist in Österreich am Dienstag ein neuer Hitzerekord erreicht worden. Die Rekordtemperatur wurde im Stadtteil Stammersdorf im Osten der Hauptstadt gemessen, wie der nationale Wetterdienst mitteilte. Der bisherige Rekord stammte vom August 2013, damals war das Thermometer in Bad Deutsch-Altenburg im Osten des Landes bis auf 40.5 Grad geklettert.
Wegen zu großer Unsicherheiten durch Hitze und Trockenheit hat das französische Landwirtschaftsministerium die traditionelle Prognose für die Weinernte verschoben. Die für gewöhnlich rund um den 7. August veröffentlichten ersten Schätzungen würden auf den 8. September gelegt, erklärte das Ministerium am Dienstag. Dann hätten die staatlichen Stellen einen "besseren Überblick über das Erntepotenzial".
Der Juli war in Frankreich der bislang heißeste Monat seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen vor mehr als 125 Jahren. Die Durchschnittstemperatur lag bei 24,9 Grad Celsius und damit über dem bisherigen Rekordwert vom August 2003 (24,8 Grad), wie der französische Wetterdienst am Dienstag mitteilte. Durchschnittlich war es 3,8 Grad heißer als im Mittel der Periode zwischen 1991 und 2020.
Nach schweren Gewittern in Teilen Deutschlands drohen am Dienstag erneut Unwetter. Vor allem im Westen und Südwesten sei am Nachmittag mit kräftigen Gewittern mit erhöhtem Unwetterpotenzial zu rechnen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Dabei bleibe es nahezu landesweit heiß. In der Mitte und im Süden Deutschlands erwarten die Meteorologen Temperaturen von 35 bis 38 Grad.
Das Niedrigwasser in deutschen Flüssen könnte nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr zunichte machen. Ein "längerer Ausfall der Schiffbarkeit auf dem Rhein könnte das ganz klitzekleine Pflänzchen Wachstum, das wir haben, komplett ersticken", sagte IW-Ökonom Thilo Schäfer der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Demnach könnte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts wegen des Niedrigwassers um 0,4 Punkte niedriger ausfallen als bisher erwartet.
Heftige Waldbrände haben in der Stadt Spokane im Nordwesten der USA schwere Verwüstungen angerichtet und tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Nach Angaben der Behörden vom Sonntag wurden im Gebiet der 230.000-Einwohner-Stadt im Bundesstaat Washington hunderte Gebäude und zahlreiche Fahrzeuge zerstört. Bürgermeisterin Lisa Brown sagte, es sei noch unklar, ob es auch Tote gegeben habe.
Der historische Tiefstand des Wasserpegels der Donau hat die Stromversorgung in mehreren Anrainerländern beeinträchtigt. Ungarn fuhr die Reaktoren seines einzigen Atomkraftwerks herunter, wie die Regierung in Budapest am Sonntag mitteilte. Serbien drosselte die Produktion zweier Wasserkraftwerke auf 20 Prozent seiner Kapazitäten und rief die Bevölkerung zum Stromsparen auf. Wegen hoher Temperaturen und ausbleibenden Regens sind die Pegelstände der Donau mancherorts auf ein Rekordtief gesunken.
Die hochsommerlichen Temperaturen haben Deutschland vorerst weiter im Griff. Am Montag dehnt sich die Hitze von Süden weiter nach Norden aus, wobei vor allem im Südwesten Temperaturen von bis zu 37 Grad Celsius erreicht werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach mitteilte. Gleichzeitig könnten einzelne heftige Gewitter entstehen.
Aufgrund von Hitze und Trockenheit hat das Niedrigwasser am Rhein am Wochenende in Köln, Bonn und weiteren Orten neue Tiefststände erreicht. Mit nur noch 21 Zentimetern wurde Sonntagmittag beispielsweise in Düsseldorf laut den Pegelwerten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2018 um zwei Zentimeter unterschritten. Auch in Duisburg, Wesel und andernorts fielen die Rheinpegel am Sonntag unter die bisher niedrigsten bekannten Wasserstände.
Auf Kreta hat die griechische Feuerwehr am Freitag weiterhin mit aller Kraft die auf der Urlaubsinsel tobenden Waldbrände bekämpft, wobei sie durch starken Wind behindert wurde. Die Behörden in Bordeaux erklärten derweil, die Lage hätte sich aufgrund günstiger Wetterbedingungen in der Nacht "stabilisiert". Spanien hatte den wegen der Brände verhängten nationalen Notstand am Donnerstag beendet. Auch die Türkei meldete Fortschritte und erklärte, es sei nur noch ein Feuer außer Kontrolle.
Nach besonders sonnigen Wochen ziehen zum Ende des Monats in Deutschland vermehrt Schauer und Gewitter auf. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag erklärte, fiel der Juli vorläufigen Messergebnissen zufolge ungewöhnlich warm und trocken aus. Die mittlere Temperatur lag dabei 2,8 Grad Celsius über dem international verwendeten Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990. Für Donnerstag wurde mit örtlich 40 Grad das Monatsmaximum erwartet.
In der Türkei haben Einsatzkräfte am Donnerstag zahlreiche Waldbrände in beliebten Urlaubsregionen zwischen Antalya und der Dardanellen-Meerenge bekämpft. Landesweit gebe es mindestens 115 aktive Brände, doch 110 davon seien vollständig unter Kontrolle, teilte Landwirtschaftsminister Ibrahim Yumakli mit. 69 der Brände seien "außerhalb von Waldgebieten" ausgebrochen, erklärte der Minister in der Koordinierungszentrale für Waldbrände in der Hauptstadt Ankara.
In diesem Sommer hat es in Deutschland bereits fast 10.000 Hitzetote gegeben. Bis zum 19. Juli starben aufgrund hoher Temperaturen geschätzt mindestens 9800 Menschen, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Das sei die höchste Zahl an Hitzetoten seit dem Jahr 2016. Der bisher höchste Wert lag zuletzt im Jahr 2018 bei geschätzt 8900 hitzebedingten Sterbefällen.
In Deutschland wechseln sich in den kommenden Tagen hohe Temperaturen mit teils kräftigen Gewittern ab. Am Donnerstag soll es bei Höchstwerten von bis zu 39 Grad Celsius vor allem in der Südosthälfte des Landes heiter und sonnig werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch in Offenbach mitteilte. Die Meteorologen erwarteten allerdings im Tagesverlauf von Südwesten her aufziehende Unwetter, insbesondere bis in den Norden.
Deutschland stehen erneut heiße Tage bevor. Bereits am Mittwoch werden im Westen und Süden verbreitet 35 Grad Celsius und mehr erwartet, wie der Deutsche Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Dienstag mitteilte. Die Meteorologen warnten für diese Landesteile ab Mittwochvormittag vor starker Hitze. Am Donnerstag steuert die Hitzewelle dann mit örtlich bis zu 39 Grad auf ihren Höhepunkt zu.
Angesichts deutlicher Gewinnsteigerungen großer Öl- und Gasunternehmen bei gleichzeitiger Zuspitzung der Folgen des Klimawandels dringt die Hilfsorganisation Oxfam auf eine stärkere Beteiligung der Konzerne. Die sechs größten fossilen Energieunternehmen würden ihren Nettogewinn im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum ersten Quartal "voraussichtlich fast verdoppeln", erklärte Oxfam am Dienstag. Die Gewinne von BP, Chevron, Eni, ExxonMobil, Shell und TotalEnergies steigen demnach von 23 auf 45 Milliarden Dollar (39,6 Milliarden Euro).
Der Taifun "Noul" ist am frühen Sonntagmorgen an der südlichen Küste Chinas auf Land getroffen. Der bislang heftigste Sturm, der das Land in diesem Jahr getroffen hat, erreichte das Festland nahe der Stadt Pinghai in der Provinz Guangdong, etwa 80 Kilometer nordöstlich der Finanzmetropole Hongkong, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete. Die Windgeschwindigkeiten betrugen bis zu 162 Stundenkilometer.
Wegen des sich nähernden Taifuns "Noul" haben die chinesischen Behörden im Süden der Volksrepublik mehr als 340.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Behörden riefen am Samstagabend die höchste Taifunwarnstufe Rot aus. "Noul" sollte am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 173 Stundenkilometern in der Provinz Guangdong zwischen den Städten Shenzhen und Haifeng an Land treffen.
Japan hat am Samstag den fünften "grausam heißen Tag" in Folge verzeichnet. Sechs Städte im Zentrum des Landes hätten die Schwelle von 40 Grad überschritten, ab der es sich um einen "Kokushobi" - einen "grausam heißen Tag" - handelt, teilte der japanische Wetterdienst (JMA) mit. Der Begriff wurde angesichts der steigenden Temperaturen vom Wetterdienst offiziell geprägt, um die Bevölkerung vor extremer Hitze zu warnen.
Die beispiellosen Waldbrände in Frankreich und Spanien haben nach offiziellen Angaben bis Samstag rund 270.000 Menschen in die Flucht getrieben. In Südwestfrankreich brannte im Département Gironde bislang eine Fläche von der vierfachen Größe der Hauptstadt Paris ab, wie Innenminister Laurent Nuñez sagte. in Spanien gab es bei dem Brand nahe Madrid trotz verbesserter Löschbedingungen vorerst keine Entwarnung. In beiden Ländern waren weiter hunderte Feuerwehrleute im Einsatz.
Die Waldbrand-Situation in Südeuropa nimmt immer dramatischere Dimensionen an. In Frankreich und Spanien mussten rund 90.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, unter ihnen viele Urlauber. Während in Frankreich vor allem die Atlantikküste rund um Bordeaux betroffen war, wüteten in Spanien mehrere Feuer nahe der Hauptstadt Madrid und ein großes in der Provinz Guadalajara. Ministerpräsident Pedro Sánchez rief für zwei Regionen den "Notstand nationaler Tragweite" aus. Die EU schickte beiden Ländern Hilfe.
Ein Open-Air-Konzert des puertoricanischen Sängers Bad Bunny in Mailand ist wegen eines Hagelsturms abgebrochen worden. Alle Ticketinhaber des Konzerts am Samstagabend sollen eine vollständige Rückerstattung erhalten, wie der Veranstalter zusicherte.
Nach den heftigen Gewittern vom Donnerstag bleibt die Wetterlage in weiten Teilen Deutschlands zunächst angespannt. Vor allem in der Osthälfte sowie im Süden und Südosten könnten sich am Freitag erneut Gewitter entwickeln, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Am Donnerstag hatten Unwetter vor allem im Süden zahlreiche Schäden verursacht. In Karlsruhe wurde ein 60-Jähriger durch einen umstürzenden Baum getötet.
Heftige Gewitter haben am Donnerstagabend in Süddeutschland für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt. In Karlsruhe wurde ein 60 Jahre alter Radfahrer durch einen umgestürzten Baum getötet, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Zudem gab es dort mehrere Verletzte. Bei den meisten Einsätzen ging es um überschwemmte Straßen, überflutete Keller und umgestürzte Bäume.
Die Hitzewelle im Juni ist der deutschen Wirtschaft einem Medienbericht zufolge teuer zu stehen gekommen. Die zweiwöchige Hitzeperiode habe die Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro gekostet, berichtete das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf Berechnungen des Beratungsunternehmens Prognos. Den größten Anteil trug demnach das verarbeitende Gewerbe mit rund 1,9 Milliarden Euro, gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Handel.
Nach Unwettern mit Sturm, Regen und Hagel in Teilen Deutschlands bringt das Wochenende einen Wetterumschwung mit sich. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag mitteilte, zieht zuvor am Freitag die schwül-warme und gewitterträchtige Luft in Richtung Nordosten und kann in vielen Landesteilen noch einmal für teils kräftige Gewitter sorgen. Vereinzelt seien auch extreme Unwetter mit Regenmengen um 50 Liter pro Quadratmeter möglich.
Nach der Hitze kommen die Gewitter: Der Süden Deutschlands ist am Dienstagabend und Mittwoch von Unwettern getroffen worden. In Nürnberg wurden mehrere Menschen verletzt, einer davon schwer durch einen umfallenden Baum. In Reutlingen fiel kurzzeitig der Strom aus. Der Deutsche Wetterdienst erwartet für die kommenden Tage weitere Gewitter.