The China Mail - Kahlschlag bei der "Washington Post": Bezos lässt ein Drittel der Journalisten feuern

USD -
AED 3.672503
AFN 66.000343
ALL 81.750787
AMD 378.260319
ANG 1.79008
AOA 917.000119
ARS 1447.7807
AUD 1.429327
AWG 1.80125
AZN 1.695576
BAM 1.65515
BBD 2.013067
BDT 122.134821
BGN 1.67937
BHD 0.37701
BIF 2960
BMD 1
BND 1.271532
BOB 6.906503
BRL 5.2395
BSD 0.999467
BTN 90.452257
BWP 13.162215
BYN 2.854157
BYR 19600
BZD 2.010138
CAD 1.366615
CDF 2225.000441
CHF 0.777305
CLF 0.021735
CLP 858.210238
CNY 6.938199
CNH 6.93926
COP 3628.58
CRC 495.478914
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.31088
CZK 20.654396
DJF 177.720153
DKK 6.328325
DOP 62.700992
DZD 129.716681
EGP 46.898171
ERN 15
ETB 154.846992
EUR 0.84738
FJD 2.20515
FKP 0.729917
GBP 0.73281
GEL 2.695017
GGP 0.729917
GHS 10.974578
GIP 0.729917
GMD 72.999681
GNF 8771.298855
GTQ 7.666172
GYD 209.107681
HKD 7.812425
HNL 26.40652
HRK 6.385502
HTG 131.004367
HUF 321.707506
IDR 16807
ILS 3.094805
IMP 0.729917
INR 90.44185
IQD 1309.366643
IRR 42125.000158
ISK 122.698337
JEP 0.729917
JMD 156.730659
JOD 0.709031
JPY 156.945499
KES 128.949615
KGS 87.449748
KHR 4034.223621
KMF 418.00016
KPW 899.945137
KRW 1461.704465
KWD 0.30733
KYD 0.83291
KZT 496.518171
LAK 21498.933685
LBP 89504.332961
LKR 309.337937
LRD 185.901857
LSL 15.973208
LTL 2.95274
LVL 0.604889
LYD 6.316351
MAD 9.162679
MDL 16.911242
MGA 4427.744491
MKD 52.212764
MMK 2099.936125
MNT 3569.846682
MOP 8.043143
MRU 39.687396
MUR 45.879676
MVR 15.450132
MWK 1732.791809
MXN 17.32615
MYR 3.935502
MZN 63.749926
NAD 15.973816
NGN 1368.559885
NIO 36.779547
NOK 9.67647
NPR 144.74967
NZD 1.666655
OMR 0.384458
PAB 0.999458
PEN 3.359892
PGK 4.282021
PHP 58.951022
PKR 279.546749
PLN 3.57428
PYG 6615.13009
QAR 3.645472
RON 4.317499
RSD 99.475027
RUB 76.246155
RWF 1458.735317
SAR 3.75002
SBD 8.058101
SCR 13.714455
SDG 601.498038
SEK 8.989675
SGD 1.27291
SHP 0.750259
SLE 24.474968
SLL 20969.499267
SOS 570.224434
SRD 37.894053
STD 20697.981008
STN 20.734071
SVC 8.745065
SYP 11059.574895
SZL 15.972716
THB 31.719961
TJS 9.340239
TMT 3.51
TND 2.890703
TOP 2.40776
TRY 43.529499
TTD 6.770395
TWD 31.672103
TZS 2580.289652
UAH 43.116413
UGX 3558.598395
UYU 38.520938
UZS 12251.99609
VES 371.640565
VND 25982
VUV 119.556789
WST 2.72617
XAF 555.124234
XAG 0.011178
XAU 0.0002
XCD 2.70255
XCG 1.80131
XDR 0.68948
XOF 555.135979
XPF 100.927097
YER 238.374961
ZAR 16.080355
ZMK 9001.194249
ZMW 19.565181
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1804

    -0.06%

  • MDAX

    -12.7000

    31524.63

    -0.04%

  • DAX

    -177.7500

    24603.04

    -0.72%

  • Euro STOXX 50

    -24.8800

    5970.47

    -0.42%

  • SDAX

    -78.3500

    17925.77

    -0.44%

  • Goldpreis

    86.7000

    5037.5

    +1.72%

  • TecDAX

    7.3300

    3613.05

    +0.2%

Kahlschlag bei der "Washington Post": Bezos lässt ein Drittel der Journalisten feuern
Kahlschlag bei der "Washington Post": Bezos lässt ein Drittel der Journalisten feuern / Foto: © AFP/Archiv

Kahlschlag bei der "Washington Post": Bezos lässt ein Drittel der Journalisten feuern

Kahlschlag bei der "Washington Post": Die traditionsreiche Zeitung aus der US-Hauptstadt hat am Mittwoch zahlreiche Journalisten gefeuert, laut US-Medien muss rund ein Drittel der Belegschaft gehen. Gewerkschafter fürchten um die Glaubwürdigkeit des Blatts, das Amazon-Gründer Jeff Bezos 2013 übernommen hatte. Die Zeitschrift "The Atlantic" warf Bezos "Mord" an der Zeitung vor, die einst den Watergate-Skandal aufgedeckt hatte.

Textgröße:

Der Sender NBC berichtete, rund ein Drittel der Belegschaft der "Washington Post" müsse gehen. Nach Angaben der "New York Times" sind 300 Mitarbeiter betroffen.

Der geschäftsführende Chefredakteur der "Washington Post", Matt Murray, sprach in einer Mitteilung an die insgesamt rund 800 Journalisten von einer "schmerzhaften" Umstrukturierung. Sie ermögliche es, die Zukunft der Zeitung zu sichern, die auf eine fast 150-jährige Geschichte zurückblickt. Die genaue Zahl der betroffenen Stellen nannte Murray nicht.

Nach AFP-Informationen müssen die meisten Auslandskorrespondenten der Zeitung gehen. Betroffen ist unter anderem die Ukraine-Berichterstatterin Lizzie Johnson. "Ich wurde gerade von der Washington Post mitten in einem Kriegsgebiet entlassen", schrieb sie im Onlinedienst X. "Ich bin am Boden zerstört."

Auch die Berichterstattung über den Nahen Osten werde drastisch eingeschränkt, sagte ein Korrespondent, der nicht namentlich genannt werden wollte. Die Lokalnachrichten der "Washington Post", die Sportseiten sowie die Buchbeilage sind ebenfalls massiv betroffen, wie aus der Redaktion verlautete.

Zu den Gefeuerten zählt auch Caroline O'Donovan, die über Bezos' Amazon-Konzern berichtet. "Ich bin raus, zusammen mit vielen der Besten im Business. Schrecklich", schrieb sie auf X. Die hauseigene Gewerkschaft zeigte sich alarmiert: "Eine Redaktion kann nicht ausgehöhlt werden, ohne dass dies Konsequenzen für ihre Glaubwürdigkeit, ihre Reichweite und ihre Zukunft hat."

Die Zeitschrift "The Atlantic" warf Bezos in ihrem Leitartikel "Mord" an dem Blatt vor. Bezos und der von ihm Ende 2023 eingesetzte Verleger Will Lewis verfolgten einen "Plan, alles zu töten, was die Zeitung besonders macht", schrieb die Pulitzerpreis-Trägerin Ashley Parker, die jahrelang selbst für die "Washington Post" gearbeitet hatte.

Die Tageszeitung, die 1972 den Watergate-Skandal unter Präsident Richard Nixon aufdeckte und deren Reporter zahlreiche Pulitzer-Preise erhielten, schreibt laut Medienberichten seit Jahren rote Zahlen. Ein Grund sind Abo-Kündigungen im Zusammenhang mit Bezos' Zuwendung zu US-Präsident Donald Trump.

Der Amazon-Gründer hatte mit zahlreichen anderen Tech-Milliardären vor gut einem Jahr an Trumps erneuter Amtseinführung teilgenommen. Zudem finanzierte er den soeben angelaufenen Dokumentarfilm "Melania" über die First Lady mit der hohen Summe von 75 Millionen Dollar. Dies löste eine Debatte darüber aus, ob sich Amazon die Gunst Trumps erkaufen wollte.

Unter Bezos hatte die "Washington Post" bereits im Präsidentschaftswahlkampf 2024 entgegen ihrer Tradition darauf verzichtet, die demokratische Bewerberin Kamala Harris mit einem Leitartikel zu unterstützen. Im Jahr 2024 sorgte zudem eine erste Umstrukturierung der Redaktion für Unruhe. Viele Journalisten wechselten daraufhin zu anderen Medien.

Nach Trumps erstem Amtsantritt 2017 gab sich die "Washington Post" das Motto "Demokratie stirbt in der Dunkelheit" (Democracy Dies in Darkness). Während seines ersten Mandats bis 2021 berichtete das Blatt schonungslos und wies ihm 30.573 Lügen oder missverständliche Äußerungen nach. Dadurch ging es dem Blatt wirtschaftlich relativ gut. Nach der Abwahl des Rechtspopulisten im Herbst 2020 ließ das Interesse der Leser jedoch nach und die Geschäftszahlen brachen ein.

V.Fan--ThChM