The China Mail - Bertelsmann-Stiftung schlägt Alarm: In Deutschland fehlen 430.000 Kitaplätze

USD -
AED 3.67315
AFN 63.999974
ALL 81.115938
AMD 369.999734
ANG 1.789884
AOA 917.999755
ARS 1387.744199
AUD 1.382285
AWG 1.80125
AZN 1.697339
BAM 1.65949
BBD 2.014662
BDT 122.963617
BGN 1.668102
BHD 0.37735
BIF 2975
BMD 1
BND 1.266376
BOB 6.911825
BRL 4.9386
BSD 1.000288
BTN 94.642615
BWP 13.384978
BYN 2.824803
BYR 19600
BZD 2.011777
CAD 1.363675
CDF 2316.000278
CHF 0.779204
CLF 0.022782
CLP 896.639463
CNY 6.81125
CNH 6.812615
COP 3728.85
CRC 456.404426
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.949729
CZK 20.71675
DJF 177.719886
DKK 6.36142
DOP 59.54976
DZD 132.197561
EGP 52.719202
ERN 15
ETB 157.104736
EUR 0.851305
FJD 2.184901
FKP 0.736622
GBP 0.735778
GEL 2.690185
GGP 0.736622
GHS 11.250171
GIP 0.736622
GMD 73.501203
GNF 8779.999483
GTQ 7.635589
GYD 209.238393
HKD 7.83525
HNL 26.592734
HRK 6.412903
HTG 130.892895
HUF 304.631005
IDR 17319.8
ILS 2.903605
IMP 0.736622
INR 94.492902
IQD 1310
IRR 1312999.999574
ISK 122.420257
JEP 0.736622
JMD 157.609595
JOD 0.708985
JPY 156.451497
KES 129.179685
KGS 87.420499
KHR 4013.50327
KMF 418.999682
KPW 900.003495
KRW 1446.229719
KWD 0.30796
KYD 0.83356
KZT 463.200855
LAK 21969.999908
LBP 89550.000315
LKR 320.221287
LRD 183.574963
LSL 16.535022
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.340029
MAD 9.1985
MDL 17.194712
MGA 4167.797991
MKD 52.479909
MMK 2099.549246
MNT 3579.649525
MOP 8.073157
MRU 39.896569
MUR 46.804285
MVR 15.454949
MWK 1741.999633
MXN 17.250302
MYR 3.924973
MZN 63.909932
NAD 16.534964
NGN 1362.000175
NIO 36.80763
NOK 9.30304
NPR 151.428014
NZD 1.67882
OMR 0.384525
PAB 1.000288
PEN 3.462503
PGK 4.349394
PHP 60.688006
PKR 278.774956
PLN 3.602335
PYG 6121.903517
QAR 3.644022
RON 4.483968
RSD 99.92897
RUB 74.753225
RWF 1460
SAR 3.751823
SBD 8.032258
SCR 13.8758
SDG 600.500027
SEK 9.235865
SGD 1.26835
SHP 0.746601
SLE 24.64973
SLL 20969.496166
SOS 571.501551
SRD 37.411003
STD 20697.981008
STN 20.78808
SVC 8.752206
SYP 111.203697
SZL 16.3004
THB 32.221979
TJS 9.347679
TMT 3.505
TND 2.906356
TOP 2.40776
TRY 45.211402
TTD 6.778611
TWD 31.391985
TZS 2592.183037
UAH 43.857246
UGX 3761.369807
UYU 40.193288
UZS 12078.298941
VES 493.496435
VND 26325
VUV 118.250426
WST 2.722585
XAF 556.574973
XAG 0.012958
XAU 0.000213
XCD 2.70255
XCG 1.802793
XDR 0.696429
XOF 556.577334
XPF 101.875006
YER 238.625047
ZAR 16.40295
ZMK 9001.197124
ZMW 18.930729
ZWL 321.999592
  • DAX

    516.9900

    24918.69

    +2.07%

  • MDAX

    646.6900

    31779.41

    +2.03%

  • Euro STOXX 50

    157.5000

    6027.13

    +2.61%

  • Goldpreis

    129.1000

    4697.6

    +2.75%

  • TecDAX

    5.5000

    3810.45

    +0.14%

  • SDAX

    165.2200

    18348.1

    +0.9%

  • EUR/USD

    0.0053

    1.175

    +0.45%

Bertelsmann-Stiftung schlägt Alarm: In Deutschland fehlen 430.000 Kitaplätze
Bertelsmann-Stiftung schlägt Alarm: In Deutschland fehlen 430.000 Kitaplätze / Foto: © AFP/Archiv

Bertelsmann-Stiftung schlägt Alarm: In Deutschland fehlen 430.000 Kitaplätze

Trotz Fortschritten beim Kitaausbau fehlen in Deutschland nach Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung rund 430.000 Betreuungsplätze. Mit etwa 386.000 entfalle ein Großteil auf die westlichen Bundesländer, teilte die Stiftung am Dienstag in Gütersloh mit. Im Osten fehlten 44.700 Kitaplätze. Der seit 2013 geltende Rechtsanspruch auf eine Betreuung auch von unter Dreijährigen könne "für hunderttausende Kinder nicht erfüllt werden", erklärte die Stiftung weiter.

Textgröße:

Demnach wurde das Kitaangebot in Deutschland in den vergangenen Jahren zwar "erkennbar" ausgebaut. Zugleich steige der Betreuungsbedarf der Eltern aber "kontinuierlich" an. Immer mehr Mütter und Väter wünschten eine Betreuung insbesondere von jüngeren Kindern, erklärte die Stiftung unter Verweis auf Ergebnisse ihres aktuellen sogenannten Ländermonitorings frühkindliche Bildungssysteme und ihres parallel veröffentlichten sogenannten Fachkräfteradars für Kita und Grundschule.

Aufgrund der traditionell unterschiedlichen Betreuungsstrukturen in Ost- und Westdeutschland stellen sich dabei den Bertelsmann-Experten zufolge regional jeweils andere Hauptprobleme. Für die westdeutschen Länder sei insbesondere der steigende Bedarf an zusätzlichen Plätzen eine "enorme Herausforderung". Im Osten, wo der Anteil von Kitakindern schon heute deutlich höher sei als im Westen, seien vor allem nicht kindgerechte Personalschlüssel das Problem.

In beiden Fällen erschwere es der Fachkräftemangel zunehmend, für Abhilfe zu sorgen. "Die Situation ist für Kinder und Eltern wie auch für das vorhandene Personal untragbar geworden", erklärte Bertelsmann-Expertin Anette Stein. Es werde schwieriger, die Rechtsansprüche auf einen Betreuungsplatz zu erfüllen und in den Kitaeinrichtungen den frühkindlichen Bildungsauftrag umzusetzen.

Die Bertelsmann-Stiftung sprach von einer "Notsituation" aufgrund fehlender Betreuungsplätze und unzureichender Personalschlüssel, der mit einem Mix aus langfristigen sowie kurzfristig wirkenden Maßnahmen begegnet werden müsse. Unter anderem seien "Sofortmaßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen" gefragt - darunter etwa eine Entlastung pädagogischen Personals von Hauswirtschafts- und Verwaltungsaufgaben sowie die verstärkte Einstellung von Quereinsteigern.

In einigen Bundesländern könne auch die Beschränkung von Kitaöffnungszeiten dabei helfen, Betreuungsziele schneller zu erreichen. Dies sei jedoch "eine einschneidende Maßnahme", betonte Bertelsmann-Expertin Stein. Dies lasse sich nur "individuell und in enger Abstimmung" zwischen Eltern, Kitaträgern und Kommunen entscheiden. Die Krise erfordere jedoch generell "neue Antworten".

Längerfristig mit Blick auf die kommenden Jahre bis 2030 sollten die Länder im Westen nach Einschätzung der Stiftung vor allem den Betreuungsplatzausbau vorantreiben, während die ostdeutschen Länder die rechtlichen Voraussetzung für eine bessere Personalausstattung ihrer Kitas schaffen sollten. Gemeinsam bräuchten alle Länder zudem langfristige Strategien zur Fachkräftegewinnung und -qualifizierung sowie attraktive Arbeitsbedingungen, um Personal zu halten.

All das lasse sich nur in enger Abstimmung zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Kitaträgern erreichen. Die Bundesregierung müsse sich dabei auch über das Kitaqualitätsgesetz hinaus "verlässlich" an der Finanzierung beteiligen, forderte die Stiftung. Mit dem Gesetz stellt der Bund den Ländern für die Jahre 2023 und 2024 rund vier Milliarden Euro zur Qualitätsverbesserung im Kitabereich bereit, etwa für mehr Personal oder erweiterte Öffnungszeiten.

Y.Parker--ThChM