The China Mail - Wütende Proteste und landesweiter Streik nach schwerem Zugunglück in Griechenland

USD -
AED 3.672969
AFN 65.0005
ALL 81.123148
AMD 360.506495
ANG 1.789785
AOA 916.999948
ARS 1545.265802
AUD 1.429623
AWG 1.8
AZN 1.700435
BAM 1.744435
BBD 2.013263
BDT 124.343874
BGN 1.747831
BHD 0.37725
BIF 3004
BMD 1
BND 1.278581
BOB 12.140484
BRL 5.437498
BSD 0.999585
BTN 94.811201
BWP 13.808328
BYN 2.953267
BYR 19600
BZD 2.01032
CAD 1.39936
CDF 2309.999858
CHF 0.81834
CLF 0.024837
CLP 977.520262
CNY 6.648299
CNH 6.647299
COP 3228
CRC 454.527211
CUC 1
CUP 23.989333
CVE 98.875013
CZK 21.73575
DJF 177.7199
DKK 6.678285
DOP 60.250032
DZD 135.812857
EGP 55.353698
ERN 15
ETB 162.433359
EUR 0.89359
FJD 2.24625
FKP 0.746765
GBP 0.74585
GEL 2.595003
GGP 0.746765
GHS 11.649711
GIP 0.746765
GMD 73.499231
GNF 8800.000017
GTQ 7.642051
GYD 209.539525
HKD 7.84655
HNL 26.869372
HRK 6.76901
HTG 131.015506
HUF 325.500502
IDR 18131.35
ILS 3.14045
IMP 0.746765
INR 94.72045
IQD 1515.298819
IRR 1879653.999849
ISK 121.68993
JEP 0.746765
JMD 158.843703
JOD 0.708997
JPY 157.940199
KES 129.950113
KGS 87.449799
KHR 4085.00001
KMF 440.000146
KPW 899.999961
KRW 1345.709476
KWD 0.311375
KYD 0.832995
KZT 452.368741
LAK 22529.999646
LBP 89549.999913
LKR 332.306128
LRD 170.225
LSL 16.636267
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.414756
MAD 9.828437
MDL 18.057593
MGA 4514.054577
MKD 54.972244
MMK 2099.693878
MNT 3599.326016
MOP 8.078026
MRU 40.503405
MUR 47.290056
MVR 15.459881
MWK 1737.000269
MXN 18.578355
MYR 4.071801
MZN 63.900912
NAD 16.636267
NGN 1340.929861
NIO 36.783168
NOK 9.302502
NPR 151.697565
NZD 1.780627
OMR 0.384506
PAB 0.999799
PEN 3.467019
PGK 4.482837
PHP 63.353003
PKR 276.504083
PLN 3.94685
PYG 5917.059487
QAR 3.653878
RON 4.768405
RSD 105.061985
RUB 81.250748
RWF 1478.412502
SAR 3.764439
SBD 8.058206
SCR 13.826506
SDG 601.496321
SEK 9.782675
SGD 1.27937
SHP 0.748335
SLE 22.900861
SLL 20969.504398
SOS 571.280766
SRD 37.579501
STD 20697.981008
STN 21.85227
SVC 8.746259
SYP 13001.999685
SZL 16.630915
THB 33.715011
TJS 9.191303
TMT 3.5
TND 2.987517
TOP 2.40776
TRY 49.970099
TTD 6.761717
TWD 32.6114
TZS 2645.003039
UAH 45.650373
UGX 4277.693292
UYU 40.190338
UZS 11944.718217
VES 887.4798
VND 25764
VUV 118.915185
WST 2.776217
XAF 586.156495
XAG 0.019785
XAU 0.000253391005
XCD 2.70255
XCG 1.80143
XDR 0.707052
XOF 586.156495
XPF 106.371498
YER 236.194475
ZAR 16.599915
ZMK 9001.196448
ZMW 20.242167
ZWL 321.999592
SSP 5745.217636
MXV 2.092277
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Wütende Proteste und landesweiter Streik nach schwerem Zugunglück in Griechenland
Wütende Proteste und landesweiter Streik nach schwerem Zugunglück in Griechenland / Foto: © AFP

Wütende Proteste und landesweiter Streik nach schwerem Zugunglück in Griechenland

Nach dem schweren Zugunglück in Griechenland hat sich die Wut der Bevölkerung in Demonstrationen und einem landesweiten Streik der Eisenbahner geäußert. Die Regierung räumte ihrerseits am Donnerstag staatliches Versagen ein. Verzögerungen bei der Modernisierung des griechischen Bahnnetzes seien auf "chronische" Probleme und "jahrzehntelanges Versagen" in der Verwaltung zurückzuführen, sagte Regierungssprecher Giannis Economou. Bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten wurden inzwischen 57 Tote geborgen, Hoffnung auf Überlebende gibt es kaum noch.

Textgröße:

Auf der Strecke zwischen der Hauptstadt Athen und der Hafenstadt Thessaloniki waren am Dienstagabend kurz vor Mitternacht ein Intercity mit mehr als 350 Menschen an Bord und ein auf demselben Gleis entgegenkommender Güterzug frontal zusammengestoßen. Zwei Waggons wurden durch die Wucht des Zusammenpralls in der Nähe der Stadt Larisa zerquetscht, der Speisewagen ging in Flammen auf, zahlreiche Menschen wurden in den entgleisten und ineinander verkeilten Wracks eingeschlossen.

Aus Protest gegen das staatliche Versagen bei der Instandhaltung des Bahnnetzes legten Eisenbahner am Donnerstag landesweit die Arbeit nieder. Bei der Streik-Ankündigung prangerte der Gewerkschaftsverband der Eisenbahner die jahrelange Vernachlässigung des Schienennetzes durch die verschiedenen Regierungen an. "Leider wurden unsere ständigen Forderungen nach mehr unbefristetem Personal, besserer Ausbildung und vor allem der Einführung moderner Sicherheitstechnik einfach übergangen." Der Streik sollte am Freitag fortgesetzt werden.

Auch die U-Bahn-Mitarbeiter in Athen schlossen sich dem Streik am Donnerstag an, die U-Bahnen in der Hauptstadt standen still. Das U-Bahn-System leide unter "ähnlichen Problemen" wie das Eisenbahnnetz, erklärten die Beschäftigten. "Unsere Gewerkschaft beklagt seit Jahren massive Kürzungen bei Ausstattung und Ersatzteilen sowie enorme Personalkürzungen."

In Thessaloniki versammelten sich am Donnerstagabend etwa 2000 Demonstrierende. Nach Polizeiangaben wurden dabei Molotow-Cocktails und Steine geworfen, jedoch kehrte danach wieder Ruhe ein. Vor der Zentrale der Bahngesellschaft Hellenic Train in Athen protestierten rund 700 Menschen. Der Opfer gedachten sie mit einer Gedenkminute.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, stieg die Zahl der Todesopfer inzwischen auf 57. Möglicherweise seien Passagiere in dem Zug gewesen, die noch nicht von ihren Angehörigen als vermisst gemeldet worden seien, sagte eine Polizeisprecherin. Hoffnung auf Überlebende gebe es kaum noch.

Wenige Stunden nach dem Unglück war der für den Streckenabschnitt zuständige Bahnhofsvorsteher, der zum Zeitpunkt des Unglücks in der nahegelegenen Stadt Larisa im Dienst gewesen war, festgenommen worden. Dem 59-Jährigen werden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Nach Angaben seines Anwalts räumte er die Vorwürfe am Donnerstag ein.

Medienberichten zufolge soll der Mann wenig erfahren gewesen sein - laut dem Fernsehsender ERT hatte er den Posten erst vor gut einem Monat übernommen. Zuvor sei er im Bildungsministerium tätig gewesen, für seine neue Aufgabe habe er eine dreimonatige Ausbildung absolviert.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte schon am Mittwoch nach einem Besuch am Unglücksort von einem "tragischen menschlichen Fehler" gesprochen. Verkehrsminister Kostas Karamanlis trat zurück. Sein Nachfolger Giorgos Gerapetritis bat am Donnerstag die Familien der Opfer um Entschuldigung und kündigte eine selbstkritische Aufarbeitung des Unglücks an.

Laut der Lokführergewerkschaft OSE ist die Strecke zwischen Athen und Thessaloniki in einem sehr schlechten Zustand. Alle Signale würden manuell gesteuert, sagte Gewerkschaftschef Kostas Genidounias. In einem offenen Brief hatten Bahnmitarbeiter bereits im Februar darauf hingewiesen, dass die Sicherheitssysteme unvollständig und schlecht gewartet seien.

Im Zuge eines umfassenden Privatisierungsprogramms infolge der Finanzkrise hatte die italienische Staatsbahn Ferrovie di Stato (FS) die griechische Bahn 2017 übernommen.

W.Cheng--ThChM