The China Mail - 500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH

USD -
AED 3.6725
AFN 63.4961
ALL 82.649558
AMD 368.05023
ANG 1.790403
AOA 916.999927
ARS 1489.523905
AUD 1.450245
AWG 1.8
AZN 1.716238
BAM 1.716457
BBD 2.014726
BDT 123.242589
BGN 1.69088
BHD 0.377025
BIF 2985
BMD 1
BND 1.296755
BOB 6.937497
BRL 5.207098
BSD 1.000298
BTN 95.33551
BWP 14.280449
BYN 2.914275
BYR 19600
BZD 2.01183
CAD 1.42063
CDF 2274.999838
CHF 0.808365
CLF 0.023517
CLP 925.5602
CNY 6.79445
CNH 6.787875
COP 3388.99
CRC 455.303389
CUC 1
CUP 26.5
CVE 97.124997
CZK 21.26705
DJF 177.720093
DKK 6.56361
DOP 59.450142
DZD 133.326892
EGP 49.084405
ERN 15
ETB 159.150286
EUR 0.87813
FJD 2.26665
FKP 0.753127
GBP 0.75205
GEL 2.639919
GGP 0.753127
GHS 11.365035
GIP 0.753127
GMD 73.494362
GNF 8770.000287
GTQ 7.629052
GYD 209.24824
HKD 7.84425
HNL 26.249776
HRK 6.615401
HTG 130.790023
HUF 312.027038
IDR 17988
ILS 2.990405
IMP 0.753127
INR 95.218302
IQD 1310.5
IRR 1375999.999628
ISK 126.269951
JEP 0.753127
JMD 157.314119
JOD 0.708961
JPY 162.201498
KES 129.260167
KGS 87.449929
KHR 4012.498967
KMF 432.999958
KPW 900.00035
KRW 1552.180255
KWD 0.30928
KYD 0.83364
KZT 479.437628
LAK 22500.000254
LBP 89730.684989
LKR 336.036368
LRD 181.874954
LSL 16.398106
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.414976
MAD 9.407505
MDL 17.690836
MGA 4287.499786
MKD 54.146995
MMK 2099.256901
MNT 3584.189705
MOP 8.081898
MRU 40.130314
MUR 47.270022
MVR 15.450362
MWK 1735.999766
MXN 17.53965
MYR 4.084497
MZN 63.90009
NAD 16.403383
NGN 1374.11965
NIO 36.604973
NOK 9.912735
NPR 152.537167
NZD 1.761515
OMR 0.3845
PAB 1.000298
PEN 3.418001
PGK 4.377982
PHP 61.578997
PKR 278.250181
PLN 3.76734
PYG 6080.073017
QAR 3.645497
RON 4.589006
RSD 103.062981
RUB 77.503084
RWF 1466
SAR 3.754201
SBD 8.049104
SCR 14.229436
SDG 600.498384
SEK 9.717195
SGD 1.294597
SHP 0.746601
SLE 24.375004
SLL 20969.503664
SOS 571.501978
SRD 37.504501
STD 20697.981008
STN 21.9
SVC 8.752391
SYP 110.532098
SZL 16.393234
THB 33.314501
TJS 9.252979
TMT 3.5
TND 2.93875
TOP 2.40776
TRY 46.683501
TTD 6.790936
TWD 31.882201
TZS 2627.502978
UAH 44.843589
UGX 3665.771506
UYU 40.21203
UZS 11932.501476
VES 632.57269
VND 26294.5
VUV 119.997124
WST 2.769645
XAF 575.673565
XAG 0.016647
XAU 0.000246
XCD 2.70255
XCG 1.802784
XDR 0.715018
XOF 574.496201
XPF 105.125007
YER 238.601099
ZAR 16.38831
ZMK 9001.199896
ZMW 18.211258
ZWL 321.999592
  • DAX

    -4.9700

    25035.31

    -0.02%

  • Euro STOXX 50

    -7.0000

    6275.5

    -0.11%

  • TecDAX

    -28.1900

    3860.98

    -0.73%

  • MDAX

    -135.6500

    31920.99

    -0.42%

  • SDAX

    -97.5100

    18098.08

    -0.54%

  • Goldpreis

    -2.3000

    4080.1

    -0.06%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1401

    +0.15%

500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH
500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH / Foto: © AFP/Archiv

500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH

Wohnraummangel und steigende Mieten beschäftigen nicht mehr nur Wohnungssuchende, sondern inzwischen auch das höchste Zivilgericht. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelte am Mittwoch über eine Konstellation, die gerade in den Großstädten immer häufiger wird: die Untermiete. Im Kern ging es um die Frage, ob ein Mieter die Wohnung mit finanziellem Gewinn untervermieten darf. (Az. VIII ZR 228/23)

Textgröße:

Grundsätzlich dürfen Mieter die von ihnen gemietete Wohnung untervermieten. Sie brauchen dazu aber die Erlaubnis der Vermieter. Diese Erlaubnis steht Mietern zu, wenn sie ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung haben - also wenn es darum geht, ihren Wohnraum zu erhalten, wie der Vorsitzende Richter Ralph Bünger ausführte.

Das Problem ist keineswegs neu, wie in der Verhandlung deutlich wurde. So zitierte Bünger aus dem Reichsmietengesetz von 1922, das sich bereits mit Untermietverhältnissen befasste. Auch damals stiegen die Mieten und in der Folge die Untermieten in den Großstädten an, so wie heute.

Der Fall, der dem BGH vorliegt, spielt in Berlin. Dort mietet ein Mann seit 2009 eine Zweizimmerwohnung für 460 Euro Kaltmiete, die später auf knapp 500 Euro erhöht wurde. Da der Wohnungsmarkt in Berlin angespannt ist, gilt dort eine Mietpreisbremse. Bei Neuvermietungen dürfen höchstens zehn Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangt werden, außer für Neubauten oder nach einer Sanierung.

Nach einigen Jahren ging der Mieter für einige Zeit ins Ausland und bat die Vermieterin um die Erlaubnis, die Wohnung befristet untervermieten zu dürfen. Er bekam die Erlaubnis. Sie galt bis Ende Januar 2020. Der Mieter blieb aber länger als geplant im Ausland und vermietete die Wohnung weiter unter. Von den Untermietern verlangte er 962 Euro kalt. Zulässig wären gemäß Mietpreisbremse höchstens 748 Euro.

Zwar fragte er bei der Hausverwaltung an, ob die Untervermietung genehmigt würde, bekam aber keine Antwort. Er behielt einen Schlüssel für die Wohnung und lagerte dort auch einige persönliche Sachen. Die Vermieterin nahm sich eine neue Hausverwaltung, welche die Wohnung besichtigte und dort auf die Untermieter traf. Die Vermieterin kündigte dem Mieter.

Sie zog vor Gericht, um zu erreichen, dass sowohl er als auch die Untermieter die Wohnung räumen. Vor dem Amtsgericht in Berlin-Charlottenburg hatte die Räumungsklage keinen Erfolg. Das Berliner Landgericht entschied aber, dass der Mieter ausziehen muss. Die ordentliche Kündigung sei wirksam.

Dagegen zog der Mieter vor den BGH. Seine Anwältin argumentierte in Karlsruhe, dass er aus einem "Motivbündel" heraus gehandelt habe. Der Mieter habe ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung. Er habe nicht primär einen Gewinn erzielen, sondern seine Wohnung erhalten wollen.

Die Vermieterin gehe das Untermietverhältnis nichts an, sagte sie. Bei einer Kündigung würden gerade die Einkommensschwächsten, nämlich die Untermieter, ihre Wohnung verlieren.

Der Anwalt der Vermieterin wiederum sagte, dass es eben um das Bestandsinteresse gehe. Wenn ein Mieter wegen veränderter Umstände seine Wohnung nicht mehr ganz nutzen und nicht mehr bezahlen könne, solle ihm geholfen werden - "aber nur so weit". Es gehe nicht darum, dass der Mieter durch Untervermietung Gewinn macht.

Auch der BGH neigt nach vorläufiger Einschätzung zu dieser Sichtweise. Bleibt es dabei, müsste der Mieter ausziehen. Entschieden ist das aber noch nicht. Der Senat will ausführlich beraten und sein Urteil am 28. Januar verkünden.

N.Lo--ThChM