The China Mail - Mehr als 100 Tote in Rio bei blutigstem Polizeieinsatz in Brasiliens Geschichte

USD -
AED 3.672498
AFN 63.50058
ALL 82.371399
AMD 367.851352
ANG 1.790403
AOA 917.501015
ARS 1483.999198
AUD 1.451052
AWG 1.8025
AZN 1.700752
BAM 1.714193
BBD 2.01284
BDT 123.126005
BGN 1.69088
BHD 0.376798
BIF 2974.065017
BMD 1
BND 1.293681
BOB 6.920579
BRL 5.159903
BSD 0.99936
BTN 94.548403
BWP 13.543977
BYN 2.929664
BYR 19600
BZD 2.00986
CAD 1.421425
CDF 2264.999911
CHF 0.80927
CLF 0.023428
CLP 922.06971
CNY 6.79395
CNH 6.79868
COP 3431.21
CRC 455.680892
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.643148
CZK 21.28115
DJF 177.959305
DKK 6.55407
DOP 59.574207
DZD 133.183135
EGP 49.229404
ERN 15
ETB 159.958017
EUR 0.87682
FJD 2.24575
FKP 0.754315
GBP 0.755285
GEL 2.640303
GGP 0.754315
GHS 11.312552
GIP 0.754315
GMD 73.498863
GNF 8760.39722
GTQ 7.624348
GYD 209.037245
HKD 7.84345
HNL 26.740874
HRK 6.604602
HTG 130.665334
HUF 312.291017
IDR 17948
ILS 2.98145
IMP 0.754315
INR 94.711501
IQD 1309.200868
IRR 1376000.000187
ISK 126.070264
JEP 0.754315
JMD 157.456506
JOD 0.709021
JPY 162.750501
KES 129.450262
KGS 87.449369
KHR 4022.157363
KMF 431.999972
KPW 900.00035
KRW 1552.504986
KWD 0.30964
KYD 0.832833
KZT 478.894226
LAK 22414.367353
LBP 89490.161707
LKR 335.788879
LRD 181.37517
LSL 16.355047
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.420201
MAD 9.392039
MDL 17.658556
MGA 4239.449581
MKD 54.035694
MMK 2099.611597
MNT 3582.983883
MOP 8.072573
MRU 39.934089
MUR 47.159712
MVR 15.459743
MWK 1732.8542
MXN 17.52369
MYR 4.092003
MZN 63.849591
NAD 16.355047
NGN 1380.169737
NIO 36.777015
NOK 9.933397
NPR 151.280096
NZD 1.762935
OMR 0.384498
PAB 0.999343
PEN 3.415547
PGK 4.389402
PHP 61.603976
PKR 277.893999
PLN 3.77008
PYG 6077.471547
QAR 3.652921
RON 4.5979
RSD 102.874969
RUB 78.851449
RWF 1464.831938
SAR 3.751501
SBD 8.065041
SCR 14.793745
SDG 600.511333
SEK 9.72695
SGD 1.295965
SHP 0.746601
SLE 24.79594
SLL 20969.503664
SOS 571.103028
SRD 37.504499
STD 20697.981008
STN 21.47371
SVC 8.744659
SYP 110.532098
SZL 16.352449
THB 33.380495
TJS 9.233796
TMT 3.51
TND 2.961742
TOP 2.40776
TRY 46.676598
TTD 6.783122
TWD 31.871701
TZS 2629.998003
UAH 44.785486
UGX 3662.753244
UYU 40.115693
UZS 11997.23033
VES 622.24352
VND 26317
VUV 120.098371
WST 2.780884
XAF 574.921776
XAG 0.017424
XAU 0.000252
XCD 2.70255
XCG 1.801082
XDR 0.715018
XOF 574.931854
XPF 104.528762
YER 238.602279
ZAR 16.434599
ZMK 9001.203045
ZMW 18.013454
ZWL 321.999592
  • DAX

    -10.7600

    24985.05

    -0.04%

  • MDAX

    47.8400

    31856.94

    +0.15%

  • Goldpreis

    -63.1000

    3975.4

    -1.59%

  • TecDAX

    30.0300

    3883.11

    +0.77%

  • SDAX

    36.7400

    18082.32

    +0.2%

  • Euro STOXX 50

    -26.2600

    6301.83

    -0.42%

  • EUR/USD

    -0.0025

    1.1401

    -0.22%

Mehr als 100 Tote in Rio bei blutigstem Polizeieinsatz in Brasiliens Geschichte
Mehr als 100 Tote in Rio bei blutigstem Polizeieinsatz in Brasiliens Geschichte / Foto: © AFP

Mehr als 100 Tote in Rio bei blutigstem Polizeieinsatz in Brasiliens Geschichte

Es ist der blutigste Polizeieinsatz in der brasilianischen Geschichte: 119 Menschen sind nach jüngsten Behördenangaben bei dem Großeinsatz gegen Drogenhändler in zwei Armenvierteln in Rio de Janeiro getötet worden. Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zeigte sich am Mittwoch "entsetzt" über die hohe Opferzahl. Eine Justizbehörde sprach sogar von mehr als 130 Toten.

Textgröße:

Die Polizei war am Dienstag mit einem Großaufgebot gegen eine berüchtigte Drogenbande in zwei Armenvierteln nahe dem internationalen Flughafen von Rio vorgegangen. Dabei spielten sich kriegsähnliche Szenen ab. Nach Angaben der Behörden in Rio waren unter den Opfern vier Polizisten. Eine Justizbehörde, die bedürftigen Menschen Rechtsbeistand leistet, hatte die Gesamtzahl der Toten zuvor mit 132 angegeben.

Bei dem Einsatz gegen die mächtigste Drogenbande von Rio, das Comando Vermelho (Rote Kommando), seien mehr als hundert Verdächtige festgenommen worden, erklärte der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Cláudio Castro. Zudem seien zahlreiche Waffen und eine große Menge Drogen beschlagnahmt worden. Der Einsatz sei ein "Erfolg" gewesen.

Justizminister Ricardo Lewandowski sagte jedoch über die Reaktion von Staatschef Lula auf die Razzien: "Der Präsident ist entsetzt über die Zahl der tödlichen Vorfälle."

Auch UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich "sehr besorgt" über die hohe Zahl der Toten bei den Razzien. Guterres habe unterstrichen, dass der Gewalteinsatz bei Polizeieinsätzen "dem internationalen Recht und Standards bei den Menschenrechten entsprechen" müsse, sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric in New York. Der UN-Generalsekretär forderte demnach eine "unverzügliche Untersuchung" des Polizeieinsatzes.

Bei Menschenrechtsorganisationen und Vertretern der brasilianischen Zivilgesellschaft löste der blutige Polizeieinsatz in den als Favelas bezeichneten Armenvierteln ebenfalls schockierte Reaktionen aus. 30 Organisationen der Zivilgesellschaft, darunter Amnesty International, verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung den Polizeieinsatz, der "das Scheitern" der brasilianischen Sicherheitspolitik offenlege.

Bewohner der von dem Polizeieinsatz betroffenen Favelas erhoben den Vorwurf, dass die Polizei bei dem Einsatz willkürlich Menschen hingerichtet habe. Viele der Toten seien "exekutiert" worden, sagte der 36-jährige Einwohner und Aktivist Raul Santiago. Sie seien in den Hinterkopf und Rücken geschossen worden.

Der Anwalt Albino Pereira Neto, der die Angehörigen von bei dem Einsatz getöteten Menschen vertritt, sagte der AFP, einige der Leichen seien gefesselt gewesen, als sie erschossen wurden. Manche Opfer seien "kaltblütig ermordet" worden.

"Der Staat ist für ein Massaker hierhin bekommen", beklagte eine Trauernde, die ihren Namen nicht nennen wollten. "Sie kamen direkt hierhin, um zu töten, um Leben zu nehmen." Auf einem Platz in der Favela Penha hatten trauernde Angehörige am Mittwochmorgen (Ortszeit) mindestens 50 Leichen auf einer Straße nebeneinander aufgereiht, wie AFP-Reporter sahen.

Bei den Razzien am Vortag in den Favelas Penha und Alemão waren rund 2500 Beamte in Kampfmontur, 32 gepanzerte Fahrzeuge, zwölf Räumfahrzeuge, Drohnen und zwei Hubschrauber im Einsatz. Es kam zu heftigen Schusswechseln mit mutmaßlichen Drogenhändlern, an verschiedenen Stellen der Favelas brachen Feuer aus. Die Behörden warfen den Drogenkriminellen vor, Busse als Barrikaden verwendet und Drohnen eingesetzt zu haben, um Sprengsätze auf die Polizei abzufeuern.

Die Polizei geht in den dicht besiedelten Favelas von Rio immer wieder mit großer Härte gegen kriminelle Banden vor. Der zuvor folgenschwerste Polizeieinsatz in der Stadt mit sechs Millionen Einwohnern hatte während der Corona-Pandemie im Jahr 2021 stattgefunden. Damals wurden an einem Tag 28 Menschen in einer Favela getötet.

A.Zhang--ThChM