The China Mail - Urteil: Haus der Geschichte muss Verkäufer des "Schabowski-Zettels" nennen

USD -
AED 3.67305
AFN 63.99962
ALL 82.449929
AMD 368.059797
ANG 1.790403
AOA 917.504736
ARS 1481.0512
AUD 1.450906
AWG 1.8
AZN 1.700226
BAM 1.71493
BBD 2.014108
BDT 123.249054
BGN 1.69088
BHD 0.37703
BIF 2980
BMD 1
BND 1.293507
BOB 6.925154
BRL 5.188598
BSD 1.000039
BTN 94.490039
BWP 13.589892
BYN 2.900133
BYR 19600
BZD 2.011197
CAD 1.42075
CDF 2275.000035
CHF 0.80765
CLF 0.023433
CLP 922.259594
CNY 6.79395
CNH 6.79987
COP 3445.77
CRC 453.586914
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.875003
CZK 21.2263
DJF 177.720397
DKK 6.542304
DOP 59.788047
DZD 133.097979
EGP 49.193301
ERN 15
ETB 158.949852
EUR 0.875285
FJD 2.24725
FKP 0.757857
GBP 0.754415
GEL 2.640188
GGP 0.757857
GHS 11.325021
GIP 0.757857
GMD 73.503789
GNF 8774.999659
GTQ 7.629344
GYD 209.175084
HKD 7.84255
HNL 26.720088
HRK 6.595499
HTG 130.701074
HUF 309.618008
IDR 17842
ILS 2.98755
IMP 0.757857
INR 94.83505
IQD 1310.5
IRR 1376000.000082
ISK 126.040119
JEP 0.757857
JMD 157.463469
JOD 0.709
JPY 161.935006
KES 129.508796
KGS 87.449885
KHR 4009.999701
KMF 431.999678
KPW 900.00035
KRW 1540.62023
KWD 0.30957
KYD 0.833333
KZT 485.532407
LAK 22329.999898
LBP 89549.999959
LKR 336.248811
LRD 182.296685
LSL 16.419962
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.409827
MAD 9.384983
MDL 17.675014
MGA 4242.507307
MKD 53.956693
MMK 2099.649649
MNT 3579.92745
MOP 8.078178
MRU 40.149689
MUR 47.250263
MVR 15.459862
MWK 1736.999792
MXN 17.477042
MYR 4.071102
MZN 63.850335
NAD 16.419789
NGN 1382.259823
NIO 36.619886
NOK 9.916215
NPR 151.185701
NZD 1.768505
OMR 0.384497
PAB 1.000018
PEN 3.41299
PGK 4.390353
PHP 61.14698
PKR 278.049856
PLN 3.75353
PYG 6089.674735
QAR 3.6455
RON 4.588604
RSD 102.779956
RUB 76.991413
RWF 1465
SAR 3.755302
SBD 8.051953
SCR 14.624984
SDG 600.50163
SEK 9.715285
SGD 1.2927
SHP 0.746601
SLE 24.797632
SLL 20969.503664
SOS 571.49751
SRD 37.494498
STD 20697.981008
STN 21.85
SVC 8.749978
SYP 110.532098
SZL 16.492558
THB 33.28003
TJS 9.269869
TMT 3.51
TND 2.94625
TOP 2.40776
TRY 46.638615
TTD 6.798104
TWD 31.873105
TZS 2625.00305
UAH 44.880508
UGX 3665.2038
UYU 40.238326
UZS 12052.207233
VES 622.24352
VND 26290
VUV 119.179282
WST 2.780883
XAF 575.16627
XAG 0.017154
XAU 0.000249
XCD 2.70255
XCG 1.802247
XDR 0.716371
XOF 573.501541
XPF 104.849883
YER 238.60103
ZAR 16.44445
ZMK 9001.20592
ZMW 18.104658
ZWL 321.999592
  • DAX

    -44.3300

    24626.89

    -0.18%

  • TecDAX

    -11.2400

    3848.92

    -0.29%

  • Goldpreis

    -4.9000

    4034

    -0.12%

  • MDAX

    -105.0100

    31483.64

    -0.33%

  • Euro STOXX 50

    10.0800

    6231.63

    +0.16%

  • SDAX

    159.2600

    17927.03

    +0.89%

  • EUR/USD

    0.0039

    1.1429

    +0.34%

Urteil: Haus der Geschichte muss Verkäufer des "Schabowski-Zettels" nennen
Urteil: Haus der Geschichte muss Verkäufer des "Schabowski-Zettels" nennen / Foto: © AFP/Archiv

Urteil: Haus der Geschichte muss Verkäufer des "Schabowski-Zettels" nennen

Die Presse hat nach einem Gerichtsurteil ein Recht darauf, von der Stiftung Haus der Geschichte die Namen der Verkäufer des sogenannten Schabowski-Zettels zu erfahren. Das entschied das Oberverwaltungsgericht in Münster in Nordrhein-Westfalen am Dienstag und bestätigte damit ein Urteil des Verwaltungsgerichts Köln aus dem Jahr 2022. Geklagt hatte ein Reporter, der zu dem Schriftstück recherchierte. (Az.: 15 A 750/22)

Textgröße:

Es geht dabei um den Zettel, von dem das SED-Politbüromitglied Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz vom 9. November 1989 eine neue Regelung für die Reisen von DDR-Bürgern ins westliche Ausland ablas. Mit dem holprigen Satz "Das tritt nach meiner Kenntnis, ist das sofort, unverzüglich" schrieb er Geschichte. Diese Aussage führte wenige Stunden später zur ungeplanten Öffnung der Berliner Mauer.

Das Haus der Geschichte in Bonn übernahm den "Schabowski-Zettel" im Jahr 2015 in seine Sammlung, nachdem es ihn von einem Verkäufer für 25.000 Euro erworben hatte. Dieser Zweitverkäufer hatte den Zettel zuvor wiederum von einem ebenfalls nicht namentlich bekannten Erstverkäufer erworben. Der Stiftung liegen die Namen beider Verkäufer vor, sie lehnte aber deren Herausgabe ab.

Sie hatte dies mit dem Recht auf die informationelle Selbstbestimmung des Zweitverkäufers begründet: Diesem sei mündlich zugesagt worden, dass er anonym bleiben könne. Das sei aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit auch nötig.

Das Verwaltungsgericht Köln sah das damals anders und argumentierte mit dem Informationsinteresse der Presse. Da das Haus der Geschichte aus staatlichen Mitteln finanziert werde und Ausstellungsstücke wie dieser Zettel mit staatlichen Geldern erworben würden, bestehe ein generelles öffentliches Interesse an der Aufklärung der Erwerbshintergründe.

Das Oberverwaltungsgericht folgte dem nun und lehnte die Berufung der Stiftung ab. Das Informationsinteresse der Presse "überwiegt die Vertraulichkeitsinteressen des Zweitverkäufers und der beklagten Stiftung", hieß es in dem Urteil ebenfalls. Die Weitergabe der Informationen an die Medien sei zudem "noch nicht mit einer Veröffentlichung dieser Informationen gleichzusetzen", was wiederum in der Verantwortung des Mediums liege.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Das Oberverwaltungsgericht ließ die Revision zum Bundesverwaltungsgericht zu.

G.Tsang--ThChM