The China Mail - Berlin: 25-Jährige soll wegen Tötung von Säugling sieben Jahre in Haft

USD -
AED 3.672501
AFN 65.476319
ALL 80.577087
AMD 365.860022
ANG 1.789783
AOA 917.000049
ARS 1491.641402
AUD 1.41719
AWG 1.80125
AZN 1.697547
BAM 1.696734
BBD 2.015728
BDT 122.843622
BGN 1.696366
BHD 0.377075
BIF 2998
BMD 1
BND 1.280933
BOB 11.734342
BRL 5.209199
BSD 1.000794
BTN 95.468406
BWP 13.472141
BYN 3.009929
BYR 19600
BZD 2.012779
CAD 1.393785
CDF 2273.000256
CHF 0.813435
CLF 0.023231
CLP 914.290229
CNY 6.743198
CNH 6.745195
COP 3125.44
CRC 449.393362
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.097828
CZK 21.014198
DJF 178.218681
DKK 6.484485
DOP 58.508892
DZD 132.931669
EGP 50.176501
ERN 15
ETB 161.890385
EUR 0.86745
FJD 2.21445
FKP 0.740201
GBP 0.741685
GEL 2.610218
GGP 0.740201
GHS 11.074982
GIP 0.740201
GMD 73.501678
GNF 8774.999914
GTQ 7.628599
GYD 209.38434
HKD 7.84715
HNL 26.830633
HRK 6.535402
HTG 130.904201
HUF 315.257502
IDR 17864
ILS 2.962965
IMP 0.740201
INR 95.43215
IQD 1311.025996
IRR 1374587.497717
ISK 123.34037
JEP 0.740201
JMD 158.336044
JOD 0.708968
JPY 159.5095
KES 129.495898
KGS 87.449705
KHR 4047.49823
KMF 426.999894
KPW 900.000294
KRW 1418.620493
KWD 0.30861
KYD 0.834053
KZT 465.738688
LAK 22580.225386
LBP 89621.102036
LKR 333.612392
LRD 181.645463
LSL 16.144844
LTL 2.95274
LVL 0.604889
LYD 6.374682
MAD 9.270009
MDL 17.373275
MGA 4310.91697
MKD 53.37538
MMK 2099.846019
MNT 3597.969266
MOP 8.08894
MRU 40.105493
MUR 47.149798
MVR 15.460087
MWK 1735.471585
MXN 17.04444
MYR 4.086397
MZN 63.900861
NAD 16.144914
NGN 1360.849945
NIO 36.82706
NOK 9.513135
NPR 152.752101
NZD 1.71006
OMR 0.384513
PAB 1.000794
PEN 3.377159
PGK 4.42879
PHP 61.374501
PKR 277.795321
PLN 3.7389
PYG 5973.01084
QAR 3.635016
RON 4.547598
RSD 101.752974
RUB 83.076096
RWF 1474.223003
SAR 3.743113
SBD 8.064941
SCR 14.023536
SDG 600.498289
SEK 9.568698
SGD 1.28072
SHP 0.740866
SLE 24.550085
SLL 20969.499227
SOS 571.973887
SRD 37.722498
STD 20697.981008
STN 21.254723
SVC 8.756946
SYP 13001.999906
SZL 16.149252
THB 33.194033
TJS 9.247366
TMT 3.5
TND 2.934571
TOP 2.40776
TRY 47.773796
TTD 6.786763
TWD 32.126993
TZS 2645.502939
UAH 44.737671
UGX 3715.737009
UYU 40.062929
UZS 11954.697077
VES 765.397601
VND 26075
VUV 118.594628
WST 2.730779
XAF 569.073676
XAG 0.015463
XAU 0.000229
XCD 2.70255
XCG 1.803702
XDR 0.707757
XOF 569.06874
XPF 103.462785
YER 237.149877
ZAR 16.21045
ZMK 9001.20247
ZMW 18.815201
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    11.4800

    6545.47

    +0.18%

  • TecDAX

    -4.5000

    4063.12

    -0.11%

  • DAX

    -31.3300

    26299.74

    -0.12%

  • SDAX

    50.4300

    18553.07

    +0.27%

  • Goldpreis

    -62.0000

    4405.5

    -1.41%

  • MDAX

    -70.3100

    32264.86

    -0.22%

  • EUR/USD

    0.0003

    1.153

    +0.03%

Berlin: 25-Jährige soll wegen Tötung von Säugling sieben Jahre in Haft
Berlin: 25-Jährige soll wegen Tötung von Säugling sieben Jahre in Haft / Foto: © AFP/Archiv

Berlin: 25-Jährige soll wegen Tötung von Säugling sieben Jahre in Haft

Wegen der Tötung ihres Säuglings kurz nach der Geburt ist eine 25-Jährige zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren wegen Totschlags verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sah es als erwiesen an, dass die Frau das Kind nach der Geburt erstickt hatte, weil es nicht in ihre Lebensplanung passte, wie die Vorsitzende Richterin Melanie Bock bei der Urteilsbegründung am Mittwoch sagte.

Textgröße:

Die Angeklagte, die ihre Heimat Indien für ein Studium in der Ukraine verlassen hatte und wegen des dort einsetzenden Kriegs nach Deutschland geflohen war, bemerkte spätestens im Oktober 2024, dass sie schwanger war, wie die Richterin ausführte. Nach anfänglichen Abtreibungsplänen habe sie die Schwangerschaft "weggeschoben".

Als am 8. Mai die Wehen einsetzten, sei sie allein in der Wohnung ihres Lebenspartners in Berlin-Gropiusstadt gewesen und habe das Kind im Bad zur Welt gebracht, sagte Bock. Anschließend habe sie ihre Tochter unter nicht genau bekannten Umständen erstickt und in einem Schuhkarton auf den Balkon gelegt.

Als ihr Lebensgefährte nach Hause gekommen und eingeschlafen sei, habe sie den toten Säugling unter einem Busch vergraben. Dort wurde er offenbar von Tieren ausgegraben und auf einen nahen Gehweg gezerrt, wo ihn am 11. Mai ein Polizist auf dem Weg zur Dienststelle fand. Rund zwei Wochen später stellte sich die Angeklagte den Behörden.

Die Angabe der Angeklagten, dass das Kind bereits tot zur Welt gekommen sei, halte das Gericht nicht für glaubwürdig, sagte Bock. Die rechtsmedizinische Untersuchung habe ergeben, dass die Lunge vollständig belüftet gewesen sei, der Säugling also geatmet habe. Eine "Überblähung" der Lunge sowie Einblutungen sprächen zudem dafür, dass dem Kind Mund und Nase zugehalten oder mit einem weichen Gegenstand abgedeckt worden seien und der Säugling dagegen "angeatmet" habe. "Das Baby hat um sein Leben gekämpft", betonte Bock.

Auch dass die Angeklagte geplant habe, das Kind zu behalten und großzuziehen, hielt die Kammer nicht für plausibel. Das Paar habe keinerlei Anschaffungen getätigt, die Frau keinen Arzt aufgesucht und zudem regelmäßig Drogen konsumiert. Bei der Geburt habe sie sich zwar mutmaßlich in einem emotionalen Ausnahmezustand befunden, räumte Bock ein. Dieser sei aber nicht "über das normale Maß hinaus" gegangen, was eine Bewertung als minder schweren Fall rechtfertigen würde.

Mit seinem Urteil blieb das Gericht hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft zurück, die eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und zehn Monaten beantragt hatte. Die Verteidigung plädierte hingegen auf Freispruch. Die Angeklagte habe sich bewusst gegen eine Abtreibung entschieden, hieß es. Geburtsvorbereitungskurse, Vorsorgeuntersuchungen und Anschaffungen vor der Geburt seien in Indien weniger üblich als hierzulande.

Das rechtsmedizinische Gutachten könne auch so gedeutet werden, dass das Kind eines natürlichen Tods gestorben sei, erklärte die Verteidigung. Die Mutter habe schließlich angegeben, es sei nach der Geburt blau angelaufen, regungslos und still gewesen. Sie habe ihre Tochter eigens unter einem Rosenbusch in der Nähe der Wohnung begraben, um ihrer gedenken zu können. Auch habe sie noch ein Foto von dem toten Säugling gemacht und auf ihrem Handy gespeichert, um sich an ihre Tochter zu erinnern. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

V.Liu--ThChM