The China Mail - Merz dringt bei Antrittsbesuch von syrischem Präsidenten auf Flüchtlingsrückkehr

USD -
AED 3.672502
AFN 65.502111
ALL 80.679645
AMD 366.288928
ANG 1.789664
AOA 916.999784
ARS 1492.493525
AUD 1.418832
AWG 1.8
AZN 1.697547
BAM 1.696374
BBD 2.01504
BDT 123.207827
BGN 1.696878
BHD 0.377301
BIF 2991.001149
BMD 1
BND 1.280135
BOB 11.800369
BRL 5.183603
BSD 1.000494
BTN 95.325328
BWP 13.468235
BYN 2.988078
BYR 19600
BZD 2.012178
CAD 1.39535
CDF 2274.999547
CHF 0.812725
CLF 0.023232
CLP 914.35027
CNY 6.74385
CNH 6.745725
COP 3148.14
CRC 454.496173
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.636864
CZK 21.011399
DJF 178.163462
DKK 6.48621
DOP 58.416636
DZD 132.821798
EGP 50.3901
ERN 15
ETB 161.833944
EUR 0.86765
FJD 2.215896
FKP 0.740201
GBP 0.741885
GEL 2.610329
GGP 0.740201
GHS 11.455112
GIP 0.740201
GMD 74.000292
GNF 8788.949845
GTQ 7.633694
GYD 209.352652
HKD 7.84634
HNL 26.817009
HRK 6.5369
HTG 130.869412
HUF 315.654977
IDR 17862
ILS 2.98683
IMP 0.740201
INR 95.414551
IQD 1310.654981
IRR 1374625.00023
ISK 123.200564
JEP 0.740201
JMD 158.387073
JOD 0.709037
JPY 159.407498
KES 129.404543
KGS 87.449883
KHR 4051.504677
KMF 428.000039
KPW 899.99995
KRW 1422.698099
KWD 0.30874
KYD 0.833785
KZT 465.845863
LAK 22573.692359
LBP 89594.462731
LKR 334.433424
LRD 181.588728
LSL 16.166066
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.381133
MAD 9.293065
MDL 17.343863
MGA 4305.533269
MKD 53.378853
MMK 2099.846019
MNT 3597.969266
MOP 8.086666
MRU 39.989592
MUR 47.150062
MVR 15.460263
MWK 1734.876641
MXN 17.077396
MYR 4.087402
MZN 63.901015
NAD 16.165786
NGN 1361.849887
NIO 36.819394
NOK 9.52265
NPR 152.519028
NZD 1.71378
OMR 0.384514
PAB 1.000494
PEN 3.381269
PGK 4.425266
PHP 61.306988
PKR 277.903301
PLN 3.73547
PYG 5970.006852
QAR 3.647624
RON 4.5483
RSD 101.779516
RUB 83.600705
RWF 1473.717079
SAR 3.768513
SBD 8.064941
SCR 13.71844
SDG 600.500226
SEK 9.56229
SGD 1.28046
SHP 0.740866
SLE 24.550277
SLL 20969.500541
SOS 571.758165
SRD 37.669975
STD 20697.981008
STN 21.250298
SVC 8.75418
SYP 13002.000123
SZL 16.149806
THB 33.1485
TJS 9.254468
TMT 3.5
TND 2.937771
TOP 2.40776
TRY 47.775196
TTD 6.785291
TWD 32.147901
TZS 2649.998006
UAH 44.704688
UGX 3711.397434
UYU 40.271134
UZS 11963.328534
VES 765.401353
VND 26074
VUV 118.594628
WST 2.730779
XAF 568.945344
XAG 0.015519
XAU 0.000228
XCD 2.70255
XCG 1.803137
XDR 0.707585
XOF 568.947811
XPF 103.439901
YER 237.149668
ZAR 16.174896
ZMK 9001.202199
ZMW 18.829417
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    31.4300

    6565.42

    +0.48%

  • SDAX

    143.9100

    18646.55

    +0.77%

  • Goldpreis

    -26.4000

    4441.1

    -0.59%

  • MDAX

    0.9300

    32336.1

    0%

  • TecDAX

    10.8400

    4078.46

    +0.27%

  • DAX

    112.0800

    26443.15

    +0.42%

  • EUR/USD

    0.0011

    1.1538

    +0.1%

Merz dringt bei Antrittsbesuch von syrischem Präsidenten auf Flüchtlingsrückkehr
Merz dringt bei Antrittsbesuch von syrischem Präsidenten auf Flüchtlingsrückkehr / Foto: © AFP

Merz dringt bei Antrittsbesuch von syrischem Präsidenten auf Flüchtlingsrückkehr

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim Antrittsbesuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin auf eine beschleunigte Rückkehr syrischer Flüchtlinge gedrungen. In den nächsten drei Jahren sollten "rund 80 Prozent" der derzeit in Deutschland lebenden Syrer in ihr Heimatland zurückkehren, sagte Merz am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit al-Scharaa im Kanzleramt. "Wir arbeiten gemeinsam daran, dass Syrerinnen und Syrer aus Deutschland in ihre Heimat zurückkehren können."

Textgröße:

Die Rahmenbedingungen in Syrien hätten sich mehr als ein Jahr nach dem Sturz des Machthabers Baschar al-Assad und dem Ende des Bürgerkriegs "grundlegend verbessert", sagte Merz. "Schutzbedarfe müssen deshalb neu bewertet werden." Vorrangig sei zunächst eine Rückführung von straffällig gewordenen Syrern ohne gültigen Aufenthaltstitel.

Der Kanzler sagte, die Mehrheit der nach Deutschland geflüchteten Syrier wolle in die Heimat zurückkehren: "Sie wollen die Heimat wieder aufbauen." Deutschland werde Syrien beim wirtschaftlichen Wiederaufbau unterstützen.

Al-Scharaa sprach sich grundsätzlich ebenfalls für eine Rückkehr der Geflüchteten aus. "Der Krieg ist natürlich vorbei, aber die Schlacht des Wiederaufbaus hat jetzt erst begonnen", sagte der frühere Dschihadistenführer. Es solle eine Art "Kreislauf" aufgebaut werden, damit Syrer aus Deutschland in ihre Heimat zurückkehren und das Land aufbauen könnten. Der Übergangspräsident sagte aber auch, Syrer, die in Deutschland bleiben wollten, sollten weiter hier arbeiten können.

Während des syrischen Bürgerkriegs (2011 bis 2024) hatten rund eine Million Menschen aus Syrien in Deutschland Zuflucht gesucht, die meisten von ihnen trafen 2015 und 2016 ein. Die Rückführung der syrischen Geflüchteten in ihr zerstörtes und vielerorts weiterhin unsicheres Heimatland ist umstritten.

Merz stellte Syrien am Montag deutsche Hilfe für einen wirtschaftlichen Wiederaufbau in Sicht, der die Voraussetzungen für eine Rückkehr der Flüchtlinge schaffen soll. Zu diesem Zweck sei die Einrichtung einer "gemeinsamen Taskforce" beschlossen worden, in wenigen Tagen solle es eine Delegationsreise mit deutschen Ministeriumsvertretern nach Syrien geben.

Merz appellierte auch an al-Scharaa, den Schutz von Minderheiten in Syrien zu gewährleisten. "Schaffen Sie im neuen Syrien Raum für alle Syrerinnen und Syrer, ungeachtet ihrer Religion, ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ihres Geschlechts. Gewalt gegen Minderheiten und Andersdenkende muss der Vergangenheit angehören." Merz betonte, gemeinsame künftige Projekte würden auch von der Rechtsstaatlichkeit in Syrien abhängen.

Der von al-Scharaa angeführten Regierung in Damaskus wird vorgeworfen, Minderheiten im Land nicht vor Gewalt zu schützen oder sogar zu Gräueltaten an Minderheiten anzustiften und sich daran zu beteiligen. Betroffen sind unter anderem Alawiten und Drusen. Die syrische Führung hat außerdem der faktischen Autonomie der Kurden im Norden des Landes ein Ende gesetzt.

Al-Scharaa sicherte zu, sich für den Schutz von Minderheiten einzusetzen. Die Rechte aller sollten gewahrt werden, sagte er. "Wir wollen wieder zu einer guten Form des Zusammenlebens kommen."

Von al-Scharaa angeführte islamistische Milizen hatten Ende 2024 al-Assad gestürzt und die Macht in Syrien übernommen. Der 43-jährige Übergangspräsident befehligte früher die einst mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Al-Nusra-Front sowie deren Nachfolgemiliz Hajat Tahrir al-Scham.

Al-Scharaa holte am Montag begleitet von Protesten seinen eigentlich bereits für Januar geplanten Antrittsbesuch in Berlin nach. Er wurde zunächst von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen und nahm dann an einem deutsch-syrischen Wirtschaftsforum teil, bei dem die Bundesregierung und deutsche Unternehmen Syrien Unterstützung für den Wiederaufbau in Aussicht stellten.

Auf dem Programm stand auch ein Treffen mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zum Thema Rückführungen. Die Grünen und die Flüchtlingshilfeorganisation Pro Asyl kritisierten das Drängen der Bundesregierung auf eine Rückkehr der syrischen Flüchtlinge.

Grünen-Chefin Franziska Brantner erklärte, "überdurchschnittlich viele" Syrier würden in Deutschland in "systemrelevanten Berufen arbeiten". Pro-Asyl-Geschäftsführer Karl Kopp warnte angesichts der nach wie vor schwierigen Lage in Syrien vor einer "zynischen und völlig realitätsfernen Rückführungsdebatte".

K.Leung--ThChM