The China Mail - Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für mutmaßliche frühere RAF-Terroristin Klette

USD -
AED 3.67295
AFN 65.551421
ALL 81.18496
AMD 365.910292
AOA 917.000139
ARS 1492.402971
AUD 1.41594
AWG 1.8
AZN 1.732138
BAM 1.695366
BBD 2.013843
BDT 123.135735
BHD 0.37705
BIF 2990.5
BMD 1
BND 1.279359
BOB 11.793465
BRL 5.191975
BSD 0.9999
BTN 95.268311
BWP 13.46018
BYN 2.986239
BYR 19600
BZD 2.011
CAD 1.394125
CDF 2275.00005
CHF 0.813302
CLF 0.023239
CLP 914.619982
CNY 6.74385
CNH 6.745755
COP 3148.92
CRC 454.22433
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.999853
CZK 21.026947
DJF 177.720024
DKK 6.48672
DOP 58.380219
DZD 132.885825
EGP 50.216605
ERN 15
ETB 159.975026
EUR 0.86774
FJD 2.233198
FKP 0.740048
GBP 0.74105
GEL 2.609808
GGP 0.740048
GHS 11.40389
GIP 0.740048
GMD 74.000094
GNF 8777.493911
GTQ 7.628996
GYD 209.231063
HKD 7.84686
HNL 26.875047
HRK 6.537496
HTG 130.787734
HUF 315.984031
IDR 17859
ILS 2.9791
IMP 0.740048
INR 95.34365
IQD 1310.5
IRR 1374624.999886
ISK 123.209803
JEP 0.740048
JMD 158.295084
JOD 0.708977
JPY 159.422981
KES 129.250272
KGS 87.449705
KHR 4055.999947
KMF 428.000283
KRW 1417.270271
KWD 0.30916
KYD 0.833286
KZT 465.567234
LAK 22552.558187
LBP 89683.569293
LKR 334.236292
LRD 181.62497
LSL 16.159983
LTL 2.952741
LVL 0.60489
LYD 6.364985
MAD 9.306495
MDL 17.333189
MGA 4307.509472
MKD 53.336685
MMK 2099.936813
MNT 3596.665371
MOP 8.081969
MRU 40.109774
MUR 47.069617
MVR 15.460212
MWK 1736.999954
MXN 17.054983
MYR 4.085501
MZN 63.905413
NAD 16.159847
NGN 1363.469878
NIO 36.797691
NOK 9.498102
NPR 152.426482
NZD 1.706575
OMR 0.384668
PAB 0.999909
PEN 3.359498
PGK 4.405005
PHP 61.244976
PKR 277.791011
PLN 3.73605
PYG 5966.513668
QAR 3.64575
RON 4.542497
RSD 101.88203
RUB 82.889419
RWF 1468
SAR 3.748756
SBD 8.064941
SCR 13.922777
SDG 600.500451
SEK 9.580097
SGD 1.280502
SLE 24.550142
SOS 571.504833
SRD 37.669798
STD 20697.981008
STN 21.5
SVC 8.749095
SZL 16.150178
THB 33.110057
TJS 9.249093
TMT 3.5
TND 2.936991
TRY 47.757085
TTD 6.781351
TWD 32.2328
TZS 2649.493026
UAH 44.67795
UGX 3709.209745
UYU 40.247745
UZS 11957.999919
VES 765.401052
VND 26049.5
VUV 118.442804
WST 2.72999
XAF 568.605049
XAG 0.015308
XAU 0.000227
XCD 2.70255
XCG 1.802074
XDR 0.706905
XOF 567.999764
XPF 103.874977
YER 237.149852
ZAR 16.12757
ZMK 9001.20327
ZMW 18.8184
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    0.0004

    1.1531

    +0.03%

  • DAX

    -60.3500

    26331.07

    -0.23%

  • Euro STOXX 50

    -17.2300

    6533.99

    -0.26%

  • TecDAX

    -22.5600

    4067.62

    -0.55%

  • Goldpreis

    -0.2000

    4467.3

    -0%

  • MDAX

    110.2800

    32335.17

    +0.34%

  • SDAX

    -68.5000

    18502.64

    -0.37%

Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für mutmaßliche frühere RAF-Terroristin Klette

Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für mutmaßliche frühere RAF-Terroristin Klette

Die wegen bewaffneter Raubüberfälle auf Geldtransporter und Supermärkte angeklagte mutmaßliche ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für 15 Jahre ins Gefängnis. Die Anklage sprach sich im Prozess gegen die 67-Jährige vor dem Landgericht im niedersächsischen Verden am Mittwoch unter anderem für eine Verurteilung wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes und schweren bandenmäßigen Raubs mit Waffen aus.

Textgröße:

Frühere Vorwürfe der Angeklagten und ihrer Verteidigung, es handle sich um einen aus politischen Gründen geführten Prozess, wies die Erste Staatsanwältin Annette Marquardt zurück. Die bislang von keinem Gericht rechtskräftig festgestellte mutmaßliche frühere RAF-Mitgliedschaft Klettes spiele keine Rolle. "Es interessiert mich einfach nicht, Frau Klette." Diese sei aus ihrer Sicht "einfach eine Schwerverbrecherin".

Vor Gericht steht Klette wegen einer rund 17 Jahre langen Serie von Raubüberfällen, die sie nach Auflösung der linksextremistischen RAF zwischen 1999 und 2016 gemeinsam mit den beiden flüchtigen früheren RAF-Mitgliedern Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub begangen haben soll. Mit der Beute soll das Trio sein Leben im Untergrund finanziert haben, um Terrorismusvorwürfe geht es dabei nicht.

Ziel waren Geldtransporter und Kassenbüros von Einkaufsmärkten in Niedersachsen, die Täter verwendeten Sturmgewehre sowie eine Panzerfaustattrappe als Drohkulisse. Bei einem Überfall im Jahr 2015 schoss ein männlicher Täter in die Fahrerkabine eines Geldtransporters, ein darin sitzender Bote blieb unverletzt. Darauf bezieht sich der Vorwurf des gemeinschaftlichen versuchten Mordes. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Klette, Staub und Garweg die Raubserie in sogenannter Mittäterschaft gleichberechtigt organisierten und verübten.

Klette wurde im Februar nach jahrelanger Zielfahndung 2024 in Berlin gefasst, wo sie unter falschen Namen gelebt hatte. In ihrer Wohnung fanden Ermittler ein Waffenarsenal und zahlreiche mutmaßlich mit den Überfällen in Verbindung stehende Gegenstände - unter anderem eine Panzerfaustattrappe, diverse Maskierungen, Tatkleidung sowie detaillierte Karten und andere Aufzeichnungen zu Tatorten.

Diese Gegenstände sind neben von Klette bei der Anmietung von Wohnungen im Vorfeld der Überfälle genutzten Auweisfälschungen und DNA-Spuren aus Fluchtautos wichtige Indizien in dem Prozess. Dieser wird in etwa zwei Wochen ab 12. Mai mit dem Plädoyer der Verteidigung fortgesetzt, einen Termin zur Verkündung des Urteils teilte das Gericht noch nicht mit.

Marquardt sprach von einer Raubserie mit dem Ziel möglichst hoher Beute und "mit extrem hohem Risiko für alle Beteiligten". Die Höhe der Taterträge liege bei knapp 2,4 Millionen Euro. Diese Summe soll nach dem Willen der Anklagebehörde bei Klette eingezogen werden.

Schon zu Beginn ihres Plädoyers am Dienstag kritisierte die Staatsanwältin Klettes Auftreten vor Gericht scharf. Diese hatte die Vorwürfe während des vor etwas mehr als einem Jahr begonnen Prozesses unter anderem als "Diffamierung und Hetze" bezeichnet und von einer "Jagd" der Justiz auf politische Feinde gesprochen. Ihr Leben im Untergrund bezeichnete sie als "sehr wertvolle Zeit".

Sie habe die Angeklagte in dem Verfahren als "vollkommen ich-bezogen" erlebt, fügte die Staatsanwältin am Mittwoch hinzu. Sie zeige keinerlei Reue. Auch angesichts der teils schweren psychischen Folgen für die Opfer sehe sie keinen Grund für Strafmilderungen.

Klette soll gemeinsam mit Staub und Garweg zu Beginn der 90er Jahre zur sogenannten Kommandoebene der Roten Armee Fraktion (RAF) gehört und sich an mehreren Anschlägen beteiligt haben. Die Bundesanwaltschaft klagte sie dafür inzwischen in einem separaten Staatsschutzverfahren vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt am Main an. Dabei geht unter anderem um Vorwürfe des vielfachen versuchten Mordes, über die Prozesseröffnung ist noch nicht entschieden.

Der RAF werden mehr als 30 Morde zur Last gelegt. Sie war seit den 70er Jahren aktiv und sah sich in einem selbsternannten Kampf gegen das kapitalistische System. Sie löste sich 1998 selbst auf. Zu ihren Opfern zählten neben ranghohen deutschen Wirtschaftsvertretern unter anderem auch Personenschützer sowie US-Soldaten.

F.Jackson--ThChM