The China Mail - Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren

USD -
AED 3.6725
AFN 63.499066
ALL 81.115938
AMD 369.094488
ANG 1.789884
AOA 917.999902
ARS 1392.713504
AUD 1.380567
AWG 1.8
AZN 1.702577
BAM 1.65949
BBD 2.014662
BDT 122.963617
BGN 1.668102
BHD 0.378004
BIF 2979.907684
BMD 1
BND 1.266376
BOB 6.911825
BRL 4.908023
BSD 1.000288
BTN 94.642615
BWP 13.384978
BYN 2.824803
BYR 19600
BZD 2.011777
CAD 1.360345
CDF 2314.999756
CHF 0.77917
CLF 0.022876
CLP 900.230319
CNY 6.83035
CNH 6.81223
COP 3716.17
CRC 456.404426
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.559486
CZK 20.69095
DJF 178.124152
DKK 6.352983
DOP 59.588547
DZD 132.236548
EGP 52.611503
ERN 15
ETB 156.186957
EUR 0.85018
FJD 2.1835
FKP 0.736622
GBP 0.734295
GEL 2.689577
GGP 0.736622
GHS 11.253564
GIP 0.736622
GMD 73.000214
GNF 8779.35786
GTQ 7.635589
GYD 209.238393
HKD 7.835597
HNL 26.592734
HRK 6.402502
HTG 130.892895
HUF 305.347502
IDR 17332
ILS 2.905955
IMP 0.736622
INR 94.484298
IQD 1310.201485
IRR 1315999.999758
ISK 122.079883
JEP 0.736622
JMD 157.609595
JOD 0.708982
JPY 156.208501
KES 129.249915
KGS 87.420499
KHR 4009.129786
KMF 420.500226
KPW 900.003495
KRW 1447.820589
KWD 0.30794
KYD 0.83356
KZT 463.200855
LAK 21973.425197
LBP 89575.838311
LKR 320.221287
LRD 183.554507
LSL 16.305407
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.331536
MAD 9.184383
MDL 17.194712
MGA 4167.797991
MKD 52.29798
MMK 2099.549246
MNT 3579.649525
MOP 8.073157
MRU 39.923296
MUR 46.779638
MVR 15.455006
MWK 1734.489547
MXN 17.26055
MYR 3.925008
MZN 63.893159
NAD 16.305476
NGN 1361.139629
NIO 36.80763
NOK 9.265245
NPR 151.428014
NZD 1.67626
OMR 0.384478
PAB 1.000288
PEN 3.489513
PGK 4.349394
PHP 60.740503
PKR 278.705369
PLN 3.598665
PYG 6121.903517
QAR 3.646584
RON 4.471298
RSD 99.782804
RUB 74.849053
RWF 1462.717214
SAR 3.751823
SBD 8.032258
SCR 13.786507
SDG 600.499188
SEK 9.210465
SGD 1.268255
SHP 0.746601
SLE 24.624981
SLL 20969.496166
SOS 571.629786
SRD 37.476972
STD 20697.981008
STN 20.78808
SVC 8.752206
SYP 111.203697
SZL 16.3004
THB 32.200178
TJS 9.347679
TMT 3.505
TND 2.906356
TOP 2.40776
TRY 45.2247
TTD 6.778611
TWD 31.438007
TZS 2595.933022
UAH 43.857246
UGX 3761.369807
UYU 40.193288
UZS 12078.298941
VES 493.49396
VND 26325
VUV 118.250426
WST 2.722585
XAF 556.574973
XAG 0.01305
XAU 0.000214
XCD 2.70255
XCG 1.802793
XDR 0.696429
XOF 556.577334
XPF 101.191284
YER 238.605413
ZAR 16.406401
ZMK 9001.197853
ZMW 18.930729
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    151.7400

    6021.37

    +2.52%

  • Goldpreis

    122.9000

    4691.4

    +2.62%

  • DAX

    531.9100

    24933.61

    +2.13%

  • SDAX

    201.1300

    18384.01

    +1.09%

  • TecDAX

    23.6800

    3828.63

    +0.62%

  • MDAX

    768.8600

    31901.58

    +2.41%

  • EUR/USD

    0.0059

    1.1756

    +0.5%

Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren
Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren / Foto: © AFP

Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren

Weltweit hat sich die Situation für Journalistinnen und Journalisten weiter verschlechtert: Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen ist die Situation in mehr als der Hälfte aller Länder "schwierig" oder "sehr ernst". Wie die Organisation in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht erklärte, haben sich besonders die rechtlichen Rahmenbedingungen für Medienschaffende verschlechtert. "Journalismus wird weltweit immer häufiger kriminalisiert", beklagt Reporter ohne Grenzen.

Textgröße:

Nur in sieben Ländern in Nordeuropa stuft Reporter ohne Grenzen die Situation als "gut" ein. Zum zehnten Mal in Folge steht Norwegen auf Platz 1. Die Niederlande schoben sich an Estland vorbei auf den zweiten Rang und sind damit das bestplatzierte EU-Land. Dänemark rückte um zwei Plätze auf Rang 4 vor.

Deutschland belegt auf der Rangliste der Pressefreiheit Rang 14, ein Rückgang um drei Plätze. Grund dafür ist laut Reporter ohne Grenzen vor allem, dass Journalistinnen und Journalisten auf der Straße und im Internet "wachsenden Bedrohungslagen ausgesetzt sind". Aus Redaktionen wurde demnach zudem immer wieder geschildert, "dass polarisierte Themen wie die Nahost-Berichterstattung zu erschwerten Arbeitsbedingungen führten".

In mehreren Ländern sind Kriege und bewaffnete Konflikte dem Bericht zufolge maßgeblich für den Niedergang der Pressefreiheit verantwortlich. Israel ist vor allem wegen des Gaza-Krieges um vier Plätze auf Rang 116 abgerutscht. Seit Oktober 2023 wurden im Gazastreifen nach Angaben von Reporter ohne Grenzen mehr als 220 Journalistinnen und Journalisten durch Angriffe der israelischen Armee getötet, darunter mindestens 70 bei der Ausübung ihrer Arbeit.

Russland, das auf Platz 172 liegt, tötet in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine auch "immer wieder gezielt" Journalistinnen und Journalisten, wie Reporter ohne Grenzen erklärte. Derzeit sitzen demnach 48 Medienschaffende in russischen Gefängnissen, davon 26 aus der Ukraine.

In den USA unter Präsident Donald Trump haben die Angriffe auf Medien und Medienschaffende der Organisation zufolge "mittlerweile System". Die USA sind daher um sieben Plätze auf Rang 64 abgerutscht. Als Grund wird unter anderem das gewaltsame Vorgehen von Einsatzkräften der Polizei und der Einwanderungsbehörde ICE gegen Medienschaffende angeführt.

Den stärksten Rückgang auf der Rangliste der Pressefreiheit 2026 verzeichnet Niger: Das westafrikanische Land ist um 37 Plätze auf Rang 120 abgerutscht. Dieser Absturz stehe sinnbildlich für die sich verschlechternde Situation für Journalistinnen und Journalisten in der gesamten Sahel-Region. "Angriffe bewaffneter Gruppen und Militärjuntas schränken die freie Berichterstattung und das Recht der Menschen auf Informationen drastisch ein", beklagte Reporter ohne Grenzen.

Am stärksten aufgestiegen ist Syrien: Nach dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad im Dezember 2024 ist das Land auf der Rangliste der Pressefreiheit vom 177. auf den 141. Platz vorgerückt.

Wenig Bewegung gab es am Ende der Skala: Eritrea (180), Nordkorea (179) und China (178) bleiben die Schlusslichter. Neu unter den letzten zehn Ländern ist Saudi-Arabien: Das Land fiel um 14 Plätze auf Rang 176, vor allem wegen der Hinrichtung des Journalisten Turki al-Dschasser.

Weltweit werden Reporterinnen und Reporter dem Bericht zufolge auch weiterhin wegen ihrer Arbeit getötet oder inhaftiert. Fast 500 Medienschaffende sitzen laut Reporter ohne Grenzen derzeit in Haft.

"Doch Druck und Einschränkungen wirken zunehmend auch durch Gesetze,", kritisiert Reporter ohne Grenzen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Journalismus haben sich dem Bericht zufolge in 110 der 180 beobachteten Länder und Territorien im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert.

In der Türkei, die auf Platz 163 liegt, werden dem Bericht zufolge neben Anti-Terror-Gesetzen etwa auch Anklagen wegen "Desinformation", "Beleidigung des Präsidenten" und "Verunglimpfung staatlicher Institutionen" dazu genutzt, Journalistinnen und Journalisten zu "unterdrücken". Reporter ohne Grenzen nennt dabei etwa den Deutsche-Welle-Korrespondenten Alican Uludag, der wegen angeblicher Präsidentenbeleidigung in Haft ist.

Y.Parker--ThChM