The China Mail - Nord-Stream-Sabotage: Bundesanwaltschaft lässt ukrainischen Taucher erneut festnehmen

USD -
AED 3.6725
AFN 65.999855
ALL 79.791817
AMD 363.797731
ANG 1.789783
AOA 917.000303
ARS 1495.000796
AUD 1.413258
AWG 1.8
AZN 1.713757
BAM 1.685279
BBD 2.014312
BDT 122.212456
BGN 1.696366
BHD 0.37715
BIF 2989.310964
BMD 1
BND 1.276583
BOB 11.555778
BRL 5.203896
BSD 1.000134
BTN 95.716237
BWP 13.507738
BYN 3.041998
BYR 19600
BZD 2.011383
CAD 1.387295
CDF 2269.999589
CHF 0.81016
CLF 0.02353
CLP 926.070179
CNY 6.743302
CNH 6.73971
COP 3104.87
CRC 447.54835
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.012214
CZK 20.82155
DJF 178.088743
DKK 6.44197
DOP 58.758143
DZD 132.884026
EGP 50.700201
ERN 15
ETB 163.359111
EUR 0.861702
FJD 2.208952
FKP 0.738395
GBP 0.737695
GEL 2.605015
GGP 0.738395
GHS 11.125807
GIP 0.738395
GMD 74.000063
GNF 8787.326535
GTQ 7.631759
GYD 209.237901
HKD 7.841675
HNL 26.815849
HRK 6.4933
HTG 130.81205
HUF 314.09899
IDR 17832.55
ILS 2.98725
IMP 0.738395
INR 95.69735
IQD 1310.188536
IRR 1374575.000157
ISK 122.53065
JEP 0.738395
JMD 158.032606
JOD 0.708984
JPY 159.088982
KES 129.490079
KGS 87.450263
KHR 4043.876883
KMF 426.000497
KPW 900.000294
KRW 1391.209772
KWD 0.30859
KYD 0.83342
KZT 461.963991
LAK 22523.038745
LBP 89559.04338
LKR 330.989556
LRD 181.522076
LSL 16.249004
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.365168
MAD 9.273223
MDL 17.247441
MGA 4310.043988
MKD 53.019336
MMK 2099.245957
MNT 3597.150887
MOP 8.077223
MRU 40.013098
MUR 46.979735
MVR 15.460291
MWK 1734.185232
MXN 17.036499
MYR 4.057696
MZN 63.905014
NAD 16.249004
NGN 1351.049858
NIO 36.801675
NOK 9.40135
NPR 153.14945
NZD 1.700725
OMR 0.384502
PAB 1.000134
PEN 3.367814
PGK 4.429853
PHP 61.823
PKR 277.559111
PLN 3.72623
PYG 6016.268569
QAR 3.64621
RON 4.521012
RSD 101.154979
RUB 85.000043
RWF 1473.649743
SAR 3.756199
SBD 8.025811
SCR 13.723978
SDG 601.501907
SEK 9.511695
SGD 1.276215
SHP 0.740866
SLE 24.649693
SLL 20969.499227
SOS 571.546744
SRD 37.966971
STD 20697.981008
STN 21.110771
SVC 8.751136
SYP 13001.999906
SZL 16.253711
THB 33.067034
TJS 9.225924
TMT 3.5
TND 2.923
TOP 2.40776
TRY 47.937402
TTD 6.783882
TWD 31.953299
TZS 2647.725996
UAH 44.716187
UGX 3730.144027
UYU 40.085479
UZS 11801.606177
VES 771.57685
VND 26180.5
VUV 118.215486
WST 2.715898
XAF 565.226795
XAG 0.015695
XAU 0.000229
XCD 2.70255
XCG 1.802445
XDR 0.707052
XOF 565.219489
XPF 102.764278
YER 237.102795
ZAR 16.24423
ZMK 9001.200857
ZMW 18.726547
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    0.4600

    6468.63

    +0.01%

  • MDAX

    2.5500

    31842.38

    +0.01%

  • TecDAX

    -13.6300

    4038.33

    -0.34%

  • SDAX

    48.9600

    18474.55

    +0.27%

  • Goldpreis

    2.6000

    4423.2

    +0.06%

  • DAX

    -52.6900

    26075.67

    -0.2%

  • EUR/USD

    0.0035

    1.1612

    +0.3%

Nord-Stream-Sabotage: Bundesanwaltschaft lässt ukrainischen Taucher erneut festnehmen
Nord-Stream-Sabotage: Bundesanwaltschaft lässt ukrainischen Taucher erneut festnehmen / Foto: © DANISH DEFENCE/AFP/Archiv

Nord-Stream-Sabotage: Bundesanwaltschaft lässt ukrainischen Taucher erneut festnehmen

Knapp vier Jahre nach den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines ist am Mittwoch ein zweiter Tatverdächtiger festgenommen worden. Es handelt sich um einen ausgebildeten Taucher aus der Ukraine, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Vladimir Z. wurde demnach auf Grundlage eines Europäischen Haftbefehls in Kroatien gefasst.

Textgröße:

Er sollte nach seiner Überstellung nach Deutschland dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet. Die Bundesanwaltschaft nimmt an, dass er im September 2022 an den Tauchgängen für die Platzierung von Sprengsätzen an den Leitungen beteiligt war. Z. war bereits vor einem Jahr in Polen einmal festgenommen worden. Ein polnisches Gericht verweigerte allerdings seine Auslieferung nach Deutschland, er kam zunächst wieder auf freien Fuß.

Die Nord-Stream-Leitungen waren für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden. Bei den Anschlägen 2022 wurden sie schwer beschädigt. Sie waren zu dem Zeitpunkt nicht in Betrieb - Russland hatte die Gaslieferungen über Nord Stream 1 bereits kurz zuvor gestoppt, mutmaßlich als Reaktion auf die westlichen Sanktionen angesichts des russischen Einmarschs in die Ukraine. Nord Stream 2 ging nie in Betrieb.

Ein Tatverdächtiger der Sabotageaktion sitzt bereits in Deutschland in Untersuchungshaft. Der mutmaßliche Anführer Serhii K., ein früherer ukrainischer Offizier, wurde im August 2025 im Urlaub in Italien gefasst und später nach Deutschland ausgeliefert. Ende Juni klagte ihn die Bundesanwaltschaft als Mittäter eines Kriegsverbrechens des Angriffs gegen zivile Objekte an, außerdem wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der Zerstörung von Bauwerken und der Störung öffentlicher Betriebe.

Anfang Juli veröffentlichte sie Einzelheiten aus der Anklage. Demnach gehen die deutschen Ermittler davon aus, dass die Pläne für die Anschläge im Auftrag staatlicher Stellen in der Ukraine entwickelt wurden. Die Sabotageaktion sollte Gaslieferungen über die Pipelines demnach dauerhaft stoppen, damit Russland die Einnahmen nicht zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs nutzen konnte.

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 sollen Militärangehörige der Anklage zufolge den Plan entwickelt haben, die Erdgasleitungen zu zerstören. Eine Gruppe aus mehreren Berufstauchern, einem Skipper und einem Sprengstoffexperten sei gebildet worden. Diese sei an Bord einer hochseetauglichen Segeljacht gegangen, die zuvor mit Hilfe gefälschter Ausweispapiere über Mittelsmänner bei einem deutschen Unternehmen in Rostock angemietet worden sei.

Mit dem Schiff soll die Gruppe größere Mengen militärisch verwendbarer Hochleistungssprengstoffe in internationalen Gewässern bis in die Nähe der dänischen Insel Bornholm transportiert haben. Dort hätten sie auf dem Meeresgrund Sprengsätze mit Zeitzündern an den Gasleitungen angebracht. Diese detonierten am 26. September 2022 und verursachten schwere Schäden an den beiden Pipelines.

Z. wurde nun in der kroatischen Stadt Pula durch die dortige Polizei festgenommen. Er wird von der Bundesanwaltschaft des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der Zerstörung von Bauwerken dringend verdächtigt.

P.Deng--ThChM