The China Mail - Gericht bestätigt Verantwortung des TÜV Rheinland im Brustimplantate-Skandal

USD -
AED 3.672498
AFN 64.000129
ALL 82.087167
AMD 368.450607
ANG 1.790403
AOA 918.000283
ARS 1424.474899
AUD 1.412399
AWG 1.801525
AZN 1.701177
BAM 1.689603
BBD 2.013822
BDT 122.983888
BGN 1.69088
BHD 0.37683
BIF 2970.152477
BMD 1
BND 1.283746
BOB 6.909421
BRL 5.062399
BSD 0.99987
BTN 95.052482
BWP 13.460326
BYN 2.766446
BYR 19600
BZD 2.010971
CAD 1.396135
CDF 2295.000102
CHF 0.793655
CLF 0.022858
CLP 899.609747
CNY 6.7715
CNH 6.757506
COP 3492.53
CRC 454.839964
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.257224
CZK 20.786904
DJF 178.057103
DKK 6.439625
DOP 58.710207
DZD 133.120816
EGP 51.4166
ERN 15
ETB 157.556391
EUR 0.8616
FJD 2.215895
FKP 0.745885
GBP 0.74325
GEL 2.655025
GGP 0.745885
GHS 11.098441
GIP 0.745885
GMD 72.999915
GNF 8759.016889
GTQ 7.622133
GYD 209.191828
HKD 7.834905
HNL 26.736642
HRK 6.4898
HTG 130.733014
HUF 302.650997
IDR 17779
ILS 2.92082
IMP 0.745885
INR 95.11055
IQD 1309.835428
IRR 1375877.497869
ISK 124.240086
JEP 0.745885
JMD 158.489914
JOD 0.709025
JPY 159.958502
KES 129.50241
KGS 87.450084
KHR 4017.105093
KMF 425.999768
KPW 900.00035
KRW 1506.280341
KWD 0.30848
KYD 0.833312
KZT 488.937843
LAK 22017.191482
LBP 89543.518639
LKR 335.207982
LRD 181.97918
LSL 16.286467
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.372943
MAD 9.260766
MDL 17.462745
MGA 4172.605935
MKD 53.254719
MMK 2098.945404
MNT 3577.889929
MOP 8.070062
MRU 39.65617
MUR 47.259649
MVR 15.460205
MWK 1733.834392
MXN 17.16365
MYR 4.048404
MZN 63.885115
NAD 16.286467
NGN 1360.689875
NIO 36.793227
NOK 9.4929
NPR 152.084143
NZD 1.70825
OMR 0.384251
PAB 0.99987
PEN 3.400458
PGK 4.378213
PHP 61.360063
PKR 278.191957
PLN 3.65475
PYG 6122.413719
QAR 3.65522
RON 4.523903
RSD 101.386549
RUB 72.269105
RWF 1468.359898
SAR 3.753798
SBD 8.045573
SCR 14.065224
SDG 600.495179
SEK 9.380525
SGD 1.280799
SHP 0.746601
SLE 24.649829
SLL 20969.503664
SOS 571.465595
SRD 37.509498
STD 20697.981008
STN 21.165392
SVC 8.74865
SYP 110.532098
SZL 16.273163
THB 32.639942
TJS 9.318906
TMT 3.51
TND 2.933437
TOP 2.40776
TRY 46.275303
TTD 6.791931
TWD 31.628017
TZS 2622.50296
UAH 44.803507
UGX 3749.298086
UYU 40.387024
UZS 11975.292644
VES 581.95784
VND 26310
VUV 118.173796
WST 2.743491
XAF 566.677033
XAG 0.0142
XAU 0.000233
XCD 2.70255
XCG 1.801996
XDR 0.704764
XOF 566.677033
XPF 103.027947
YER 238.602067
ZAR 16.17579
ZMK 9001.200523
ZMW 17.467928
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    0.0029

    1.1602

    +0.25%

  • Goldpreis

    114.0000

    4352.8

    +2.62%

  • DAX

    425.6000

    24635.3

    +1.73%

  • Euro STOXX 50

    130.6700

    6187.63

    +2.11%

  • TecDAX

    51.7500

    3979.5

    +1.3%

  • MDAX

    627.0000

    32083.1

    +1.95%

  • SDAX

    350.1000

    18377.2

    +1.91%

Gericht bestätigt Verantwortung des TÜV Rheinland im Brustimplantate-Skandal
Gericht bestätigt Verantwortung des TÜV Rheinland im Brustimplantate-Skandal / Foto: © AFP/Archiv

Gericht bestätigt Verantwortung des TÜV Rheinland im Brustimplantate-Skandal

Frankreichs oberstes Gericht hat die Mitverantwortung des TÜV Rheinland im Skandal um mangelhafte Brustimplantate des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) endgültig bestätigt. Der TÜV Rheinland Frankreich sei bei der Prüfung der Implantate seinen "Pflichten zur Kontrolle, Sorgfalt und Wachsamkeit" nicht nachgekommen, erklärte der Kassationsgerichtshof am Donnerstagabend. Der letztinstanzliche Richterspruch ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entschädigung zehntausender betroffener Frauen auf der ganzen Welt.

Textgröße:

"Die fachliche Verantwortung liegt nachweislich beim TÜV Rheinland Frankreich", schrieben die Richter in ihrer Urteilsbegründung und beantworteten damit eine der zentralen Frage in dem jahrelangen Rechtsstreit. Zudem kassierte der Kassationsgerichtshof mehrere Urteile unterer Instanzen vollständig oder in Teilen.

So wurde die Entscheidung eines Pariser Berufungsgerichts aufgehoben, die Verantwortlichkeit des TÜV auf einen Zeitraum vom 1. September 2006 bis zum 6. April 2010 zu beschränken. Dadurch waren die Forderungen hunderter Frauen nach Entschädigung zurückgewiesen worden. Die Fälle, in denen die Urteile aufgehoben wurden, verwies der Kassationsgerichtshof an ein Berufungsgericht im ostfranzösischen Lyon.

Der Skandal war im März 2010 ans Licht gekommen. Damals stellten die französischen Gesundheitsbehörden erstmals fest, dass die Brustimplantate von PIP überdurchschnittlich oft rissen und nur mit billigem Industrie-Silikon gefüllt waren. Der TÜV hatte sie allerdings von 1997 bis 2010 insgesamt 13 Mal geprüft und als unbedenklich zertifiziert. In dem Fall gab es bereits eine ganze Reihe von Prozessen gegen den TÜV Rheinland, unter anderem auch in Deutschland.

Der Anwalt Olivier Aumaître, der in der Angelegenheit knapp 15.000 betroffene Frauen vertritt, sagte nach dem Urteil, der Kassationsgerichtshof bestätige "das Prinzip der Verantwortung des TÜV" und damit das "Entschädigungsverfahren für die Opfer, das darauf normalerweise folgt". Dadurch werde eine Gleichbehandlung der Opfer möglich. Andererseits kritisierte Aumaître, dass die Fälle nun an ein Gericht verwiesen worden sei, das sich in der Angelegenheit noch nicht auskenne.

Die Anwältin des TÜV, Christelle Coslin, sagte AFP, die Richtersprüche stellten zwar offensichtlich eine Entwicklung dar, setzten der Debatte aber kein Ende. "Aus unserer Sicht stellen sie mehr Fragen, als dass sie Antworten geben", sagte sie weiter. Viele Fragen müssten erneut diskutiert werden, zudem seien "tausende individuelle Begutachtungen" noch nicht abgeschlossen.

"Der große Abwesende ist PIP", fügte Coslin hinzu. Der TÜV werde verklagt, obwohl der Hersteller der Brustimplantate "den Betrug begangen" habe.

PIP-Gründer Jean-Claude Mas war 2016 wegen schweren Betrugs sowie Täuschung des TÜV zu vier Jahre Haft und 75.000 Euro Strafe verurteilt worden. Sein Tod im Jahr 2019 setzte den Verfahren gegen sein Unternehmen ein Ende, das nach dem Skandal abgewickelt worden war.

Von 2001 bis 2010 hatte PIP weltweit rund eine Million der minderwertigen Implantate verkauft. 400.000 Frauen trugen gesundheitliche Schäden davon, insbesondere in Lateinamerika. Auch in Deutschland waren tausende Frauen von dem PIP-Skandal betroffen.

M.Zhou--ThChM