The China Mail - Gericht bestätigt Verantwortung des TÜV Rheinland im Brustimplantate-Skandal

USD -
AED 3.672501
AFN 63.495489
ALL 83.192586
AMD 375.730804
ANG 1.790083
AOA 916.999989
ARS 1383.990646
AUD 1.452226
AWG 1.8
AZN 1.697632
BAM 1.693993
BBD 2.007535
BDT 122.298731
BGN 1.709309
BHD 0.376597
BIF 2960.807241
BMD 1
BND 1.28353
BOB 6.91265
BRL 5.2553
BSD 0.996752
BTN 94.473171
BWP 13.741284
BYN 2.966957
BYR 19600
BZD 2.004591
CAD 1.387005
CDF 2282.496424
CHF 0.795017
CLF 0.023433
CLP 925.259734
CNY 6.91185
CNH 6.92068
COP 3662.985579
CRC 462.864319
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.504742
CZK 21.2958
DJF 177.489065
DKK 6.492703
DOP 59.330475
DZD 133.010264
EGP 52.781589
ERN 15
ETB 154.083756
EUR 0.866103
FJD 2.257405
FKP 0.752712
GBP 0.750441
GEL 2.679862
GGP 0.752712
GHS 10.921138
GIP 0.752712
GMD 73.500634
GNF 8739.335672
GTQ 7.62808
GYD 208.64406
HKD 7.82615
HNL 26.46399
HRK 6.5452
HTG 130.656966
HUF 338.089034
IDR 16990.8
ILS 3.13762
IMP 0.752712
INR 94.850202
IQD 1305.703521
IRR 1313250.000216
ISK 124.760128
JEP 0.752712
JMD 156.892296
JOD 0.708974
JPY 160.287037
KES 129.470356
KGS 87.450219
KHR 3992.031527
KMF 428.0001
KPW 900.00296
KRW 1508.000246
KWD 0.30791
KYD 0.830627
KZT 481.867394
LAK 21678.576069
LBP 89256.247023
LKR 313.975142
LRD 182.893768
LSL 17.115586
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.362652
MAD 9.315751
MDL 17.507254
MGA 4153.999394
MKD 53.388766
MMK 2098.832611
MNT 3571.142668
MOP 8.042181
MRU 39.797324
MUR 46.77056
MVR 15.449908
MWK 1728.292408
MXN 18.140005
MYR 3.923953
MZN 63.950136
NAD 17.115586
NGN 1383.460041
NIO 36.680958
NOK 9.702861
NPR 151.156728
NZD 1.737333
OMR 0.38408
PAB 0.996752
PEN 3.472089
PGK 4.307306
PHP 60.549842
PKR 278.184401
PLN 3.72091
PYG 6516.824737
QAR 3.634057
RON 4.427298
RSD 101.684639
RUB 81.511073
RWF 1455.545451
SAR 3.752751
SBD 8.042037
SCR 15.03876
SDG 601.000048
SEK 9.47367
SGD 1.292698
SHP 0.750259
SLE 24.55019
SLL 20969.510825
SOS 569.659175
SRD 37.601032
STD 20697.981008
STN 21.220389
SVC 8.721147
SYP 110.527654
SZL 17.114027
THB 32.495002
TJS 9.523624
TMT 3.5
TND 2.938634
TOP 2.40776
TRY 44.440189
TTD 6.772336
TWD 32.044406
TZS 2571.564679
UAH 43.689489
UGX 3713.134988
UYU 40.344723
UZS 12155.385215
VES 467.928355
VND 26337.5
VUV 119.385423
WST 2.775484
XAF 568.149495
XAG 0.014291
XAU 0.000222
XCD 2.70255
XCG 1.796371
XDR 0.706596
XOF 568.149495
XPF 103.295656
YER 238.601083
ZAR 17.089659
ZMK 9001.202399
ZMW 18.763154
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    0.0000

    4524.3

    0%

  • Euro STOXX 50

    -60.1300

    5505.8

    -1.09%

  • TecDAX

    -73.5400

    3349.65

    -2.2%

  • DAX

    -312.2500

    22300.75

    -1.4%

  • SDAX

    -288.3900

    16338.41

    -1.77%

  • MDAX

    -609.3500

    27655.45

    -2.2%

  • EUR/USD

    -0.0034

    1.1505

    -0.3%

Gericht bestätigt Verantwortung des TÜV Rheinland im Brustimplantate-Skandal
Gericht bestätigt Verantwortung des TÜV Rheinland im Brustimplantate-Skandal / Foto: © AFP/Archiv

Gericht bestätigt Verantwortung des TÜV Rheinland im Brustimplantate-Skandal

Frankreichs oberstes Gericht hat die Mitverantwortung des TÜV Rheinland im Skandal um mangelhafte Brustimplantate des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) endgültig bestätigt. Der TÜV Rheinland Frankreich sei bei der Prüfung der Implantate seinen "Pflichten zur Kontrolle, Sorgfalt und Wachsamkeit" nicht nachgekommen, erklärte der Kassationsgerichtshof am Donnerstagabend. Der letztinstanzliche Richterspruch ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entschädigung zehntausender betroffener Frauen auf der ganzen Welt.

Textgröße:

"Die fachliche Verantwortung liegt nachweislich beim TÜV Rheinland Frankreich", schrieben die Richter in ihrer Urteilsbegründung und beantworteten damit eine der zentralen Frage in dem jahrelangen Rechtsstreit. Zudem kassierte der Kassationsgerichtshof mehrere Urteile unterer Instanzen vollständig oder in Teilen.

So wurde die Entscheidung eines Pariser Berufungsgerichts aufgehoben, die Verantwortlichkeit des TÜV auf einen Zeitraum vom 1. September 2006 bis zum 6. April 2010 zu beschränken. Dadurch waren die Forderungen hunderter Frauen nach Entschädigung zurückgewiesen worden. Die Fälle, in denen die Urteile aufgehoben wurden, verwies der Kassationsgerichtshof an ein Berufungsgericht im ostfranzösischen Lyon.

Der Skandal war im März 2010 ans Licht gekommen. Damals stellten die französischen Gesundheitsbehörden erstmals fest, dass die Brustimplantate von PIP überdurchschnittlich oft rissen und nur mit billigem Industrie-Silikon gefüllt waren. Der TÜV hatte sie allerdings von 1997 bis 2010 insgesamt 13 Mal geprüft und als unbedenklich zertifiziert. In dem Fall gab es bereits eine ganze Reihe von Prozessen gegen den TÜV Rheinland, unter anderem auch in Deutschland.

Der Anwalt Olivier Aumaître, der in der Angelegenheit knapp 15.000 betroffene Frauen vertritt, sagte nach dem Urteil, der Kassationsgerichtshof bestätige "das Prinzip der Verantwortung des TÜV" und damit das "Entschädigungsverfahren für die Opfer, das darauf normalerweise folgt". Dadurch werde eine Gleichbehandlung der Opfer möglich. Andererseits kritisierte Aumaître, dass die Fälle nun an ein Gericht verwiesen worden sei, das sich in der Angelegenheit noch nicht auskenne.

Die Anwältin des TÜV, Christelle Coslin, sagte AFP, die Richtersprüche stellten zwar offensichtlich eine Entwicklung dar, setzten der Debatte aber kein Ende. "Aus unserer Sicht stellen sie mehr Fragen, als dass sie Antworten geben", sagte sie weiter. Viele Fragen müssten erneut diskutiert werden, zudem seien "tausende individuelle Begutachtungen" noch nicht abgeschlossen.

"Der große Abwesende ist PIP", fügte Coslin hinzu. Der TÜV werde verklagt, obwohl der Hersteller der Brustimplantate "den Betrug begangen" habe.

PIP-Gründer Jean-Claude Mas war 2016 wegen schweren Betrugs sowie Täuschung des TÜV zu vier Jahre Haft und 75.000 Euro Strafe verurteilt worden. Sein Tod im Jahr 2019 setzte den Verfahren gegen sein Unternehmen ein Ende, das nach dem Skandal abgewickelt worden war.

Von 2001 bis 2010 hatte PIP weltweit rund eine Million der minderwertigen Implantate verkauft. 400.000 Frauen trugen gesundheitliche Schäden davon, insbesondere in Lateinamerika. Auch in Deutschland waren tausende Frauen von dem PIP-Skandal betroffen.

M.Zhou--ThChM