The China Mail - Hantavirus auf der "Hondius": WHO-Chef gibt nach Evakuierung noch keine Entwarnung

USD -
AED 3.67295
AFN 65.489986
ALL 80.54488
AMD 366.069773
AOA 916.999858
ARS 1498.498196
AUD 1.416962
AWG 1.8
AZN 1.698888
BAM 1.694779
BBD 2.013492
BDT 123.412607
BHD 0.37711
BIF 2985
BMD 1
BND 1.280399
BOB 11.871596
BRL 5.178698
BSD 0.99964
BTN 95.359579
BWP 13.493759
BYN 2.963804
BYR 19600
BZD 2.010589
CAD 1.39224
CDF 2276.000096
CHF 0.81198
CLF 0.023215
CLP 916.496581
CNY 6.745599
CNH 6.746985
COP 3136.5
CRC 453.296822
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.747903
CZK 21.010118
DJF 177.719484
DKK 6.48027
DOP 58.298173
DZD 132.915013
EGP 49.975043
ERN 15
ETB 161.703184
EUR 0.86675
FJD 2.211036
FKP 0.739377
GBP 0.74085
GEL 2.610186
GGP 0.739377
GHS 11.779913
GIP 0.739377
GMD 74.000172
GNF 8780.000062
GTQ 7.626417
GYD 209.364696
HKD 7.84681
HNL 26.795146
HRK 6.530101
HTG 130.708873
HUF 316.719784
IDR 17847.55
ILS 2.997298
IMP 0.739377
INR 95.310196
IQD 1309.601695
IRR 1374799.999991
ISK 123.080294
JEP 0.739377
JMD 158.160856
JOD 0.709037
JPY 159.325501
KES 129.403528
KGS 87.450094
KHR 4053.496888
KMF 427.000267
KRW 1413.624993
KWD 0.307197
KYD 0.833091
KZT 466.225877
LAK 22605.000246
LBP 89549.999854
LKR 334.293748
LRD 181.600733
LSL 16.189984
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.354999
MAD 9.314006
MDL 17.364592
MGA 4301.50388
MKD 53.309532
MMK 2099.437721
MNT 3594.800745
MOP 8.079358
MRU 40.11917
MUR 47.000077
MVR 15.459911
MWK 1737.000223
MXN 17.10507
MYR 4.091904
MZN 63.401968
NAD 16.175005
NGN 1362.500995
NIO 36.784617
NOK 9.502198
NPR 152.571674
NZD 1.700665
OMR 0.384497
PAB 0.99964
PEN 3.379906
PGK 4.486077
PHP 61.015039
PKR 277.849806
PLN 3.728502
PYG 5952.262319
QAR 3.645949
RON 4.540797
RSD 101.696018
RUB 82.509721
RWF 1469
SAR 3.754906
SBD 8.065696
SCR 13.74968
SDG 600.500761
SEK 9.52813
SGD 1.28039
SLE 24.450175
SOS 600.491204
SRD 37.946011
STD 20697.981008
STN 21.230227
SVC 8.746853
SZL 16.213312
THB 33.159044
TJS 9.212099
TMT 3.51
TND 2.93523
TRY 47.737955
TTD 6.770423
TWD 32.249499
TZS 2654.997974
UAH 44.853663
UGX 3719.189092
UYU 40.250777
UZS 11886.327301
VES 755.7624
VND 26136.5
VUV 118.84778
WST 2.733733
XAF 568.412889
XAG 0.015519
XAU 0.000229
XCD 2.70255
XCG 1.801749
XDR 0.706586
XOF 568.412889
XPF 103.343544
YER 238.406315
ZAR 16.22074
ZMK 9001.204156
ZMW 18.744124
ZWL 321.999592
  • DAX

    67.5400

    26391.42

    +0.26%

  • Euro STOXX 50

    15.6000

    6551.22

    +0.24%

  • MDAX

    -26.2500

    32224.89

    -0.08%

  • SDAX

    30.6000

    18571.14

    +0.16%

  • Goldpreis

    11.1000

    4430.8

    +0.25%

  • TecDAX

    22.7600

    4090.18

    +0.56%

  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1545

    -0.01%

Hantavirus auf der "Hondius": WHO-Chef gibt nach Evakuierung noch keine Entwarnung
Hantavirus auf der "Hondius": WHO-Chef gibt nach Evakuierung noch keine Entwarnung / Foto: © AFP

Hantavirus auf der "Hondius": WHO-Chef gibt nach Evakuierung noch keine Entwarnung

Nach der Evakuierung der letzten Passagiere vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" kann von Entwarnung vorerst keine Rede sein. Während die in ihren Heimatregionen unter Quarantäne gestellten betroffenen vier Deutschen am Dienstag symptomfrei waren, litt ein nach seiner Heimkehr positiv auf das Hantavirus getesteter Spanier unter Fieber und Atemwegsproblemen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte in Madrid, der Kampf gegen den Virus-Ausbruch sei "noch nicht vorbei". Er mahnte die mehr als 20 betroffenen Länder, die WHO-Empfehlungen zur Eindämmung des potenziell tödlichen Virus umzusetzen.

Textgröße:

"Unsere Arbeit ist noch nicht vorbei", sagte Tedros bei einer Pressekonferenz mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez. Zwar gebe es kein Anzeichen für den Beginn eines größeren Ausbruchs, betonte der WHO-Chef, der zuvor die Evakuierungsaktion auf Teneriffa beaufsichtigt hatte. "Aber natürlich kann sich die Lage ändern, und angesichts der langen Inkubationszeit des Virus ist es möglich, dass in den kommenden Wochen weitere Fälle auftreten."

Einen Vergleich mit der Corona-Pandemie hatten Tedros und andere Gesundheitsexperten wiederholt zurückgewiesen. Der WHO-Chef ermahnte allerdings alle beteiligten Länder, die Empfehlungen seiner Organisation zur Eindämmung des Hantavirus ernst zu nehmen. "Wir können die Länder nicht verpflichten, unsere Protokolle anzuwenden", sagte er. Er hoffe aber, "dass sie den Ratschlägen und Empfehlungen folgen, die wir machen".

Die WHO empfiehlt bei Hantavirus-Verdacht angesichts der bis zu sechs Wochen dauernden Inkubationszeit eine 42-tägige Isolation in einer Quarantäne-Einrichtung oder zu Hause. Das bedeutet, dass die Betroffenen bis zum 21. Juni jeden Kontakt zu anderen Menschen meiden sollen.

Die meisten betroffenen Länder wollen dieser Empfehlung offenbar folgen. Der derzeitige Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC, Jay Bhattacharya, hatte allerdings erklärt, die heimgekehrten US-Passagiere würden nicht zwangsläufig unter Quarantäne gestellt. Angesichts unterschiedlicher nationaler Vorgaben forderte der französische Gesundheitsminister Sébastien Lecornu eine "direktere Koordination" innerhalb der EU und des Schengenraums, um "eventuelle Übertragungsketten zu durchbrechen".

An Bord der "Hondius" war es während einer Kreuzfahrt von Argentinien zu den Kapverden zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen, drei Passagiere starben. Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen, bei dem dritten Todesopfer gilt eine Hantavirus-Infektion nach Angaben der WHO als wahrscheinlich. Bei insgesamt sieben weiteren inzwischen evakuierten Insassen der "Hondius" wurde das Virus laut WHO bestätigt, bei einem weiteren Fall gilt eine Infektion als "wahrscheinlich".

Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Montag erklärt, alle vier von Bord des Kreuzfahrtschiffs geholten deutschen Passagiere seien "vollständig ohne Symptome". Sie trafen mittlerweile in ihren Heimatregionen ein. Die Betroffenen aus Baden-Württemberg, Berlin und Sachsen wurden in häusliche Quarantäne gebracht, wie die jeweiligen Behörden am Dienstag mitteilten. Ein Mensch aus Bayern wurde den Angaben zufolge zunächst in eine Münchner Klinik eingeliefert. Die Versorgung und weitere Beobachtung erfolge in einem isolierten Schleusenzimmer mit Unterdruck. Der Betroffene zeige "keine Hinweise auf eine aktive Hantavirusinfektion" und sei in einer stabilen klinischen Verfassung, hieß es vom bayerischen Landesgesundheitsamt in Erlangen.

Ein Spanier, der kurz nach seiner Evakuierung positiv auf das Hantavirus getestet wurde, hat mittlerweile Atemwegsbeschwerden und leichtes Fieber entwickelt, wie das spanische Gesundheitsministerium erklärte. Ein zweiter Test fiel ebenfalls positiv aus. Bei den übrigen 13 spanischen "Hondius"-Passagieren, die mit dem mittlerweile Erkrankten zur Isolation in ein Militärkrankenhaus in Madrid gebracht worden waren, wurde das Virus dagegen nicht nachgewiesen.

Bei dem Virusstamm im Fall der "Hondius" handelt es sich um das Andesvirus, den einzigen Hantavirusstamm, der nachweisbar von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Gegen das Hantavirus gibt es keine Impfung, bei einer Infektion können nur die Symptome und nicht die Ursache behandelt werden.

Spanien hatte die Evakuierung der "Hondius" ermöglicht, indem das Schiff am Sonntag vor der Kanareninsel Teneriffa ankern durfte. Alle Passagiere sowie ein Großteil der Besatzung, insgesamt gut 120 Menschen, wurden von Bord geholt. Die letzten Evakuierungsflüge fanden am Montag statt.

Spaniens Regierungschef Sánchez lobte die gelungene Evakuierungsaktion als Beweis der internationalen Solidarität seines Landes. "Die Welt braucht nicht noch mehr Egoismus oder noch mehr Angst", sagte er bei der Pressekonferenz mit Tedros.

Die "Hondius" hat ihre Fahrt mit 25 Besatzungsmitgliedern sowie einem Arzt und einer Krankenschwester an Bord mittlerweile fortgesetzt. Nach Angaben des Kreuzfahrtunternehmens Oceanwide Expeditions wird das Schiff am Sonntagabend in Rotterdam erwartet. An Bord ist auch die Leiche einer Deutschen, die am 2. Mai an den Folgen einer Hantavirus-Infektion gestorben war.

E.Choi--ThChM