The China Mail - Literatur-Nobelpreis 2023 geht an den norwegischen Dramatiker Jon Fosse

USD -
AED 3.672496
AFN 64.000312
ALL 81.375207
AMD 370.000033
ANG 1.789884
AOA 917.99991
ARS 1387.750048
AUD 1.380415
AWG 1.80125
AZN 1.706512
BAM 1.65949
BBD 2.021101
BDT 122.963617
BGN 1.668102
BHD 0.379212
BIF 2989.432289
BMD 1
BND 1.270424
BOB 6.911825
BRL 4.924104
BSD 1.003486
BTN 94.642615
BWP 13.42776
BYN 2.824803
BYR 19600
BZD 2.018207
CAD 1.363965
CDF 2316.000067
CHF 0.778902
CLF 0.022783
CLP 896.690128
CNY 6.81125
CNH 6.80535
COP 3726.81
CRC 457.86322
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.949929
CZK 20.705597
DJF 178.693485
DKK 6.359702
DOP 59.788646
DZD 132.187964
EGP 52.721401
ERN 15
ETB 156.68684
EUR 0.851102
FJD 2.18395
FKP 0.736622
GBP 0.735705
GEL 2.680032
GGP 0.736622
GHS 11.250454
GIP 0.736622
GMD 73.492751
GNF 8807.419104
GTQ 7.635589
GYD 209.238393
HKD 7.83245
HNL 26.677732
HRK 6.410701
HTG 131.332434
HUF 304.890113
IDR 17357
ILS 2.910398
IMP 0.736622
INR 94.900494
IQD 1310
IRR 1313000.000008
ISK 122.379981
JEP 0.736622
JMD 158.111346
JOD 0.708977
JPY 156.384499
KES 129.105074
KGS 87.420499
KHR 4021.944067
KMF 419.000123
KPW 900.003495
KRW 1452.930308
KWD 0.307903
KYD 0.83356
KZT 463.200855
LAK 21970.000327
LBP 89527.989724
LKR 320.221287
LRD 183.575018
LSL 16.534999
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.351692
MAD 9.1985
MDL 17.194712
MGA 4181.11942
MKD 52.461374
MMK 2099.549246
MNT 3579.649525
MOP 8.073157
MRU 40.050902
MUR 46.720135
MVR 15.455022
MWK 1740.033452
MXN 17.249301
MYR 3.909014
MZN 63.910059
NAD 16.535022
NGN 1360.52984
NIO 36.925277
NOK 9.304925
NPR 151.912666
NZD 1.678605
OMR 0.384501
PAB 1.000288
PEN 3.462505
PGK 4.363296
PHP 60.570118
PKR 279.609279
PLN 3.60185
PYG 6141.44475
QAR 3.644016
RON 4.481797
RSD 99.89302
RUB 74.750361
RWF 1467.392461
SAR 3.758223
SBD 8.019432
SCR 14.308264
SDG 600.501861
SEK 9.24185
SGD 1.267805
SHP 0.746601
SLE 24.650048
SLL 20969.496166
SOS 573.456872
SRD 37.411004
STD 20697.981008
STN 20.854614
SVC 8.752206
SYP 111.203697
SZL 16.353267
THB 32.315499
TJS 9.347679
TMT 3.505
TND 2.872499
TOP 2.40776
TRY 45.24397
TTD 6.778611
TWD 31.363503
TZS 2600.932969
UAH 43.996493
UGX 3761.369807
UYU 40.193288
UZS 12074.999941
VES 493.496435
VND 26312
VUV 118.250426
WST 2.722585
XAF 558.35394
XAG 0.012814
XAU 0.000212
XCD 2.70255
XCG 1.802793
XDR 0.694413
XOF 558.35394
XPF 101.875024
YER 238.625011
ZAR 16.39595
ZMK 9001.203025
ZMW 18.991237
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    20.7800

    6047.91

    +0.34%

  • Goldpreis

    58.0000

    4752.3

    +1.22%

  • DAX

    33.6400

    24952.33

    +0.13%

  • TecDAX

    21.8900

    3832.34

    +0.57%

  • SDAX

    369.0900

    18717.19

    +1.97%

  • MDAX

    252.6600

    32032.07

    +0.79%

  • EUR/USD

    0.0019

    1.1773

    +0.16%

Literatur-Nobelpreis 2023 geht an den norwegischen Dramatiker Jon Fosse
Literatur-Nobelpreis 2023 geht an den norwegischen Dramatiker Jon Fosse / Foto: © TT NEWS AGENCY/AFP/Archiv

Literatur-Nobelpreis 2023 geht an den norwegischen Dramatiker Jon Fosse

Seine Stücke werden in aller Welt aufgeführt, nun verleiht der Literatur-Nobelpreis dem Norweger Jon Fosse noch größere Bekanntheit. Die Schwedische Akademie erklärte am Donnerstag in Stockholm, der 64-Jährige sei "einer der meistgespielten Dramatiker weltweit". Mit dem Literatur-Nobelpreis werde er "für seine innovativen Stücke und Prosa" geehrt, die "dem Unsagbaren eine Stimme geben". Fosse reagierte auf die Ehrung "überwältigt und dankbar".

Textgröße:

Die Jury hob hervor, das "immense Werk" von Fosse umfasse eine Vielzahl an Genres, darunter Romane, Gedichtsammlungen und Kinderbücher. Für sein aus der Sicht eines Vierjährigen geschriebenes Kinderbuch "Söster" wurde er 2007 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Fosses Werke wurden bereits in etwa 50 Sprachen übersetzt.

Debütiert hatte der aus einer streng-protestantischen Familie stammende Fosse nach seinem Literatur-Studium 1983 mit "Rot, schwarz", einem Roman mit vielen Zeitsprüngen und Perspektivwechseln. Als Bühnenautor fand Fosse ab Mitte der 1990er Jahre mit Stücken wie "Und trennen werden wir uns nie" internationale Anerkennung.

Seine Kammerspiele, die sich um Themen wie Einsamkeit und Eifersucht drehen, wurden nach Angaben seines norwegischen Verlegers Samlaget weltweit bereits mehr als tausend Mal aufgeführt, unter anderem in London, Paris und St. Petersburg. Die Uraufführung seines Stücks "Heiß" über eine Dreiecksbeziehung fand 2005 am Deutschen Theater in Berlin statt.

Wegen seines Erfolgs wird Fosse gern mit seinem berühmten Landsmann, dem Dramatiker Henrik Ibsen, verglichen. 2010 wurde er mit dem renommierten Internationalen Ibsen-Preis ausgezeichnet.

Fosses Werke sind minimalistisch und sprachlich schlicht. Ihre Botschaft übermitteln sie durch Rhythmus, Sprachmelodie, aber auch Stille. Wie in seinem wichtigen Romanwerk "Melancholia I & II" von 1995 und 1996 ist Fosses Oeuvre von Schwermut und tragischen Figuren geprägt.

2019 begann Fosse mit der Veröffentlichung seines teils autobiografischen Opus Magnum "Septologien". Die auf drei Bände verteilten sieben Teile handeln von einem Mann, der einer anderen Version seiner Selbst begegnet. Der dritte Band kam vergangenes Jahr in die engere Auswahl für den International Booker Prize.

Fosse hat drei Mal geheiratet und sechs Kinder. Nach einer Lebenskrise und einer Alkoholvergiftung gab der Schriftsteller das Trinken vor einigen Jahren auf. Vor rund zehn Jahren trat er zum Katholizismus über.

Vergangenes Jahr war der Literatur-Nobelpreis an die französische Schriftstellerin Annie Ernaux gegangen. Fosse wurde seit Jahren immer wieder als Kandidat für die Auszeichnung gehandelt - und reagierte entsprechend. "Ich war überrascht und auch wieder nicht", sagte er dem norwegischen Sender NRK.

Da er seit zehn Jahren immer wieder als Anwärter genannt worden sei, habe er sich "mehr oder weniger vorsichtig darauf vorbereitet, dass das passieren kann". "Aber glauben Sie mir, ich habe nicht erwartet, den Preis heute zu bekommen", versicherte Fosse.

Der Schwedischen Akademie wurde lange Zeit vorgeworfen, dass sie den Literatur-Nobelpreis überdurchschnittlich oft weißen männlichen Autoren aus dem Westen verleiht. 2018 geriet die Akademie zudem durch einen Missbrauchsskandal in eine tiefe Krise. Im folgenden Jahr sorgte sie mit der Entscheidung für Kontroversen, den Preis dem österreichischen Schriftsteller Peter Handke zuzusprechen - trotz dessen Unterstützung für den früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic.

Der Nobelpreis ist mit elf Millionen schwedischen Kronen (rund 920.000 Euro) dotiert. Die Vergabe findet am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, in Stockholm statt.

In den vergangenen drei Tagen hatte die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften bereits die Träger der Nobelpreise in den Wissenschaftskategorien verkündet. Dabei waren am Mittwoch durch eine Panne die Namen der diesjährigen Chemie-Nobelpreisträger, Moungi Bawendi, Louis Brus und Alexei Ekimov, schon Stunden vor ihrer offiziellen Verkündung an schwedische Medien durch gesickert.

N.Lo--ThChM