The China Mail - Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten

USD -
AED 3.67315
AFN 63.999974
ALL 81.115938
AMD 369.999734
ANG 1.789884
AOA 917.999755
ARS 1387.744199
AUD 1.382285
AWG 1.80125
AZN 1.697339
BAM 1.65949
BBD 2.014662
BDT 122.963617
BGN 1.668102
BHD 0.37735
BIF 2975
BMD 1
BND 1.266376
BOB 6.911825
BRL 4.9386
BSD 1.000288
BTN 94.642615
BWP 13.384978
BYN 2.824803
BYR 19600
BZD 2.011777
CAD 1.363675
CDF 2316.000278
CHF 0.779204
CLF 0.022782
CLP 896.639463
CNY 6.81125
CNH 6.812615
COP 3728.85
CRC 456.404426
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.949729
CZK 20.71675
DJF 177.719886
DKK 6.36142
DOP 59.54976
DZD 132.197561
EGP 52.719202
ERN 15
ETB 157.104736
EUR 0.851305
FJD 2.184901
FKP 0.736622
GBP 0.735778
GEL 2.690185
GGP 0.736622
GHS 11.250171
GIP 0.736622
GMD 73.501203
GNF 8779.999483
GTQ 7.635589
GYD 209.238393
HKD 7.83525
HNL 26.592734
HRK 6.412903
HTG 130.892895
HUF 304.631005
IDR 17319.8
ILS 2.903605
IMP 0.736622
INR 94.492902
IQD 1310
IRR 1312999.999574
ISK 122.420257
JEP 0.736622
JMD 157.609595
JOD 0.708985
JPY 156.451497
KES 129.179685
KGS 87.420499
KHR 4013.50327
KMF 418.999682
KPW 900.003495
KRW 1446.229719
KWD 0.30796
KYD 0.83356
KZT 463.200855
LAK 21969.999908
LBP 89550.000315
LKR 320.221287
LRD 183.574963
LSL 16.535022
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.340029
MAD 9.1985
MDL 17.194712
MGA 4167.797991
MKD 52.479909
MMK 2099.549246
MNT 3579.649525
MOP 8.073157
MRU 39.896569
MUR 46.804285
MVR 15.454949
MWK 1741.999633
MXN 17.250302
MYR 3.924973
MZN 63.909932
NAD 16.534964
NGN 1362.000175
NIO 36.80763
NOK 9.30304
NPR 151.428014
NZD 1.67882
OMR 0.384525
PAB 1.000288
PEN 3.462503
PGK 4.349394
PHP 60.688006
PKR 278.774956
PLN 3.602335
PYG 6121.903517
QAR 3.644022
RON 4.483968
RSD 99.92897
RUB 74.753225
RWF 1460
SAR 3.751823
SBD 8.032258
SCR 13.8758
SDG 600.500027
SEK 9.235865
SGD 1.26835
SHP 0.746601
SLE 24.64973
SLL 20969.496166
SOS 571.501551
SRD 37.411003
STD 20697.981008
STN 20.78808
SVC 8.752206
SYP 111.203697
SZL 16.3004
THB 32.221979
TJS 9.347679
TMT 3.505
TND 2.906356
TOP 2.40776
TRY 45.211402
TTD 6.778611
TWD 31.391985
TZS 2592.183037
UAH 43.857246
UGX 3761.369807
UYU 40.193288
UZS 12078.298941
VES 493.496435
VND 26325
VUV 118.250426
WST 2.722585
XAF 556.574973
XAG 0.012958
XAU 0.000213
XCD 2.70255
XCG 1.802793
XDR 0.696429
XOF 556.577334
XPF 101.875006
YER 238.625047
ZAR 16.40295
ZMK 9001.197124
ZMW 18.930729
ZWL 321.999592
  • DAX

    516.9900

    24918.69

    +2.07%

  • TecDAX

    5.5000

    3810.45

    +0.14%

  • Euro STOXX 50

    157.5000

    6027.13

    +2.61%

  • MDAX

    646.6900

    31779.41

    +2.03%

  • SDAX

    165.2200

    18348.1

    +0.9%

  • Goldpreis

    134.6000

    4703.1

    +2.86%

  • EUR/USD

    0.0059

    1.1756

    +0.5%

Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten
Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten / Foto: © AFP

Israelische Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter 20 Toten

Bei israelischen Angriffen auf ein Krankenhaus im Gazastreifen sind am Montag nach Angaben des Hamas-Zivilschutzes fünf Journalisten und 15 weitere Menschen getötet worden. Unter ihnen waren Mitarbeiter der Nachrichtenagenturen Associated Press (AP) und Reuters sowie des katarischen Senders Al-Dschasira. Die Angriffe lösten international Erschütterung aus. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einem "tragischen Missgeschick". Wenige Stunden nach den ersten Angriffen wurde bei Schüssen einige Kilometer entfernt ein weiterer Journalist getötet.

Textgröße:

Die Agentur Reuters mit Sitz in London zeigte sich "am Boden zerstört" über die Tötung ihres Videoreporters Hussam al-Masri. Al-Masri sei bei israelischen Angriffen auf das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis im Süden des Gazastreifens getötet worden, als er vor dem Krankenhaus einen Livestream sendete. Die Übertragung sei "mit dem ersten Angriff plötzlich abgebrochen". Ein weiterer Mitarbeiter, Hatem Chaled, sei verletzt worden.

AP äußerte sich "schockiert und traurig" über den Tod einer freien Mitarbeiterin. Die 33-jährige Fotojournalistin Mariam Dagga hatte demnach seit Beginn des Krieges für AP berichtet. Einer früheren Erklärung zufolge war Dagga zum Zeitpunkt des Angriffs nicht im Auftrag der Nachrichtenagentur unterwegs.

Der katarische Sender Al-Dschasira hatte zuvor bereits den Tod eines seiner Journalisten, Mohammed Salama, bekannt gegeben. Der Sender verurteilte den Angriff "aufs Schärfste" und warf der israelischen Armee vor, "die Journalisten direkt ins Visier genommen und ermordet" zu haben.

Die palästinensische Journalistengewerkschaft sowie die Organisation der Auslandspresse in Israel (FPA) nannten als weitere Opfer Moas Abu Taha und Ahmad Abu Asis. Abu Taha arbeitete nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP mit palästinensischen und internationalen Medien zusammen.

Wenige Stunden später teilten die Gewerkschaft und das Nasser-Krankenhaus mit, bei einem späteren Angriff sei ein weiterer Journalist getötet worden. Hassan Duhan starb demnach bei einem Schussangriff israelischer Soldaten in Al Mawasi, wenige Kilometer vom Krankenhaus entfernt.

"Israel bedauert zutiefst das tragische Missgeschick, das heute im Nasser-Krankenhaus in Gaza passiert ist," hieß es in einer Erklärung Netanjahus. Er fügte hinzu: "Israel schätzt die Arbeit von Journalisten, medizinischem Personal und allen Zivilisten."

Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie werde den Vorfall am Krankenhaus untersuchen. Israelische Soldaten hätten einen Angriff in der Gegend des Nasser-Krankenhauses in Chan Junis ausgeführt. "Journalisten als solche" würden nicht ins Visier genommen.

Der Hamas-Zivilschutz warf Israel vor, mit einer Drohne eines der Krankenhausgebäude angegriffen zu haben. Während Verletzte aus dem Gebäude getragen wurden, habe die Armee im Anschluss aus der Luft angegriffen, sagte Hamas-Sprecher Mahmud Bassal. Der Organisation FPA zufolge gab es "keine Vorwarnung". Die Angriffe hätten eine Treppe außerhalb des Krankenhauses getroffen, "wo sich Journalisten häufig mit ihren Kameras aufstellen".

Der Gazastreifen ist für ausländische Medien nur stark eingeschränkt zugänglich, AFP kann die Details deshalb nicht unabhängig überprüfen. Auf Videos von AFP-Reportern waren nach dem Angriff Rauch und Trümmerteile vor dem Krankenhaus zu sehen. Helfer trugen die Leichen der Opfer und abgetrennte Körperteile aus dem Gebäude. Später trugen sie einige der getöteten Journalisten in weiße Tücher gehüllt und mit ihren blauen Pressewesten zu ihren Gräbern.

Das Auswärtige Amt äußerte sich "schockiert" über die Tötung der Journalisten. Auch der britsche Außenminister David Lammy und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigten sich erschüttert. Der Chef des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA), Philippe Lazzarini, forderte Staaten weltweit zum Handeln auf. "Die Gleichgültigkeit und Untätigkeit der Welt sind erschreckend", erklärte er im Onlinedienst X.

Vor rund zwei Wochen waren bei einem israelischen Angriff bereits vier Journalisten und zwei freie Mitarbeiter des Senders Al-Dschasira getötet worden, darunter der Reporter Anas al-Scharif. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen sowie die UNO verurteilten die Tötung der Journalisten scharf. Israel hatte al-Scharif vorgeworfen, er sei ein "aktives Mitglied" der islamistischen Hamas.

Die Hamas und mit ihr verbündete militante Palästinensergruppen hatten den Krieg mit ihrem brutalen Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst. Dabei wurden nach israelischen Angaben 1219 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer werden 49 Menschen von der Hamas festgehalten, mindestens 27 von ihnen sind nach israelischen Angaben tot.

Israel greift seither massiv militärisch im Gazastreifen an. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden mehr als 62.700 Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden, UN-Experten schätzen sie aber als glaubhaft ein. Nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten und Reporter ohne Grenzen sind unter den getöteten Menschen rund 200 Journalisten.

L.Johnson--ThChM