The China Mail - Grüne richten wegen Weimer Fragen an Regierung - Aktuelle Stunde im Bundestag

USD -
AED 3.672502
AFN 66.503533
ALL 80.653395
AMD 365.190533
AOA 917.000035
ARS 1498.997502
AUD 1.414807
AWG 1.80125
AZN 1.703011
BAM 1.692154
BBD 2.008721
BDT 123.455081
BHD 0.3761
BIF 2985.970817
BMD 1
BND 1.277984
BOB 11.853211
BRL 5.0847
BSD 0.997309
BTN 94.901089
BWP 13.461555
BYN 2.969692
BYR 19600
BZD 2.005779
CAD 1.395555
CDF 2262.48083
CHF 0.808945
CLF 0.023198
CLP 913.000117
CNY 6.747602
CNH 6.74499
COP 3157.69
CRC 453.361712
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.398565
CZK 20.99955
DJF 177.598394
DKK 6.46983
DOP 58.218911
DZD 132.930608
EGP 49.862606
ERN 15
ETB 160.971007
EUR 0.865461
FJD 2.209039
FKP 0.741752
GBP 0.740945
GEL 2.610132
GGP 0.741752
GHS 11.701051
GIP 0.741752
GMD 73.49797
GNF 8759.111457
GTQ 7.609218
GYD 208.606894
HKD 7.84545
HNL 26.731037
HRK 6.520949
HTG 130.40262
HUF 314.141017
IDR 17787
ILS 3.002101
IMP 0.741752
INR 95.255497
IQD 1306.448752
IRR 1375549.999767
ISK 123.419864
JEP 0.741752
JMD 158.382433
JOD 0.708998
JPY 158.363496
KES 129.350453
KGS 87.450284
KHR 4050.85633
KMF 425.999989
KRW 1417.039596
KWD 0.30876
KYD 0.831109
KZT 467.406398
LAK 22517.541811
LBP 89309.055987
LKR 334.518649
LRD 180.013843
LSL 16.202317
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.343603
MAD 9.294994
MDL 17.342816
MGA 4255.889809
MKD 53.263787
MMK 2099.549591
MNT 3594.253507
MOP 8.059058
MRU 40.09223
MUR 46.999966
MVR 15.450279
MWK 1729.34998
MXN 17.146945
MYR 4.088205
MZN 63.905023
NAD 16.202107
NGN 1361.990169
NIO 36.701693
NOK 9.509905
NPR 151.845026
NZD 1.697605
OMR 0.384502
PAB 0.997314
PEN 3.377444
PGK 4.407375
PHP 60.727982
PKR 276.877947
PLN 3.72035
PYG 5930.040405
QAR 3.64559
RON 4.542397
RSD 101.532942
RUB 82.275776
RWF 1466.50401
SAR 3.744756
SBD 8.065696
SCR 14.71782
SDG 600.543302
SEK 9.48485
SGD 1.279203
SLE 24.616069
SOS 569.989877
SRD 37.8665
STD 20697.981008
STN 21.197622
SVC 8.726386
SZL 16.199029
THB 32.977027
TJS 9.200175
TMT 3.51
TND 2.92983
TRY 47.717896
TTD 6.759762
TWD 32.219101
TZS 2642.563019
UAH 44.66703
UGX 3714.372216
UYU 40.144833
UZS 11927.514351
VES 755.762401
VND 26142
VUV 119.366412
WST 2.733717
XAF 567.53013
XAG 0.015601
XAU 0.00023
XCD 2.70255
XCG 1.797449
XDR 0.705825
XOF 567.53013
XPF 103.182603
YER 238.400752
ZAR 16.15735
ZMK 9001.206991
ZMW 18.824028
ZWL 321.999592
  • DAX

    179.3500

    26319.45

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    21.3000

    6523.86

    +0.33%

  • SDAX

    94.8300

    18659.63

    +0.51%

  • TecDAX

    67.7900

    4068.78

    +1.67%

  • Goldpreis

    16.2000

    4415.9

    +0.37%

  • MDAX

    -23.9000

    32407.2

    -0.07%

  • EUR/USD

    -0.0005

    1.1557

    -0.04%

Grüne richten wegen Weimer Fragen an Regierung - Aktuelle Stunde im Bundestag
Grüne richten wegen Weimer Fragen an Regierung - Aktuelle Stunde im Bundestag / Foto: © AFP

Grüne richten wegen Weimer Fragen an Regierung - Aktuelle Stunde im Bundestag

Wegen des umstrittenen Eingreifens von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) in das Vergabeverfahren für den deutschen Buchhandlungspreis hat die Grünen-Bundestagsfraktion einen Fragenkatalog an die Regierung gerichtet. Darin verlangen die Grünen Auskunft darüber, welche Vorwürfe konkret gegen drei von dem Verfahren ausgeschlossene Buchhandlungen erhoben werden. Am Freitag befasst sich zudem auf Antrag der Linken-Fraktion der Bundestag in einer Aktuellen Stunde mit der Angelegenheit.

Textgröße:

Weimer hatte den Ausschluss der Buchhandlungen mit nicht näher bezeichneten Erkenntnissen des Verfassungsschutzes begründet. "Es steht außer Frage, dass staatliche Fördermittel und Preise nicht in die Hände von Extremistinnen und Extremisten gehören", heißt es laut einem Bericht des Berliner "Tagesspiegels" in dem Schreiben der Grünen. Kunst und Kultur müssten jedoch frei und unabhängig agieren können. "Dieser Grundsatz darf durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und seine kulturpolitischen Entscheidungen nicht gefährdet werden."

In ihrer Anfrage wollen die Grünen wissen, ob Weimer die Buchhandlungen vorab informierte, dass der Verfassungsschutz sie überprüfe sowie ob er die drei ausgeschlossenen Buchhandlungen über die Art der verfassungsschutzrelevanten Erkenntnisse informiert hat. Gefragt wird auch, ob Weimer weitere Buchhandlungen mit dem sogenannten Haber-Verfahren des Verfassungsschutzes überprüfen ließ und was die rechtliche Grundlage für den Ausschluss der drei betroffenen Geschäfte sei.

"Wolfram Weimer hat immensen Schaden am Deutschen Buchhandlungspreis angerichtet", sagte die frühere Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt dem "Tagesspiegel". "Seit dem Bekanntwerden der Überprüfung verstrickt sich Wolfram Weimer in Widersprüchen und manifestiert seine Intransparenz", kritisierte die Grünen-Politikerin weiter. Grünen-Parlamentsgeschäftsführerin Irene Mihalic forderte auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur Aufklärung des Vorgangs auf.

Weimer wehrte sich in der Wochenzeitung "Die Zeit" gegen Vorwürfe, er habe gelogen und schränke die Meinungsfreiheit ein. Zu den Vorwürfen des Verfassungsschutzes sagte er, diese seien ihm selbst inhaltlich nicht bekannt. Er verwies aber auf einen Schriftzug "Deutschland verrecke", den es auf der Fassade einer der Buchhandlungen gegeben haben soll.

Eine Buchhandlung, die sich hinter solche Losungen stelle, werde "von der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung nicht für preiswürdig gehalten", argumentierte er. Er selbst stehe "für eine Kulturpolitik der Freiheit". Dies könne aber auch bedeuten, "gegen die Ränder manchmal unangenehm zu entscheiden".

"Bei der Meinungsfreiheit bin ich klar auf der liberalen Seite, war es mein Leben lang und habe dafür sehr gekämpft", betonte Weimer weiter. Beim Ausschluss der Buchhandlungen handele sich auch nicht um einen Akt staatlicher Zensur, weil keine Meinungsäußerung verboten werde, sondern nur keine Auszeichnung stattfinde. Das Bild, er gehe "zensierend durchs Land", bezeichnete der Kulturstaatsminister als "lächerlich".

Weimers Behörde hatte den drei Buchhandlungen einen Brief geschrieben, in dem ihnen wahrheitswidrig mitgeteilt wurde, dass die Jury des Deutschen Buchhandlungspreises sie nicht ausgezeichnet habe. Zu dem deswegen erhobenen Vorwurf, er habe gelogen, sagte Weimer der "Zeit", dies sei "eine Standardabsage" gewesen, wie sie vielfach verschickt werde. Auch habe er das Schreiben selbst nicht gesehen.

Wegen des Vorgangs hätten neben der Linken auch die Grünen eine aktuelle Stunde beantragt, sagte Mihalic. Die Linke hatte aber turnusmäßig den Vorrang.

O.Yip--ThChM