The China Mail - Proteste trotz Ausgangssperre in Sri Lanka

USD -
AED 3.673042
AFN 66.000368
ALL 81.8702
AMD 362.466517
ANG 1.790365
AOA 918.000367
ARS 1524.854704
AUD 1.43887
AWG 1.8025
AZN 1.70397
BAM 1.740516
BBD 2.01375
BDT 122.920986
BGN 1.683441
BHD 0.37704
BIF 2997.5
BMD 1
BND 1.279623
BOB 12.012672
BRL 5.220304
BSD 0.999844
BTN 96.860456
BWP 13.821826
BYN 3.011507
BYR 19600
BZD 2.010786
CAD 1.42555
CDF 2310.000362
CHF 0.828895
CLF 0.025103
CLP 991.170396
CNY 6.70455
CNH 6.706675
COP 3273.04
CRC 458.133471
CUC 1
CUP 23.995372
CVE 98.350394
CZK 21.725804
DJF 177.720393
DKK 6.641815
DOP 59.696976
DZD 133.637273
EGP 52.306104
ERN 15
ETB 163.30358
EUR 0.888604
FJD 2.24725
FKP 0.757935
GBP 0.755425
GEL 2.59504
GGP 0.757935
GHS 11.742144
GIP 0.757935
GMD 73.503851
GNF 8794.81726
GTQ 7.640625
GYD 209.141311
HKD 7.847245
HNL 26.843171
HRK 6.694504
HTG 130.925789
HUF 327.630388
IDR 17927
ILS 3.05233
IMP 0.757935
INR 96.15875
IQD 1309.809331
IRR 1746539.000352
ISK 121.920386
JEP 0.757935
JMD 158.282088
JOD 0.70904
JPY 157.816504
KES 129.750385
KGS 87.450384
KHR 4055.388942
KMF 438.00035
KPW 900.000318
KRW 1345.940383
KWD 0.30883
KYD 0.833148
KZT 449.216421
LAK 22458.151269
LBP 89529.691296
LKR 330.631023
LRD 170.963522
LSL 16.71656
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.403012
MAD 9.93361
MDL 17.867027
MGA 4417.588481
MKD 54.802323
MMK 2099.878546
MNT 3598.367683
MOP 8.081321
MRU 39.951768
MUR 48.150378
MVR 15.450378
MWK 1733.663199
MXN 18.20318
MYR 4.085204
MZN 63.910377
NAD 16.717378
NGN 1328.660377
NIO 36.788196
NOK 9.62126
NPR 154.976729
NZD 1.78236
OMR 0.384501
PAB 0.999831
PEN 3.464622
PGK 4.52806
PHP 62.647504
PKR 276.912159
PLN 3.89605
PYG 5849.556144
QAR 3.64447
RON 4.747038
RSD 104.369038
RUB 83.801869
RWF 1480.746469
SAR 3.756424
SBD 8.064852
SCR 13.763408
SDG 601.503676
SEK 10.035475
SGD 1.27945
SHP 0.757461
SLE 24.603667
SLL 20969.491881
SOS 571.400603
SRD 37.811504
STD 20697.981008
STN 21.803457
SVC 8.748081
SYP 13002.000254
SZL 16.713089
THB 33.589038
TJS 9.20325
TMT 3.51
TND 2.979331
TOP 2.40776
TRY 49.139804
TTD 6.77945
TWD 31.844038
TZS 2635.003038
UAH 44.988787
UGX 3989.587737
UYU 40.296887
UZS 11792.713098
VES 865.478038
VND 25985.5
VUV 120.084308
WST 2.780871
XAF 582.886081
XAG 0.016603
XAU 0.000241644828
XCD 2.70255
XCG 1.80192
XDR 0.707052
XOF 582.886081
XPF 106.128696
YER 236.375037
ZAR 16.667455
ZMK 9001.203584
ZMW 19.645988
ZWL 321.999592
SSP 5712.591904
MXV 2.059657
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Proteste trotz Ausgangssperre in Sri Lanka
Proteste trotz Ausgangssperre in Sri Lanka

Proteste trotz Ausgangssperre in Sri Lanka

Die schwere Wirtschaftskrise in Sri Lanka führt in dem Inselstaat zu wachsenden Spannungen. Mit drastischen Maßnahmen wie einer Ausgangssperre und einer Internet-Blockade versuchte die Regierung von Präsident Gotabaya Rajapaksa am Wochenende, gegen Proteste in der Hauptstadt Colombo und weiteren Orten vorzugehen. Unter anderem in der Universitätsstadt Peradeniya kam es dabei zu heftigen Konfrontationen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Die Opposition kritisierte das Vorgehen der Regierung scharf und forderte deren Rücktritt.

Textgröße:

Angesichts der zunehmenden Proteste hatte Rajapaksa am Freitag den landesweiten Ausnahmezustand ausgerufen. Am Samstag verhängte die Polizei dann eine 36-stündige landesweite Ausgangssperre. Die Militärpräsenz wurde massiv ausgebaut, Soldaten erhielten Sondervollmachten.

Nachdem sich bereits am Samstagabend in Colombo hunderte Menschen der Ausgangssperre widersetzt hatten, starteten Abgeordnete des größten Oppositionsbündnisses Samagi Jana Balawegaya (SJB) und hunderte ihrer Unterstützer am Sonntag einen Protestzug im Zentrum der Hauptstadt.

Schwer bewaffnete Soldaten hinderten die Menschenmenge daran, in Richtung des Platzes der Unabhängigkeit weiterzuziehen. Die Situation blieb rund zwei Stunden lang aufgeheizt, bis sich die Demonstration schließlich friedlich auflöste.

Zu einem tödlichen Vorfall kam es in der Nähe von Rajapaksas Residenz. Dort starb nach Polizeiangaben ein Mann durch einen Elektroschock, nachdem er einen Hochspannungsmast hinaufgeklettert war. Anwohnern zufolge hatte der Mann gegen die immer wieder auftretenden Stromausfälle protestieren wollen.

In der Stadt Peradeniya im Zentrum des Landes ging die Polizei mit Tränengas gegen protestierende Studenten vor. In anderen Landesteilen verliefen Demonstrationen ohne Zwischenfälle. Oppositionelle hatten ursprünglich zu Massenprotesten am Sonntag aufgerufen. Wegen der Ausgangssperre wurden die großen Kundgebungen aber auf Montag verschoben.

Scharfe Kritik übte die Opposition vor allem an der Entscheidung des Präsidenten, die Onlinenetzwerke zu blockieren. "Präsident Rajapaksa sollte besser erkennen, dass sich das Blatt für seine autokratische Herrschaft bereits gewendet hat", sagte der SJB-Abgeordnete Harsha de Silva.

Internetdienstbetreiber waren angewiesen worden, den Zugang zu Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Whatsapp "vorübergehend zu beschränken". Medienberichten zufolge trat der Leiter der srilankischen Internetaufsichtsbehörde wegen der Sperrung zurück. Die Menschenrechtskommission des Landes erklärte die Anordnung der Internetsperre durch das Verteidigungsministerium für unzulässig, woraufhin die Blockade schließlich aufgehoben wurde.

Auch innerhalb der Regierung gab es Kritik an der Maßnahme. "Ich werde die Sperrung der sozialen Medien niemals gutheißen", erklärte der Sportminister und Neffe des Präsidenten, Namal Rajapaksa, auf Twitter. Er habe per VPN die Sperrung des Dienstes umgangen, die Maßnahme sei also offensichtlich "völlig nutzlos". Auf Twitter und Facebook hatte sich der digitale Widerstand gegen die Regierung unter Hashtags wie #GoHomeRajapaksas und #GotaGoHome formiert.

Sri Lanka mit seinen 22 Millionen Einwohnern leidet unter schwerwiegenden Engpässen bei lebenswichtigen Gütern, unter drastischen Preiserhöhungen und lähmenden Stromausfällen infolge des schmerzhaftesten wirtschaftlichen Abschwungs seit seiner Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1948. Die Corona-Krise hat die Wirtschaftskrise in dem Land zusätzlich verschärft.

Wirtschaftsexperten sind der Ansicht, dass die Situation durch die Misswirtschaft der Regierung, die jahrelange Anhäufung von Krediten und eine falsche Steuerpolitik verschlimmert wurde. Viele befürchten, dass das Land seine Schulden nicht mehr bedienen kann.

Westliche Regierungen äußerten sich besorgt angesichts des Vorgehens der Behörden gegen Demonstranten. Die US-Botschafterin Julie Chung betonte, die Bevölkerung Sri Lankas habe "das Recht auf friedliche Demonstrationen". Die EU-Vertretung rief die Behörden des Landes auf, "die demokratischen Rechte aller Bürger zu wahren".

B.Carter--ThChM