The China Mail - Kiew kündigt ersten Prozess gegen russischen Soldaten wegen Kriegsverbrechen an

USD -
AED 3.672502
AFN 66.000029
ALL 82.130758
AMD 361.809635
ANG 1.790365
AOA 917.000284
ARS 1524.8569
AUD 1.434823
AWG 1.8025
AZN 1.70432
BAM 1.745962
BBD 2.013775
BDT 123.109062
BGN 1.683441
BHD 0.377168
BIF 3011.587837
BMD 1
BND 1.280235
BOB 12.002428
BRL 4.978803
BSD 0.999835
BTN 96.229211
BWP 13.792611
BYN 3.056102
BYR 19600
BZD 2.01082
CAD 1.424085
CDF 2309.999902
CHF 0.830995
CLF 0.024669
CLP 974.089846
CNY 6.70455
CNH 6.704825
COP 3248.82
CRC 458.138611
CUC 1
CUP 23.996036
CVE 98.438149
CZK 21.813403
DJF 178.043609
DKK 6.664901
DOP 60.079362
DZD 134.40794
EGP 52.388802
ERN 15
ETB 163.313009
EUR 0.89174
FJD 2.2508
FKP 0.755628
GBP 0.75605
GEL 2.605022
GGP 0.755628
GHS 11.752471
GIP 0.755628
GMD 73.497808
GNF 8796.182637
GTQ 7.643653
GYD 209.145892
HKD 7.847075
HNL 26.839317
HRK 6.722901
HTG 130.924803
HUF 327.979012
IDR 17906.75
ILS 3.053899
IMP 0.755628
INR 96.31195
IQD 1309.783652
IRR 1746539.496939
ISK 122.160037
JEP 0.755628
JMD 158.634511
JOD 0.709003
JPY 157.962502
KES 129.659971
KGS 87.450219
KHR 4056.635778
KMF 437.999679
KPW 900.000318
KRW 1341.529675
KWD 0.30941
KYD 0.833181
KZT 457.431329
LAK 22465.831689
LBP 89533.829083
LKR 330.501855
LRD 170.974812
LSL 16.652844
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.428517
MAD 9.981119
MDL 17.962532
MGA 4439.425455
MKD 54.966098
MMK 2099.456706
MNT 3596.082114
MOP 8.081756
MRU 40.114449
MUR 48.050242
MVR 15.459764
MWK 1733.723743
MXN 18.13889
MYR 4.086302
MZN 63.904591
NAD 16.652249
NGN 1327.980248
NIO 36.798807
NOK 9.58312
NPR 153.967425
NZD 1.78602
OMR 0.384515
PAB 0.99983
PEN 3.449821
PGK 4.529771
PHP 62.634997
PKR 276.936022
PLN 3.90714
PYG 5859.851004
QAR 3.654551
RON 4.763497
RSD 104.751028
RUB 84.826894
RWF 1476.746729
SAR 3.74637
SBD 8.078071
SCR 13.835423
SDG 601.499692
SEK 10.041465
SGD 1.279445
SHP 0.75503
SLE 24.597497
SLL 20969.491881
SOS 571.42347
SRD 37.66601
STD 20697.981008
STN 21.871387
SVC 8.748867
SYP 13002.000254
SZL 16.648143
THB 33.678999
TJS 9.203473
TMT 3.5
TND 2.987632
TOP 2.40776
TRY 49.154972
TTD 6.777452
TWD 31.728019
TZS 2639.663974
UAH 45.063005
UGX 4019.122524
UYU 40.47618
UZS 11771.690272
VES 865.47815
VND 25993
VUV 119.46017
WST 2.788611
XAF 584.942869
XAG 0.016341
XAU 0.000241364579
XCD 2.70255
XCG 1.801926
XDR 0.707052
XOF 584.942869
XPF 106.468359
YER 236.302742
ZAR 16.672385
ZMK 9001.200605
ZMW 19.721654
ZWL 321.999592
SSP 5712.591527
MXV 2.051035
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Kiew kündigt ersten Prozess gegen russischen Soldaten wegen Kriegsverbrechen an
Kiew kündigt ersten Prozess gegen russischen Soldaten wegen Kriegsverbrechen an / Foto: © AFP

Kiew kündigt ersten Prozess gegen russischen Soldaten wegen Kriegsverbrechen an

Die Ukraine hat einen ersten Kriegsverbrecherprozess gegen einen russischen Armeeangehörigen angekündigt. Der 21-jährige Russe wird beschuldigt, aus einem gestohlenen Auto heraus einen Zivilisten erschossen zu haben, wie das Büro der Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa mitteilte. In Genf stimmte am Donnerstag der UN-Menschenrechtsrat mit überwältigender Mehrheit für eine Untersuchung zu den mutmaßlichen russischen Gräueltaten in der Ukraine.

Textgröße:

Die Generalstaatsanwaltschaft in Kiew veröffentlichte ein unscharfes Foto des beschuldigten russischen Soldaten Wadim Schischimarin, ein Termin für den Beginn des Prozesses wurde nicht genannt. Der 21-Jährige wollte den Angaben zufolge nach einem Angriff auf seinen Konvoi in der Nordukraine am 28. Februar mit vier Kameraden in dem gestohlenen Auto fliehen.

Das Opfer, ein 62-jähriger unbewaffneter Zivilist, war demnach mit seinem Fahrrad unweit seines Hauses im Dorf Tschupachiwka unterwegs. Der Staatsanwaltschaft zufolge schoss der russische Soldat auf Befehl eines seiner Kameraden auf den Mann, da dieser Zeuge des Auto-Diebstahls geworden war.

Schischimarin droht eine lebenslange Haftstrafe wegen Kriegsverbrechen und Mordes. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft machte keine Angaben zu den Umständen seiner Gefangennahme sowie dem Schicksal der übrigen vier russischen Soldaten.

Kiew wirft der russischen Armee vor, seit ihrem Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar in zahlreichen Orten Kriegsverbrechen begangen zu haben. Wie am Donnerstag bekannt wurde, leitete die ukrainische Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen "vorsätzlichen Mordes" an ukrainischen Zivilisten im Dorf Stepanky in der Region Charkiw ein. Dort hatten nach Angaben der ukrainischen Ermittler russische Soldaten am 27. März von einem Panzer aus ein Wohnhaus beschossen und dabei zwei Männer und eine Frau getötet.

Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur AFP, die insgesamt sechs Bewohner des Hauses hätten gerade Tee in ihrem Hof getrunken, als der Panzer sich genähert habe. Unmittelbar, nachdem die Menschen ins Haus gegangen seien, um sich zu verstecken, hätten die russischen Soldaten das Gebäude beschossen, sagte Olga Karpenko. "Vier Menschen wurden getötet und zwei weitere verletzt", sagte sie.

Mutmaßliche russische Kriegsverbrechen waren am Donnerstag auch Thema einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf, zu der sich die ukrainische Vize-Außenministerin Emine Schaparowa per Video zuschaltete. "Tausende haben in meinem Land ihr Leben verloren. Die Bombardements und der russische Beschuss sind Teil unseres täglichen Lebens geworden", sagte Dschaparowa. "Folter, Verschleppungen, sexuelle Gewalt - die Liste der russischen Verbrechen ist endlos."

Die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet erklärte, ihre Mitarbeiter sammelten und überprüften die Hinweise auf die Verbrechen. "Das Ausmaß illegaler Hinrichtungen einschließlich der Hinweise auf Massenexekutionen in den Gebieten nördlich von Kiew ist schockierend", sagte sie. Es lägen inzwischen bereits Informationen über 300 Fälle vor.

Das UN-Gremium verabschiedete mit deutlicher Mehrheit eine Resolution zur Einleitung von Ermittlungen zu den Gräueltaten in der Ukraine. 33 Mitglieder des Rates stimmten für den Schritt, China und Eritrea stimmten dagegen. Zwölf weitere Länder enthielten sich.

Dramatisch blieb auch am Donnerstag die Lage in der südukrainische Hafenstadt Mariupol. Der Kommandeur der 36. Marinebrigade, Serhij Wolyna, schrieb auf Twitter an den Technologie-Unternehmer Elon Musk: "Helfen Sie uns, aus Asow-Stahl in ein Vermittler-Land zu kommen. Wenn nicht Sie, wer dann?"

Musk, Gründer des Elektroautobauers Tesla und des Raumfahrtunternehmens SpaceX, hatte der Ukraine Geräte für seinen Satelliten-Internetdienst Starlink geschickt, um die von russischen Militärangriffen betroffenen Gebiete mit Internet zu versorgen.

Nach Angaben der ukrainischen Regierung befinden sich nach wie vor mehr als tausend Soldaten in den weitläufigen unterirdischen Anlagen des Stahlwerks aus der Sowjetzeit. Sie sind die letzten Verteidiger des strategisch wichtigen Mariupol, das mittlerweile abgesehen von dem Industriegebiet vollständig unter russischer Kontrolle steht. Hunderte Zivilisten wurden in den vergangenen Wochen aus den Anlagen in Sicherheit gebracht.

F.Jackson--ThChM