The China Mail - Linkskandidat Petro gewinnt erste Runde der Präsidentenwahl in Kolumbien

USD -
AED 3.672496
AFN 65.00037
ALL 81.643894
AMD 362.139857
ANG 1.790365
AOA 917.999777
ARS 1520.9949
AUD 1.432696
AWG 1.8
AZN 1.700325
BAM 1.7375
BBD 2.011772
BDT 122.756127
BGN 1.683441
BHD 0.376608
BIF 3002.04786
BMD 1
BND 1.277108
BOB 12.009896
BRL 4.976299
BSD 0.998867
BTN 96.254936
BWP 13.739983
BYN 3.068524
BYR 19600
BZD 2.008697
CAD 1.422735
CDF 2320.000129
CHF 0.8309
CLF 0.024568
CLP 970.160139
CNY 6.70455
CNH 6.702415
COP 3221.07
CRC 457.269266
CUC 1
CUP 23.971252
CVE 97.952385
CZK 21.667297
DJF 177.86405
DKK 6.638405
DOP 60.226192
DZD 134.495016
EGP 52.3194
ERN 15
ETB 161.524186
EUR 0.88814
FJD 2.24625
FKP 0.756613
GBP 0.753155
GEL 2.595013
GGP 0.756613
GHS 11.755822
GIP 0.756613
GMD 74.000495
GNF 8787.508607
GTQ 7.629057
GYD 208.966494
HKD 7.84765
HNL 26.812312
HRK 6.693297
HTG 130.793628
HUF 324.363014
IDR 17872
ILS 3.04465
IMP 0.756613
INR 96.37005
IQD 1308.469336
IRR 1730149.999909
ISK 121.849971
JEP 0.756613
JMD 158.718596
JOD 0.708963
JPY 158.064017
KES 129.81032
KGS 87.450153
KHR 4045.680477
KMF 438.999575
KPW 900.000318
KRW 1337.854997
KWD 0.30949
KYD 0.832341
KZT 450.791818
LAK 22397.725758
LBP 89440.192599
LKR 330.203262
LRD 170.794762
LSL 16.542767
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.420348
MAD 9.960378
MDL 17.823955
MGA 4424.110514
MKD 54.706656
MMK 2099.06815
MNT 3597.6832
MOP 8.073986
MRU 39.991472
MUR 47.410267
MVR 15.455033
MWK 1731.942094
MXN 17.963795
MYR 4.085897
MZN 63.910066
NAD 16.543869
NGN 1324.603137
NIO 36.754874
NOK 9.56401
NPR 154.011674
NZD 1.778297
OMR 0.384508
PAB 0.998801
PEN 3.439606
PGK 4.458995
PHP 62.764502
PKR 276.639156
PLN 3.881715
PYG 5851.782097
QAR 3.640773
RON 4.749803
RSD 104.285961
RUB 85.399582
RWF 1475.275848
SAR 3.74737
SBD 8.058541
SCR 14.024499
SDG 601.500474
SEK 9.980815
SGD 1.277465
SHP 0.75643
SLE 24.649653
SLL 20969.491881
SOS 570.811752
SRD 37.650386
STD 20697.981008
STN 21.765396
SVC 8.739533
SYP 13002.000254
SZL 16.537472
THB 33.6065
TJS 9.208683
TMT 3.51
TND 2.979461
TOP 2.40776
TRY 49.178801
TTD 6.770431
TWD 31.784983
TZS 2630.00301
UAH 44.866159
UGX 4029.976056
UYU 40.303811
UZS 11765.751039
VES 870.279505
VND 25992
VUV 120.275684
WST 2.783099
XAF 582.581751
XAG 0.016338
XAU 0.000240347639
XCD 2.70255
XCG 1.800123
XDR 0.707052
XOF 582.581751
XPF 105.955676
YER 236.249872
ZAR 16.52215
ZMK 9001.199794
ZMW 19.751167
ZWL 321.999592
SSP 5720.889873
MXV 2.030791
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Linkskandidat Petro gewinnt erste Runde der Präsidentenwahl in Kolumbien
Linkskandidat Petro gewinnt erste Runde der Präsidentenwahl in Kolumbien / Foto: © AFP

Linkskandidat Petro gewinnt erste Runde der Präsidentenwahl in Kolumbien

Nach dem ersten Durchgang der Präsidentenwahl in Kolumbien zeichnet sich eine historische Zäsur ab: Der Linkskandidat Gustavo Petro gewann die erste Runde am Sonntag nach offiziellen Angaben mit 40 Prozent der Stimmen. Der Ex-Guerillero und jetzige Senator tritt bei der Stichwahl am 19. Juni gegen den populistischen Millionär Rodolfo Hernández an, der überraschend Zweiter wurde. Der Kandidat des konservativen Establishments landete nur auf dem dritten Platz.

Textgröße:

Nach Auszählung von 99 Prozent der Wahlzettel kam der 62-jährige Petro nach offiziellen Angaben auf 40,3 Prozent der Stimmen. Er verpasste damit die absolute Mehrheit, die für einen Sieg in der ersten Runde nötig gewesen wäre. Der unabhängige Unternehmer Hernández erhielt 28 Prozent. Er zog an dem konservativen Kandidaten Federico "Fico" Gutiérrez vorbei, der mit knapp 24 Prozent eine beispiellose Niederlage für die traditionelle Rechte Kolumbiens einfuhr.

Ein Sieg Petros in der Stichwahl wäre eine historische Zäsur: Erstmals bekäme Kolumbien einen linksgerichteten Staatschef. Bislang hatte sich die Macht in dem südamerikanischen Land stets in den Händen mehr oder minder konservativer Eliten konzentriert.

Für den Sozialdemokraten Petro, der als junger Mann der Guerillagruppe M-19 angehörte, stimmten am Sonntag mehr als 8,4 Millionen Kolumbianer - in der Hoffnung, dass er gegen Armut, die Gewalt in den ländlichen Gebieten, die Kriminalität in den Städten sowie gegen die weitverbreitete Korruption vorgeht.

Der einstige "Comandante Aureliano" und spätere Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá hat einen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Reformkurs angekündigt. Dazu gehören Steuern für Vermögende, ein Notprogramm gegen den Hunger sowie die Abkehr von Öl und Gas zugunsten erneuerbarer Energien.

Nach seinem Sieg am Sonntag kündigte der 62-Jährige einen "echten Wandel" an, sollte er bei der Stichwahl am 19. Juni siegen. Er versprach, sich gleichzeitig für "soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität" einzusetzen: "Ein Unternehmen kann nicht wachsen, wenn die Gesellschaft verarmt ist. Gewinne können nicht nachhaltig wachsen, wenn die Mehrheit der Bevölkerung Hunger leidet", sagte er.

Ein Großteil von Petros Anhängern rekrutiert sich aus der Protestbewegung, die im vergangenen Jahr angesichts der durch die Corona-Pandemie verschärften Nöte großer Bevölkerungsteile Front gegen den rechtsgerichteten Präsidenten Iván Duque gemacht hatte. Bei den damaligen Unruhen waren nach UN-Angaben mindestens 46 Menschen getötet worden. Duque durfte nun nicht mehr antreten.

Rund 40 Prozent der Kolumbianer leben in Armut und die Einkommensungleichheit im Land zählt laut Weltbank zu den ausgeprägtesten weltweit. Das Land leidet zudem immer noch an den Folgen eines jahrzehntelangen Konflikts zwischen linksgerichteten Rebellen und der Armee sowie rechtsgerichteten Paramilitärs.

Für den 77-jährigen Millionär Hernández votierten insgesamt 5,9 Millionen Wählerinnen und Wähler. Der unabhängige Kandidat hatte im Wahlkampf vorgeschlagen, Botschaften im Ausland zu schließen, um Studentendarlehen abzubezahlen. Zudem solle jeder Kolumbianer das Recht haben, einmal im Leben ans Meer zu reisen. Hernández war als Außenseiter ins Rennen gegangen, hatte in Umfragen zuletzt aber zugelegt. Die örtliche Presse bezeichnet ihn als den "kolumbianischen Trump".

Der drittplatzierte Ex-Bürgermeister von Medellín, Gutiérrez, hatte sich sich als Verfechter einer harten Linie gegen die Kriminalität und vor allem den Drogenhandel präsentiert und dabei auf seine Politik in der vormaligen Drogenmetropole erwiesen. Nach seiner Niederlage rief er seine Anhänger dazu auf, in der zweiten Runde für Hernández zu stimmen, da Petro "eine Gefahr für die Demokratie" darstelle.

Nach Einschätzung von politischen Experten dürfte der Einzug des Populisten in die Stichwahl Petros Sieg erschweren. Laut einigen Umfragen hat Hernández mit seiner Rhetorik gegen das Establishment bessere Chancen als Gutiérrez, Petro in der zweiten Runde zu schlagen.

O.Yip--ThChM