The China Mail - Wadephul wirft Israel Völkerrechtsbruch vor - Saar nimmt israelische Armee in Schutz

USD -
AED 3.672504
AFN 63.000368
ALL 81.782338
AMD 375.630644
ANG 1.789731
AOA 917.000367
ARS 1375.750402
AUD 1.415829
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.658371
BBD 2.009582
BDT 121.931572
BGN 1.647646
BHD 0.376818
BIF 2958.918048
BMD 1
BND 1.266206
BOB 6.894476
BRL 5.178041
BSD 0.997753
BTN 90.738966
BWP 13.211515
BYN 2.861152
BYR 19600
BZD 2.006699
CAD 1.36835
CDF 2280.000362
CHF 0.775622
CLF 0.021955
CLP 866.903912
CNY 6.90875
CNH 6.897865
COP 3689.744351
CRC 476.194514
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.496418
CZK 20.55904
DJF 177.682622
DKK 6.340204
DOP 61.330394
DZD 129.968203
EGP 47.532963
ERN 15
ETB 155.273922
EUR 0.84825
FJD 2.22225
FKP 0.740812
GBP 0.741867
GEL 2.67504
GGP 0.740812
GHS 10.965362
GIP 0.740812
GMD 73.503851
GNF 8753.974647
GTQ 7.655912
GYD 208.716666
HKD 7.81585
HNL 26.396744
HRK 6.39504
HTG 130.783906
HUF 323.04504
IDR 16862.9
ILS 3.115575
IMP 0.740812
INR 90.730504
IQD 1307.160724
IRR 42125.000158
ISK 122.990386
JEP 0.740812
JMD 155.466995
JOD 0.70904
JPY 155.02504
KES 128.613219
KGS 87.450384
KHR 4012.379701
KMF 418.00035
KPW 900.035909
KRW 1446.190383
KWD 0.30666
KYD 0.831475
KZT 498.011617
LAK 21380.421419
LBP 89350.659261
LKR 308.712426
LRD 184.092933
LSL 16.074448
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.311951
MAD 9.149023
MDL 17.136558
MGA 4270.148811
MKD 52.270318
MMK 2099.696196
MNT 3568.870945
MOP 8.032052
MRU 39.95082
MUR 46.420378
MVR 15.460378
MWK 1730.190359
MXN 17.132704
MYR 3.903039
MZN 63.905039
NAD 16.074448
NGN 1343.180377
NIO 36.71514
NOK 9.525104
NPR 145.182516
NZD 1.669868
OMR 0.384246
PAB 0.997753
PEN 3.351592
PGK 4.35155
PHP 57.958504
PKR 278.852927
PLN 3.58165
PYG 6451.01115
QAR 3.636834
RON 4.326104
RSD 99.563319
RUB 76.652393
RWF 1457.243397
SAR 3.751487
SBD 8.045182
SCR 15.159198
SDG 601.503676
SEK 9.060204
SGD 1.266038
SHP 0.750259
SLE 24.503667
SLL 20969.49935
SOS 569.211854
SRD 37.635504
STD 20697.981008
STN 20.774155
SVC 8.730233
SYP 11059.574895
SZL 16.069021
THB 31.118038
TJS 9.453936
TMT 3.5
TND 2.896935
TOP 2.40776
TRY 43.830368
TTD 6.75372
TWD 31.539504
TZS 2571.755628
UAH 43.187179
UGX 3591.809047
UYU 38.716242
UZS 12185.525925
VES 401.83138
VND 25970
VUV 118.483132
WST 2.714456
XAF 556.202145
XAG 0.011846
XAU 0.000196
XCD 2.70255
XCG 1.798279
XDR 0.691737
XOF 556.202145
XPF 101.1235
YER 238.450363
ZAR 16.03989
ZMK 9001.203584
ZMW 18.89261
ZWL 321.999592
  • DAX

    217.1200

    25260.69

    +0.86%

  • Euro STOXX 50

    71.6900

    6131.31

    +1.17%

  • TecDAX

    23.3000

    3721.5

    +0.63%

  • MDAX

    344.3800

    31823.39

    +1.08%

  • SDAX

    40.8700

    18023.92

    +0.23%

  • Goldpreis

    83.5000

    5080.9

    +1.64%

  • EUR/USD

    0.0013

    1.1786

    +0.11%

Wadephul wirft Israel Völkerrechtsbruch vor - Saar nimmt israelische Armee in Schutz
Wadephul wirft Israel Völkerrechtsbruch vor - Saar nimmt israelische Armee in Schutz / Foto: © AFP

Wadephul wirft Israel Völkerrechtsbruch vor - Saar nimmt israelische Armee in Schutz

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat der israelischen Regierung wegen ihrer Siedlungspolitik einen Bruch des Völkerrechts vorgeworfen. Die Genehmigung weiterer jüdischer Siedlungen im besetzten Westjordanland sei "in dieser Form völkerrechtswidrig, sie verbaut buchstäblich die Lösung für eine Zweistaatenlösung", sagte Wadephul nach einem Treffen mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar am Donnerstag in Berlin. Er forderte zudem eine Verbesserung der humanitären Lage im Gazastreifen. Saar verteidigte die israelische Armee gegen Vorwürfe und kritisierte das Erstarken des Antisemitismus in Deutschland.

Textgröße:

Die "extrem angespannte Lage im Westjordanland" bereite ihm Sorge, sagte Wadephul. Dass zudem einzelne Regierungsmitglieder die Annexion des Gebiets fordern, "kostet Vertrauen in die Regierung", warnte der Bundesaußenminister.

Mit Blick auf den Gazastreifen forderte Wadephul Israel auf, mehr humanitäre Hilfe in den Küstenstreifen zu lassen. Er mache sich "Sorgen um die Menschen in Gaza, die nicht wissen, wie sie an Nahrung und Medikamente gelangen sollen", sagte Wadephul - "Menschen, die lange Strecken zu Fuß laufen, um Ausgabestellen für Hilfe zu erreichen und dort mit leeren Händen zurückkommen - im schlimmsten Fall kommen sie gar nicht zurück, weil sie getötet wurden."

Hilfsorganisationen müsse nun "schnell und flächendeckend" der Einsatz im Gazastreifen ermöglicht werden, sagte Wadephul. "Das ist nicht nur ein Gebot der Menschlichkeit, es ist auch geltendes Völkerrecht", fügte er hinzu.

Bei aller Aufrichtigkeit der Unterstützung für Israel habe Deutschland die Pflicht, die Einhaltung dieser Prinzipien anzumahnen, sagte Wadephul. "Deutschland hat eine Verpflichtung für die Sicherheit und Existenz des Staates Israel und Deutschland ist auch dem Völkerrecht verpflichtet", sagte er.

Israels Außenminister Saar wies eine Verantwortung Israels für die humanitäre Lage im Gazastreifen zurück. "Nur die Hamas ist verantwortlich für das Leid auf beiden Seiten", sagte er.

Israel werde weiter seinen Verpflichtungen nachkommen und sich an das Völkerrecht halten. Zugleich sei ein Land im Krieg vor dem Völkerrecht nicht verpflichtet, "die Kriegsmaschinerie oder die Wirtschaft des Feindes zu finanzieren", sagte Saar. Die Hilfslieferungen in den Gazastreifen unter der Obhut der UNO und internationaler Hilfsorganisationen sei jedoch ein Weg für die radikalislamische Hamas gewesen, sich zu finanzieren.

Das neue System mit der von den USA unterstützten Stiftung GHF führt laut Saar wiederum dazu, "dass die Hamas keinen Nutzen daraus ziehen kann." Israel bitte Deutschland darum, diesen Bemühungen eine Chance zu geben. "Diese Bemühungen haben das Potenzial, die palästinensische Bevölkerung aus dem Joch der Hamas zu befreien."

Der israelische Außenminister dankte Deutschland für seine Unterstützung und drängte auf ihren Fortbestand. "Wir brauchen Deutschlands Unterstützung." Israel sei "militärischen, rechtlichen, diplomatischen und wirtschaftlichen Angriffen" ausgesetzt. Die israelische Regierung wisse jedoch, "dass Deutschland auf internationaler Bühne an unserer Seite bleiben wird", sagte Saar.

Vor der gemeinsamen Pressekonferenz im Auswärtigen Amt hatten Saar und Wadephul das Holocaust-Mahnmal in Berlin besucht und dort einen Kranz niedergelegt. Dabei kritisierte Saar das Erstarken des Antisemitismus in Deutschland. "Mit schwerem Herzen sage ich heute, dass die Lehren (aus der Geschichte) offenbar wieder vergessen wurden", sagte Saar. Heftige Kritik übte er insbesondere an der Pro-Palästina-Bewegung in Deutschland, die er als antisemitisch einstufte. "Sie wollen den jüdischen Staat den dschihadistischen Psychopathen ausliefern, die uns umgeben."

Wadephul zeigte sich beschämt über den starken Anstieg antisemitischer Vorfälle in Deutschland. "Dass Jüdinnen und Juden sagen, ich fühle mich in Deutschland nicht mehr sicher, dass sie ihre Kinder ermahnen, auf der Straße kein Hebräisch zu sprechen - das beschämt mich zutiefst", sagte er.

Anlässlich des Besuchs des israelischen Außenministers gab es Proteste gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen vor dem Auswärtigen Amt. Unter dem Motto "Rote Linie Völkerrecht" hatten Menschenrechtsgruppen und Nichtregierungsorganisationen zu einer Kundgebung aufgerufen. Die Demonstranten warfen der israelischen Regierung Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor und forderten einen sofortigen Stopp deutscher Waffenlieferungen an Israel. "Die Bundesregierung muss verhindern, dass weitere Kriegsverbrechen dort passieren", sagte die Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, Julia Duchrow.

Israel steht international verstärkt unter Druck, den Gazakrieg zu beenden, der durch den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden war. Israel wird vorgeworfen, durch eine Blockade von Hilfslieferungen die Bevölkerung in dem Palästinensergebiet aushungern zu wollen.

C.Mak--ThChM