The China Mail - Pride-Parade in Budapest trotz Verbot - Teilnehmer müssen mit Strafen rechnen

USD -
AED 3.672501
AFN 62.999791
ALL 81.993631
AMD 377.1483
ANG 1.789731
AOA 916.99969
ARS 1390.494101
AUD 1.423052
AWG 1.8
AZN 1.698271
BAM 1.663194
BBD 2.017773
BDT 122.422253
BGN 1.647646
BHD 0.376972
BIF 2970.789574
BMD 1
BND 1.269952
BOB 6.923031
BRL 5.210702
BSD 1.001833
BTN 91.210361
BWP 13.298184
BYN 2.854823
BYR 19600
BZD 2.014797
CAD 1.36955
CDF 2269.999903
CHF 0.77581
CLF 0.021917
CLP 865.390112
CNY 6.90875
CNH 6.90145
COP 3701.22
CRC 481.395972
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.768337
CZK 20.62402
DJF 178.400442
DKK 6.35474
DOP 61.643515
DZD 130.14061
EGP 47.490396
ERN 15
ETB 153.978656
EUR 0.85049
FJD 2.22225
FKP 0.738781
GBP 0.743898
GEL 2.679898
GGP 0.738781
GHS 11.010009
GIP 0.738781
GMD 73.493234
GNF 8789.451977
GTQ 7.686682
GYD 209.595809
HKD 7.813596
HNL 26.503678
HRK 6.409498
HTG 131.315107
HUF 322.560379
IDR 16888
ILS 3.128105
IMP 0.738781
INR 91.05525
IQD 1312.408051
IRR 42125.000158
ISK 123.23981
JEP 0.738781
JMD 156.095072
JOD 0.708995
JPY 155.167494
KES 129.229845
KGS 87.449978
KHR 4023.980611
KMF 418.999681
KPW 899.997043
KRW 1449.514987
KWD 0.30677
KYD 0.834829
KZT 493.3627
LAK 21462.829736
LBP 89762.657959
LKR 309.916407
LRD 185.835892
LSL 16.211541
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.338705
MAD 9.179373
MDL 17.151385
MGA 4359.02887
MKD 52.435715
MMK 2099.599767
MNT 3570.336145
MOP 8.06383
MRU 39.88673
MUR 46.199511
MVR 15.403654
MWK 1737.148688
MXN 17.284802
MYR 3.912498
MZN 63.909766
NAD 16.211679
NGN 1345.397847
NIO 36.863812
NOK 9.583901
NPR 145.933926
NZD 1.68193
OMR 0.384496
PAB 1.001845
PEN 3.358448
PGK 4.303773
PHP 58.1395
PKR 280.106468
PLN 3.59205
PYG 6495.174115
QAR 3.651663
RON 4.335402
RSD 99.864008
RUB 76.747436
RWF 1463.157447
SAR 3.751224
SBD 8.05166
SCR 15.131126
SDG 601.558863
SEK 9.08717
SGD 1.269465
SHP 0.750259
SLE 24.504905
SLL 20969.49935
SOS 571.537906
SRD 37.622968
STD 20697.981008
STN 20.834308
SVC 8.765828
SYP 11059.574895
SZL 16.218446
THB 31.20997
TJS 9.46723
TMT 3.51
TND 2.904169
TOP 2.40776
TRY 43.8457
TTD 6.781016
TWD 31.64602
TZS 2590.000058
UAH 43.335686
UGX 3591.200156
UYU 38.582229
UZS 12154.635055
VES 398.24717
VND 25970
VUV 118.54274
WST 2.70123
XAF 557.810281
XAG 0.01275
XAU 0.0002
XCD 2.70255
XCG 1.80555
XDR 0.693737
XOF 557.812653
XPF 101.417601
YER 238.501015
ZAR 16.178435
ZMK 9001.206283
ZMW 18.818827
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    27.4000

    5024.8

    +0.55%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1758

    -0.13%

  • Euro STOXX 50

    -43.7500

    6059.62

    -0.72%

  • SDAX

    -109.9800

    17983.05

    -0.61%

  • TecDAX

    -23.6200

    3698.2

    -0.64%

  • DAX

    -234.6400

    25043.57

    -0.94%

  • MDAX

    -263.2100

    31479.01

    -0.84%

Pride-Parade in Budapest trotz Verbot - Teilnehmer müssen mit Strafen rechnen
Pride-Parade in Budapest trotz Verbot - Teilnehmer müssen mit Strafen rechnen / Foto: © AFP/Archiv

Pride-Parade in Budapest trotz Verbot - Teilnehmer müssen mit Strafen rechnen

Einen Tag vor der von der Polizei verbotenen Pride-Parade in Budapest hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban Befürchtungen über Polizeigewalt gegen Teilnehmer zu zerstreuen versucht. Die Polizei habe zwar die Befugnis, "solche Veranstaltungen aufzulösen", aber "Ungarn ist ein zivilisiertes Land", sagte Orban am Freitag in einem Interview mit einem staatlichen Radiosender. Trotz des Verbots rechnen die Organisatoren mit einer Rekordteilnahme bei der Demonstration für LGBTQ-Rechte, auch rund 70 EU-Abgeordnete reisen nach Budapest.

Textgröße:

"Es wird rechtliche Konsequenzen geben, aber es darf nicht das Ausmaß körperlicher Gewalt annehmen", sagte Orban. "Wir verletzen einander nicht."

Teilnehmern der Veranstaltung droht eine Geldstrafe von bis zu 500 Euro. Die Polizei hat die Befugnis, Technologie zur Gesichtserkennung zu nutzen, um Teilnehmer zu erkennen. Den Organisatoren der Veranstaltung könnte eine einjährige Freiheitsstrafe drohen.

Die ungarische Polizei hatte vor wenigen Tagen die Pride-Parade in Budapest verboten - kurz nachdem die Stadt bekannt gegeben hatte, dass sie die Organisation übernehmen werde. Der liberale Bürgermeister der Hauptstadt, Gergely Karacsony, erklärte, es brauche für die Pride-Parade keine offizielle Erlaubnis, weil es sich um eine "städtische Veranstaltung" handele.

Die rechtsnationalistische Regierung in Ungarn unter Regierungschef Orban schränkt seit Jahren unter dem Vorwand des "Kinderschutzes" die Rechte von LGBTQ-Menschen ein. Mitte März verabschiedete das ungarische Parlament eine Gesetzesänderung, die auf ein Verbot der jährlichen Pride-Parade abzielt: Damit werden alle Versammlungen untersagt, die gegen das ungarische LGBTQ-Gesetz verstoßen. Dieses Gesetz aus dem Jahr 2021 verbietet Darstellungen von Homosexualität vor Minderjährigen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen forderte die ungarischen Behörden in der Nacht zu Freitag erneut auf, das Verbot der Demonstration aufzuheben, damit die Organisatoren keine Angst vor Bestrafung haben müssten.

Orban wies die Forderung zurück und verglich von der Leyen mit dem sowjetischen Staatsoberhaupt Leonid Breschnew. "Sie denkt, dass sie ungarischen Bürgern von Brüssel aus vorschreiben kann, wie sie leben sollen, was sie mögen sollen, was sie nicht mögen sollen, wie ihr Rechtssystem sein soll, was verboten werden soll und was nicht. Genau wie Breschnew", sagte Orban.

Die Organisatoren der Pride-Demonstration hoffen auf einen Rekord an Teilnehmern, um ein starkes Signal gegen Orbans' Anti-LGBTQ-Gesetze zu setzen. Rund 70 Europa-Abgeordnete haben ihre Teilnahme an der Veranstaltung angekündigt.

Der deutsche Europa-Abgeordnete Moritz Körner (FDP) sagte der Nachrichtenagentur AFP, er fliege angesichts des Verbots mit einem "mulmigen Gefühl" nach Budapest. Es sei aber "wichtig, ein Zeichen zu setzten", wenn in einem Mitgliedsstaat der EU die Versammlungsfreiheit bedroht sei. Er hoffe trotz des Verbots auf ein "fröhliches Fest, auf dem man Toleranz und Liebe feiert".

Die Delegation der Parlamentarier soll demnach auch Schutz für die Teilnehmer der Pride Parade bieten. Er erwarte zwar nicht, dass es zur Eskalation komme, sagte Körner. Es habe aber für die Europa-Abgeordneten Sicherheitshinweise gegeben, sich etwa von Gegendemonstrationen fernzuhalten.

Die irische EVP-Abgeordnete Maria Walsh sagte, sie sei "verdammt wütend", dass im Jahr 2025 in Europa Grundrechte auf diese Weise ausgehöhlt würden. Deswegen habe sie sich entschieden, nach Budapest zu fahren, statt am selben Tag an der Dublin Pride in der irischen Hauptstadt teilzunehmen. Es sei "unglaublich wichtig", dass gewählte Vertreter in Budapest erschienen, um Solidarität mit den Menschen vor Ort zu zeigen, sagte Walsh.

Auch die EU-Gleichstellungskommissarin Hadja Lahbib reiste am Freitag nach Budapest, "um unsere europäischen Werte und unsere große Vielfalt zu feiern". Sie plane, am Beginn der Pride Parade am Samstagnachmittag teilzunehmen, erklärte die EU-Kommission. Sie wolle sich, wenn möglich, aber auch mit ungarischen Regierungsvertretern wie Justizminister Bence Tuzson treffen, sagte Lahbib bei einer Pressekonferenz in der ungarischen Hauptstadt.

Grünen-Parteichef Felix Banaszak forderte die deutsche Botschafterin in Budapest zur Teilnahme an der Pride Parade auf. "Gerade in Zeiten, in denen queere Menschen in vielen Teilen Europas erneut unter Druck geraten, ist es wichtig, dass Deutschland Haltung zeigt - für Menschenrechte, für Vielfalt und für die Sichtbarkeit derjenigen, die sich vor Ort mit großem Mut für Gleichberechtigung und Freiheit einsetzen", erklärte er in Berlin. Banaszak appellierte an das Auswärtige Amt, hier ein Zeichen zu setzen.

Weltweit finden am Samstag zahlreiche Pride-Parades statt, unter anderem in Frankreich, in der Türkei, in Mexiko und in Venezuela.

G.Fung--ThChM