The China Mail - ARD-Interview mit AfD-Chefin Weidel durch lautstarken Protest gestört

USD -
AED 3.672497
AFN 62.498382
ALL 81.38425
AMD 377.689563
ANG 1.789731
AOA 916.999712
ARS 1404.49501
AUD 1.414077
AWG 1.80125
AZN 1.700796
BAM 1.652012
BBD 2.013363
BDT 122.156619
BGN 1.647646
BHD 0.376985
BIF 2962.944192
BMD 1
BND 1.263546
BOB 6.907736
BRL 5.221596
BSD 0.999671
BTN 90.597099
BWP 13.166764
BYN 2.856093
BYR 19600
BZD 2.010491
CAD 1.36678
CDF 2255.000201
CHF 0.77127
CLF 0.021893
CLP 864.45997
CNY 6.90875
CNH 6.88697
COP 3673.17
CRC 481.717051
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.137876
CZK 20.505802
DJF 178.014849
DKK 6.31888
DOP 61.500646
DZD 129.850442
EGP 46.976301
ERN 15
ETB 153.640372
EUR 0.84576
FJD 2.19835
FKP 0.73862
GBP 0.73834
GEL 2.669913
GGP 0.73862
GHS 10.999535
GIP 0.73862
GMD 73.502172
GNF 8774.463844
GTQ 7.667097
GYD 209.141052
HKD 7.81435
HNL 26.439956
HRK 6.375702
HTG 131.034133
HUF 319.726009
IDR 16900
ILS 3.09589
IMP 0.73862
INR 90.69905
IQD 1309.581127
IRR 42125.000158
ISK 122.550403
JEP 0.73862
JMD 155.656353
JOD 0.708995
JPY 154.276008
KES 128.849747
KGS 87.449812
KHR 4015.575771
KMF 417.00049
KPW 899.96705
KRW 1446.58019
KWD 0.30663
KYD 0.833017
KZT 488.871432
LAK 21418.375018
LBP 89517.691677
LKR 309.20947
LRD 185.431079
LSL 15.99625
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.311397
MAD 9.133619
MDL 17.048881
MGA 4349.221634
MKD 52.15644
MMK 2099.648509
MNT 3578.335527
MOP 8.048467
MRU 39.826335
MUR 45.99971
MVR 15.40496
MWK 1733.353605
MXN 17.12115
MYR 3.897237
MZN 63.901589
NAD 15.99625
NGN 1340.650185
NIO 36.785512
NOK 9.49265
NPR 144.95519
NZD 1.669155
OMR 0.384483
PAB 0.999671
PEN 3.343554
PGK 4.356824
PHP 57.889027
PKR 279.3991
PLN 3.56503
PYG 6533.546191
QAR 3.634628
RON 4.308602
RSD 99.317034
RUB 76.749021
RWF 1459.932933
SAR 3.750524
SBD 8.05166
SCR 13.769765
SDG 601.501353
SEK 8.98806
SGD 1.265235
SHP 0.750259
SLE 24.45025
SLL 20969.49935
SOS 570.323256
SRD 37.700975
STD 20697.981008
STN 20.69449
SVC 8.74659
SYP 11059.574895
SZL 16.003176
THB 31.1775
TJS 9.426636
TMT 3.51
TND 2.886924
TOP 2.40776
TRY 43.759601
TTD 6.773433
TWD 31.444975
TZS 2583.403001
UAH 43.294901
UGX 3538.335487
UYU 38.838068
UZS 12133.72864
VES 395.87194
VND 25970
VUV 118.946968
WST 2.704181
XAF 554.069213
XAG 0.012847
XAU 0.0002
XCD 2.70255
XCG 1.801603
XDR 0.689186
XOF 554.069213
XPF 100.73571
YER 238.375026
ZAR 16.03865
ZMK 9001.184777
ZMW 18.698528
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    114.0000

    5019.9

    +2.27%

  • MDAX

    326.1000

    31770.43

    +1.03%

  • SDAX

    241.3600

    18087.42

    +1.33%

  • TecDAX

    47.6000

    3728.64

    +1.28%

  • Euro STOXX 50

    81.6200

    6103.47

    +1.34%

  • EUR/USD

    -0.0041

    1.1816

    -0.35%

  • DAX

    286.3600

    25284.76

    +1.13%

ARD-Interview mit AfD-Chefin Weidel durch lautstarken Protest gestört
ARD-Interview mit AfD-Chefin Weidel durch lautstarken Protest gestört / Foto: © AFP

ARD-Interview mit AfD-Chefin Weidel durch lautstarken Protest gestört

Das ARD-"Sommerinterview" mit AfD-Chefin Alice Weidel ist von lautstarken Protesten begleitet worden. Die Aufzeichnung im Berliner Regierungsviertel wurde am Sonntag von einer Gruppe von Demonstranten auf der anderen Seite der Spree mit Sprechchören, Musik und Hupen gestört. Laut Polizei nutzte die Gruppe von 40 bis 50 Protestteilnehmern dabei einen Aktionsbus "mit Schallverstärker".

Textgröße:

Das Interview wurde am Nachmittag für die Ausstrahlung am Abend (18.00 Uhr) in der Sendung "Bericht aus Berlin" aufgezeichnet. Weidel gab mehrfach an, sie habe die Fragen von Moderator Markus Preiß nicht gehört.

"Es ist extrem laut im Hintergrund und ich kann Ihre Fragen kaum verstehen", sagte sie auf der Terrasse des zum Bundestag gehörenden Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses. Weidel wollte das Interview dennoch fortsetzen und forderte Preiß auf, dieses "ganz normal" weiterzuführen.

Weidel warf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), den sie als "Lügenkanzler" bezeichnet hatte, dann erneut vor, er habe "alle Wahlversprechen gebrochen". Sie nannte dabei die Migrationswende oder die Angaben des CDU-Chefs zur Einhaltung der Schuldenbremse im Wahlkampf.

Auf die Frage, wie sie ihre eigenen Wahlversprechen etwa bei der Senkung der Einkommensteuer finanziert hätte, sagte Weidel: "Wir hätten gar keine Schulden aufgenommen." Sie verwies dabei auf den 190 Milliarden Euro schweren Haushalt für Arbeit und Soziales, in dem das Bürgergeld 50 Milliarden Euro ausmache. Die Hälfte der Bezieher seien Ausländer, die nichts in das deutsche Sozialsystem eingezahlt hätten.

Weidels Wahlversprechen waren vom Institut der Deutschen Wirtschaft auf 149 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt worden. Schätzungen von Experten, ihre gleichfalls angekündigte Anhebung des Rentenniveaus auf 70 Prozent würden weitere 100 bis 200 Milliarden Euro kosten, bezeichnete die AfD-Chefin als falsch.

Die AfD-Partei- und Fraktionschefin rechtfertigte die jüngst erfolgte Verdopplung der Zulage für sie und andere Mitglieder des Vorstands der Bundestagsfraktion. Diese sei auf Beträge angehoben worden, die auch in anderen Parteien üblich seien, sagte Weidel. Sie verwies dabei darauf, dass sie ihre Funktion als Parteichefin ehrenamtlich ausübe.

Preiß sagte am Ende der Aufzeichnung des TV-Interviews, dieses habe "in einer wirklich schwierigen akustischen Situation" stattgefunden. Im Anschluss gab es ein weiteres Gespräch der ARD mit Weidel, das über das Internet ausgestrahlt wurde. Dabei wurden über Onlineplattformen gestellte Zuschauerfragen beantwortet.

Dabei rechtfertigte Weidel auch die Verwendung des umstrittenen Begriffs "Remigration", als sie gefragt wurde, ob ihre Partei alle, "die ihren Vorstellungen von Deutschsein nicht entsprechen", ausweisen wolle. Es gehe dabei um "die Einhaltung von Recht und Gesetz", sagte die AfD-Chefin. Es gehe darum, dass "Menschen, die keine Aufenthaltsberechtigung haben, abgeschoben werden - und vor allen Dingen per se gar nicht erst reingelassen werden".

Einen noch im AfD-Wahlprogramm geforderten EU-Ausstieg unterstützte Weidel nicht mehr. "Wir sollten nicht über einen EU-Ausstieg diskutieren, sondern darüber, wie man die EU reformieren kann", sagte sie. Sie wolle die EU "zurückbauen" und nicht "irgendwelchen Bürokraten" überlassen.

Der zweite Teil des Gesprächs fand nach einer Unterbrechung am selben Ort an der Spree statt. Die Geräuschkulisse war deutlich ruhiger, was offenbar auf einen Einsatz der Polizei zurückzuführen war.

Diese forderte einem Sprecher zufolge die Demonstranten auf, den Lärm einzustellen. Dem sei die Gruppe auch nachgekommen. "Die Anlage wurde ausgeschaltet." Der Polizeisprecher bestätigte, dass die Aktion nicht angemeldet war. Festnahmen gab es bei dem Einsatz demnach aber nicht.

Das Interview wurde nach eigenen Angaben durch Aktivisten des sogenannten Zentrums für politische Schönheit gestört. Es setzte einen Bus ein, der schon im Wahlkampf vor der Bundestagswahl genutzt wurde und den die Gruppe als "lauteste und sichtbarste Kampfansage der Zivilgesellschaft an die AfD" bezeichnet.

R.Yeung--ThChM