The China Mail - Söders Bürgergeld-Vorstoß sorgt für Debatte in Koalition - SPD warnt Union

USD -
AED 3.673015
AFN 62.499774
ALL 81.249896
AMD 376.830265
ANG 1.789731
AOA 916.99965
ARS 1393.564803
AUD 1.415038
AWG 1.80125
AZN 1.698972
BAM 1.653178
BBD 2.014013
BDT 122.199541
BGN 1.647646
BHD 0.376966
BIF 2965
BMD 1
BND 1.263444
BOB 6.924735
BRL 5.222902
BSD 0.999949
BTN 90.653751
BWP 13.195507
BYN 2.850019
BYR 19600
BZD 2.011132
CAD 1.364905
CDF 2254.99987
CHF 0.771025
CLF 0.021942
CLP 866.379673
CNY 6.90865
CNH 6.88607
COP 3659.84
CRC 480.849283
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.397068
CZK 20.50485
DJF 177.720243
DKK 6.30932
DOP 61.875009
DZD 129.789122
EGP 46.899402
ERN 15
ETB 155.198173
EUR 0.84448
FJD 2.211982
FKP 0.733723
GBP 0.738245
GEL 2.670285
GGP 0.733723
GHS 11.02504
GIP 0.733723
GMD 73.516915
GNF 8777.50406
GTQ 7.669941
GYD 209.213968
HKD 7.815565
HNL 26.510254
HRK 6.365104
HTG 131.051675
HUF 319.360323
IDR 16841
ILS 3.101145
IMP 0.733723
INR 90.646503
IQD 1310.5
IRR 42125.000158
ISK 122.480237
JEP 0.733723
JMD 156.060741
JOD 0.708984
JPY 153.440504
KES 128.999697
KGS 87.450243
KHR 4023.000106
KMF 417.000446
KPW 899.945579
KRW 1444.530607
KWD 0.30649
KYD 0.833383
KZT 490.804131
LAK 21435.000352
LBP 89550.00013
LKR 309.40819
LRD 185.695836
LSL 16.089645
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.300586
MAD 9.134963
MDL 17.019262
MGA 4395.000194
MKD 52.079989
MMK 2100.026497
MNT 3569.36106
MOP 8.051509
MRU 39.980282
MUR 45.940155
MVR 15.404975
MWK 1737.000159
MXN 17.145565
MYR 3.898731
MZN 63.954127
NAD 16.090069
NGN 1350.249923
NIO 36.70998
NOK 9.563395
NPR 145.050124
NZD 1.657565
OMR 0.384498
PAB 0.999987
PEN 3.345498
PGK 4.292961
PHP 57.857501
PKR 279.549977
PLN 3.56404
PYG 6536.467028
QAR 3.641201
RON 4.304013
RSD 99.125032
RUB 76.352566
RWF 1456.5
SAR 3.750375
SBD 8.045182
SCR 14.680257
SDG 601.502851
SEK 8.993795
SGD 1.263525
SHP 0.750259
SLE 24.449724
SLL 20969.49935
SOS 571.50212
SRD 37.701015
STD 20697.981008
STN 20.9
SVC 8.75019
SYP 11059.574895
SZL 15.940266
THB 31.3255
TJS 9.459933
TMT 3.5
TND 2.859503
TOP 2.40776
TRY 43.725033
TTD 6.781251
TWD 31.425958
TZS 2592.470949
UAH 43.273545
UGX 3534.602252
UYU 38.855549
UZS 12150.000314
VES 395.87194
VND 25970
VUV 119.088578
WST 2.704899
XAF 554.432156
XAG 0.013684
XAU 0.000206
XCD 2.70255
XCG 1.802215
XDR 0.688758
XOF 553.504229
XPF 100.950103
YER 238.349843
ZAR 16.04327
ZMK 9001.201083
ZMW 18.493851
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -133.8000

    4912.5

    -2.72%

  • TecDAX

    27.0400

    3681.04

    +0.73%

  • Euro STOXX 50

    42.9700

    6021.85

    +0.71%

  • SDAX

    48.4300

    17846.06

    +0.27%

  • DAX

    197.4900

    24998.4

    +0.79%

  • MDAX

    79.7700

    31444.33

    +0.25%

  • EUR/USD

    0.0000

    1.185

    0%

Söders Bürgergeld-Vorstoß sorgt für Debatte in Koalition - SPD warnt Union
Söders Bürgergeld-Vorstoß sorgt für Debatte in Koalition - SPD warnt Union / Foto: © AFP/Archiv

Söders Bürgergeld-Vorstoß sorgt für Debatte in Koalition - SPD warnt Union

Neuer Koalitionsstreit: Die Forderung von CSU-Chef Markus Söder, allen geflüchteten Ukrainern das Bürgergeld zu streichen, trifft in der SPD inzwischen auf starken Widerstand. Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) forderte am Dienstag die Union auf, sich auf die Vereinbarung im Koalitionsvertrag zu konzentrieren. Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) warnte, manche Vorschläge trügen "nicht dazu bei, dass wir in der Koalition gemeinsam vorankommen". Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) sieht dagegen "keine Missstimmung".

Textgröße:

Söder hatte am Sonntag im ZDF-"Sommerinterview" gesagt, er wolle in der Koalition durchsetzen, dass es "kein Bürgergeld mehr gibt für all diejenigen, die aus der Ukraine gekommen sind". Dies dürfe nicht nur für diejenigen gelten, die in Zukunft kommen, "sondern für alle".

Bislang bekommen Geflüchtete aus der Ukraine hierzulande Bürgergeld. Die schwarz-rote Koalition will dies ändern: Künftig sollen alle, die nach dem 1. April gekommen sind oder noch kommen, bei nachgewiesener Bedürftigkeit nur niedrigere Asylbewerberleistungen erhalten, aber kein Bürgergeld mehr. Söders Vorstoß geht aber noch darüber hinaus.

"Wir sollten uns alle auf den Koalitionsvertrag konzentrieren", mahnte deshalb am Dienstag Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) im TV-Sender Welt. "Das kann ich nur allen anraten, ansonsten haben wir ganz andere Probleme in dieser Koalition." Alle über den Koalitionsvertrag hinausgehenden Vorschläge machten "keinen Sinn".

Unter dem Vertrag von Union und SPD sei "noch nicht mal die Tinte trocken", kritisierte Bremens Regierungschef Bovenschulte am Dienstag im ZDF, "und jetzt wird schon wieder eine neue Diskussion eröffnet". Er empfehle sehr, das Vereinbarte umzusetzen: "Verträge müssen eingehalten werden."

Söders Vorschlag habe "ganz wenig mit den Ukrainern und Ukrainerinnen zu tun", fügte Bovenschulte hinzu. Er sei stattdessen "Teil der umfassenderen Kampagne gegen das Bürgergeld".

"Gefährlich und populistisch", nannte Juso-Chef Philipp Türmer in der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag) den Vorstoß des CSU-Chefs. Dieser wolle "Haushaltslöcher auf dem Rücken der Schwächsten stopfen", kritisierte er. "Das ist falsch und darf nicht passieren."

Vielmehr müsse es nun darum gehen, die Teilhabe und Integration von ukrainischen Geflüchteten zu verbessern. "Sie aus dem Bürgergeldsystem auszuschließen, würde diesen Zielen absolut entgegenstehen", fügte Türmer hinzu.

Versöhnlicher äußerte sich am Dienstag in Mainz hingegen der rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Der Vorschlag, Menschen aus der Ukraine aus dem Bürgergeld zunehmen sei einer, "mit dem man sich beschäftigen kann", die aktuelle Auseinandersetzung darum jedoch "hochpolitisiert". Er wünsche sich hingegen eine "nüchterne Diskussion".

Unions-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) bezeichnete den Vorstoß des CSU-Chefs ebenfalls als "bedenkenswert". Er finde es "irritierend, wenn versucht wird, durch irgendwelche pauschalen Vorwürfe diese Debatte gleich im Keim zu ersticken", sagte er im RBB.

Kanzleramtschef Frei gab sich hingegen zuversichtlich, dass die Koalition die "Debattenbeiträge" und "Meinungen" zusammenführen werden - daran habe er "überhaupt keinen Zweifel". Wenn sich die Koalition nicht verständigen könne, "gelten selbstverständlich die Verabredungen des Koalitionsvertrages", betonte Frei in der ARD weiter. Es erwachse daraus im Moment "kein Konflikt in der Koalition".

Die Grünen werfen Söder Populismus vor: "Er tritt gegen Menschen, die vor dem brutalen Krieg Putins fliehen mussten, stellt sie als faul dar und nimmt ihnen gleichzeitig jede Chance auf Arbeit", sagte Bundestagsfraktions-Vize Andreas Audretsch der "Augsburger Allgemeinen". "Das ist zerstörerischer Populismus."

Söders Vorschlag sei weder logisch noch sinnvoll. "Die Jobcenter vermitteln in Arbeit, die Sozialämter tun das nicht." Damit mehr Ukrainerinnen und Ukrainer in Arbeit kommen, seien Vermittlung und Sprachkurse zentral.

L.Kwan--ThChM