The China Mail - In Anwesenheit Trumps: Armenien und Aserbaidschan unterzeichnen Friedenserklärung

USD -
AED 3.672502
AFN 63.495179
ALL 81.455528
AMD 377.05264
ANG 1.789731
AOA 916.999751
ARS 1399.326894
AUD 1.415428
AWG 1.8
AZN 1.700271
BAM 1.651231
BBD 2.01697
BDT 122.48723
BGN 1.647646
BHD 0.377011
BIF 2960.574082
BMD 1
BND 1.263824
BOB 6.944996
BRL 5.245398
BSD 1.001393
BTN 90.75858
BWP 13.163071
BYN 2.854683
BYR 19600
BZD 2.014099
CAD 1.364535
CDF 2255.00009
CHF 0.770196
CLF 0.021877
CLP 863.839953
CNY 6.90865
CNH 6.88623
COP 3659.91
CRC 482.906217
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.093841
CZK 20.508302
DJF 178.327494
DKK 6.31365
DOP 62.338803
DZD 129.778964
EGP 46.999959
ERN 15
ETB 155.772882
EUR 0.8451
FJD 2.21345
FKP 0.733723
GBP 0.73691
GEL 2.675027
GGP 0.733723
GHS 11.011018
GIP 0.733723
GMD 73.503567
GNF 8789.3626
GTQ 7.681202
GYD 209.514965
HKD 7.81544
HNL 26.464443
HRK 6.367299
HTG 131.076404
HUF 319.213501
IDR 16823
ILS 3.09965
IMP 0.733723
INR 90.711899
IQD 1311.916923
IRR 42125.000158
ISK 122.540251
JEP 0.733723
JMD 156.623048
JOD 0.708977
JPY 153.132022
KES 129.000118
KGS 87.449604
KHR 4024.482904
KMF 414.999873
KPW 899.945579
KRW 1442.25965
KWD 0.30641
KYD 0.834565
KZT 492.051163
LAK 21451.061495
LBP 89662.431942
LKR 309.694847
LRD 186.263667
LSL 15.988013
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.314323
MAD 9.155557
MDL 16.986452
MGA 4369.960741
MKD 52.040325
MMK 2100.026497
MNT 3569.36106
MOP 8.063405
MRU 39.965555
MUR 45.929997
MVR 15.405029
MWK 1736.421543
MXN 17.173405
MYR 3.901324
MZN 63.909773
NAD 15.990713
NGN 1351.50962
NIO 36.850992
NOK 9.512765
NPR 145.207873
NZD 1.655285
OMR 0.384493
PAB 1.001477
PEN 3.35869
PGK 4.301393
PHP 57.879029
PKR 279.973321
PLN 3.56191
PYG 6545.654101
QAR 3.64988
RON 4.307303
RSD 99.236992
RUB 76.847709
RWF 1462.551868
SAR 3.75018
SBD 8.045182
SCR 13.590247
SDG 601.503924
SEK 8.984865
SGD 1.262995
SHP 0.750259
SLE 24.449749
SLL 20969.49935
SOS 571.295905
SRD 37.792014
STD 20697.981008
STN 20.683833
SVC 8.762717
SYP 11059.574895
SZL 15.98379
THB 31.2755
TJS 9.448436
TMT 3.5
TND 2.88826
TOP 2.40776
TRY 43.7249
TTD 6.790493
TWD 31.374501
TZS 2599.329801
UAH 43.280441
UGX 3545.105323
UYU 38.80282
UZS 12238.591751
VES 392.73007
VND 25970
VUV 119.088578
WST 2.704899
XAF 553.781537
XAG 0.013396
XAU 0.000203
XCD 2.70255
XCG 1.804804
XDR 0.688758
XOF 553.807252
XPF 100.688083
YER 238.350299
ZAR 16.039061
ZMK 9001.20406
ZMW 18.403478
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    -4.2000

    5974.68

    -0.07%

  • MDAX

    -203.5300

    31161.03

    -0.65%

  • DAX

    29.3100

    24830.22

    +0.12%

  • TecDAX

    -4.7300

    3649.27

    -0.13%

  • SDAX

    -73.8100

    17723.82

    -0.42%

  • Goldpreis

    -114.4000

    4931.9

    -2.32%

  • EUR/USD

    -0.0025

    1.1825

    -0.21%

In Anwesenheit Trumps: Armenien und Aserbaidschan unterzeichnen Friedenserklärung
In Anwesenheit Trumps: Armenien und Aserbaidschan unterzeichnen Friedenserklärung / Foto: © AFP

In Anwesenheit Trumps: Armenien und Aserbaidschan unterzeichnen Friedenserklärung

Die Staatenlenker von Armenien und Aserbaidschan haben im Weißen Haus eine Friedenserklärung unterzeichnet - und US-Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis ins Spiel gebracht. Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan nannte am Freitag die gemeinsame Erklärung der jahrzehntelang verfeindeten Kaukasusstaaten "historisch". Die Nato, die Türkei und Deutschland begrüßten sie als "wichtigen Schritt". Das Nachbarland Iran warnte indes vor "jeglicher ausländischer Intervention".

Textgröße:

Bei ihrem Treffen im Beisein Trumps einigten sich Paschinjan und der aserbaidschanische Staatschef Ilham Alijew darauf, ihren jahrzehntelangen Konflikt dauerhaft beizulegen. "Armenien und Aserbaidschan verpflichten sich, alle Kämpfe für immer einzustellen, den Handel, den Reiseverkehr und die diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen und die Souveränität und territoriale Integrität des jeweils anderen zu respektieren", sagte der US-Präsident.

"Wir schaffen heute Frieden im Kaukasus", sagte Alijew. Überdies bot er an, gemeinsam mit Paschinjan den US-Präsidenten beim Nobelkomitee für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen. "Wer, wenn nicht Präsident Trump, hat den Friedensnobelpreis verdient?" sagte Alijew. Paschinjan pflichtete ihm bei: Der "Durchbruch" wäre ohne Trump nicht möglich gewesen.

Alijew und Paschinjan würden fortan ein "großartiges Verhältnis" haben, sagte Trump. "Wenn es einen Konflikt gibt, werden sie mich anrufen, und wir werden das klären."

Unter den wohlwollenden Blicken Trumps schüttelten Alijew und Paschinjan sich die Hände. Alle drei unterzeichneten dann das Dokument, welches das Weiße Haus als "gemeinsame Erklärung" bezeichnete. Details der Vereinbarung wurden allerdings zunächst nicht bekannt.

Das Weiße Haus machte auch keine Angaben dazu, inwieweit sich das unterzeichnete Dokument mit einem Friedensabkommen deckt, auf das sich die beiden Staaten bereits im März grundsätzlich geeinigt, das sie aber nicht unterzeichnet hatten. Ein Treffen zwischen Paschinjan und Alijew am 10. Juli in Abu Dhabi hatte keine greifbaren Fortschritte hinsichtlich des Abkommens gebracht.

Trump hatte sein Treffen mit Paschinjan und Alijew im Vorfeld als "offizielle Friedenszeremonie" angekündigt. Der US-Präsident, der seit Jahren unverhohlen mit dem Friedensnobelpreis liebäugelt, hat seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus in mehreren internationalen Konflikten Vermittlungsvorstöße unternommen.

Bereits im Wahlkampf hatte Trump angekündigt, den Ukraine-Krieg "binnen 24 Stunden" beenden zu können - allerdings äußerte er sich in den vergangenen Wochen zunehmend frustriert über ausbleibende Fortschritte. Am Freitag will sich Trump mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin im US-Bundesstaat Alaska treffen.

Auch bemüht sich Trump um ein Ende des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen - wenn auch bislang ähnlich erfolglos wie im Fall des Ukraine-Kriegs. Zuletzt hatte sich Trump auch in die Konflikte zwischen Thailand und Kambodscha sowie zwischen Indien und Pakistan eingeschaltet und in beiden Konflikten Waffenstillstände vermittelt.

Zu dem Treffen zwischen Trump, Alijew und Paschinjan hatte die Vizesprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, im Vorfeld angekündigt, dass in der gemeinsamen Erklärung ein Transitkorridor zwischen Aserbaidschan und seiner Exklave Nachitschewan vereinbart werde. Der Korridor mit exklusiven Rechten für die USA solle den Namen "Trump-Straße für Internationalen Frieden und Wohlstand" tragen, sagte sie.

Aserbaidschan strebt seit langem danach, sein Territorium über einen solchen Korridor mit der an Armenien, die Türkei und den Iran grenzenden aserbaidschanischen Exklave zu verbinden. Die Verbindung würde allerdings den Zugang des Iran zu Armenien abschneiden.

Der Iran, der traditionell enge Beziehungen zu Armenien unterhält, begrüßte die Vereinbarung vom Freitag zwar, warnte aber vor "jeglicher ausländischer Intervention in jeglicher Form, insbesondere in der Nähe der gemeinsamen Grenzen". Das Verhältnis zwischen Baku und Teheran gilt als heikel, da das turksprachige Aserbaidschan ein enger Verbündeter der Türkei ist, einem Rivalen des Iran. Aserbaidschan unterhält zudem gute Beziehungen zu Irans Erzfeind Israel.

Die Türkei nannte die im Weißen Haus unterzeichnete Vereinbarung "eine äußerst wichtige Entwicklung für die Förderung des Friedens und der Stabilität in der Region". Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) begrüßte die Einigung als "ein neues Kapitel" in der Geschichte zwischen beiden Ländern.

Lob gab es auch von der Nato, der EU und Großbritannien. Eine Nato-Sprecherin würdigte die Rolle Trumps. Der britische Außenminister David Lammy erklärte, das Vereinigte Königreich sei bereit, "den Frieden im Südkaukasus zu unterstützen, sofern beide Seiten ihre Verpflichtungen einhalten". Von Russland, dem traditionellen Vermittler im Kaukasus, gab es zunächst keine Reaktion.

Armenien und Aserbaidschan hatten in den vergangenen Jahrzehnten zwei Kriege gegeneinander um die Kontrolle der Region Bergkarabach geführt. 2023 brachte Aserbaidschan in einer großangelegten Militäroffensive die mehrheitlich von ethnischen Armeniern bewohnte Region unter seine Kontrolle. Der Militäreinsatz löste die Flucht von mehr als 100.000 Menschen nach Armenien aus.

D.Wang--ThChM