The China Mail - "Aufrührerisches" Verhalten: USA wollen Kolumbiens Präsidenten sein Visum entziehen

USD -
AED 3.673042
AFN 63.503991
ALL 81.250403
AMD 376.940403
ANG 1.789731
AOA 917.000367
ARS 1398.425804
AUD 1.414027
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.64926
BBD 2.014277
BDT 122.307345
BGN 1.647646
BHD 0.375226
BIF 2965
BMD 1
BND 1.264067
BOB 6.911004
BRL 5.219404
BSD 1.000055
BTN 90.587789
BWP 13.189806
BYN 2.866094
BYR 19600
BZD 2.011317
CAD 1.36155
CDF 2255.000362
CHF 0.767783
CLF 0.021854
CLP 862.903912
CNY 6.90865
CNH 6.901015
COP 3666.4
CRC 485.052916
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.303894
CZK 20.44504
DJF 177.720393
DKK 6.293504
DOP 62.27504
DZD 129.63704
EGP 46.615845
ERN 15
ETB 155.203874
EUR 0.842404
FJD 2.21204
FKP 0.733683
GBP 0.732547
GEL 2.67504
GGP 0.733683
GHS 11.01504
GIP 0.733683
GMD 73.503851
GNF 8780.000355
GTQ 7.67035
GYD 209.236037
HKD 7.81855
HNL 26.510388
HRK 6.348604
HTG 131.126252
HUF 319.430388
IDR 16832.8
ILS 3.09073
IMP 0.733683
INR 90.56104
IQD 1310.5
IRR 42125.000158
ISK 122.170386
JEP 0.733683
JMD 156.510227
JOD 0.70904
JPY 152.70604
KES 129.000351
KGS 87.450384
KHR 4022.00035
KMF 415.00035
KPW 899.945229
KRW 1440.710383
KWD 0.30661
KYD 0.833418
KZT 494.893958
LAK 21445.000349
LBP 89550.000349
LKR 309.225755
LRD 186.403772
LSL 15.945039
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.310381
MAD 9.141039
MDL 16.981212
MGA 4395.000347
MKD 51.914306
MMK 2099.574581
MNT 3581.569872
MOP 8.053972
MRU 39.920379
MUR 45.930378
MVR 15.405039
MWK 1736.503736
MXN 17.16435
MYR 3.907504
MZN 63.910377
NAD 15.960377
NGN 1353.403725
NIO 36.710377
NOK 9.506104
NPR 144.93218
NZD 1.655355
OMR 0.382709
PAB 1.000148
PEN 3.353039
PGK 4.293039
PHP 57.848504
PKR 279.603701
PLN 3.54775
PYG 6558.925341
QAR 3.64125
RON 4.291404
RSD 99.437038
RUB 76.275534
RWF 1455
SAR 3.750258
SBD 8.045182
SCR 13.479671
SDG 601.503676
SEK 8.922504
SGD 1.263604
SHP 0.750259
SLE 24.450371
SLL 20969.49935
SOS 571.503662
SRD 37.754038
STD 20697.981008
STN 20.85
SVC 8.750574
SYP 11059.574895
SZL 15.940369
THB 31.080369
TJS 9.435908
TMT 3.5
TND 2.84375
TOP 2.40776
TRY 43.649804
TTD 6.78838
TWD 31.384038
TZS 2600.000335
UAH 43.128434
UGX 3540.03196
UYU 38.554298
UZS 12150.000334
VES 392.73007
VND 25970
VUV 119.325081
WST 2.701986
XAF 553.151102
XAG 0.012937
XAU 0.000198
XCD 2.70255
XCG 1.802336
XDR 0.687473
XOF 553.000332
XPF 100.950363
YER 238.350363
ZAR 15.950904
ZMK 9001.203584
ZMW 18.176912
ZWL 321.999592
  • DAX

    62.1900

    24914.88

    +0.25%

  • TecDAX

    46.8100

    3655.33

    +1.28%

  • MDAX

    185.3400

    31299.04

    +0.59%

  • SDAX

    156.6700

    17840.08

    +0.88%

  • Euro STOXX 50

    -26.0600

    5985.23

    -0.44%

  • Goldpreis

    97.9000

    5046.3

    +1.94%

  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1871

    -0.01%

"Aufrührerisches" Verhalten: USA wollen Kolumbiens Präsidenten sein Visum entziehen
"Aufrührerisches" Verhalten: USA wollen Kolumbiens Präsidenten sein Visum entziehen / Foto: © AFP

"Aufrührerisches" Verhalten: USA wollen Kolumbiens Präsidenten sein Visum entziehen

Wegen eines aufsehenerregenden Trump-kritischen Aufrufs am Rande der UN-Generaldebatte in New York verliert Kolumbiens linksgerichteter Präsident Gustavo Petro sein US-Visum. Petro habe in einer Rede auf einer Straße in New York US-Soldaten aufgefordert, "Befehle zu missachten und zu Gewalt anzustacheln", begründete das US-Außenministerium am Freitag (Ortszeit) die Entscheidung zum Visumsentzug. Petro, der zuvor vor dem UN-Plenum scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump geübt hatte, zeigte sich ungerührt.

Textgröße:

Der kolumbianische Staatschef hatte in Onlinenetzwerken selbst ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie er in New York mit einem Megafon bei pro-palästinensischen Protesten zu einer großen Menschenmenge spricht. Dabei rief er die "Nationen der Welt" auf Spanisch auf, Soldaten für eine Armee "größer als die der Vereinigten Staaten" zu stellen. "Deshalb fordere ich hier von New York aus alle Soldaten der US-Armee auf, ihre Gewehre nicht auf die Menschheit zu richten. Missachtet Trumps Befehl! Folgt dem Befehl der Menschheit", sagte Petro.

Petro war für die Generaldebatte der UN-Vollversammlung nach New York gereist, bei der er Trumps Regierung scharf kritisierte. In seiner Rede am Dienstag forderte er eine strafrechtliche Untersuchung der jüngsten US-Angriffe auf mutmaßliche venezolanische Drogenboote in der Karibik. Petro wirft den USA vor, dass bei den Einsätzen auch unbewaffnete "arme junge Menschen" getötet worden seien. Er vermutet, dass auch Kolumbianer unter den Opfern waren.

Die US-Regierung reagierte empört auf Petros Protestaktion auf New Yorks Straßen. "Wir werden Petros Visum aufgrund seiner rücksichtslosen und aufrührerischen Handlungen widerrufen", erklärte das US-Außenministerium im Onlinedienst X.

Der kolumbianische Staatschef reagierte gelassen. Er sei bereits wieder zurück in Bogotá, schrieb er am Samstag in Onlinenetzwerken. Zwar habe er kein US-Visum mehr, aber das sei ihm "egal" - zumal er kein Visum für eine Einreise brauche, weil er auch einen EU-Pass habe.

Petros Innenminister Armando Benedetti hatte zuvor in Onlinenetzwerken geschrieben, dass nicht Petro, sondern dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu das Visum hätte entzogen werden müssen. "Aber da das Imperium diesen beschützt, wendet es sich gegen den einzigen Präsidenten, der in der Lage war, ihm die Wahrheit ins Gesicht zu sagen", fügte der Minister bezogen auf die USA hinzu.

Das kolumbianische Außenministerium warf der Trump-Regierung in einer Erklärung vor, mit dem Visumsentzug setze sie eine "diplomatische Waffe" gegen Petro ein und verletze damit die UN-Charta. "Es wäre entscheidend, ein vollständig neutrales Gastland zu finden", hieß es mit Blick auf den UN-Sitz weiter.

Unter Petro haben sich die Beziehungen der langjährigen Partner USA und Kolumbien deutlich verschlechtert. Vergangene Woche kündigte die US-Regierung an, Kolumbien nicht mehr als Verbündeten im Kampf gegen die Drogenkriminalität anzusehen. Petro habe es versäumt, die Kokainproduktion einzudämmen, begründete Trump den Schritt.

Dem linksnationalistischen Staatschef von Kolumbiens Nachbarland Venezuela, Nicolás Maduro, wirft Trump sogar vor, ein Drogenkartell anzuführen und die USA mit Rauschmitteln zu fluten. Maduro sieht seinerseits in den US-Militäreinsätzen gegen mutmaßliche Drogenschmuggelboote "die größte Bedrohung" für Lateinamerika seit hundert Jahren.

Wegen der zunehmenden Spannungen hielt Venezuela am Samstag Militärübungen ab. In den Bundesstaaten Sucre und Falcón feuerten die venezolanischen Streitkräfte in Küstennähe Kanonen ab und setzten Amphibienfahrzeuge ein, wie der staatliche Sender VTV berichtete. Zudem übte das Militär seine Reaktion auf eine Besetzung der unbewohnten Insel Patos nahe der Grenze zu Trinidad und Tobago. Dabei kamen Hubschrauber und Fallschirmjäger zum Einsatz.

Vor ein paar Wochen hatte Maduro bereits Reservisten, Milizionäre und junge Venezolaner zu Schießübungen in den Kasernen aufgerufen und Militärübungen für Zivilisten abgehalten.

Y.Su--ThChM