The China Mail - Massive Kritik an Überlegungen zur Streichung des Pflegegrads 1

USD -
AED 3.673042
AFN 63.503991
ALL 81.250403
AMD 376.940403
ANG 1.789731
AOA 917.000367
ARS 1398.425804
AUD 1.414027
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.64926
BBD 2.014277
BDT 122.307345
BGN 1.647646
BHD 0.375226
BIF 2965
BMD 1
BND 1.264067
BOB 6.911004
BRL 5.219404
BSD 1.000055
BTN 90.587789
BWP 13.189806
BYN 2.866094
BYR 19600
BZD 2.011317
CAD 1.36155
CDF 2255.000362
CHF 0.767783
CLF 0.021854
CLP 862.903912
CNY 6.90865
CNH 6.901015
COP 3666.4
CRC 485.052916
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.303894
CZK 20.44504
DJF 177.720393
DKK 6.293504
DOP 62.27504
DZD 129.63704
EGP 46.615845
ERN 15
ETB 155.203874
EUR 0.842404
FJD 2.21204
FKP 0.733683
GBP 0.732547
GEL 2.67504
GGP 0.733683
GHS 11.01504
GIP 0.733683
GMD 73.503851
GNF 8780.000355
GTQ 7.67035
GYD 209.236037
HKD 7.81855
HNL 26.510388
HRK 6.348604
HTG 131.126252
HUF 319.430388
IDR 16832.8
ILS 3.09073
IMP 0.733683
INR 90.56104
IQD 1310.5
IRR 42125.000158
ISK 122.170386
JEP 0.733683
JMD 156.510227
JOD 0.70904
JPY 152.70604
KES 129.000351
KGS 87.450384
KHR 4022.00035
KMF 415.00035
KPW 899.945229
KRW 1440.710383
KWD 0.30661
KYD 0.833418
KZT 494.893958
LAK 21445.000349
LBP 89550.000349
LKR 309.225755
LRD 186.403772
LSL 15.945039
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.310381
MAD 9.141039
MDL 16.981212
MGA 4395.000347
MKD 51.914306
MMK 2099.574581
MNT 3581.569872
MOP 8.053972
MRU 39.920379
MUR 45.930378
MVR 15.405039
MWK 1736.503736
MXN 17.16435
MYR 3.907504
MZN 63.910377
NAD 15.960377
NGN 1353.403725
NIO 36.710377
NOK 9.506104
NPR 144.93218
NZD 1.655355
OMR 0.382709
PAB 1.000148
PEN 3.353039
PGK 4.293039
PHP 57.848504
PKR 279.603701
PLN 3.54775
PYG 6558.925341
QAR 3.64125
RON 4.291404
RSD 99.437038
RUB 76.275534
RWF 1455
SAR 3.750258
SBD 8.045182
SCR 13.479671
SDG 601.503676
SEK 8.922504
SGD 1.263604
SHP 0.750259
SLE 24.450371
SLL 20969.49935
SOS 571.503662
SRD 37.754038
STD 20697.981008
STN 20.85
SVC 8.750574
SYP 11059.574895
SZL 15.940369
THB 31.080369
TJS 9.435908
TMT 3.5
TND 2.84375
TOP 2.40776
TRY 43.649804
TTD 6.78838
TWD 31.384038
TZS 2600.000335
UAH 43.128434
UGX 3540.03196
UYU 38.554298
UZS 12150.000334
VES 392.73007
VND 25970
VUV 119.325081
WST 2.701986
XAF 553.151102
XAG 0.012937
XAU 0.000198
XCD 2.70255
XCG 1.802336
XDR 0.687473
XOF 553.000332
XPF 100.950363
YER 238.350363
ZAR 15.950904
ZMK 9001.203584
ZMW 18.176912
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    -26.0600

    5985.23

    -0.44%

  • Goldpreis

    115.4000

    5063.8

    +2.28%

  • SDAX

    156.6700

    17840.08

    +0.88%

  • DAX

    62.1900

    24914.88

    +0.25%

  • TecDAX

    46.8100

    3655.33

    +1.28%

  • MDAX

    185.3400

    31299.04

    +0.59%

  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1871

    -0.01%

Massive Kritik an Überlegungen zur Streichung des Pflegegrads 1
Massive Kritik an Überlegungen zur Streichung des Pflegegrads 1 / Foto: © AFP/Archiv

Massive Kritik an Überlegungen zur Streichung des Pflegegrads 1

Überlegungen zur Abschaffung des Pflegegrads 1 sind bei Opposition, Sozialverbänden und Gewerkschaften auf massive Kritik gestoßen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) sprach am Montag von einer "Schocknachricht" für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nannte mögliche Leistungskürzungen "unmenschlich und ungerecht". Der Arbeitgeberverband BDA hingegen sprach sich für eine Abschaffung des Pflegegrads 1aus.

Textgröße:

Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier verwies darauf, dass 86 Prozent der Pflegebedürftigen zuhause gepflegt würden. Pflegende Angehörige könnten über die Pflegeversicherung etwa kostenlos Pflegekurse machen, zudem würden Hilfsmittel wie Badewanneneinstiege finanziert, sagte sie im ZDF-"Morgenmagazin". Die Diskussion über Kürzungen der Unterstützung für pflegende Angehörige schmälere den Wert von deren Leistung und sei aus ihrer Sicht "sehr ärgerlich".

Die "Bild am Sonntag" hatte vor dem Hintergrund von Milliardenlücken bei der Pflegefinanzierung am Sonntag über Überlegung in der Bundesregierung zur Streichung des Pflegegrads 1 berichtet. Betroffen wären demnach rund 860.000 Menschen. Die Streichung würde den Angaben zufolge pro Jahr etwa 1,8 Milliarden Euro einsparen.

"Pflegegrad 1 hilft vielen Menschen mit einer Demenzdiagnose", erklärte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. Sie bräuchten "frühe Unterstützung, um länger selbstständig zu Hause leben zu können. Wer hier spart, riskiert, dass die Menschen eher ins Heim kommen und damit viel höhere Kosten entstehen."

Die Diakonie hält die Abschaffung des Pflegegrads 1 ebenfalls für den "falschen Weg". "Dies wäre ein falsches Signal – einerseits an die Menschen, die von leichten Einschränkungen betroffen sind, andererseits auch an die pflegenden Angehörigen", erklärte Präsident Rüdiger Schuch. "Der Pflegegrad 1 ermöglicht den Zugang zu verschiedenen Leistungen der Pflegeversicherung."

Kritik kam auch aus der Opposition: Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner nannte die Überlegungen "absolut infam". Die Nachricht habe "viele Menschen schockiert". Grünen-Chef Felix Banaszak sprach von einem "ausgesprochen unoriginellen und undurchdachten Vorschlag". Er forderte, dass versicherungsfremde Leistungen nicht mehr aus der Pflegeversicherung bezahlt würden. Die AfD kritisierte bei X, dass die Regierung bei den Pflegebedürftigen "den Sparstift ansetzen" wolle. "Dabei sind es nicht sie, sondern die Migrationspolitik, die den Kollaps des Sozialsystems verursacht."

Der Arbeitgeberverband BDA hingegen würde eine Abschaffung des Pflegegrads 1 befürworten. "Die Beiträge zur Pflegeversicherung drohen ohne Reformen zu explodieren. Daher begrüßen wir, wenn Bundesgesundheitsministerin Nina Warken jetzt diese Diskussion vorantreibt. Das zeigt Mut und Verantwortungsbewusstsein", sagte Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter der "Rheinischen Post".

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch schloss eine Streichung hingegen in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" am Sonntagabend aus. Der Pflegegrad 1 sei eingeführt worden, um auch an Demenz Erkrankte in die Pflegeversicherung zu bekommen: "Die würde man im Regen stehen lassen. Deswegen ist diese Diskussion auch augenblicklich Gift." Statt Leistungen zu kürzen, müsse die Effizienz im Pflege- und Gesundheitssystem erhöht werden, sagte Miersch.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sagte in derselben Sendung, es dürfe bei der Reform von Pflege- und Krankenversicherung "keine Denkverbote" geben. Er schloss erneut höhere Beiträge aus, "weil die Arbeitskosten in Deutschland zu hoch sind". Wenn es schnell keine Reformen gebe, müsse die Koalition "Prioritäten setzen, wie wir mit Steuergeld nachhelfen, bis die Reformen kommen".

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte sich am Sonntag zurückhaltend zu dem Bericht zur möglichen Streichung des Pflegegrads 1 geäußert, schloss eine Abschaffung aber auch nicht aus. Den Fernsehsendern RTL und ntv sagte die Ministerin: "Wir werden den Menschen nicht über Nacht etwas wegnehmen".

Warken hatte Anfang Juli eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Pflegereform eingesetzt. Sie soll bis Mitte Oktober einen ersten Bericht vorlegen. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte in Berlin, die Arbeitsgruppe werde "umfassend alle Einnahmen und Ausgaben" der Pflegeversicherung prüfen. "Das umfasst "auch die Pflegegrade und deren Ausrichtung".

Das Defizit der Pflegeversicherung lag im vergangenen Jahr bei 1,65 Milliarden Euro. Der Bundesrechnungshof erwartet für das kommende Jahr einen Anstieg auf 3,5 Milliarden Euro und eine weitere Erhöhung in den Folgejahren.

S.Davis--ThChM