The China Mail - Erstmals seit Monaten Hoffnung auf Waffenruhe und Geisel-Freilassung im Gazastreifen

USD -
AED 3.67295
AFN 65.500955
ALL 81.104736
AMD 367.009847
AOA 917.999859
ARS 1496.518797
AUD 1.420535
AWG 1.8
AZN 1.701257
BAM 1.698082
BBD 2.013388
BDT 123.748665
BHD 0.377049
BIF 2993.5
BMD 1
BND 1.282721
BOB 12.140997
BRL 5.146249
BSD 0.999661
BTN 95.402354
BWP 13.59386
BYN 2.946335
BYR 19600
BZD 2.010558
CAD 1.407365
CDF 2259.999956
CHF 0.80996
CLF 0.02318
CLP 915.290172
CNY 6.75355
CNH 6.748475
COP 3206.07
CRC 453.294437
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.150287
CZK 20.97605
DJF 177.720417
DKK 6.486055
DOP 58.401638
DZD 132.939685
EGP 50.181101
ERN 15
ETB 159.849781
EUR 0.86768
FJD 2.21195
FKP 0.744372
GBP 0.743875
GEL 2.615005
GGP 0.744372
GHS 11.715019
GIP 0.744372
GMD 74.000141
GNF 8784.999758
GTQ 7.624786
GYD 209.283851
HKD 7.84334
HNL 26.860354
HRK 6.5374
HTG 130.702044
HUF 313.44499
IDR 17961
ILS 3.01182
IMP 0.744372
INR 95.09875
IQD 1310
IRR 1375124.999431
ISK 123.039491
JEP 0.744372
JMD 158.061071
JOD 0.708982
JPY 157.6335
KES 129.40009
KGS 87.449973
KHR 4049.999708
KMF 427.999723
KRW 1428.190195
KWD 0.309301
KYD 0.833048
KZT 470.925816
LAK 22600.000003
LBP 89550.000257
LKR 335.639928
LRD 181.274958
LSL 16.530296
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.365047
MAD 9.321981
MDL 17.498774
MGA 4294.999728
MKD 53.422124
MMK 2099.666537
MNT 3584.299321
MOP 8.076177
MRU 40.109896
MUR 46.504939
MVR 15.459827
MWK 1736.999754
MXN 17.272485
MYR 4.096597
MZN 63.901565
NAD 16.53046
NGN 1363.280363
NIO 36.786858
NOK 9.54957
NPR 152.645928
NZD 1.698095
OMR 0.384513
PAB 0.999679
PEN 3.394497
PGK 4.420351
PHP 61.006981
PKR 277.825003
PLN 3.72857
PYG 5960.417273
QAR 3.645751
RON 4.5555
RSD 101.812024
RUB 80.625743
RWF 1468
SAR 3.744229
SBD 8.071156
SCR 13.39016
SDG 600.492783
SEK 9.52802
SGD 1.282295
SLE 24.449797
SOS 571.294616
SRD 37.890987
STD 20697.981008
STN 21.6
SVC 8.747406
SZL 16.529988
THB 33.271013
TJS 9.226809
TMT 3.5
TND 2.941013
TRY 47.548103
TTD 6.786945
TWD 32.412903
TZS 2654.998046
UAH 44.700157
UGX 3743.738008
UYU 40.277314
UZS 12013.999495
VES 736.151802
VND 26263.5
VUV 119.143808
WST 2.732216
XAF 569.520824
XAG 0.016739
XAU 0.000245
XCD 2.70255
XCG 1.801662
XDR 0.709108
XOF 567.505474
XPF 104.050054
YER 238.395457
ZAR 16.393525
ZMK 9001.201804
ZMW 18.915752
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    60.2000

    6486.7

    +0.93%

  • MDAX

    48.7000

    32559.91

    +0.15%

  • TecDAX

    29.9300

    3981.98

    +0.75%

  • Goldpreis

    44.1000

    4134.6

    +1.07%

  • DAX

    201.0400

    26202.35

    +0.77%

  • SDAX

    114.9600

    18639.43

    +0.62%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1531

    +0.15%

Erstmals seit Monaten Hoffnung auf Waffenruhe und Geisel-Freilassung im Gazastreifen
Erstmals seit Monaten Hoffnung auf Waffenruhe und Geisel-Freilassung im Gazastreifen / Foto: © AFP

Erstmals seit Monaten Hoffnung auf Waffenruhe und Geisel-Freilassung im Gazastreifen

Erstmals seit Monaten gibt es vorsichtige Hoffnung auf eine Waffenruhe und die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen. Die islamistische Hamas erklärte sich zur Freilassung der Geiseln und zu Gesprächen über den von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Friedensplan bereit. Israel wiederum erklärte am Samstag, dass nun sofort die Vorbereitungen zur Umsetzung des Plans anlaufen würden. Trump begrüßte die Bereitschaft der Hamas zur Geisel-Freilassung und rief Israel auf, "sofort" die Angriffe auf den Gazastreifen zu stoppen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von der "besten Chance auf Frieden" seit Beginn des Gaza-Kriegs vor zwei Jahren.

Textgröße:

Die Hamas stimmte dem US-Friedensplan für den Gazastreifen zumindest teilweise zu. Die Palästinenserorganisation sei bereit, "unverzüglich Verhandlungen aufzunehmen, um alle Fragen zu klären", sagte ein namentlich nicht genannter hochrangiger Hamas-Funktionär am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Hamas habe den Vermittlern mitgeteilt, dass sie bereit sei, "sofort mit der Umsetzung des Austauschs" der Geiseln gegen palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen zu beginnen, "sobald eine Vereinbarung zur Vorbereitung der Bedingungen vor Ort getroffen" worden sei.

Dem Hamas-Vertreter zufolge wird der Vermittler Ägypten zudem eine Konferenz für einen "innerpalästinensischen Dialog über die palästinensische Einheit und die Zukunft des Gazastreifens, einschließlich der Verwaltung des Gazastreifens" ausrichten. Dem US-Plan zufolge soll die Hamas keine Rolle bei der künftigen Verwaltung des Gazastreifens spielen.

Am Freitag hatte die Hamas mitgeteilt, sie sei zur "Freilassung aller Geiseln" bereit. Ihrer ebenfalls vorgesehenen Entwaffnung stimmte die Hamas bisher allerdings nicht ausdrücklich zu. Dennoch erklärte US-Präsident Trump danach, dass die Hamas offenbar "zu einem dauerhaften Frieden bereit" sei.

Israels Regierung erklärte nach der Reaktion der Hamas, dass sich Israel "auf die sofortige Umsetzung der ersten Phase des Trump-Plans zur Freilassung aller Geiseln" vorbereite. "Wir werden weiterhin eng mit dem Präsidenten und seinem Team zusammenarbeiten, um den Krieg im Einklang mit den von Israel festgelegten Grundsätzen zu beenden, die mit der Vision von Präsident Trump übereinstimmen", erklärte das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Samstag.

Zunächst setzte die israelische Armee aber ihre Offensive gegen die radikalislamische Hamas in der Stadt Gaza fort. Die israelischen Truppen seien "weiterhin in Gaza im Einsatz", erklärte Armeesprecher Avichay Adraee im Onlinedienst X am Samstag. In die Stadt zurückzukehren sei "extrem gefährlich", warnte er die Bevölkerung.

Trump hatte die Bereitschaft der Hamas zur Freilassung aller Geiseln begrüßt. Israel müsse nun "sofort" die Angriffe auf den Gazastreifen stoppen, "damit wir die Geiseln sicher und schnell herausholen können!", forderte er am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social.

Es gehe nicht nur um den Gazastreifen, sondern "um den lange ersehnten Frieden im Nahen Osten", fügte Trump hinzu. In einem Video sagte Trump, dass alle Seiten fair in den Gaza-Gesprächen behandelt würden. Trump sprach von einem "ganz besonderen Tag", der "vielleicht beispiellos" sei.

Trumps Forderung, die Kampfhandlungen einzustellen, sei "unerlässlich, um ernsthafte und irreversible Schäden für die Geiseln zu verhindern", erklärte das Forum der Geisel-Familien am Samstag. Die Angehörigen forderten Netanjahu auf, "unverzüglich effiziente und zügige Verhandlungen aufzunehmen, um alle unsere Geiseln nach Hause zu holen".

International fielen die Reaktionen auf die jüngsten Entwicklungen im Nahost-Konflikt positiv aus. Bundeskanzler Merz erklärte bei X, die Kämpfe müssten "umgehend enden" und die Geiseln freikommen. Dies sei nun "in greifbare Nähe gerückt". "Nach fast zwei Jahren Krieg ist dies die beste Chance auf Frieden", erklärte er.

Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, sprach unter Anspielung auf den jüdischen Ruhetag von einem "Schabbatmorgen voller Hoffnung (und nagender Ängste, dass doch noch etwas schiefgehen könnte)". "Jetzt lasst die Geiseln frei! Beendet den Krieg! Bringt so viel Hilfe wie nötig!", erklärte er auf X.

Hoffnungsvoll äußerten sich auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Beide erklärten jeweils, dass die Freilassung aller Geiseln und eine Waffenruhe "in greifbare Nähe" gerückt seien. Der britische Premierminister Keir Starmer sprach von einem "bedeutenden Schritt nach vorne".

UN-Generalsekretär António Guterres rief über seinen Sprecher "alle Parteien auf, diese Chance" zu nutzen. Auch die Vermittlerländer Katar und Ägypten äußerten sich positiv.

Trump hatte der Hamas am Freitag eine Frist bis Sonntagabend gesetzt, um seinem Friedensplan zuzustimmen. Der am Montag vorgestellte 20-Punkte-Plan sieht neben der Freilassung der verbliebenen israelischen Geiseln unter anderem einen schrittweisen Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen vor. Israel soll 250 palästinensische Häftlinge freilassen, die lebenslange Haftstrafen verbüßen. Die radikalislamische Hamas soll entmachtet werden und ihre Waffen abgeben.

Die USA wollen dem Plan zufolge überdies mit arabischen und internationalen Partnern eine "internationale Stabilisierungstruppe" entwickeln. Ferner soll eine Übergangsregierung aus "unpolitischen" Palästinensern und internationalen Experten für die Verwaltung des Gazastreifens sorgen. Ein "Friedensrat" unter Trumps Leitung und mit Beteiligung des früheren britischen Premierministers Tony Blair soll die Expertenregierung beaufsichtigen.

Der Gaza-Krieg war durch den Überfall der Hamas und ihrer Verbündeten auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Zwei Jahre später sind noch immer 47 Geiseln in der Gewalt der Hamas, mindestens 25 sollen bereits tot sein.

Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, mehr als 66.200 Menschen getötet.

C.Smith--ThChM