The China Mail - Streit um neues Wehrdienstgesetz schwelt weiter - Söder: "Wischi-Waschi-Wehrpflicht"

USD -
AED 3.672504
AFN 64.501297
ALL 81.278204
AMD 377.023001
ANG 1.790222
AOA 917.000397
ARS 1397.035404
AUD 1.418098
AWG 1.8025
AZN 1.701071
BAM 1.648148
BBD 2.017081
BDT 122.486127
BGN 1.649425
BHD 0.377061
BIF 2968.655855
BMD 1
BND 1.262698
BOB 6.920205
BRL 5.226402
BSD 1.001462
BTN 90.766139
BWP 13.130917
BYN 2.871071
BYR 19600
BZD 2.014216
CAD 1.362065
CDF 2239.999614
CHF 0.76918
CLF 0.021744
CLP 858.560259
CNY 6.90065
CNH 6.904885
COP 3669.44
CRC 488.174843
CUC 1
CUP 26.5
CVE 92.919683
CZK 20.457101
DJF 178.340138
DKK 6.29926
DOP 62.789414
DZD 129.676981
EGP 46.846103
ERN 15
ETB 155.91814
EUR 0.84319
FJD 2.19355
FKP 0.733683
GBP 0.735095
GEL 2.690315
GGP 0.733683
GHS 10.981149
GIP 0.733683
GMD 73.500416
GNF 8791.097665
GTQ 7.681191
GYD 209.527501
HKD 7.81716
HNL 26.465768
HRK 6.354102
HTG 131.140634
HUF 319.496669
IDR 16831
ILS 3.09242
IMP 0.733683
INR 90.61555
IQD 1311.996225
IRR 42125.000158
ISK 122.269902
JEP 0.733683
JMD 156.446849
JOD 0.709002
JPY 153.303505
KES 128.949904
KGS 87.450243
KHR 4029.780941
KMF 416.000078
KPW 899.945229
KRW 1447.284993
KWD 0.30671
KYD 0.834608
KZT 495.523168
LAK 21477.839154
LBP 89535.074749
LKR 309.834705
LRD 186.775543
LSL 15.890668
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.316863
MAD 9.145255
MDL 16.970249
MGA 4422.478121
MKD 51.981513
MMK 2099.574581
MNT 3581.569872
MOP 8.064618
MRU 39.97927
MUR 45.90009
MVR 15.450202
MWK 1736.631653
MXN 17.23806
MYR 3.907501
MZN 63.901759
NAD 15.890668
NGN 1355.88967
NIO 36.851175
NOK 9.54753
NPR 145.225485
NZD 1.660455
OMR 0.384498
PAB 1.001546
PEN 3.360847
PGK 4.298602
PHP 57.924499
PKR 280.142837
PLN 3.552115
PYG 6594.110385
QAR 3.650023
RON 4.295796
RSD 98.990084
RUB 77.282523
RWF 1462.164975
SAR 3.750311
SBD 8.038668
SCR 13.453032
SDG 601.533829
SEK 8.95655
SGD 1.263799
SHP 0.750259
SLE 24.450268
SLL 20969.502565
SOS 571.349117
SRD 37.778979
STD 20697.981008
STN 20.646096
SVC 8.763215
SYP 11059.574895
SZL 15.897494
THB 31.106971
TJS 9.42903
TMT 3.51
TND 2.88801
TOP 2.40776
TRY 43.739598
TTD 6.78456
TWD 31.434699
TZS 2609.999636
UAH 43.076943
UGX 3545.214761
UYU 38.401739
UZS 12328.669001
VES 389.80653
VND 25970
VUV 119.325081
WST 2.701986
XAF 552.773529
XAG 0.01295
XAU 0.000202
XCD 2.70255
XCG 1.804974
XDR 0.687473
XOF 552.773529
XPF 100.500141
YER 238.325008
ZAR 16.04596
ZMK 9001.207984
ZMW 18.578116
ZWL 321.999592
  • MDAX

    112.9600

    31226.66

    +0.36%

  • Euro STOXX 50

    -22.6000

    5988.69

    -0.38%

  • TecDAX

    40.9600

    3649.48

    +1.12%

  • SDAX

    46.0200

    17729.43

    +0.26%

  • Goldpreis

    76.6000

    5025

    +1.52%

  • EUR/USD

    -0.0004

    1.1868

    -0.03%

  • DAX

    28.4300

    24881.12

    +0.11%

Streit um neues Wehrdienstgesetz schwelt weiter - Söder: "Wischi-Waschi-Wehrpflicht"
Streit um neues Wehrdienstgesetz schwelt weiter - Söder: "Wischi-Waschi-Wehrpflicht" / Foto: © AFP

Streit um neues Wehrdienstgesetz schwelt weiter - Söder: "Wischi-Waschi-Wehrpflicht"

In der Koalition hält der Streit um das von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eingebrachte Wehrdienstgesetz an. CSU-Chef Markus Söder kritisierte das Freiwilligen-Modell für die Bundeswehr am Sonntag als "Wischi-Waschi-Wehrpflicht". Aus der Union waren zuvor Forderungen gekommen, die für demnächst angedachte erste Beratung des Gesetzentwurfs im Bundestag von der Tagesordnung zu nehmen. Pistorius kritisierte die Union für ihre Hinhaltetaktik bei dem von ihm eingebrachten Gesetz.

Textgröße:

Die Pläne von Pistorius sollen pro Jahr Zehntausende neue Rekruten zur Bundeswehr bringen, bis auf Weiteres allerdings auf freiwilliger Basis. Ein verpflichtender Wehrdienst ist zwar vorgesehen für den Fall, dass Rekrutierungsziele nicht erreicht werden oder die Sicherheitslage höhere Zahlen nötig macht. Es gibt aber keinen Automatismus, keine festgelegte Zahl und keinen festgelegten Zeitpunkt für eine Wehrpflicht.

Die Union bezweifelt, dass so die anvisierte personelle Stärkung der Truppe erreicht werden kann. Schon seit Monaten fordern Politiker der Unionsparteien eine Verschärfung des Gesetzes.

Söder legte nun unter anderem im Onlinedienst X nach. "Eine Wischi-Waschi-Wehrpflicht hilft niemandem", erklärte er dort. "Freiwilligkeit kann nur ein erster Schritt sein. In Zeiten großer Bedrohung brauchen wir mehr als eine Fragebogen-Armee." Deutschlands Sicherheit sei massiv in Gefahr und jeder Tag Zögern schwäche sie weiter, warnte Söder. Deshalb müsse sich das Land wappnen und die Bundeswehr mit genügend Personal ausbauen. "Je schneller und klarer die Wehrpflicht kommt, desto besser", schrieb Söder.

Bisher steht die erste Lesung des Wehrdienstgesetzes am Donnerstag auf der Tagesordnung des Bundestags. Das könnte sich noch ändern: Ein Sprecher der Unionsfraktion erklärte am Samstag auf Anfrage, "dass die erste Beratung im Bundestag übernächste Woche erfolgen wird, hatten die beiden Fraktionsvorsitzenden bereits vor Tagen vereinbart". Er erklärte, die beiden Koalitionsfraktionen seien zu dem Gesetz "seit der Klausur in Würzburg in guten Verhandlungen". "Wir streben einen zügigen Abschluss an, der der fortgesetzt angespannten Sicherheitslage gerecht wird", fügte er hinzu.

Offenbar dringt die Union auf Nachbesserungen. "Wir streben einen konkreten Aufwuchspfad an und klare Vorgaben, was passiert, wenn die Ziele nicht erreicht werden", erklärte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Thomas Erndl (CSU). Die Diskussion zum Aufwuchs der Bundeswehr und der Reserve müsse "bereits jetzt umfassend geführt werden", fuhr er fort.

Pistorius hatte eine mögliche Verschiebung ausgesprochen scharf kritisiert. "Das Verhalten der Unionsfraktion ist fahrlässig, weil es möglicherweise die Einführung des neuen Wehrdienstes und damit auch die Wiedereinführung der Wehrerfassung verzögert", sagte der SPD-Politiker dem "Handelsblatt" (Samstag). Im parlamentarischen Verfahren gebe es verschiedene Möglichkeiten, vom Gesetzentwurf abweichende Haltungen einzubringen – etwa durch Änderungsanträge.

Auch die Anhörung von Sachverständigen diene genau dazu, Expertise von außen einzuholen, so dass kein Argument unberücksichtigt bleibe. Der Verteidigungsminister forderte "die Unionsfraktion auf, am Zeitplan festzuhalten und sich so einzubringen, wie es das parlamentarische Verfahren vorsieht".

Kritisch äußerte sich erneut auch der Wehrbeauftragte des Bundestags, Henning Otte (CDU). Gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe bekräftigte er, "erhebliche Zweifel" am Konzept der Freiwilligkeit zu haben. Schließlich scheitere die Bundeswehr "als Freiwilligenarmee schon seit Jahren daran, die Truppenstärke anzuheben".

Aus Ottes Sicht ist es daher notwendig, bereits jetzt die Voraussetzungen zu schaffen, bei einem neuen Wehrdienst schnell auf weitere verpflichtende Elemente umschalten zu können. "Wir müssen recht zeitnah nach der Erfassung über die Fragebögen eine Zwischenbilanz ziehen – wie viele Rückmeldungen gab es? Wie viele Freiwillige haben Interesse bekundet?", sagte der Wehrbeauftragte. "Den Luxus, erst einmal ein Jahr oder zwei abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln, dürfen wir uns nicht leisten."

W.Cheng--ThChM