The China Mail - Regierungskrise in Frankreich: Macron sucht bis Freitag neuen Premier

USD -
AED 3.672504
AFN 64.50369
ALL 81.278204
AMD 377.023001
ANG 1.790006
AOA 916.999722
ARS 1397.000125
AUD 1.414337
AWG 1.8025
AZN 1.677673
BAM 1.648148
BBD 2.017081
BDT 122.486127
BGN 1.649135
BHD 0.377107
BIF 2968.655855
BMD 1
BND 1.262698
BOB 6.920205
BRL 5.213301
BSD 1.001462
BTN 90.766139
BWP 13.130917
BYN 2.871071
BYR 19600
BZD 2.014216
CAD 1.362305
CDF 2239.999941
CHF 0.770226
CLF 0.021701
CLP 856.880125
CNY 6.90065
CNH 6.904075
COP 3669.44
CRC 488.174843
CUC 1
CUP 26.5
CVE 92.919683
CZK 20.43865
DJF 178.340138
DKK 6.29764
DOP 62.789414
DZD 129.649058
EGP 46.8767
ERN 15
ETB 155.91814
EUR 0.84308
FJD 2.1911
FKP 0.732521
GBP 0.734975
GEL 2.689541
GGP 0.732521
GHS 10.981149
GIP 0.732521
GMD 73.495387
GNF 8791.097665
GTQ 7.681191
GYD 209.527501
HKD 7.81609
HNL 26.465768
HRK 6.352993
HTG 131.140634
HUF 319.568036
IDR 16839.6
ILS 3.07333
IMP 0.732521
INR 90.72425
IQD 1311.996225
IRR 42125.000158
ISK 122.419858
JEP 0.732521
JMD 156.446849
JOD 0.709044
JPY 153.241999
KES 129.189681
KGS 87.449783
KHR 4029.780941
KMF 416.000205
KPW 899.988812
KRW 1443.909919
KWD 0.306698
KYD 0.834608
KZT 495.523168
LAK 21477.839154
LBP 89535.074749
LKR 309.834705
LRD 186.775543
LSL 15.890668
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.316863
MAD 9.145255
MDL 16.970249
MGA 4422.478121
MKD 51.943893
MMK 2100.304757
MNT 3579.516219
MOP 8.064618
MRU 39.97927
MUR 45.890035
MVR 15.449992
MWK 1736.631653
MXN 17.2182
MYR 3.895496
MZN 63.903343
NAD 15.890668
NGN 1355.580091
NIO 36.851175
NOK 9.558604
NPR 145.225485
NZD 1.659215
OMR 0.384624
PAB 1.001546
PEN 3.360847
PGK 4.298602
PHP 58.019498
PKR 280.142837
PLN 3.552955
PYG 6594.110385
QAR 3.650023
RON 4.292801
RSD 98.892905
RUB 77.275824
RWF 1462.164975
SAR 3.750858
SBD 8.038668
SCR 13.820244
SDG 601.498187
SEK 8.94247
SGD 1.263799
SHP 0.750259
SLE 24.449722
SLL 20969.49913
SOS 571.349117
SRD 37.779031
STD 20697.981008
STN 20.646096
SVC 8.763215
SYP 11059.574895
SZL 15.897494
THB 31.13699
TJS 9.42903
TMT 3.51
TND 2.88801
TOP 2.40776
TRY 43.737675
TTD 6.78456
TWD 31.4317
TZS 2570.000247
UAH 43.076943
UGX 3545.214761
UYU 38.401739
UZS 12328.669001
VES 389.80653
VND 25970
VUV 119.359605
WST 2.711523
XAF 552.773529
XAG 0.013064
XAU 0.000202
XCD 2.70255
XCG 1.804974
XDR 0.687473
XOF 552.773529
XPF 100.500141
YER 238.325007
ZAR 15.997635
ZMK 9001.204543
ZMW 18.578116
ZWL 321.999592
  • DAX

    4.7300

    24857.42

    +0.02%

  • MDAX

    -39.7100

    31073.99

    -0.13%

  • TecDAX

    6.2300

    3614.75

    +0.17%

  • SDAX

    -0.1900

    17683.22

    -0%

  • Goldpreis

    48.2000

    4996.6

    +0.96%

  • Euro STOXX 50

    -0.7900

    6010.5

    -0.01%

  • EUR/USD

    -0.0005

    1.1867

    -0.04%

Regierungskrise in Frankreich: Macron sucht bis Freitag neuen Premier
Regierungskrise in Frankreich: Macron sucht bis Freitag neuen Premier / Foto: © AFP/Archiv

Regierungskrise in Frankreich: Macron sucht bis Freitag neuen Premier

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigt sich entschlossen, ohne vorgezogene Parlamentswahlen die politische Krise in seinem Land zu beenden. Bis Freitagabend läuft die von ihm selbst gesetzte Frist, um einen neuen Premierminister zu ernennen, den vierten seit gut einem Jahr. Der am Montag zurückgetretene, aber mit Verhandlungen zur Regierungsbildung beauftragte Premierminister Sébastien Lecornu hatte sich am Vorabend zuversichtlich gezeigt, doch noch einen Kompromiss schmieden zu können.

Textgröße:

Unklar war jedoch weiterhin, wer an einer künftigen Regierung beteiligt sein könnte. Die konservativen Republikaner, die bislang mehrere Minister gestellt hatten, zeigten sich am Donnerstag uneins, ob sie dies weiter tun sollten. "Wir sollten uns nicht auf etwas einlassen, das uns am Ende schaden wird", sagte der geschäftsführende Innenminister Bruno Retailleau. Er bekräftigte, dass er sich nicht an einer Regierung beteiligen werde, falls der nächste Premierminister aus dem linken Lager kommen sollte.

Auch ein Aussetzen der von Macron gegen zahlreiche Widerstände durchgesetzten Rentenreform lehnte Retailleau entschieden ab. Die Aufhebung oder zumindest das Aussetzen der seit 2023 geltenden Reform ist eine Kernforderung der Sozialisten, die zuletzt auch von Vertretern des Präsidentenlagers ins Gespräch gebracht wurde. Lecornu hatte eingeräumt, dass diese Frage "der größte Blockadepunkt" bei der Suche nach einem Kompromiss zwischen den potenziell an einer Regierung beteiligten Parteien sei.

Macron hatte sich am Vorabend selbst eine Frist von 48 Stunden gesetzt, um einen neuen Premierminister zu ernennen. Am Donnerstag wurde nicht mit einer Ankündigung gerechnet, am Nachmittag war in Paris eine internationale Gaza-Konferenz angesetzt, am Abend die Aufnahme des Politikers Robert Badinter ins Panthéon.

Die jüngste Regierungskrise wurde durch den Streit um den Sparhaushalt ausgelöst, den Frankreich angesichts seiner dramatischen Staatsverschuldung dringend verabschieden müsste. Die seit langem instabilen Verhältnisse unter der Führung Macrons bescheren der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National (RN) erhöhte Zustimmungswerte.

Fraktionschefin Marine Le Pen kann zwar derzeit infolge ihrer Verurteilung wegen der Veruntreuung von EU-Geldern nicht bei Wahlen antreten, aber Parteichef Jordan Bardella reklamiert bereits lautstark das Amt des Premierministers für sich, falls es zu Neuwahlen kommen sollte. Der RN will unter anderem die Einwanderungsgesetze verschärfen und nationales Recht über EU-Recht stellen, was die bisherige deutsch-französische Zusammenarbeit in der Europapolitik erheblich belasten würde.

Die aktuelle Krise ist auch Teil des Vorwahlkampfs um die Nachfolge von Macron, der bei der 2027 anstehenden Wahl nicht mehr antreten kann. Auch in Umfragen zur Präsidentschaftswahl stehen die RN-Kandidaten vorn. Allerdings sind die Umfragen wenig aussagekräftig, weil die übrigen Kandidaten noch nicht feststehen. Einen vorzeitigen Rücktritt, wie ihn Macrons Ex-Premierminister Edouard Philippe überraschend gefordert hatte, hat Macron bislang immer ausgeschlossen.

Lecornu, den Macron nach dessen Rücktritt am vergangenen Montag mit weiteren Verhandlungen beauftragt hatte, hatte sich am Mittwochabend optimistisch gezeigt: Es gebe eine "absolute Mehrheit" von Abgeordneten, die sich auf einen Haushalt einigen könne, sagte er. Er sprach von einer "Plattform der Stabilität", führte aber nicht aus, wen er dazu zähle und worin genau der Kompromiss bestehe. "Wir sind nicht in Deutschland, wir werden keine Koalition nach deutschem Vorbild machen", resümierte er.

J.Thompson--ThChM