The China Mail - Antrittsbesuch in Ankara: Merz bezeichnet Türkei als unverzichtbaren Partner

USD -
AED 3.672501
AFN 65.499823
ALL 81.027394
AMD 377.510154
ANG 1.79008
AOA 916.999725
ARS 1402.306198
AUD 1.402938
AWG 1.8025
AZN 1.699594
BAM 1.642722
BBD 2.014547
BDT 122.351617
BGN 1.67937
BHD 0.376971
BIF 2964.509044
BMD 1
BND 1.262741
BOB 6.911728
BRL 5.197499
BSD 1.000176
BTN 90.647035
BWP 13.104482
BYN 2.868926
BYR 19600
BZD 2.011608
CAD 1.358295
CDF 2209.999892
CHF 0.771715
CLF 0.021645
CLP 854.620229
CNY 6.91085
CNH 6.911365
COP 3672.93
CRC 494.712705
CUC 1
CUP 26.5
CVE 92.614135
CZK 20.440502
DJF 178.113372
DKK 6.293445
DOP 62.69187
DZD 129.658279
EGP 46.770796
ERN 15
ETB 155.26972
EUR 0.84251
FJD 2.18685
FKP 0.731875
GBP 0.73186
GEL 2.689898
GGP 0.731875
GHS 10.992075
GIP 0.731875
GMD 73.500987
GNF 8779.717534
GTQ 7.671019
GYD 209.257595
HKD 7.816825
HNL 26.431544
HRK 6.350237
HTG 131.086819
HUF 319.387499
IDR 16788
ILS 3.069365
IMP 0.731875
INR 90.7101
IQD 1310.28024
IRR 42125.000158
ISK 121.929857
JEP 0.731875
JMD 156.494496
JOD 0.708978
JPY 153.231501
KES 129.030399
KGS 87.450213
KHR 4029.951662
KMF 414.403045
KPW 899.999067
KRW 1449.409778
KWD 0.306979
KYD 0.83354
KZT 493.505294
LAK 21480.19671
LBP 89568.993394
LKR 309.394121
LRD 186.53855
LSL 15.883872
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.296904
MAD 9.115603
MDL 16.898415
MGA 4428.056678
MKD 51.998499
MMK 2099.913606
MNT 3568.190929
MOP 8.053234
MRU 39.71829
MUR 45.680176
MVR 15.450016
MWK 1734.350196
MXN 17.21346
MYR 3.915004
MZN 63.90026
NAD 15.883872
NGN 1351.420098
NIO 36.805436
NOK 9.465497
NPR 145.034815
NZD 1.65034
OMR 0.384538
PAB 1.000181
PEN 3.358181
PGK 4.292848
PHP 58.236967
PKR 280.709567
PLN 3.551515
PYG 6605.156289
QAR 3.646695
RON 4.290586
RSD 98.910114
RUB 77.09744
RWF 1460.290529
SAR 3.750401
SBD 8.058149
SCR 13.769936
SDG 601.499323
SEK 8.903655
SGD 1.26254
SHP 0.750259
SLE 24.350042
SLL 20969.499267
SOS 571.64935
SRD 37.776994
STD 20697.981008
STN 20.578033
SVC 8.752
SYP 11059.574895
SZL 15.877069
THB 31.102502
TJS 9.391982
TMT 3.51
TND 2.876149
TOP 2.40776
TRY 43.644675
TTD 6.783192
TWD 31.379946
TZS 2590.154023
UAH 43.034895
UGX 3536.076803
UYU 38.350895
UZS 12323.353645
VES 384.79041
VND 26000
VUV 119.366255
WST 2.707053
XAF 550.953523
XAG 0.011828
XAU 0.000197
XCD 2.70255
XCG 1.802643
XDR 0.685659
XOF 550.953523
XPF 100.169245
YER 238.325013
ZAR 15.90065
ZMK 9001.258863
ZMW 19.029301
ZWL 321.999592
  • TecDAX

    -44.1700

    3607.03

    -1.22%

  • Euro STOXX 50

    -11.4200

    6035.64

    -0.19%

  • SDAX

    -228.6700

    18089.79

    -1.26%

  • Goldpreis

    84.2000

    5115.2

    +1.65%

  • MDAX

    -343.3200

    31618.89

    -1.09%

  • DAX

    -131.7000

    24856.15

    -0.53%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1889

    -0.06%

Antrittsbesuch in Ankara: Merz bezeichnet Türkei als unverzichtbaren Partner
Antrittsbesuch in Ankara: Merz bezeichnet Türkei als unverzichtbaren Partner / Foto: © AFP

Antrittsbesuch in Ankara: Merz bezeichnet Türkei als unverzichtbaren Partner

Strategischer Dialog und vertiefte Zusammenarbeit: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Türkei bei seinem Antrittsbesuch in Ankara als einen unverzichtbaren Partner bezeichnet. Der Nato-Verbündete sei "ein wichtiger Akteur in fast allen außen- und sicherheitspolitischen Fragen", sagte Merz am Donnerstag an der Seite des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Es gebe keine Alternative zu einer "guten und vertieften Partnerschaft". An der innenpolitischen Lage in der Türkei äußerte Merz nur zurückhaltende Kritik.

Textgröße:

Merz betonte in Ankara seinen Willen, das in den vergangenen Jahren oft schwierige Verhältnis zur Türkei auf ein neues Fundament zu stellen. "Lassen Sie uns das enorme Potenzial unserer Beziehungen in den nächsten Monaten und Jahren noch besser nutzen", sagte der Kanzler bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Erdogan. "Und dafür gibt es auch zwingende Gründe, denn wir gehen in eine neue geopolitische Phase, die von der Politik großer Mächte geprägt wird."

"Als Deutsche und als Europäer müssen wir unsere strategischen Partnerschaften ausbauen und dabei führt kein Weg an einer guten und vertieften Partnerschaft mit der Türkei vorbei", hob Merz hervor. Beide Länder müssten auch die "wirtschaftlichen Chancen besser nutzen, die in dieser Partnerschaft stecken".

Den Kauf von Eurofighter-Kampfflugzeugen durch die Türkei bezeichnete der Kanzler als Beitrag zur Sicherheit aller Nato-Partner. "Russlands militanter Revisionismus gefährdet die euro-atlantische Sicherheit im Ganzen", sagte Merz mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Bundesregierung begrüße daher "ausdrücklich" den Kauf von 20 Eurofighter-Jets durch die Türkei. "Diese Flugzeuge dienen der kollektiven Sicherheit der Allianz, sie erhöhen Schutz und Sicherheit aller Nato-Alliierten."

Die schwarz-rote Bundesregierung hatte im Juli grünes Licht für den Export von gemeinsam mit Großbritannien, Italien und Spanien produzierten Eurofighter-Kampfjets an die Türkei gegeben. Während der Ampel-Regierung hatte Deutschland die Lieferung der Kampfjets an Ankara verhindert.

Der Kanzler hob auch die Zusammenarbeit mit der Türkei bei der Rückführung von Migranten hervor. Ziel sei es, dass beide Länder "in diesem Bereich weitere Fortschritte erzielen" und die Zahl der Rückführungen weiter erhöhen, sagte Merz.

Der Bundeskanzler war am Mittwochabend in Ankara eingetroffen. Er traf anschließend abseits des öffentlichen Besuchsprogramms in der Residenz der deutschen Botschafterin bei einem Abendessen Vertreter der Zivilgesellschaft. Am Donnerstag wurde Merz dann von Erdogan im Präsidentenpalast in Ankara mit militärischen Ehren empfangen.

Merz war vor der Reise von unterschiedlichen Seiten aufgefordert worden, bei seinem Besuch die Lage von Demokratie und Menschenrechten unter der zunehmend autokratischen Herrschaft Erdogans anzusprechen.

In der Türkei sieht sich die Oppositionspartei CHP mit einer Welle von Gerichtsverfahren und Festnahmen konfrontiert. Prominentester Fall ist der im März wegen umstrittener Korruptionsvorwürfe inhaftierte Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu. Gegen den 54-Jährigen, der als wichtigster Rivale Erdogans gilt, werden inzwischen auch Spionagevorwürfe erhoben.

Merz sprach den Fall Imamoglu bei der Pressekonferenz mit Erdogan nicht direkt an. Mit Blick auf die EU-Perspektive für die Türkei äußerte der Kanzler lediglich seine "Besorgnis" darüber, "dass es hier auch Sachverhalte gibt, die zum Beispiel mit der Unabhängigkeit der Rechtsprechung nicht unseren Vorstellungen entsprechen". Dies sei aber "Gegenstand der Gespräche, die wir miteinander führen". Er sehe die Türkei "eng an der Seite der Europäischen Union", betonte Merz. "Wir wollen den Weg nach Europa weiter ebnen."

Ein weiteres Thema des Besuchs war die Lage im Gazastreifen. Merz rief die Türkei auf, zur Stabilisierung des Waffenstillstands im Gazastreifen weiter ihren Einfluss auf die radikalislamische Hamas geltend zu machen.

Der Kanzler betonte auf die Frage eines türkischen Journalisten hin, Deutschland werde immer "fest an der Seite des Staates Israel" stehen. Dies bedeute aber auch nicht, dass Deutschland jede Entscheidung einer israelischen Regierung akzeptiere. Die Hamas habe es aber in den vergangenen beiden Jahren in der Hand gehabt, den Konflikt durch die Freilassung der Geiseln und das Niederlegen der Waffen zu beenden.

An dieser Stelle widersprach Erdogan. Er verwies auf 60.000 Getötete im Gazastreifen durch israelische Angriffe und Bombardierungen. Der türkische Präsident warf Israel dabei erneut "Völkermord" und das Aushungern der palästinensischen Bevölkerung vor.

Mit Blick auf die Hamas sagte Erdogan, seine Minister hätten Anweisung bekommen, mit entsprechenden Ansprechpartnern in Kontakt zu treten. Details nannte er aber nicht. Am Ende wurde er wieder versöhnlicher und sagte, Deutschland und die Türkei würden in der Frage der Zukunft des Gazastreifens "Hand in Hand" gehen.

W.Cheng--ThChM