The China Mail - Debatte über Abschiebungen nach Syrien: Kritik aus CDU an Außenminister Wadephul

USD -
AED 3.672497
AFN 65.502706
ALL 80.979656
AMD 377.215764
ANG 1.79008
AOA 916.99964
ARS 1404.011801
AUD 1.406351
AWG 1.8025
AZN 1.702932
BAM 1.643792
BBD 2.01512
BDT 122.389289
BGN 1.67937
BHD 0.376967
BIF 2965.35987
BMD 1
BND 1.266678
BOB 6.913941
BRL 5.178902
BSD 1.0005
BTN 90.584735
BWP 13.12568
BYN 2.874337
BYR 19600
BZD 2.012178
CAD 1.354285
CDF 2209.999697
CHF 0.766905
CLF 0.021642
CLP 854.569689
CNY 6.91085
CNH 6.91007
COP 3665.79
CRC 495.12315
CUC 1
CUP 26.5
CVE 92.677576
CZK 20.36795
DJF 178.163649
DKK 6.274825
DOP 62.707755
DZD 129.429029
EGP 46.8715
ERN 15
ETB 155.312845
EUR 0.83997
FJD 2.18585
FKP 0.731875
GBP 0.730589
GEL 2.690494
GGP 0.731875
GHS 11.010531
GIP 0.731875
GMD 73.499639
GNF 8782.951828
GTQ 7.672912
GYD 209.326172
HKD 7.81681
HNL 26.438786
HRK 6.327399
HTG 131.239993
HUF 318.446503
IDR 16784
ILS 3.078798
IMP 0.731875
INR 90.70785
IQD 1310.634936
IRR 42125.000158
ISK 121.970211
JEP 0.731875
JMD 156.538256
JOD 0.709001
JPY 153.579499
KES 129.000133
KGS 87.450037
KHR 4032.593576
KMF 414.399915
KPW 899.999067
KRW 1451.42979
KWD 0.30681
KYD 0.833761
KZT 492.246531
LAK 21486.714209
LBP 89522.281894
LKR 309.580141
LRD 186.599091
LSL 15.938326
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.307756
MAD 9.121259
MDL 16.933027
MGA 4429.297238
MKD 51.751639
MMK 2099.913606
MNT 3568.190929
MOP 8.056446
MRU 39.329271
MUR 45.679749
MVR 15.449836
MWK 1734.822093
MXN 17.214865
MYR 3.914984
MZN 63.898797
NAD 15.938527
NGN 1353.389896
NIO 36.82116
NOK 9.46565
NPR 144.931312
NZD 1.64996
OMR 0.384502
PAB 1.000504
PEN 3.359612
PGK 4.2923
PHP 58.249062
PKR 279.886956
PLN 3.54075
PYG 6585.112687
QAR 3.647007
RON 4.276306
RSD 98.555023
RUB 77.27212
RWF 1460.743567
SAR 3.750472
SBD 8.058149
SCR 13.736914
SDG 601.474628
SEK 8.864502
SGD 1.26252
SHP 0.750259
SLE 24.350262
SLL 20969.499267
SOS 571.774366
SRD 37.889832
STD 20697.981008
STN 20.59161
SVC 8.754376
SYP 11059.574895
SZL 15.922777
THB 31.02969
TJS 9.389882
TMT 3.51
TND 2.882406
TOP 2.40776
TRY 43.643401
TTD 6.786071
TWD 31.410299
TZS 2590.153978
UAH 43.08933
UGX 3556.990006
UYU 38.36876
UZS 12326.389618
VES 384.79041
VND 26000
VUV 119.366255
WST 2.707053
XAF 551.314711
XAG 0.011671
XAU 0.000196
XCD 2.70255
XCG 1.803175
XDR 0.685659
XOF 551.314711
XPF 100.234491
YER 238.325027
ZAR 15.86858
ZMK 9001.197781
ZMW 19.034211
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    -7.3400

    6039.72

    -0.12%

  • SDAX

    -136.7400

    18181.72

    -0.75%

  • MDAX

    -138.3500

    31823.86

    -0.43%

  • DAX

    -35.8200

    24952.03

    -0.14%

  • TecDAX

    -23.2600

    3627.94

    -0.64%

  • Goldpreis

    82.2000

    5113.2

    +1.61%

  • EUR/USD

    0.0010

    1.1906

    +0.08%

Debatte über Abschiebungen nach Syrien: Kritik aus CDU an Außenminister Wadephul
Debatte über Abschiebungen nach Syrien: Kritik aus CDU an Außenminister Wadephul / Foto: © AFP/Archiv

Debatte über Abschiebungen nach Syrien: Kritik aus CDU an Außenminister Wadephul

Wegen seiner skeptischen Haltung zur Rückkehr syrischer Geflüchteter in ihre Heimat stößt Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) auf anhaltende Kritik aus den eigenen Reihen. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann bekräftigte am Montag die Pläne der Bundesregierung, Geflüchtete nach Syrien abzuschieben. Zustimmung bekam Wadephul hingegen von Grünen, Linken und Teilen des Koalitionspartners SPD. Ein Regierungssprecher sieht in den Unstimmigkeiten allerdings "keinen Dissens".

Textgröße:

Wadephul hatte sich bei einem Besuch in Syrien am Donnerstag zurückhaltend über eine mögliche Rückkehr syrischer Flüchtlinge aus Deutschland geäußert. Diese sei "zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr eingeschränkt möglich", da in Syrien "sehr viel an Infrastruktur" zerstört sei. Mit Blick auf die Abschiebung syrischer Straftäter sprach der Außenminister von "ganz wenigen Ausnahmefällen", die "natürlich" auch durch eine Rückführung nach Syrien zu lösen seien. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) betonte trotzdem anschließend, dass die Regierung an Abschiebungen nach Syrien festhalten wolle.

Eine Reihe Unions-Politiker widersprach Wadephul nun ebenfalls. Linnemann betonte bei RTL und ntv: "Die Situation ist doch glasklar: Auf der einen Seite müssen Straftäter abgeschoben werden und Kriegsflüchtlinge oder jetzt ehemalige Kriegsflüchtlinge müssen natürlich auch zukünftig den Weg zurück nach Syrien finden, zumindest da, wo es geht." Der Generalsekretär sagte weiter, er habe am Sonntag mit Wadephul telefoniert, "und wir sind uns da völlig einig, dass wir diesen Weg jetzt gehen".

Kritik erhielt Wadephul auch von weiteren Unions-Politikern. "Der syrische Bürgerkrieg ist vorbei und in weite Teile des Landes ist für die allermeisten ausgereisten Syrer eine Rückkehr nun möglich und zumutbar", sagte etwa Unions-Fraktionsvize Günter Krings (CDU) der "Bild".

Ähnlich äußerte sich Sachsen-Anhalts CDU-Chef und Wirtschaftsminister Sven Schulze, der auch dem CDU-Präsidium angehört. "Der Fluchtgrund für hunderttausende Syrer war der mittlerweile beendete Bürgerkrieg. Somit muss jetzt ganz gezielt an einer Strategie zur schnellen Rückkehr dieser Menschen gearbeitet werden." Ein in Teilen zerstörtes Land und schlechtere Lebensbedingungen als in Deutschland seien "kein Grund, daran nicht zu arbeiten".

Der baden-württembergische CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel für die Landtagswahlen im März sieht das ähnlich. "Humanitärer Schutz ist kein Daueraufenthaltsrecht, sondern Schutz auf Zeit", sagt Hagel dem Portal "t-online". "Für Hunderttausende war der Bürgerkrieg in Syrien der zentrale Fluchtgrund – dieser Krieg ist beendet."

Zuspruch bekam Wadephul hingegen aus der SPD. Er habe die Äußerungen des Außenministers "sehr ausgewogen" gefunden, "weil es hat erkennen lassen, dass die Dinge nicht so einfach gelagert sind, wie sie manchmal dargestellt werden", sagte Generalsekretär Tim Klüssendorf am Montag. Grundsätzlich seien aber die Verabredungen im Koalitionsvertrag umzusetzen. "Entscheidend ist, dass die beiden Ressorts Außen und Innen eine gemeinsame Lösung finden und dann auch ein gemeinsames Vorgehen", forderte Klüssendorf.

Grüne und Linke sprachen sich klar gegen Abschiebungen nach Syrien aus. Es sei "beunruhigend", wie Wadephul "wieder von seinen eigenen Parteikolleginnen und -kollegen desavouiert wird und man ihm schon wieder widerspricht, obwohl er ja vor Ort ist und sich das selber angeschaut hat", sagte Grünen-Chefin Franziska Brantner.

Linken-Chef Jan van Aken betonte: "Es hilft manchmal, direkt in die Region zu fahren." Syrien sei "ein komplett zerstörtes Land". AfD-Chefin Alice Weidel hingegen warf der CDU eine "Abschiebungsverweigerung" vor, die "neue Gefahren schafft, anstatt sie zu verhindern".

Ein Sprecher der Bundesregierung versuchte, die Wogen zu glätten. Die Regierung sehe "inhaltlich überhaupt keinen Dissens und auch keinen Widerspruch", sagte Vize-Regierungssprecher Steffen Meyer. Mit Syrien liefen "natürlich Vorbereitungen dafür, in Zukunft, (...) wenn es rechtlich möglich ist, auch Rückführungen insbesondere von Straftätern auch wieder möglich zu machen", stellte er klar.

G.Fung--ThChM