The China Mail - US-Plan setzt Kiew unter Druck - Europäische Verbündete der Ukraine reagieren besorgt

USD -
AED 3.672502
AFN 65.491204
ALL 81.051571
AMD 375.859332
ANG 1.79008
AOA 916.500984
ARS 1416.369299
AUD 1.411572
AWG 1.8
AZN 1.723681
BAM 1.642701
BBD 2.007895
BDT 121.837729
BGN 1.67937
BHD 0.376983
BIF 2949.857215
BMD 1
BND 1.265076
BOB 6.903242
BRL 5.193594
BSD 0.996892
BTN 90.375901
BWP 13.137914
BYN 2.873173
BYR 19600
BZD 2.004955
CAD 1.35503
CDF 2214.999879
CHF 0.766005
CLF 0.0216
CLP 852.869662
CNY 6.922501
CNH 6.905905
COP 3673.37
CRC 494.204603
CUC 1
CUP 26.5
CVE 92.612579
CZK 20.329197
DJF 177.523938
DKK 6.269745
DOP 62.758273
DZD 129.494935
EGP 46.855206
ERN 15
ETB 155.496052
EUR 0.839185
FJD 2.190204
FKP 0.735168
GBP 0.730145
GEL 2.689997
GGP 0.735168
GHS 10.970939
GIP 0.735168
GMD 73.498326
GNF 8751.926558
GTQ 7.647373
GYD 208.567109
HKD 7.815655
HNL 26.333781
HRK 6.324023
HTG 130.732404
HUF 316.224503
IDR 16778
ILS 3.082398
IMP 0.735168
INR 90.67055
IQD 1305.980178
IRR 42125.000158
ISK 121.689732
JEP 0.735168
JMD 155.929783
JOD 0.708961
JPY 155.293498
KES 128.631123
KGS 87.450363
KHR 4020.661851
KMF 413.999982
KPW 899.993603
KRW 1454.384986
KWD 0.30676
KYD 0.830758
KZT 492.323198
LAK 21424.491853
LBP 89273.55955
LKR 308.550311
LRD 185.426737
LSL 15.97833
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.302705
MAD 9.117504
MDL 16.932639
MGA 4376.784814
MKD 51.749326
MMK 2099.674626
MNT 3566.287566
MOP 8.025869
MRU 39.586763
MUR 45.979941
MVR 15.459884
MWK 1728.624223
MXN 17.19849
MYR 3.923982
MZN 63.760127
NAD 15.97833
NGN 1356.110245
NIO 36.687385
NOK 9.588155
NPR 144.601881
NZD 1.653975
OMR 0.384498
PAB 0.996892
PEN 3.348144
PGK 4.337309
PHP 58.459496
PKR 278.761885
PLN 3.530935
PYG 6573.156392
QAR 3.634035
RON 4.271499
RSD 98.508952
RUB 76.999656
RWF 1455.48463
SAR 3.750383
SBD 8.054878
SCR 13.650313
SDG 601.507292
SEK 8.925765
SGD 1.264555
SHP 0.750259
SLE 24.524978
SLL 20969.499267
SOS 568.704855
SRD 37.971498
STD 20697.981008
STN 20.57786
SVC 8.723333
SYP 11059.574895
SZL 15.970939
THB 31.090957
TJS 9.336094
TMT 3.5
TND 2.879712
TOP 2.40776
TRY 43.602097
TTD 6.753738
TWD 31.539747
TZS 2583.597022
UAH 42.973963
UGX 3548.630942
UYU 38.224264
UZS 12265.141398
VES 384.79041
VND 25890
VUV 119.675943
WST 2.73072
XAF 550.946582
XAG 0.012231
XAU 0.000199
XCD 2.70255
XCG 1.796657
XDR 0.685201
XOF 550.946582
XPF 100.167141
YER 238.35012
ZAR 15.90226
ZMK 9001.205469
ZMW 18.8468
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -27.4000

    5052

    -0.54%

  • EUR/USD

    -0.0008

    1.1912

    -0.07%

  • TecDAX

    15.8000

    3635.4

    +0.43%

  • Euro STOXX 50

    60.6100

    6059.01

    +1%

  • SDAX

    239.3000

    18133.02

    +1.32%

  • MDAX

    303.0400

    31965.87

    +0.95%

  • DAX

    293.4100

    25014.87

    +1.17%

US-Plan setzt Kiew unter Druck - Europäische Verbündete der Ukraine reagieren besorgt
US-Plan setzt Kiew unter Druck - Europäische Verbündete der Ukraine reagieren besorgt / Foto: © AFP/Archiv

US-Plan setzt Kiew unter Druck - Europäische Verbündete der Ukraine reagieren besorgt

Die europäischen Unterstützer der Ukraine haben besorgt auf den US-Plan für eine Beendigung des russischen Angriffskriegs reagiert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj pochte am Freitag nach einem Telefonat mit den europäischen Partnern auf einen "echten und gerechten Frieden". Die Verbündeten der Ukraine betonten, die ukrainische Armee müsse weiterhin zur Verteidigung der Souveränität des Landes imstande sein. Zudem kritisierten sie die in dem US-Plan vorgeschlagenen Gebietsabtretungen.

Textgröße:

Der US-Vorstoß verlangt von der Ukraine schmerzhafte Zugeständnisse wie die Abtretung großer Gebiete in der Ostukraine an Russland, eine Begrenzung der Truppenstärke und einen Verzicht auf einen Nato-Beitritt.

Dem Weißen Haus zufolge handelt es sich bei dem 28-Punkte-Plan, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag, noch um ein "Arbeitsdokument". Von der Ukraine gab es noch keine offizielle Stellungnahme zum Inhalt des Vorschlags, der ukrainische Chef-Unterhändler Rustem Umerow warnte aber, Kiew werde keinem Plan zustimmen, der die roten Linien des Landes missachte.

In seiner jetzigen Form würde der US-Vorschlag, der entscheidende Forderungen Moskaus aufnimmt, aber praktisch einer Kapitulation der Ukraine gleichkommen. Zu den entscheidenden Punkten gehören weitreichende Gebietsabtretungen an Russland.

Etwa ein Fünftel der Ukraine ist derzeit von russischen Truppen besetzt. Laut dem US-Entwurf sollen die Regionen Donezk und Luhansk ebenso wie die annektierte Halbinsel Krim "de facto als russisch anerkannt werden". Dabei müsste die Ukraine auch Gebiete aufgeben, die nicht von Russland erobert wurden. So soll sich die ukrainische Armee auch aus dem von ihr kontrollierten Teil der Region Donezk zurückziehen, dort soll dann eine Pufferzone geschaffen werden.

Die beiden zum Teil von Russland kontrollierten Regionen Cherson und Saporischschja im Süden der Ukraine würden dem Plan zufolge entsprechend dem aktuellen Frontverlauf aufgeteilt.

Die Nato soll sich verpflichten, keine Truppen in die Ukraine zu entsenden und zudem eine künftige Mitgliedschaft der Ukraine ausschließen. Für die Ukraine stehe zwar der Weg in die EU offen, heißt es in dem US-Papier. Kiew soll aber den Verzicht auf einen Nato-Beitritt in der Verfassung verankern - damit würde eine der Kernforderungen Russlands erfüllt.

Im Gegenzug soll die Ukraine "zuverlässige Sicherheitsgarantien" erhalten, wie es in dem Plan heißt. Ein US-Regierungsvertreter sagte, es seien Nato-ähnliche Sicherheitsgarantien der USA und ihrer europäischen Verbündeten vorgesehen.

Zwischen Russland, der Ukraine und Europa soll dem US-Vorschlag zufolge ein "umfassendes Nichtangriffsabkommen" geschlossen werden. "Es wird erwartet, dass Russland nicht in Nachbarländer einmarschiert und die Nato nicht weiter expandiert", heißt es darin. Eine weitere zentrale Forderung Moskaus betrifft die ukrainische Innenpolitik: Die Ukraine soll innerhalb von hundert Tagen nach Inkrafttreten des Abkommens Wahlen abhalten, heißt es in dem Plan.

Selenskyj beriet am Freitag mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron sowie dem britischen Premierminister Keir Starmer über den US-Vorstoß. Die vier Staats- und Regierungschefs begrüßten grundsätzlich die Friedensbemühungen der USA, zugleich bekräftigten sie nach Angaben der Bundesregierung aber das Ziel, "vitale europäische und ukrainische Interessen langfristig zu wahren".

Dazu gehöre, "dass die Kontaktlinie Ausgangspunkt einer Verständigung ist, und dass die ukrainischen Streitkräfte imstande bleiben müssen, die Souveränität der Ukraine wirkungsvoll zu verteidigen". Diese beiden Punkte werden durch den von den USA vorgelegten Entwurf in Frage gestellt. So soll sich die ukrainische Armee auch aus dem von ihr kontrollierten Teil der Region Donezk zurückziehen, also von der aktuellen Kontaktlinie zurückweichen.

Ferner sieht der US-Plan vor, dass die Ukraine den geforderten Verzicht auf einen Nato-Beitritt in ihrer Verfassung verankert und die Truppenstärke ihrer Armee auf 600.000 Soldaten begrenzt.

Russland sieht sich durch den US-Vorstoß offenbar bestätigt und drängt die Ukraine zu sofortigen Verhandlungen. "Es ist besser zu verhandeln und zwar jetzt und nicht später", erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau. "Der Spielraum für freie Entscheidungen schrumpft für ihn (Selenskyj), da durch die Offensive der russischen Armee Gebiete verloren gehen", sagte Peskow.

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen bezeichnete den US-Plan als "völlig untauglich". Er beinhalte "eine russische Wunschliste nach ukrainischer Kapitulation und der anschließenden Schwächung der Ukraine im Innern und nach außen gegen russische Aggression", sagte Röttgen der "Rheinischen Post". "Im Gegenzug sollen amerikanische Geschäftsinteressen bedient werden."

Der US-Plan sieht eine finanzielle Entschädigung für die USA im Gegenzug für die Gewährung von Sicherheitsgarantien vor. Zudem will Washington von Projekten zum Wiederaufbau der Ukraine profitieren. Russland soll nach den Vorstellungen Washingtons "wieder in die Weltwirtschaft integriert" und erneut in die G8-Staatengruppe aufgenommen werden, aus der es 2014 nach der Annexion der Krim ausgeschlossen worden war.

P.Deng--ThChM