The China Mail - Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller

USD -
AED 3.672502
AFN 64.999742
ALL 81.644561
AMD 376.141087
ANG 1.79008
AOA 916.999857
ARS 1431.814101
AUD 1.420313
AWG 1.8025
AZN 1.701514
BAM 1.653884
BBD 2.008101
BDT 121.931419
BGN 1.67937
BHD 0.377009
BIF 2954.631939
BMD 1
BND 1.269629
BOB 6.889437
BRL 5.208197
BSD 0.996985
BTN 90.310223
BWP 13.199274
BYN 2.864282
BYR 19600
BZD 2.005133
CAD 1.362925
CDF 2199.999814
CHF 0.771034
CLF 0.021682
CLP 856.101971
CNY 6.93895
CNH 6.92092
COP 3687.3
CRC 494.264586
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.244597
CZK 20.396903
DJF 177.53856
DKK 6.290765
DOP 62.922545
DZD 129.560437
EGP 46.913699
ERN 15
ETB 154.992326
EUR 0.842285
FJD 2.19785
FKP 0.735168
GBP 0.733175
GEL 2.695001
GGP 0.735168
GHS 10.95697
GIP 0.735168
GMD 73.000292
GNF 8751.427001
GTQ 7.647131
GYD 208.594249
HKD 7.815605
HNL 26.335973
HRK 6.347027
HTG 130.607585
HUF 317.655962
IDR 16820
ILS 3.10133
IMP 0.735168
INR 90.704953
IQD 1306.09242
IRR 42125.000158
ISK 122.129721
JEP 0.735168
JMD 156.042163
JOD 0.708984
JPY 156.410502
KES 129.000176
KGS 87.4497
KHR 4023.50852
KMF 419.000156
KPW 899.993603
KRW 1462.869981
KWD 0.30723
KYD 0.830842
KZT 493.296182
LAK 21424.79631
LBP 89285.155573
LKR 308.45077
LRD 187.436313
LSL 16.084528
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.313395
MAD 9.152964
MDL 16.998643
MGA 4425.972357
MKD 51.934321
MMK 2099.674626
MNT 3566.287566
MOP 8.023357
MRU 39.421935
MUR 45.979759
MVR 15.449848
MWK 1728.784464
MXN 17.238375
MYR 3.934498
MZN 63.750242
NAD 16.084936
NGN 1361.820298
NIO 36.691895
NOK 9.63249
NPR 144.492692
NZD 1.660175
OMR 0.384497
PAB 0.997011
PEN 3.354658
PGK 4.275524
PHP 58.478961
PKR 278.785014
PLN 3.54845
PYG 6587.403599
QAR 3.634057
RON 4.288696
RSD 98.868041
RUB 77.499
RWF 1455.142001
SAR 3.75029
SBD 8.058149
SCR 14.635215
SDG 601.50203
SEK 8.989175
SGD 1.26869
SHP 0.750259
SLE 24.449957
SLL 20969.499267
SOS 568.763662
SRD 37.817988
STD 20697.981008
STN 20.718028
SVC 8.723632
SYP 11059.574895
SZL 16.081146
THB 31.19801
TJS 9.342049
TMT 3.505
TND 2.891585
TOP 2.40776
TRY 43.592802
TTD 6.751597
TWD 31.579019
TZS 2581.09701
UAH 42.823946
UGX 3547.463711
UYU 38.535857
UZS 12243.189419
VES 377.985125
VND 25910
VUV 119.675943
WST 2.73072
XAF 554.690017
XAG 0.012417
XAU 0.000199
XCD 2.70255
XCG 1.796902
XDR 0.689856
XOF 554.690017
XPF 100.851138
YER 238.397724
ZAR 16.01765
ZMK 9001.197378
ZMW 18.568958
ZWL 321.999592
  • DAX

    111.6800

    24833.14

    +0.45%

  • Euro STOXX 50

    13.3900

    6011.79

    +0.22%

  • SDAX

    185.5100

    18079.23

    +1.03%

  • MDAX

    211.7600

    31874.59

    +0.66%

  • TecDAX

    -0.5700

    3619.03

    -0.02%

  • Goldpreis

    58.7000

    5038.5

    +1.17%

  • EUR/USD

    0.0098

    1.1918

    +0.82%

Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller
Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller / Foto: © dpa/AFP/Archiv

Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller

Die Bundesregierung macht sich bei der EU für deutliche Aufweichungen der Abgasvorgaben für Autohersteller ab 2035 stark. Union und SPD einigten sich nach langem Streit im Koalitionsausschuss auf eine gemeinsame Position zum sogenannten Verbrenner-Aus. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schickte anschließend einen Brief nach Brüssel, in dem er für weitreichende Veränderungen der derzeitigen EU-Regeln warb. Die Autoindustrie begrüßte dies, Umweltschützer äußerten scharfe Kritik.

Textgröße:

Merz wirbt in seinem Brief, der AFP vorlag, für einen "ganzheitlichen Ansatz": Die EU-Vorgaben für die Neuwagenflotten der Hersteller sollten sich nicht ausschließlich nach dem CO2-Ausstoß am Auspuff richten. Etwa sollten "Emissionsminderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette" zum Beispiel durch den Einsatz von in Europa produziertem grünen Stahl angerechnet werden. Auch der Einsatz von alternativen Kraftstoffen in der Bestandsflotte trage zum Erreichen der Klimaziele bei.

Vor diesem Hintergrund könnten "nach 2035 neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen auch weiterhin Autos, die einen doppelten Antrieb haben, bestehend aus Batterieantrieb und Verbrenner, neu zugelassen werden, sofern die verbleibenden Emissionen im Automobil- und Kraftstoffsektor ausgeglichen werden", schlägt Merz vor.

Die EU-Kommission überarbeitet aktuell die CO2-Flottengrenzwerte für Neuwagen und will voraussichtlich am 10. Dezember einen Vorschlag veröffentlichen. Derzeit gilt, dass neue Autos ab 2035 kein CO2 ausstoßen dürfen, was von Verbrennern kaum erreicht werden kann. Laut Vorschlag der Koalition von Union und SPD sollten auch Plugin-Hybride und E-Autos mit sogenanntem Range Extender - ein zusätzlicher Verbrennungsmotor, um während der Fahrt die Batterie aufzuladen - weiter zulässig sein.

Merz sprach vor Journalisten außerdem von "hocheffizienten Verbrennern", die ebenfalls noch länger verkauft werden sollten. In seinem Brief an Brüssel erwähnt der Kanzler dies allerdings lediglich in einem Verweis auf eine entsprechende Forderung der Ministerpräsidenten der Bundesländer an. Die Bundesregierung vertritt diese Forderung hingegen nicht einheitlich.

CDU und insbesondere CSU hatten sich schon lange für weitgehende Lockerungen der EU-Vorgaben ausgesprochen, während die SPD Klimaschutz anmahnte. Merz sagte dazu, für den Koalitionspartner sei die Einigung "ein weiter Weg" gewesen, dafür bedanke er sich.

In der SPD-Fraktion sind nicht alle glücklich mit der Vereinbarung. "Die Ausnahmen, für die sich Deutschland nun einsetzen will, sind sehr weitreichend und verstoßen ein Stück weit gegen den Geist der EU-Verordnung", sagte die Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori dem "Tagesspiegel".

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verteidigte die Einigung. Deutschland bringe sich damit mit einer "pragmatischen Position" in die europäische Debatte ein, erklärte er. Die Autoindustrie erhalte mit dem Vorschlag "mehr Flexibilität auf dem Weg zum Ziel Nullemissionen für Neuwagen 2035".

CSU-Chef Markus Söder äußerte die Hoffnung, dass die Bundesregierung mit ihren Forderungen "bei einer deutschen Kommissionspräsidentin" auf offene Ohren stößt. In Brüssel hieß es dazu, die EU-Kommission werde die Vorschläge aus Deutschland "sorgfältig prüfen". An der Überarbeitung der Vorgaben werde noch "intensiv" gearbeitet". Die Rückmeldungen einer ganzen Reihe von Mitgliedstaaten dazu würden darin einfließen.

Von Umweltschützern kam scharfe Kritik. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dürfe sich "vom kurzsichtigen Hick-Hack der Bundesregierung nicht beirren lassen", forderte die Umweltorganisation Greenpeace. "Statt einem Herbst der Reformen präsentiert die Koalition ein Festklammern an der Vergangenheit", kritisierte auch die Organisation Transport & Environement. Die Verbrenner-Technologie sei "überholt".

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßte die Ankündigung. "Für die Automobilindustrie und ihre hunderttausenden Beschäftigten ist das eine gute Nachricht", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. "Jetzt muss Deutschland umgehend mit starker und geeinter Stimme sowie entsprechendem Nachdruck auf europäischer Ebene und bei weiteren Mitgliedern der EU für die notwendigen Flexibilisierungen werben."

I.Ko--ThChM