The China Mail - Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche

USD -
AED 3.672499
AFN 65.000181
ALL 81.644561
AMD 376.141087
ANG 1.79008
AOA 916.999891
ARS 1438.495798
AUD 1.422495
AWG 1.8025
AZN 1.698945
BAM 1.653884
BBD 2.008101
BDT 121.931419
BGN 1.67937
BHD 0.375878
BIF 2954.631939
BMD 1
BND 1.269629
BOB 6.889437
BRL 5.221906
BSD 0.996985
BTN 90.310223
BWP 13.199274
BYN 2.864282
BYR 19600
BZD 2.005133
CAD 1.365895
CDF 2199.999724
CHF 0.776045
CLF 0.021694
CLP 856.609732
CNY 6.93895
CNH 6.93195
COP 3691.56
CRC 494.264586
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.244597
CZK 20.490297
DJF 177.53856
DKK 6.318501
DOP 62.922545
DZD 129.542639
EGP 46.746803
ERN 15
ETB 154.992326
EUR 0.84594
FJD 2.209498
FKP 0.73461
GBP 0.73495
GEL 2.695032
GGP 0.73461
GHS 10.95697
GIP 0.73461
GMD 73.000609
GNF 8751.427001
GTQ 7.647131
GYD 208.594249
HKD 7.81349
HNL 26.335973
HRK 6.3733
HTG 130.607585
HUF 319.7545
IDR 16865
ILS 3.110675
IMP 0.73461
INR 90.61055
IQD 1306.09242
IRR 42125.000158
ISK 122.659662
JEP 0.73461
JMD 156.042163
JOD 0.709019
JPY 156.879505
KES 128.609799
KGS 87.45001
KHR 4023.50852
KMF 419.000238
KPW 899.990005
KRW 1465.715562
KWD 0.30721
KYD 0.830842
KZT 493.296182
LAK 21424.79631
LBP 89285.155573
LKR 308.45077
LRD 187.436313
LSL 16.084528
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.313395
MAD 9.152964
MDL 16.998643
MGA 4425.972357
MKD 52.125307
MMK 2099.624884
MNT 3567.867665
MOP 8.023357
MRU 39.421935
MUR 46.059865
MVR 15.449931
MWK 1728.784464
MXN 17.271195
MYR 3.930499
MZN 63.749741
NAD 16.084936
NGN 1363.839954
NIO 36.691895
NOK 9.675675
NPR 144.492692
NZD 1.661335
OMR 0.383405
PAB 0.997011
PEN 3.354658
PGK 4.275524
PHP 58.471029
PKR 278.785014
PLN 3.56685
PYG 6587.403599
QAR 3.634057
RON 4.3091
RSD 99.261333
RUB 76.811478
RWF 1455.142001
SAR 3.750203
SBD 8.058149
SCR 13.848379
SDG 601.50232
SEK 9.007035
SGD 1.27112
SHP 0.750259
SLE 24.449994
SLL 20969.499267
SOS 568.763662
SRD 37.818009
STD 20697.981008
STN 20.718028
SVC 8.723632
SYP 11059.574895
SZL 16.081146
THB 31.321495
TJS 9.342049
TMT 3.505
TND 2.891585
TOP 2.40776
TRY 43.555503
TTD 6.751597
TWD 31.621306
TZS 2577.194993
UAH 42.823946
UGX 3547.463711
UYU 38.535857
UZS 12243.189419
VES 377.985125
VND 25940
VUV 119.182831
WST 2.73071
XAF 554.690017
XAG 0.012313
XAU 0.000199
XCD 2.70255
XCG 1.796902
XDR 0.689856
XOF 554.690017
XPF 100.851138
YER 238.402559
ZAR 16.005801
ZMK 9001.205896
ZMW 18.568958
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    54.4000

    5034.2

    +1.08%

  • EUR/USD

    0.0010

    1.183

    +0.08%

  • MDAX

    228.3300

    31662.83

    +0.72%

  • Euro STOXX 50

    72.7000

    5998.4

    +1.21%

  • TecDAX

    -8.4500

    3619.6

    -0.23%

  • DAX

    230.3600

    24721.46

    +0.93%

  • SDAX

    15.2200

    17893.72

    +0.09%

Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche
Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche / Foto: © AFP/Archiv

Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche

Ein Jahr nach Inkrafttreten der Waffenruhe mit der Hisbollah sind erstmals seit Jahrzehnten Regierungsvertreter Israels und des Libanon zu offiziellen Gesprächen zusammengekommen. Die Gespräche fanden am Mittwoch im Hauptquartier der UN-Friedensmission für den Libanon (Unifil) in Nakura im Südlibanon an der Grenze zu Israel statt. Der Regierungschef des Libanon, Nawaf Salam, stellte die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz im Grenzgebiet zu Israel bis zum Jahresende in Aussicht.

Textgröße:

Der Rahmen für den Austausch war der Mechanismus zur Überwachung der im November 2024 in Kraft getretenen Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah. Das Waffenruhe-Abkommen sieht unter anderem die Entwaffnung der Miliz durch die libanesische Armee vor.

An den Verhandlungen waren auch zivile Vertreter beteiligt: der frühere libanesische Botschafter Simon Karam und Uri Resnick, Mitglied des nationalen Sicherheitsrats Israels. Die US-Botschaft im Libanon begrüßte ihre Teilnahme.

Die USA erhoffen sich von den direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon eine Stabilisierung der Region und eine weitere Schwächung der Hisbollah. Bislang unterhalten beide Nachbarländer keine formalen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand. Offiziell erkennt der Libanon Israel nicht an.

An dem nun erfolgten Treffen nahm auch die US-Sonderbeauftragte für den Libanon, Morgan Ortagus, teil. Sie hatte am Dienstag Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Außenminister Gideon Saar getroffen.

Die israelische Regierungssprecherin Schosch Bedrosian bezeichnete die Gespräche als "historische Entwicklung". Das Treffen israelischer und libanesischer Vertreter sei ein "erster Versuch, eine Grundlage für Beziehungen und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen". Das Büro Netanjahus schrieb in einer Mitteilung von einer "positiven Atmosphäre" bei den Gesprächen.

Der Libanon hatte sich zuvor zu direkten Gesprächen mit Israel bereit erklärt. Nach den Gesprächen am Mittwoch sagte Regierungschef Salam vor Journalisten, es handle sich "noch nicht" um "Friedensgespräche". Zu einer möglichen Normalisierung der Beziehungen zu Israel sagte er: "Die Normalisierung folgt auf den Frieden. Sie kann nicht vor dem Frieden kommen."

Sein Land sei jedoch dafür offen, seine Bemühungen zur Hisbollah-Entwaffnung durch den Überwachungsmechanismus prüfen zu lassen, sagte der libanesische Regierungschef.

Bis Ende des Jahres stellte Salam zudem den Abbau der Anlagen der Hisbollah im südlichen Grenzgebiet zu Israel in Aussicht. Die Armee sollte bis dahin in der Gegend südlich des Flusses Litani "vollständig stationiert sein und das vollständige Gewaltmonopol ausüben".

Nach dem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war auch der Konflikt zwischen Israel und der mit der Hamas verbündeten und im Libanon einflussreichen Hisbollah im Libanon eskaliert. Seit November 2024 gilt eine Waffenruhe. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig immer wieder Verstöße gegen die Feuerpause vor.

Die USA hatten zuletzt den Druck auf Beirut erhöht, die Hisbollah zu entwaffnen. Die pro-iranische Miliz lehnt ihre Entwaffnung strikt ab. Israel macht die Entwaffnung der Hisbollah jedoch zur Bedingung für ein Ende seiner Angriffe.

Die Regierung in Beirut hatte die libanesische Armee angewiesen, bis Ende des Jahres die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Litani zu zerstören und die Hisbollah anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen. Aus Israels Sicht setzt die libanesische Armee das Vorhaben jedoch nur unzureichend um.

Wegen der Befürchtung, dass die Miliz ihre militärischen Fähigkeiten wieder aufbauen könnte, hat Israel daher zuletzt seine Angriffe auf Hisbollah-Ziele intensiviert. Der israelische öffentlich-rechtliche Sender KAN berichtete am Dienstag, dass sich Israel auf eine "erhebliche Eskalation" mit der Hisbollah vorbereite, die trotz der Bemühungen Washingtons als "unvermeidlich" gelte.

Netanjahu hatte in den vergangenen Monaten immer wieder den Abschluss weiterer Friedensabkommen im Zuge der sogenannten Abraham-Abkommen ins Spiel gebracht. Mit diesen Abkommen, die US-Präsident Donald Trump während seiner ersten Amtszeit auf den Weg gebracht hatte, normalisierten die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Marokko und der Sudan ihre Beziehungen zu Israel. Andere Länder wie Saudi-Arabien und Israels Nachbarn Syrien und Libanon sind diesen Schritt bislang nicht gegangen.

Y.Su--ThChM