The China Mail - Merz sichert Israel Unterstützung zu – und partnerschaftliche Kritik

USD -
AED 3.672502
AFN 66.000423
ALL 82.190181
AMD 366.890187
AOA 918.000206
ARS 1482.637996
AUD 1.430636
AWG 1.80125
AZN 1.697551
BAM 1.714862
BBD 2.013854
BDT 123.410785
BHD 0.377101
BIF 2982.5
BMD 1
BND 1.291276
BOB 10.873301
BRL 5.069504
BSD 0.999912
BTN 96.611135
BWP 13.625603
BYN 2.882245
BYR 19600
BZD 2.01096
CAD 1.408535
CDF 2260.000032
CHF 0.814205
CLF 0.023793
CLP 936.440174
CNY 6.772898
CNH 6.7734
COP 3217.19
CRC 453.660675
CUC 1
CUP 26.5
CVE 97.049788
CZK 21.180297
DJF 177.719839
DKK 6.55036
DOP 58.350039
DZD 133.209495
EGP 51.2976
ERN 15
ETB 159.949984
EUR 0.87624
FJD 2.244203
FKP 0.747809
GBP 0.747655
GEL 2.630162
GGP 0.747809
GHS 11.614965
GIP 0.747809
GMD 73.5039
GNF 8774.999587
GTQ 7.627356
GYD 209.188952
HKD 7.84015
HNL 26.764971
HRK 6.602496
HTG 130.732135
HUF 318.803017
IDR 17925.4
ILS 3.05875
IMP 0.747809
INR 96.55745
IQD 1310
IRR 1375249.999854
ISK 125.649794
JEP 0.747809
JMD 158.693555
JOD 0.709027
JPY 163.09897
KES 129.409412
KGS 87.450364
KHR 4040.999921
KMF 432.00036
KRW 1477.489964
KWD 0.30991
KYD 0.833231
KZT 467.470408
LAK 22637.497537
LBP 89549.999932
LKR 336.282332
LRD 181.505026
LSL 16.399662
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.394895
MAD 9.38625
MDL 17.582639
MGA 4305.000617
MKD 53.971732
MMK 2099.348112
MNT 3589.011374
MOP 8.074967
MRU 40.09551
MUR 47.290463
MVR 15.459989
MWK 1736.000183
MXN 17.40398
MYR 4.089101
MZN 63.91027
NAD 16.366509
NGN 1371.839647
NIO 36.679802
NOK 9.589775
NPR 154.577817
NZD 1.72012
OMR 0.384493
PAB 0.999912
PEN 3.401497
PGK 4.393504
PHP 61.755027
PKR 277.874995
PLN 3.79365
PYG 6060.499781
QAR 3.64325
RON 4.588301
RSD 102.883977
RUB 77.978121
RWF 1467
SAR 3.762597
SBD 8.077882
SCR 13.401737
SDG 600.508796
SEK 9.6961
SGD 1.29111
SLE 24.249991
SOS 571.489513
SRD 37.735504
STD 20697.981008
STN 21.925
SVC 8.748794
SZL 16.402667
THB 33.790133
TJS 9.248926
TMT 3.51
TND 2.94305
TRY 47.227485
TTD 6.784744
TWD 32.394104
TZS 2639.998023
UAH 44.775449
UGX 3739.5879
UYU 40.122753
UZS 12000.000102
VES 736.95925
VND 26317.5
VUV 119.457233
WST 2.741971
XAF 575.148619
XAG 0.01675
XAU 0.000242
XCD 2.70255
XCG 1.802017
XDR 0.715269
XOF 573.499323
XPF 104.975017
YER 238.59797
ZAR 16.395599
ZMK 9001.198789
ZMW 18.372644
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -23.8000

    4128.1

    -0.58%

  • EUR/USD

    0.0022

    1.1431

    +0.19%

  • DAX

    144.0600

    25155.41

    +0.57%

  • Euro STOXX 50

    31.3600

    6316.99

    +0.5%

  • SDAX

    41.7900

    18403.63

    +0.23%

  • TecDAX

    12.4900

    3789.67

    +0.33%

  • MDAX

    169.1600

    31982.03

    +0.53%

Merz sichert Israel Unterstützung zu – und partnerschaftliche Kritik
Merz sichert Israel Unterstützung zu – und partnerschaftliche Kritik / Foto: © POOL/AFP

Merz sichert Israel Unterstützung zu – und partnerschaftliche Kritik

Kritische Solidarität mit Israel: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich bei seinem Besuch in Jerusalem für eine kritische Auseinandersetzung mit der israelischen Politik ausgesprochen. Zugleich ließ der Kanzler aber keinen Zweifel an der Verlässlichkeit der deutschen Unterstützung. "Kritik an der israelischen Regierung ist möglich und manchmal vielleicht sogar notwendig“, sagte Merz am Sonntag bei einer Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Textgröße:

Aber Kritik an Israels Politik dürfe "nicht als Vorwand für Antisemitismus missbraucht werden", mahnte Merz. Deutschland sehe sich dauerhaft in der Verantwortung für die Existenz und die Sicherheit Israels, betonte er.

Einig zeigten sich Merz und Netanjahu darin, die engen Beziehungen trotz bestehender Differenzen weiter zu pflegen und zu vertiefen – "die Schicksale Deutschlands und Israels sind miteinander verwoben", sagte Netanjahu. Vor dem Treffen mit Netanjahu hatte Merz am Sonntag die zentrale Holocaust-Gedenkstäte Yad Vashem besucht. Aus dem "monströsen Verbrechen der Shoa“ ergebe sich für Deutschland die dauerhafte Verantwortung, "immer für die Existenz und die Sicherheit Israels einzustehen", sagte der Kanzler später bei der Pressekonferenz. "Das gehört zum Wesenskern unserer Beziehungen. Das gilt für heute, das gilt für morgen und das gilt für immer."

Einig zeigten sich Merz und Netanjahu in dem Ziel, die radikalislamische Hamas im Gazastreifen zu entwaffnen, um die Umsetzung des Friedensabkommens voranzutreiben. Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem mehr als 1200 Menschen getötet und dutzende als Geiseln verschleppt worden waren, den Gazakrieg ausgelöst. Seither wurden im Gazastreifen nach Hamas-Angaben durch den israelischen Militäreinsatz mehr als 70.000 Menschen getötet.

Offene Differenzen gab es in der Frage einer Zwei-Staaten-Lösung: Merz warb für die Einrichtung eines palästinensischen Staates an der Seite Israels, die Grundlage für eine neue Friedensordnung im Nahen Osten sein könnte. Ein Palästinenserstaat an der Seite Israels eröffne vermutlich die "beste Aussicht" für eine Zukunft, in der Israelis, Palästinenser und arabische Nachbarn "dauerhaft im Frieden" leben, sagte Merz.

Netanjahu wies die Gründung eines Palästinenserstaates erneut energisch zurück und warnte, dieser würde auf die "Vernichtung" Israels abzielen. "In der Frage von zwei Staaten haben wir offenkundig eine unterschiedliche Sichtweise", sagte er. Ein Palästinenserstaat hätte das Ziel, Israel als den "einzigen jüdischen Staat zu vernichten".

Die deutsch-israelischen Beziehungen hatten in den Monaten vor dem Besuch des Kanzlers eine schwierige Phase durchlebt. "Mein Besuch fällt in eine schwere Zeit für das israelische Volk und auch in vielschichtige Zeiten für die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern", sagte Kanzler Merz.

Netanjahus Regierung war verärgert über die Kritik der Bundesregierung an der israelischen Kriegsführung im Gazastreifen und über das im August von Merz verhängte Teil-Waffenembargo, das erst im November wieder auslief.

Merz kam bei der Pressekonferenz mit Netanjahu auf das Thema zu sprechen: Im Laufe des Gaza-Kriegs habe "uns das Vorgehen der israelischen Regierung auch in ein gewisses Dilemma geführt", sagte der Kanzler. Deutschland stehe ein für die Sicherheit Israels, fühle sich aber auch der Achtung von Menschenrechten und Rechtsstaat verpflichtet – in Anbetracht dieses Dilemmas habe seine Regierung Entscheidungen treffen müssen.

"Unsere Haltung auch zur militärischen Unterstützung Israels hat sich nicht geändert", fügte Merz hinzu. Es werde nach Auslaufen des Teil-Embargos weitere Waffenlieferungen geben. Und er gehe davon aus, "dass das nicht nur zu meiner Amtszeit so bleibt".

Israel steht derzeit international stark in der Kritik - wegen seiner Kriegsführung im Gazastreifen, wegen des Siedlungsbaus und der Gewalt von Siedlern gegen Palästinenser im besetzten Westjordanland und wegen regelmäßiger Angriffe in den Nachbarstaaten Syrien und Libanon. Gegen Netanjahu liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor.

Eine Gegeneinladung an Netanjahu für einen Besuch in Deutschland sei bei dem Treffen in Jerusalem "kein Thema" gewesen, sagte Merz. Netanjahu kritisierte den Haftbefehl als "korrupt".

Nach seinem Treffen mit dem Ministerpräsidenten kam Merz in Jerusalem noch zu einem Gespräch mit ehemaligen Hamas-Geiseln und Angehörigen getöteter Geiseln zusammen. Zudem traf er die Oppositionspolitiker Jair Lapid und Benny Gantz zu einem Meinungsaustausch. Am Nachmittag wollte Merz nach Deutschland zurückkehren.

E.Choi--ThChM