The China Mail - Erste Tote bei Protesten im Iran gemeldet

USD -
AED 3.672503
AFN 65.999815
ALL 81.650373
AMD 366.569841
ANG 1.790258
AOA 917.999733
ARS 1475.495702
AUD 1.428918
AWG 1.8
AZN 1.698224
BAM 1.706483
BBD 2.013882
BDT 123.258269
BGN 1.717508
BHD 0.37707
BIF 2982.5
BMD 1
BND 1.288898
BOB 6.923833
BRL 5.1151
BSD 0.999917
BTN 96.335819
BWP 13.552164
BYN 2.896968
BYR 19600
BZD 2.010994
CAD 1.403985
CDF 2259.999973
CHF 0.808515
CLF 0.023493
CLP 924.629789
CNY 6.77325
CNH 6.77342
COP 3240.75
CRC 454.412592
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.374995
CZK 21.156986
DJF 177.719781
DKK 6.53185
DOP 58.550338
DZD 133.024986
EGP 50.446697
ERN 15
ETB 158.975005
EUR 0.87375
FJD 2.24225
FKP 0.740969
GBP 0.742145
GEL 2.625006
GGP 0.740969
GHS 11.539935
GIP 0.740969
GMD 74.000221
GNF 8779.999953
GTQ 7.628512
GYD 209.196405
HKD 7.84005
HNL 26.84986
HRK 6.583702
HTG 130.687247
HUF 316.291993
IDR 17992
ILS 3.02195
IMP 0.740969
INR 96.65255
IQD 1310
IRR 1375000.000127
ISK 125.120257
JEP 0.740969
JMD 158.595267
JOD 0.708971
JPY 162.418502
KES 129.299291
KGS 87.450298
KHR 4021.999784
KMF 429.000264
KPW 900.000068
KRW 1481.060079
KWD 0.30909
KYD 0.833261
KZT 470.83357
LAK 22575.000039
LBP 89550.000331
LKR 336.068685
LRD 181.40138
LSL 16.410015
LTL 2.95274
LVL 0.604889
LYD 6.390256
MAD 9.341007
MDL 17.553595
MGA 4299.999987
MKD 53.863125
MMK 2099.369865
MNT 3585.362392
MOP 8.074165
MRU 40.11012
MUR 47.030298
MVR 15.459773
MWK 1736.000024
MXN 17.41835
MYR 4.073105
MZN 63.910034
NAD 16.31022
NGN 1381.219744
NIO 36.649905
NOK 9.666605
NPR 154.137982
NZD 1.71176
OMR 0.384491
PAB 0.999913
PEN 3.382496
PGK 4.397025
PHP 61.651035
PKR 278.105638
PLN 3.783345
PYG 6063.911004
QAR 3.646024
RON 4.579202
RSD 102.565964
RUB 78.102752
RWF 1466
SAR 3.741958
SBD 8.071362
SCR 13.44808
SDG 600.491881
SEK 9.64311
SGD 1.29034
SHP 0.746601
SLE 24.375013
SLL 20969.507346
SOS 571.504962
SRD 37.611005
STD 20697.981008
STN 21.6
SVC 8.748609
SYP 110.532098
SZL 16.309962
THB 33.599503
TJS 9.224064
TMT 3.51
TND 2.92875
TOP 2.40776
TRY 47.145201
TTD 6.792631
TWD 32.277902
TZS 2628.463032
UAH 44.624626
UGX 3689.920993
UYU 40.162114
UZS 12083.000021
VES 724.839797
VND 26253.5
VUV 120.073082
WST 2.749513
XAF 572.340862
XAG 0.017997
XAU 0.000251
XCD 2.70255
XCG 1.802119
XDR 0.711017
XOF 572.999928
XPF 104.425003
YER 238.591591
ZAR 16.403335
ZMK 9001.227402
ZMW 18.323008
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    6.1000

    3998.2

    +0.15%

  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1443

    -0.01%

  • DAX

    -84.0400

    24915.49

    -0.34%

  • Euro STOXX 50

    18.0300

    6283.61

    +0.29%

  • MDAX

    -60.9200

    32039.83

    -0.19%

  • TecDAX

    -27.4100

    3782.28

    -0.72%

  • SDAX

    67.3900

    18329.52

    +0.37%

Erste Tote bei Protesten im Iran gemeldet
Erste Tote bei Protesten im Iran gemeldet / Foto: © FARS NEWS AGENCY/AFP

Erste Tote bei Protesten im Iran gemeldet

Die Proteste im Iran wegen der schlechten Wirtschaftslage sind in Gewalt umgeschlagen: Im Südwesten des Iran kam es Medienberichten zufolge zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Dabei wurden demnach am Donnerstag zwei Menschen getötet. Bereits zuvor war in der westiranischen Provinz Lorestan ein Angehöriger der iranischen Sicherheitskräfte bei Protesten in der Nacht zum Donnerstag laut Staatsmedien getötet worden. Im Süden wurde auch ein Gouverneursbüro attackiert. Die Justizbehörden drohten mit einem "entschiedenen" Vorgehen gegen Unruhestifter.

Textgröße:

Bei den Zusammenstößen im Südwesten des Iran wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars am Donnerstag zwei Zivilisten getötet. Demonstranten in Lordegan rund 650 Kilometer südlich von Teheran hätten mit Steinen auf Verwaltungsgebäude geworfen. Die Demonstranten hätten unter anderem auf das Büro des Provinzgouverneurs, eine Moschee, das Rathaus und Banken gezielt, hieß es weiter. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt. Fars hatte zuvor auch von Verletzten berichtet, ohne eine Zahl zu nennen.

Zuvor war bereits ein Mitglied der Sicherheitskräfte im Westen des Landes getötet worden. Ein 21 Jahre altes Mitglied der Basidsch-Miliz aus der Stadt Kuhdascht sei in der Nacht zu Donnerstag "bei der Verteidigung der öffentlichen Ordnung von Randalierern getötet" worden, berichtete das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf den Vize-Gouverneur der westiranischen Provinz Lorestan, Said Purali.

Kuhdascht liegt rund 550 Kilometer von der Hauptstadt Teheran entfernt. Bei den Demonstrationen in der 90.000-Einwohner-Stadt wurden dem Vize-Gouverneur zufolge zudem 13 Polizisten und Basidsch-Mitglieder "durch Steinwürfe verletzt".

Die paramilitärische Basidsch-Miliz ist eng mit den iranischen Revolutionsgarden verbunden. Bei dem getöteten Basidsch-Angehörigen handelte es sich um den ersten registrierten Todesfall seit Beginn der neuen Proteste im Iran gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die schlechte Wirtschaftslage.

Die spontanen Demonstrationen waren am Sonntag von Teherans größtem Handy-Markt ausgegangen. Zunächst demonstrierten vor allem Händler wegen der desolten Wirtschaftslage, der hohen Inflation und Wechselkursschwankungen. Danach schlossen sich auch zahlreiche Studenten an mindestens zehn Universitäten des Landes sowie Menschen in zahlreichen anderen Städten den spontanen Protesten an.

In den vergangenen Tagen hatten die Behörden bereits mehrere Zwischenfälle gemeldet. Am Mittwoch gab es demnach einen Angriff auf das Büro eines Provinzgouverneurs in der Stadt Fasa im Süden des Landes,

Der Generalstaatsanwalt Mohammed Mohawedi-Asad hatte am Mittwoch eine Warnung an die Protestierenden gerichtet. Friedliche Demonstrationen für bessere Lebensbedingungen seien legitim, sagte er in Staatsmedien. Doch "jeder Versuch, die Wirtschaftsproteste zu einem Werkzeug der Unsicherheit zu machen, zur Zerstörung von Allgemeinbesitz oder einer Umsetzung von außerhalb des Landes entworfenen Szenarien wird unvermeidlich eine legale, angemessene und entschiedene Antwort auslösen", fügte Mohawedi-Asad hinzu.

Präsident Massud Peseschkian wies die Regierung am Donnerstag an, Maßnahmen zu ergreifen, um die wirtschaftliche Lage zu verbessern. "Aus islamischer Sicht (...) werden wir in der Hölle landen, wenn wir das Problem der Lebensgrundlagen der Menschen nicht lösen", sagte Peseschkian bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Veranstaltung.

Der israelische Geheimdienst Mossad rief die Menschen im Iran indes zu weiteren Protesten auf. "Geht zusammen raus auf die Straße. Die Zeit ist gekommen. Wir sind mit euch", schrieb der Mossad am Mittwoch in einer Botschaft auf Farsi. "Nicht nur aus der Entfernung oder mit Worten. Wir sind auch mit euch vor Ort," hieß es darin weiter.

Im Iran waren Schulen, Banken und öffentliche Einrichtungen am Mittwoch in weiten Teilen des Landes auf Anweisung der Behörden geschlossen geblieben. Begründet wurde es damit, angesichts der Kälte sollten Heizkosten gespart werden. Der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge kündigten alle Universitäten in Teheran wegen der Kälte für die kommende Woche Online-Unterricht an. Einen Zusammenhang zu den Protesten stellten die Behörden nicht her. In Teheran herrschen derzeit für die Jahreszeit übliche Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Die durch jahrzehntelange westliche Sanktionen geschwächte iranische Wirtschaft steht unter dem Druck einer hohen Inflation, zudem wurden Ende September UN-Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm der Regierung wieder in Kraft gesetzt.

Das Ausmaß der Proteste erreichte bisher nicht das der Massendemonstrationen von 2022, die durch den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini in Polizeigewahrsam ausgelöst worden waren. Während der Proteste waren hunderte Menschen, darunter dutzende Sicherheitskräfte, getötet worden. Tausende Menschen wurden inhaftiert. Mehrere der Festgenommen wurden hingerichtet.

A.Sun--ThChM