The China Mail - NGO: Mindestens 648 Demonstranten im Iran getötet - Regierung organisiert Gegenproteste

USD -
AED 3.672499
AFN 65.504736
ALL 82.012423
AMD 377.773158
ANG 1.79008
AOA 917.000047
ARS 1442.262801
AUD 1.431516
AWG 1.8
AZN 1.698448
BAM 1.659595
BBD 2.015639
BDT 122.394949
BGN 1.67937
BHD 0.376973
BIF 2965.596535
BMD 1
BND 1.27457
BOB 6.91481
BRL 5.303402
BSD 1.000776
BTN 90.44239
BWP 13.24927
BYN 2.866659
BYR 19600
BZD 2.012669
CAD 1.36738
CDF 2229.99993
CHF 0.777898
CLF 0.021857
CLP 863.079882
CNY 6.93805
CNH 6.936665
COP 3704.17
CRC 496.14758
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.565043
CZK 20.54795
DJF 178.211857
DKK 6.332197
DOP 63.157627
DZD 129.926302
EGP 46.854801
ERN 15
ETB 155.932472
EUR 0.848035
FJD 2.209501
FKP 0.738005
GBP 0.73584
GEL 2.695038
GGP 0.738005
GHS 10.987836
GIP 0.738005
GMD 73.000256
GNF 8783.310776
GTQ 7.675957
GYD 209.370505
HKD 7.813225
HNL 26.434899
HRK 6.390402
HTG 131.283861
HUF 320.478501
IDR 16876.7
ILS 3.129102
IMP 0.738005
INR 90.66105
IQD 1311.010794
IRR 42125.000158
ISK 122.959832
JEP 0.738005
JMD 156.523658
JOD 0.709008
JPY 157.044949
KES 129.000287
KGS 87.449435
KHR 4038.98126
KMF 418.999668
KPW 900.002243
KRW 1467.470252
KWD 0.307361
KYD 0.833956
KZT 493.576471
LAK 21509.911072
LBP 89638.030929
LKR 309.69554
LRD 186.137286
LSL 16.167606
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.339495
MAD 9.185352
MDL 17.007501
MGA 4427.737424
MKD 52.293597
MMK 2100.00747
MNT 3580.70414
MOP 8.05317
MRU 39.920067
MUR 46.059462
MVR 15.45012
MWK 1735.286131
MXN 17.347575
MYR 3.947502
MZN 63.749726
NAD 16.167606
NGN 1368.195506
NIO 36.826006
NOK 9.71805
NPR 144.708438
NZD 1.668345
OMR 0.384495
PAB 1.000776
PEN 3.36398
PGK 4.350519
PHP 58.562992
PKR 280.209677
PLN 3.57626
PYG 6608.484622
QAR 3.647395
RON 4.318502
RSD 99.548986
RUB 76.997104
RWF 1460.610278
SAR 3.750238
SBD 8.058149
SCR 13.889902
SDG 601.498432
SEK 9.04498
SGD 1.273275
SHP 0.750259
SLE 24.45004
SLL 20969.499267
SOS 570.904894
SRD 37.869637
STD 20697.981008
STN 20.789492
SVC 8.756194
SYP 11059.574895
SZL 16.159799
THB 31.611501
TJS 9.366941
TMT 3.505
TND 2.899825
TOP 2.40776
TRY 43.615017
TTD 6.776526
TWD 31.678202
TZS 2585.000013
UAH 43.184356
UGX 3572.383187
UYU 38.617377
UZS 12275.134071
VES 377.985125
VND 25950
VUV 119.988021
WST 2.726314
XAF 556.612755
XAG 0.013379
XAU 0.000204
XCD 2.70255
XCG 1.803594
XDR 0.692248
XOF 556.610394
XPF 101.198154
YER 238.400271
ZAR 16.12955
ZMK 9001.195865
ZMW 18.589121
ZWL 321.999592
  • TecDAX

    -18.6500

    3609.4

    -0.52%

  • DAX

    126.5500

    24617.61

    +0.51%

  • Euro STOXX 50

    40.3500

    5966.05

    +0.68%

  • SDAX

    -79.1500

    17799.32

    -0.44%

  • MDAX

    63.2400

    31497.75

    +0.2%

  • EUR/USD

    0.0020

    1.1806

    +0.17%

  • Goldpreis

    57.5000

    4947

    +1.16%

NGO: Mindestens 648 Demonstranten im Iran getötet - Regierung organisiert Gegenproteste
NGO: Mindestens 648 Demonstranten im Iran getötet - Regierung organisiert Gegenproteste / Foto: © AFP

NGO: Mindestens 648 Demonstranten im Iran getötet - Regierung organisiert Gegenproteste

Die Zahl der Todesopfer bei den Massendemonstrationen im Iran hat sich deutlich erhöht: Mindestens 648 Demonstranten seien bei der Niederschlagung der Proteste getötet worden, darunter Minderjährige, teilte die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) am Montag mit. Unbestätigten Berichten zufolge liege die tatsächliche Opferzahl aber deutlich höher. Die iranische Regierung mobilisierte tausende Anhänger zu Gegenprotesten und bestellte die diplomatischen Vertreter Deutschlands und dreier weiterer europäischer Länder ein, um gegen deren Unterstützung für die Demonstranten zu protestieren.

Textgröße:

Einigen Schätzungen zufolge seien seit Beginn der Proteste mehr als 6000 Menschen getötet worden, erklärte die in Norwegen ansässige Menschenrechtsgruppe IHR. Aufgrund der anhaltenden Internetsperre im Iran sei es aber "äußerst schwierig, diese Berichte unabhängig zu überprüfen". Schätzungsweise 10.000 Menschen seien außerdem festgenommen worden.

IHR-Chef Mahmood Amiry-Moghaddam rief die internationale Gemeinschaft auf, "die zivilen Demonstranten vor den Massentötungen durch die Islamische Republik zu schützen".

Die Proteste im Iran hatten vor zwei Wochen begonnen und richteten sich zunächst gegen die wirtschaftliche Lage. Inzwischen weiteten sie sich zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran aus. Videos, die unter Umgehung der seit mehr als dreieinhalb Tagen anhaltenden Internetsperre im Iran veröffentlicht wurden, zeigten am Wochenende riesige Menschenmengen bei regierungskritischen Demonstrationen in mehreren Städten des Landes, darunter in der Hauptstadt Teheran und in Maschhad im Osten. Dort wurden Autos in Brand gesetzt.

In Teheran folgten am Montag staatlichen Medienberichten zufolge tausende Iranerinnen und Iraner einem Aufruf der Regierung zu Gegenprotesten. Bilder im staatlichen Fernsehen zeigten eine große Menschenmenge auf dem Revolutionsplatz im Zentrum der Hauptstadt, wo zahlreiche Menschen die Flagge der Islamischen Republik schwenkten. Ähnliche Kundgebungen zur Unterstützung der Regierung fanden demnach auch in anderen Städten des Landes statt.

Das iranische Außenministerium bestellte derweil den deutschen Botschafter sowie die diplomatischen Vertreter Frankreichs, Italiens und Großbritanniens ein. Teheran habe die vier europäischen Länder aufgefordert, ihre "offiziellen Erklärungen zur Unterstützung der Demonstranten zurückzuziehen", berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf eine Erklärung des iranischen Außenministeriums.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekräftigte jedoch auf X, er verurteile "die staatliche Gewalt, die wahllos gegen Iranerinnen und Iraner eingesetzt wird, die mutig die Achtung ihrer Rechte einfordern". Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) forderte ebenfalls ein Ende der "unverhältnismäßigen brutalen Gewalt iranischer Sicherheitskräfte".

Die EU-Kommission erklärte, sie prüfe angesichts des gewaltsamen Vorgehens gegen friedliche Demonstranten im Iran weitere Sanktionen gegen die Führung in Teheran. "Wir sind bereit, neue, härtere Sanktionen vorzuschlagen", sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Das EU-Parlament untersagte allen iranischen Diplomaten und Vertretern den Zutritt zu seinen Gebäuden.

Angesichts der Androhung eines militärischen Eingreifens durch die USA zeigte sich die iranische Führung am Montag kämpferisch und äußerte zugleich Dialogbereitschaft. "Die islamische Republik Iran strebt keinen Krieg an, ist aber bestens darauf vorbereitet", sagte Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Konferenz ausländischer Botschafter in Teheran.

Araghtschi fügte hinzu: "Wir sind ebenfalls zu Verhandlungen bereit, aber diese Verhandlungen müssen fair sein, mit gleichen Rechten und auf der Grundlage gegenseitigen Respekts."

Der Iran und die USA unterhalten seit Jahrzehnten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen. Das iranische Außenministerium erklärte jedoch, es werde ein "Kommunikationskanal" offen gehalten zwischen Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, der im vergangenen Jahr unter anderem eine Feuerpause zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen vermittelt hatte.

Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One mit der Prüfung "sehr drastischer Optionen" von Seiten des US-Militärs gedroht. Trump äußerte sich auf die Frage, ob die Führung in Teheran die von ihm zuvor genannte rote Linie - die Tötung von Demonstranten - überschritten habe. "Es sieht so aus, als würden sie damit beginnen", sagte er.

Unterstützung erhielt die iranische Regierung von ihrem Verbündeten Russland. Moskau verurteile "nachdrücklich einen weiteren Versuch ausländischer Mächte, sich in die inneren Angelegenheiten des Iran einzumischen", berichteten russische Staatsmedien am Montag unter Berufung auf den Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Sergej Schoigu. Es handelt sich um die erste Reaktion Moskaus auf die anhaltenden Proteste im Iran.

Der iranische Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi rief die Sicherheitskräfte und Beamten in seiner Heimat derweil zu einem Schulterschluss mit den regierungskritischen Demonstranten auf. "Angestellte staatlicher Institutionen sowie Angehörige der Streit- und Sicherheitskräfte haben die Wahl: sich auf die Seite des Volkes zu stellen und Verbündete der Nation zu werden oder sich für die Komplizenschaft mit den Mördern des Volkes zu entscheiden", erklärte der in den USA lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs.

F.Brown--ThChM