The China Mail - Beamtenbund: Forderung nach Einzahlung in Rentenkasse ist "populistischer Unfug"

USD -
AED 3.672499
AFN 64.502669
ALL 81.179694
AMD 377.569962
ANG 1.79008
AOA 916.999851
ARS 1391.668037
AUD 1.404031
AWG 1.8
AZN 1.697487
BAM 1.646095
BBD 2.014569
BDT 122.333554
BGN 1.67937
BHD 0.377008
BIF 2965.082759
BMD 1
BND 1.261126
BOB 6.911847
BRL 5.1599
BSD 1.000215
BTN 90.656892
BWP 13.115002
BYN 2.867495
BYR 19600
BZD 2.011792
CAD 1.35888
CDF 2224.999699
CHF 0.768205
CLF 0.021647
CLP 854.790343
CNY 6.91325
CNH 6.89278
COP 3668.45
CRC 487.566753
CUC 1
CUP 26.5
CVE 92.804329
CZK 20.412501
DJF 178.123987
DKK 6.288015
DOP 62.711201
DZD 129.562978
EGP 46.851775
ERN 15
ETB 155.729165
EUR 0.84161
FJD 2.1849
FKP 0.732521
GBP 0.731901
GEL 2.689565
GGP 0.732521
GHS 10.967886
GIP 0.732521
GMD 73.503637
GNF 8780.073139
GTQ 7.671623
GYD 209.274433
HKD 7.815815
HNL 26.432801
HRK 6.340899
HTG 130.97728
HUF 318.672984
IDR 16815
ILS 3.063435
IMP 0.732521
INR 90.567498
IQD 1310.361951
IRR 42125.000158
ISK 122.210379
JEP 0.732521
JMD 156.251973
JOD 0.70901
JPY 153.012013
KES 129.030239
KGS 87.44968
KHR 4024.896789
KMF 415.000248
KPW 899.988812
KRW 1435.160073
KWD 0.30663
KYD 0.833596
KZT 494.926752
LAK 21451.807711
LBP 89575.079644
LKR 309.456576
LRD 186.549169
LSL 15.870874
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.308994
MAD 9.133902
MDL 16.94968
MGA 4417.155194
MKD 51.860359
MMK 2100.304757
MNT 3579.516219
MOP 8.054945
MRU 39.92947
MUR 45.899323
MVR 15.459989
MWK 1734.526831
MXN 17.150739
MYR 3.902498
MZN 63.90433
NAD 15.870874
NGN 1354.839887
NIO 36.805272
NOK 9.466605
NPR 145.04947
NZD 1.650105
OMR 0.384457
PAB 1.000332
PEN 3.356661
PGK 4.293247
PHP 58.066019
PKR 279.79388
PLN 3.546185
PYG 6585.896503
QAR 3.64543
RON 4.285501
RSD 98.773017
RUB 77.325006
RWF 1460.39281
SAR 3.750373
SBD 8.048395
SCR 13.796614
SDG 601.496472
SEK 8.885525
SGD 1.26117
SHP 0.750259
SLE 24.249682
SLL 20969.499267
SOS 570.656634
SRD 37.779038
STD 20697.981008
STN 20.620379
SVC 8.752299
SYP 11059.574895
SZL 15.87836
THB 30.979502
TJS 9.417602
TMT 3.5
TND 2.884412
TOP 2.40776
TRY 43.649806
TTD 6.776109
TWD 31.347097
TZS 2598.154052
UAH 43.023284
UGX 3540.813621
UYU 38.353905
UZS 12313.311927
VES 388.253525
VND 25960
VUV 119.359605
WST 2.711523
XAF 552.10356
XAG 0.012099
XAU 0.000198
XCD 2.70255
XCG 1.802726
XDR 0.686599
XOF 552.084973
XPF 100.374954
YER 238.40415
ZAR 15.84035
ZMK 9001.201522
ZMW 18.555599
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    -24.3500

    6011.29

    -0.41%

  • SDAX

    -406.3800

    17683.41

    -2.3%

  • Goldpreis

    -125.5000

    4973

    -2.52%

  • MDAX

    -505.1900

    31113.7

    -1.62%

  • TecDAX

    1.4900

    3608.52

    +0.04%

  • DAX

    -3.4600

    24852.69

    -0.01%

  • EUR/USD

    -0.0009

    1.1869

    -0.08%

Beamtenbund: Forderung nach Einzahlung in Rentenkasse ist "populistischer Unfug"
Beamtenbund: Forderung nach Einzahlung in Rentenkasse ist "populistischer Unfug" / Foto: © AFP/Archiv

Beamtenbund: Forderung nach Einzahlung in Rentenkasse ist "populistischer Unfug"

Der Deutsche Beamtenbund (DBB) hat Forderungen, wonach auch Beamtinnen und Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen, als "populistischen Unfug" kritisiert. "Die Einbeziehung der Beamtinnen und Beamten würde kein einziges Problem der gesetzlichen Rente lösen", sagte der Bundesvorsitzende des Gewerkschaftsdachverbands, Volker Geyer, der Nachrichtenagentur AFP. Die Opposition hielt dagegen und pochte darauf, die Einbeziehung auch von Beamtinnen und Beamten sei eine Gerechtigkeitsfrage.

Textgröße:

Seit Jahren gibt es immer wieder die Forderung, zur Stabilisierung der Rentenversicherung auch Beamtinnen und Beamte oder auch Selbständige in die Kasse einzahlen zu lassen. Außerdem wird immer wieder über eine Verkleinerung des Beamtentums debattiert - zuletzt äußerte sich etwa die SPD dazu auf ihrer Jahresauftaktklausur.

In Deutschland gab es laut Statistischem Bundesamt Mitte 2024 knapp 1,8 Millionen Beamte. Ihnen standen knapp 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gegenüber. Diese zahlen einen Teil ihres Lohnes in die Rentenversicherung ein, während für die Pensionen der Beamten der Staat aufkommt. Bei den Vorschlägen ist derzeit aber unklar, wer bei ihnen für den Beitrag in die Rentenkasse aufkommen würde. Entsprechend geht die Bewertung auseinander.

Beamtinnen und Beamte in die gesetzliche Rente einzubeziehen, entlaste die Kassen nicht "und würde den Steuerzahler teurer kommen", sagte der Chef des Beamtenbunds. Geyer verwies darauf, dass den "zunächst entstehenden finanziellen Entlastungen der Rentenversicherung" durch einen erweiterten Kreis der Einzahlenden langfristig "hohe zusätzliche Rentenleistungen gegenüberstehen würden", wenn diese dann in den Ruhestand gehen. Außerdem rechnet er damit, dass die öffentlichen Arbeitgeber zusätzlich hohe Beiträge für die betriebliche Altersversorgung aufwenden müssen.

Die Linken-Politikerin Sarah Vollath warf dem Beamtenbund vor, er versuche lediglich, "überholte Privilegien zu verteidigen". Es gehe hierbei aber um eine einfache Gerechtigkeitsfrage, sagte sie AFP. "Wer jahrzehntelang arbeitet und am Ende kaum mehr als Grundsicherung bekommt, hat jedes Recht zu fragen, warum nicht endlich alle in ein gemeinsames System einzahlen." Die Linke fordert ein Rentensystem, "in das alle einzahlen und aus dem alle nach gleichen Regeln Leistungen erhalten".

Die AfD warf dem Beamtenbund eine "Milchmädchenrechnung" vor. "Tatsächlich wächst die wahre Belastung für den Steuerzahler durch unfundierte Beamtenpensionen Jahr für Jahr", sagte Rentenexpertin Ulrike Schielke-Ziesing AFP. Die Zahl der Pensionäre und deren Bezüge würden nach dem aktuellen System künftig weiter steigen. Verbeamtungen müssten daher "auf echte hoheitliche Kernaufgaben" beschränkt werden. Alle übrigen Beschäftigten müssten regulär sozialversicherungspflichtig angestellt werden.

Der Vorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe (CDU), sagte ebenfalls, das Beamtentum müsse "auf den notwendigsten Teil" konzentriert werden. Bei jeder neuen Stelle müsse geschaut werden, "ob für sie tatsächlich eine Beamtin oder eine Beamter notwendig ist oder ob das nicht auch ein Angestellter tun kann", sagte er AFP. Denn mehr Angestellte erhöhten auch die Finanzierungsgrundlage des gesetzlichen Rentensystems.

Geyer lehnte derlei Forderungen als "unsinnige Debatten" ab. "Hoheitliche Aufgaben werden aus gutem Grund von Beamtinnen und Beamten übernommen", sagte er AFP. Beamtinnen und Beamte sicherten dem Staat einen streikfreien Raum und seien "zur parteipolitischen Neutralität verpflichtet". Da sie einen Eid auf das Grundgesetz ablegten, seien sie außerdem "ein Bollwerk der Demokratie gegen den Extremismus". Der Staat wiederum verpflichte sich zu einer amtsangemessenen Alimentation.

Für solche Reformen bräuchte es letztlich eine Grundgesetzänderung und damit eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag. "Das ist anspruchsvoll, aber gleichzeitig kein Argument gegen Gerechtigkeit", sagte die Linken-Politikerin Vollath dazu AFP. "Große sozialpolitische Fortschritte waren nie bequem."

Auf diese "extremst" hohe Hürde der Zweidrittelmehrheit hatte am Mittwoch bereits SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese in einem Pressegespräch hingewiesen. Er sehe dafür derzeit keine Möglichkeiten. Gleichwohl sei es richtig, diese Diskussion zu führen, auch "gemeinsam" mit dem Beamtenbund, da es dafür auch eine große Zustimmung in der Bevölkerung gebe.

R.Yeung--ThChM