The China Mail - Derbe Worte und Koalitionsstreit über Erbschaftsteuer bei politischem Aschermittwoch

USD -
AED 3.672501
AFN 64.00048
ALL 81.504398
AMD 360.298689
ANG 1.789785
AOA 917.999713
ARS 1538.470898
AUD 1.42204
AWG 1.8025
AZN 1.697771
BAM 1.755348
BBD 2.014118
BDT 124.150744
BGN 1.747831
BHD 0.37735
BIF 3000
BMD 1
BND 1.281553
BOB 11.995315
BRL 5.383597
BSD 1.000013
BTN 95.207367
BWP 13.822349
BYN 2.947868
BYR 19600
BZD 2.01121
CAD 1.39666
CDF 2315.000407
CHF 0.82214
CLF 0.025025
CLP 988.119907
CNY 6.661101
CNH 6.650235
COP 3178.99
CRC 454.76167
CUC 1
CUP 24.000287
CVE 99.200381
CZK 21.73985
DJF 177.720056
DKK 6.67711
DOP 60.6498
DZD 135.623978
EGP 56.001699
ERN 15
ETB 161.150082
EUR 0.89339
FJD 2.23975
FKP 0.747647
GBP 0.745245
GEL 2.597895
GGP 0.747647
GHS 11.6502
GIP 0.747647
GMD 73.999729
GNF 8799.999881
GTQ 7.645879
GYD 209.614159
HKD 7.84573
HNL 27.000196
HRK 6.76901
HTG 131.054259
HUF 326.679498
IDR 18147
ILS 3.11845
IMP 0.747647
INR 95.06795
IQD 1514
IRR 1868414.999853
ISK 121.350106
JEP 0.747647
JMD 158.760361
JOD 0.708988
JPY 157.3625
KES 129.859676
KGS 87.447982
KHR 4072.999908
KMF 440.999978
KPW 899.999961
KRW 1335.419747
KWD 0.31102
KYD 0.833326
KZT 453.3167
LAK 22534.999848
LBP 89549.999477
LKR 332.450795
LRD 170.449927
LSL 16.629918
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.425035
MAD 9.833501
MDL 18.045072
MGA 4594.999963
MKD 55.021155
MMK 2099.909661
MNT 3597.883233
MOP 8.082337
MRU 40.239993
MUR 47.289754
MVR 15.449808
MWK 1736.000078
MXN 18.853803
MYR 4.055698
MZN 63.91004
NAD 16.629848
NGN 1346.850215
NIO 36.809636
NOK 9.203802
NPR 152.332146
NZD 1.771275
OMR 0.384477
PAB 1.000013
PEN 3.459867
PGK 4.49025
PHP 63.746027
PKR 276.601353
PLN 3.92392
PYG 5858.938516
QAR 3.645503
RON 4.775017
RSD 105.014997
RUB 80.621784
RWF 1475
SAR 3.7541
SBD 8.058206
SCR 13.76549
SDG 601.504543
SEK 9.81755
SGD 1.277545
SHP 0.748335
SLE 22.896424
SLL 20969.504398
SOS 571.513194
SRD 37.644503
STD 20697.981008
STN 22.3
SVC 8.749697
SYP 13001.999685
SZL 16.629837
THB 33.687018
TJS 9.190174
TMT 3.5
TND 3.020696
TOP 2.40776
TRY 49.945696
TTD 6.779691
TWD 32.598399
TZS 2648.258012
UAH 45.55389
UGX 4360.137679
UYU 40.22581
UZS 11994.999855
VES 887.479797
VND 25800.5
VUV 119.217464
WST 2.773901
XAF 586.025246
XAG 0.019665
XAU 0.000250560002
XCD 2.70255
XCG 1.802288
XDR 0.707052
XOF 586.025246
XPF 107.302545
YER 236.198462
ZAR 16.62641
ZMK 9001.196467
ZMW 20.200416
ZWL 321.999592
SSP 5745.199062
MXV 2.124926
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Derbe Worte und Koalitionsstreit über Erbschaftsteuer bei politischem Aschermittwoch
Derbe Worte und Koalitionsstreit über Erbschaftsteuer bei politischem Aschermittwoch / Foto: © AFP/Archiv

Derbe Worte und Koalitionsstreit über Erbschaftsteuer bei politischem Aschermittwoch

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als "Meckerfritze" und AfD-Chefin Alice Weidel als "blonder Eisschrank": Die Parteien haben den politischen Aschermittwoch auch zu persönlichen Angriffen auf ihre politischen Gegner genutzt. Wenige Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nutzten die Redner ihre Auftritte zum teils derben Schlagabtausch, die Koalitionsparteien SPD und CSU stritten über die Erbschaftsteuer.

Textgröße:

Der politische Aschermittwoch ist traditionell von kräftiger Wortwahl der Politiker geprägt. Zur größten Kundgebung kamen etwa 4000 Menschen zur CSU in Passau.

CSU-Chef Markus Söder nahm vor allem AfD, Linke und Grüne ins Visier. Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek nannte er in seiner launigen, zuweilen derben Rede eine "Rosa Luxemburg für Arme", AfD-Chefin Alice Weidel einen "blonden Kühlschrank aus der Schweiz".

Der Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katharina Dröge warf Söder vor, dass ihre Partei im Europaparlament mit der AfD gegen das Mercosur-Abkommen gekämpft habe, obwohl sie der Union immer vorwerfe, gegen die Brandmauer zur AfD zu verstoßen. "Ihr habt kein Recht, anderen immer Belehrungen zu geben", sagte Söder an die Adresse Dröges.

Söder lehnte vehement höhere Belastungen für die Bürger ab. Höhere Benzinpreise oder auch eine höhere Erbschaftsteuer werde es mit ihm nicht geben. Die Erbschaftsteuer sei eine Neidsteuer. Auch eine Lockerung der Schuldenbremse schloss er aus. "Wir machen keine Aufweichung der Schuldenbremse - es reicht mit den Schulden in Deutschland."

SPD-Chef Lars Klingbeil hielt trotz des Neins von Söder an der SPD-Forderung nach einer Erhöhung der Erbschaftsteuer fest. Beim politischen Aschermittwoch der SPD in Vilshofen sagte Klingbeil, eine gerechtere Vermögensverteilung sorge auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Bei der riesigen Summe der Erbschaften, die in unserem Land verteilt werden, ist es doch nur gerecht, wenn wir darüber sprechen, dass man über eine moderate Erhöhung mehr Gleichheit auch in diesem Land schaffen kann."

Klingbeil kündigte ein schärferes Vorgehen gegen Steuerbetrüger an. Als Bundesfinanzminister habe er diesbezüglich "einiges vor". Bei Steuerbetrug und internationaler Finanzkriminalität würden sich viele in Deutschland beteiligen. "Da müssen wir uns darum kümmern, sowohl bei denen, die den Sozialstaat nutzen, aber auch bei denen, die reich sind in diesem Land." An keiner Stelle dürfe es Betrug auf Kosten des Staats und der Allgemeinheit geben, betonte der SPD-Vorsitzende.

Mit launigen Worten verspottete Grünen-Fraktionschefin Dröge Kanzler Merz als "Meckerfritzen im Kanzleramt". In Landshut sagte Dröge, der Kanzler erinnere sie an einen "Opa im Feinrippunterhemd" aus dem Ruhrgebiet, der aus seinem Fenster heraus "den ganzen Tag das Volk vollnörgelt". "So einen Kanzler hat dieses Land nicht verdient", sagte Dröge weiter. Eigentlich sei ein Regierungschef nötig, der ein Gefühl von Gemeinschaft, Zusammenhalt und auch Wertschätzung hinbekomme. Merz mache dagegen allen schlechte Laune.

Beim politischen Aschermittwoch der AfD äußerte sich der baden-württembergische Spitzenkandidat Markus Frohnmaier zur Verwandtenaffäre seiner Partei. Frohnmaier sprach von einer "Medienkampagne". Es sei der Versuch, seine Partei kleinzuhalten und deren Erfolg auszubremsen. In der Affäre geht es um die Anstellung von Familienangehörigen bei AfD-Parlamentariern. So wurde bekannt, dass mehrere Familienangehörige von AfD-Landespolitikern aus Sachsen-Anhalt in Bundestagsbüros von AfD-Abgeordneten angestellt sind.

Linken-Chef Jan van Aken attackierte in Stuttgart vor allem Reiche. Bei Milliardären sei das Problem, dass sie sich die Politik kauften, sagte er. Deshalb sei eine Milliardärssteuer nötig - davon hänge ab, ob Schwimmbäder existieren könnten oder nicht.

U.Chen--ThChM