The China Mail - Deutsche-Welle-Journalist in Türkei festgenommen - Bundesregierung fordert Freilassung

USD -
AED 3.672498
AFN 64.000263
ALL 81.504871
AMD 360.297673
ANG 1.789785
AOA 918.000218
ARS 1538.500896
AUD 1.423386
AWG 1.8025
AZN 1.697903
BAM 1.755348
BBD 2.014118
BDT 124.150744
BGN 1.747831
BHD 0.37735
BIF 3000
BMD 1
BND 1.281553
BOB 11.995315
BRL 5.386897
BSD 1.000013
BTN 95.207367
BWP 13.822349
BYN 2.947868
BYR 19600
BZD 2.01121
CAD 1.39821
CDF 2315.000211
CHF 0.823385
CLF 0.025031
CLP 988.369712
CNY 6.661104
CNH 6.65636
COP 3176.35
CRC 454.76167
CUC 1
CUP 24.000287
CVE 99.19859
CZK 21.769952
DJF 177.719843
DKK 6.68323
DOP 60.650272
DZD 135.268994
EGP 55.998698
ERN 15
ETB 161.150131
EUR 0.89421
FJD 2.24175
FKP 0.751792
GBP 0.747425
GEL 2.597222
GGP 0.751792
GHS 11.649568
GIP 0.751792
GMD 73.999682
GNF 8799.999729
GTQ 7.645879
GYD 209.614159
HKD 7.84575
HNL 26.999638
HRK 6.76901
HTG 131.054259
HUF 326.922502
IDR 18137.25
ILS 3.109045
IMP 0.751792
INR 95.152651
IQD 1514
IRR 1868414.999687
ISK 121.430084
JEP 0.751792
JMD 158.760361
JOD 0.709032
JPY 157.775012
KES 129.860282
KGS 87.447968
KHR 4072.999802
KMF 440.999732
KPW 899.999961
KRW 1338.588949
KWD 0.31087
KYD 0.833326
KZT 453.3167
LAK 22534.999988
LBP 89549.999742
LKR 332.450795
LRD 170.449831
LSL 16.629541
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.424994
MAD 9.833504
MDL 18.045072
MGA 4594.999847
MKD 55.021155
MMK 2099.638249
MNT 3597.631144
MOP 8.082337
MRU 40.240023
MUR 47.480231
MVR 15.450146
MWK 1736.00013
MXN 18.86803
MYR 4.057801
MZN 63.910036
NAD 16.630245
NGN 1346.710188
NIO 36.809967
NOK 9.247885
NPR 152.332146
NZD 1.77622
OMR 0.384515
PAB 1.000013
PEN 3.459991
PGK 4.49025
PHP 63.793035
PKR 276.596222
PLN 3.9247
PYG 5858.938516
QAR 3.645501
RON 4.771795
RSD 105.079789
RUB 81.244584
RWF 1475
SAR 3.7541
SBD 8.058206
SCR 13.814101
SDG 601.502571
SEK 9.84487
SGD 1.279775
SHP 0.748335
SLE 22.901
SLL 20969.504398
SOS 571.504172
SRD 37.644502
STD 20697.981008
STN 22.3
SVC 8.749697
SYP 13001.999685
SZL 16.630119
THB 33.720149
TJS 9.190174
TMT 3.5
TND 3.020698
TOP 2.40776
TRY 49.929201
TTD 6.779691
TWD 32.582301
TZS 2642.007972
UAH 45.55389
UGX 4360.137679
UYU 40.22581
UZS 11995.000078
VES 887.479798
VND 25814
VUV 119.133003
WST 2.76699
XAF 586.563116
XAG 0.019271
XAU 0.00024965828
XCD 2.70255
XCG 1.802288
XDR 0.707052
XOF 586.563116
XPF 107.300318
YER 236.20406
ZAR 16.62169
ZMK 9001.198139
ZMW 20.200416
ZWL 321.999592
SSP 5745.303054
MXV 2.127074
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Deutsche-Welle-Journalist in Türkei festgenommen - Bundesregierung fordert Freilassung
Deutsche-Welle-Journalist in Türkei festgenommen - Bundesregierung fordert Freilassung / Foto: © AFP/Archiv

Deutsche-Welle-Journalist in Türkei festgenommen - Bundesregierung fordert Freilassung

Die Bundesregierung hat die Freilassung des in der Türkei festgenommenen Deutsche-Welle-Journalisten Alican Uludag verlangt. "Ich fordere die türkische Regierung auf, dafür zu sorgen, dass Alican Uludag sofort aus der Haft zu entlassen wird", erklärte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) am Freitag in Berlin. "Journalistische Arbeit ist keine Straftat." Uludag war in der Türkei unter dem Vorwurf der "Präsidentenbeleidigung" sowie der "Verbreitung irreführender Informationen" festgenommen worden.

Textgröße:

Die Vorwürfe der türkischen Behörden gegen Uludag bezeichnete Weimer als "haltlos". Die Deutsche Welle (DW) und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssten "in der Türkei frei arbeiten und unabhängig berichten können", erklärte er.

"Die Bundesregierung ist zutiefst besorgt über diesen Vorgang", sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Journalistinnen und Journalisten müssten ihre Arbeit frei und ohne Angst vor Repressionen ausüben können. "Das gilt natürlich auch in der Türkei", sagte Hille. Er wies darauf hin, dass die Lage der Pressefreiheit in der Türkei schon seit Jahren "Gegenstand internationaler Besorgnis" sei.

Auch die Deutsche Welle forderte die umgehende Freilassung Uludags. Der gegen ihn erhobenen Vorwürfe sei "haltlos", erklärte DW-Intendantin Barbara Massing. Der Korrespondent sei sei "ein bekannter Investigativjournalist, der unter anderem zu Korruption recherchiert, sehr gut vernetzt ist und Zugang zu wichtigen Quellen hat". Damit könne er "der Regierung – in ihren Augen – gefährlich werden".

"Dass ein Journalist wie ein Schwerverbrecher von 30 Polizisten abgeführt und direkt nach Istanbul gebracht wird, dient der gezielten Einschüchterung und zeigt, wie massiv die Regierung Pressefreiheit unterdrückt", erklärte die Intendantin.

Die Vorwürfe gegen Uludag gehen nach Angaben des Senders auf einen Beitrag des Journalisten im Internetdienst X vor eineinhalb Jahren zurück. Darin habe er sich kritisch über Maßnahmen der türkischen Regierung geäußert, die mögliche Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) freigelassen habe. Der türkischen Regierung habe er zudem Korruption vorgeworfen.

Nach Angaben der Deutschen Welle wurde Uludag noch am Donnerstagabend ins Präsidium der Istanbuler Provinzpolizei gebracht, der höchsten Polizeibehörde der Stadt. Am Freitag sollte er dem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach Angaben des Senders ist Uludag seit mehreren Jahren in der Türkei für die Deutsche Welle tätig. Als Gerichtsreporter berichtet er demnach über Menschenrechtsverletzungen, Korruptionsfälle und Prozesse und erreicht mit seinen Berichten eine breite Öffentlichkeit.

Auch zwölf türkische Journalistenverbände und -gewerkschaften verurteilten das Vorgehen der türkischen Behörden gegen den DW-Korrespondenten und verlangten dessen Freilassung. Uludag sei das "jüngste Opfer der aktuellen Welle der Kriminalisierung unseres Berufsstandes", erklärten sie in einer gemeinsamen Stellungnahme. "Informationen werden jetzt als Desinformation, also als Straftat betrachtet, und persönliche Meinungen werden mit Verleumdung gleichgesetzt." Der Vorsitzende der oppositionellen CHP, Özgür Özel, verurteilte die Festnahme Uludags als einen "Akt der Tyrannei".

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) bezeichnete die Festnahme als "Teil der gerichtlichen Schikanen gegen seriöse Journalisten" in der Türkei. Uludag könnte "mit seinen Recherchen die Regierenden verärgert haben", erklärte der RSF-Vertreter Erol Önderoglu. In der 180 Länder umfassenden Rangliste der Pressefreiheit von RSF liegt die Türkei auf dem 159. Platz.

Ebenfalls am Donnerstag wurden in der Türkei sechs europäische Aktivisten festgenommen, die dort die Haftbedingungen für politische Gefangene untersuchen wollten. Nach Angaben ihres Anwalts Naim Eminoglu wurden die Aktivisten aus Italien, Frankreich, Spanien, Belgien und Russland nach einem Treffen mit Vertretern der Anwaltsorganisation HHB in Istanbul in Gewahrsam genommen. Sie sollen nun vom Istanbuler Flughafen aus außer Landes gebracht werden.

Die türkischen Behörden werfen der HHB Verbindungen zur linksextremen Gruppierung DHKP-C vor, die von Ankara, der EU und den USA als "Terrororganisation" eingestuft wird.

H.Ng--ThChM