The China Mail - Bundestag macht Weg für umstrittene europäische Asylreform Geas frei

USD -
AED 3.673104
AFN 64.000368
ALL 80.950403
AMD 369.010403
ANG 1.789884
AOA 918.000367
ARS 1398.655759
AUD 1.37874
AWG 1.8025
AZN 1.70397
BAM 1.662466
BBD 2.013854
BDT 122.689218
BGN 1.668102
BHD 0.377404
BIF 2975
BMD 1
BND 1.267973
BOB 6.9098
BRL 4.915095
BSD 0.999873
BTN 94.420977
BWP 13.425192
BYN 2.825886
BYR 19600
BZD 2.010964
CAD 1.36705
CDF 2265.000362
CHF 0.776955
CLF 0.022646
CLP 891.290396
CNY 6.80075
CNH 6.796265
COP 3750.48
CRC 459.648974
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.050394
CZK 20.636704
DJF 177.720393
DKK 6.340404
DOP 59.350393
DZD 132.260393
EGP 52.744691
ERN 15
ETB 157.303874
EUR 0.84804
FJD 2.18304
FKP 0.734821
GBP 0.73346
GEL 2.67504
GGP 0.734821
GHS 11.29039
GIP 0.734821
GMD 73.503851
GNF 8780.000355
GTQ 7.634866
GYD 209.223551
HKD 7.83175
HNL 26.620388
HRK 6.393304
HTG 130.919848
HUF 300.190388
IDR 17377.45
ILS 2.901304
IMP 0.734821
INR 94.425504
IQD 1310
IRR 1311500.000352
ISK 122.010386
JEP 0.734821
JMD 157.601928
JOD 0.70904
JPY 156.66204
KES 129.180385
KGS 87.420504
KHR 4010.00035
KMF 418.00035
KPW 899.950939
KRW 1461.920383
KWD 0.30766
KYD 0.833358
KZT 462.122307
LAK 21955.000349
LBP 89550.000349
LKR 321.915771
LRD 183.503772
LSL 16.390381
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.325039
MAD 9.12038
MDL 17.099822
MGA 4165.000347
MKD 52.252978
MMK 2099.606786
MNT 3578.902576
MOP 8.06268
MRU 39.945039
MUR 46.820378
MVR 15.403739
MWK 1742.000345
MXN 17.177604
MYR 3.921039
MZN 63.910377
NAD 16.390377
NGN 1365.000344
NIO 36.715039
NOK 9.209304
NPR 151.087386
NZD 1.675884
OMR 0.384942
PAB 0.999962
PEN 3.434504
PGK 4.350375
PHP 60.515038
PKR 278.650374
PLN 3.59545
PYG 6107.687731
QAR 3.640374
RON 4.426304
RSD 99.473038
RUB 74.240007
RWF 1460.5
SAR 3.782036
SBD 8.019432
SCR 13.958442
SDG 600.503676
SEK 9.215704
SGD 1.267304
SHP 0.746601
SLE 24.650371
SLL 20969.496166
SOS 571.503662
SRD 37.399038
STD 20697.981008
STN 21.15
SVC 8.749309
SYP 110.543945
SZL 16.370369
THB 32.203038
TJS 9.329718
TMT 3.5
TND 2.866038
TOP 2.40776
TRY 45.349038
TTD 6.776593
TWD 31.316038
TZS 2598.394038
UAH 43.92104
UGX 3746.547108
UYU 39.879308
UZS 12135.000334
VES 499.23597
VND 26308
VUV 118.026144
WST 2.704092
XAF 557.575577
XAG 0.012439
XAU 0.000212
XCD 2.70255
XCG 1.802048
XDR 0.695511
XOF 557.503593
XPF 101.625037
YER 238.625037
ZAR 16.380704
ZMK 9001.203584
ZMW 19.037864
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    12.8000

    4723.7

    +0.27%

  • DAX

    -324.9800

    24338.63

    -1.34%

  • MDAX

    -380.1700

    31181.06

    -1.22%

  • TecDAX

    -16.0500

    3779.72

    -0.42%

  • SDAX

    40.3300

    18628.53

    +0.22%

  • EUR/USD

    0.0058

    1.179

    +0.49%

  • Euro STOXX 50

    -61.1200

    5911.53

    -1.03%

Bundestag macht Weg für umstrittene europäische Asylreform Geas frei
Bundestag macht Weg für umstrittene europäische Asylreform Geas frei / Foto: © AFP/Archiv

Bundestag macht Weg für umstrittene europäische Asylreform Geas frei

Der Bundestag hat den Weg für die umstrittene europäische Asylreform freigemacht. Mit den Stimmen der schwarz-roten Koalition setzte das Parlament am Freitag die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in deutsches Recht um. Sie zielt darauf ab, dass weniger Asylsuchende in die EU kommen. Während Union und SPD das Vorhaben verteidigten, kritisierten Grüne und Linke insbesondere geplante sogenannte Sekundär-Migrationszentren.

Textgröße:

Mit der Geas-Reform wollen die Staaten der Europäischen Union ihre Asylsysteme vereinheitlichen. Die bislang umfangreichste Reform des europäischen Asylrechts soll am 12. Juni in Kraft treten. Die beiden dazu vom Bundestag beschlossenen Gesetzentwürfe enthalten zahlreiche Verschärfungen für Asylsuchende in Deutschland.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) verteidigte die Reform gegen Kritik. "Mit der heutigen Entscheidung schärfen und härten wir die Migrationspolitik", sagte Dobrindt in der Bundestags-Debatte. Was auf nationaler Ebene "mit Kontrolle, Kurs und klarer Kante" vorangetrieben worden sei, werde jetzt auf europäischer Ebene fortgesetzt: "Kooperation mit unseren europäischen Partnern, Konsequenz bei der Reduzierung der Pull-Faktoren und Klarheit mit unserem Signal in die Welt: Auch in Europa hat sich die Migrationspolitik verändert."

Der Bundesinnenminister verwies auf die drei Säulen der Asylreform. Der Außengrenzschutz werde verbessert und das Dublin-System werde "wieder funktionsfähig" gemacht. Die dritte Säule sei die Solidarität unter den EU-Staaten: "Wir lassen die Länder an den Außengrenzen nicht alleine". Daraus werde ein Migrationspakt in Europa.

Grüne und Linke äußerten scharfe Kritik insbesondere an den geplanten sogenannten Sekundär-Migrationszentren. Dort sollen Asylsuchende untergebracht werden, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind. Die Betroffenen können aus den Zentren in das zuständige EU-Land ausreisen - sich aber nicht frei in Deutschland bewegen.

"Sie sägen an Grundpfeilern unseres Rechtsstaates", sagte der Grünen-Innenpolitiker Lukas Benner. So sollten in Zukunft Schutzsuchende in diesen Einrichtungen "de facto weggesperrt werden". Die damit verbundenen Bewegungseinschränkungen seien "verfassungsrechtlich höchst problematisch". Auch Kinder und Jugendliche könnten in solche Zentren gesperrt werden. "Das ist kein Ort für Kinder, da gehören sie nicht hin."

Linken-Fraktionsvize Clara Bünger sagte, "Haft, Lager und Entrechtung" sollten "nun auch in Deutschland Realität werden". "Sie führen geschlossene Zentren ein, in denen Menschen de facto weggesperrt werden". Auch Kinder könnten dem Gesetz zufolge inhaftiert werden, laut Gesetz wenn das ihrem Wohl diene. "Haft kann niemals dem Wohl eines Kindes dienen", betonte die Linken-Sprecherin für Fluchtpolitik.

Politiker von Union und SPD verwiesen darauf, dass mit der Geas-Reform nach jahrelangem Ringen einheitliche Regeln in Europa gelten würden. Unions-Fraktionsvize Günter Krings (CDU) sagte, die Reform schaffe "ein einheitliches europäisches Verfahren und klare Registrierungswege an den Außengrenzen". "Mit der Geas-Reform setzen wir Zuständigkeitsregeln endlich durch, schaffen verbindlichere Fristen und bessere Vollzugsinstrumente."

Nach den Worten von SPD-Fraktionsvize Sonja Eichwede schafft Geas einen neuen Rahmen "mit hohen Verfahrensstandards, mit mehr Ordnung, mit hohen menschenrechtlichen Standards und insbesondere mit einem funktionierenden Solidaritätsmechanismus in Europa".

Der AfD geht die Reform indes nicht weit genug. Sie werde am Problem der illegalen Zuwanderung nichts ändern, sagte der Abgeordnete Maximilian Krah. Fluchtanreize blieben bestehen, Asylverfahren müssten wieder national geführt werden, forderte Krah. Mit der Vorlage habe die Koalition zwar "das Beste aus Geas herausholt", das Gesamtpaket bleibe aber unzureichend.

M.Zhou--ThChM