The China Mail - EU-Gipfel: Orban verärgert Teilnehmer mit Kreditblockade

USD -
AED 3.672502
AFN 64.000263
ALL 82.887148
AMD 366.961185
ANG 1.790403
AOA 916.999974
ARS 1477.282482
AUD 1.451326
AWG 1.8
AZN 1.69974
BAM 1.719513
BBD 2.010673
BDT 122.690487
BGN 1.69088
BHD 0.376397
BIF 2974.792134
BMD 1
BND 1.295148
BOB 6.89258
BRL 5.176601
BSD 0.998341
BTN 94.112631
BWP 13.622705
BYN 2.840941
BYR 19600
BZD 2.007699
CAD 1.419465
CDF 2269.999442
CHF 0.809125
CLF 0.023381
CLP 920.204301
CNY 6.80385
CNH 6.806635
COP 3447.33
CRC 454.351489
CUC 1
CUP 26.5
CVE 97.350115
CZK 21.33975
DJF 177.776214
DKK 6.57171
DOP 59.37498
DZD 133.406996
EGP 49.511101
ERN 15
ETB 157.452947
EUR 0.87917
FJD 2.266102
FKP 0.756718
GBP 0.757645
GEL 2.644983
GGP 0.756718
GHS 11.249719
GIP 0.756718
GMD 73.000293
GNF 8779.999741
GTQ 7.610005
GYD 208.702762
HKD 7.84129
HNL 26.71295
HRK 6.624102
HTG 130.476672
HUF 311.820498
IDR 17932.85
ILS 2.999203
IMP 0.756718
INR 94.688449
IQD 1307.718026
IRR 1375050.000419
ISK 126.597116
JEP 0.756718
JMD 157.33372
JOD 0.709004
JPY 161.625503
KES 129.529701
KGS 87.450007
KHR 4020.149139
KMF 434.00027
KPW 900.00035
KRW 1545.310216
KWD 0.30966
KYD 0.831896
KZT 483.810797
LAK 22188.003203
LBP 89397.304146
LKR 336.454108
LRD 181.540044
LSL 16.531463
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.410995
MAD 9.415497
MDL 17.719258
MGA 4256.067999
MKD 54.183404
MMK 2099.450161
MNT 3580.242389
MOP 8.062139
MRU 39.651054
MUR 47.710121
MVR 15.449697
MWK 1731.111883
MXN 17.5381
MYR 4.100597
MZN 63.915223
NAD 16.531463
NGN 1376.119947
NIO 36.733491
NOK 9.88535
NPR 150.695297
NZD 1.772125
OMR 0.3845
PAB 0.99749
PEN 3.422005
PGK 4.380744
PHP 61.303503
PKR 277.832264
PLN 3.76694
PYG 6100.388479
QAR 3.645025
RON 4.602102
RSD 103.16901
RUB 75.351681
RWF 1466.964054
SAR 3.748015
SBD 8.051953
SCR 13.241511
SDG 600.000121
SEK 9.73885
SGD 1.296115
SHP 0.746601
SLE 24.796392
SLL 20969.503664
SOS 570.490909
SRD 37.320245
STD 20697.981008
STN 21.55618
SVC 8.735131
SYP 110.532098
SZL 16.530795
THB 33.4385
TJS 9.221714
TMT 3.5
TND 2.937497
TOP 2.40776
TRY 46.616399
TTD 6.780108
TWD 31.864013
TZS 2627.689002
UAH 44.889771
UGX 3690.695456
UYU 40.019342
UZS 11982.22316
VES 620.752985
VND 26309.5
VUV 119.950905
WST 2.785497
XAF 577.139891
XAG 0.017722
XAU 0.000249
XCD 2.70255
XCG 1.799113
XDR 0.717821
XOF 577.180517
XPF 104.849947
YER 238.625001
ZAR 16.52215
ZMK 9001.205413
ZMW 18.019596
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    -30.5500

    6236.98

    -0.49%

  • Goldpreis

    1.6000

    4049.2

    +0.04%

  • DAX

    -179.0000

    24815.83

    -0.72%

  • SDAX

    -186.7900

    17667.69

    -1.06%

  • TecDAX

    -39.7800

    3852.94

    -1.03%

  • MDAX

    -239.5000

    31733.14

    -0.75%

  • EUR/USD

    0.0026

    1.1403

    +0.23%

EU-Gipfel: Orban verärgert Teilnehmer mit Kreditblockade
EU-Gipfel: Orban verärgert Teilnehmer mit Kreditblockade / Foto: © AFP

EU-Gipfel: Orban verärgert Teilnehmer mit Kreditblockade

Die EU-Gipfelteilnehmer haben Ungarns Widerstand gegen einen Ukraine-Kredit nicht überwinden können. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nannte die Haltung des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban am Donnerstag in Brüssel einen "groben Verstoß gegen die Loyalität der Mitgliedstaaten", die der Handlungsfähigkeit und dem Ansehen der EU schadeten. Mit Blick auf den Iran-Krieg riefen die Vertreter der 27 Mitgliedsstaaten die Kriegsparteien dazu auf, auf Angriffe gegen zivile Infrastruktur zu verzichten.

Textgröße:

Der jüngste Streit mit Orban habe viele EU-Gipfelteilnehmer "zutiefst verärgert", sagte Merz. "Das wird nach meiner festen Überzeugung tiefe Spuren hinterlassen", fügte er hinzu.

Hintergrund ist ein auf dem EU-Gipfel im Dezember einstimmig verabschiedeter Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine. Auch Ungarn hatte zugestimmt und zudem ausgehandelt, sich - ebenso wie Slowakei und Tschechien - nicht an einer möglichen Rückzahlung des Kredits beteiligen zu müssen.

Später forderte Orban jedoch, dass erst wieder Öl durch die Druschba-Pipeline laufen müsse, bevor der Kredit ausgezahlt werden könne. "Kein Öl, kein Geld", so hatte Orban kurz vor Beginn des Gipfels knapp seine Haltung zusammengefasst. Nach Angaben der Ukraine wurde die durch ihr Staatsgebiet laufende Pipeline bei einem russischen Angriff beschädigt.

Ähnlich dürfte er sich hinter verschlossenen Türen ausgedrückt haben - Merz und andere Gipfelteilnehmer reagierten jedenfalls höchst gereizt. Der Kanzler ließ erkennen, dass eine solche Haltung langfristig auch finanzielle Folgen für Ungarn haben könne.

Ein Plan B für die Auszahlung des Kredits wurde auf dem Gipfel nicht verkündet. Es wird damit gerechnet, dass die Wahlen in Ungarn am 12. April zu einem Einlenken Orbans - wenn nicht zu dessen Ablösung - führen könnten.

"Es gibt keinen Plan B, weil der Plan A eingehalten werden muss. Es geht um die europäische Glaubwürdigkeit", betonte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bedauerte, dass "ein Regierungschef sein Wort nicht gehalten hat".

Die Gipfelteilnehmer dankten dem per Video zugeschalteten ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, den Golfstaaten die Expertise seines Landes bei der Drohnenabwehr zur Verfügung zu stellen. Dies unterstreiche, dass beide Konflikte nicht voneinander getrennt betrachtet werden können, sagte Merz.

Mit Blick auf die UN-Charta und das humanitäre Völkerrecht fordert der Europäische Rat im Iran-Krieg "ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasserversorgungsanlagen". Die Gipfelteilnehmer begrüßten in ihrer Abschlusserklärung zudem die Bereitschaft von Mitgliedsstaaten, die Straße von Hormus abzusichern, "sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind".

Konkret forderten die Staats- und Regierungschefs die Verstärkung der EU-Marinemissionen Aspides und Atalanta, die derzeit im Roten Meer und vor der Küste Somalias im Einsatz sind. Dazu sollten "zusätzliche Mittel im Einklang mit ihren jeweiligen Mandaten" bereitgestellt werden, hieß es. Von einem Einsatz in der Straße von Hormus ist in der Erklärung allerdings nicht die Rede.

Merz bekräftigte, dass sich Deutschland an Sicherungsmaßnahmen beteiligen könne. "Aber das geht erst, wenn die Kampfhandlungen abgeschlossen sind", fügte er hinzu.

Zum Thema Wettbewerbsfähigkeit verabschiedeten die Gipfelteilnehmer einen Zeitplan, der aber inhaltlich wenig Neues enthält. Grundsätzlich geht es darum, bürokratische Hürden abzubauen. Auch beim Thema Energiepreise kam es nicht zu einem Durchbruch. Merz zeigte sich unzufrieden, dass die internationalen Themen so viel Platz einnahmen. Für die folgenden Gipfel wolle er sich für eine andere Reihenfolge der Themen einsetzen. Wenn es nach ihm geht, wird künftig in Brüssel zuerst über Wettbewerbs- und Verteidigungsfähigkeit der EU gesprochen - und erst danach über die internationalen Schauplätze.

I.Taylor--ThChM--ThChM