The China Mail - Reiche greift Klingbeil an: Koalitionsstreit über Lösungen in Energiepreiskrise

USD -
AED 3.672497
AFN 64.999781
ALL 80.892919
AMD 361.330427
ANG 1.789785
AOA 917.000377
ARS 1527.744596
AUD 1.425639
AWG 1.80125
AZN 1.697214
BAM 1.745603
BBD 2.015941
BDT 123.789462
BGN 1.747831
BHD 0.377732
BIF 3002.048312
BMD 1
BND 1.278595
BOB 11.765756
BRL 5.0368
BSD 1.000919
BTN 94.841883
BWP 13.749922
BYN 2.959737
BYR 19600
BZD 2.012996
CAD 1.402779
CDF 2316.000276
CHF 0.82313
CLF 0.024986
CLP 983.39843
CNY 6.67805
CNH 6.67418
COP 3198.67
CRC 456.813374
CUC 1
CUP 24.020564
CVE 98.41267
CZK 21.666701
DJF 178.22224
DKK 6.671375
DOP 61.426136
DZD 134.657974
EGP 55.309255
ERN 15
ETB 163.9445
EUR 0.892597
FJD 2.24975
FKP 0.746996
GBP 0.748085
GEL 2.590083
GGP 0.746996
GHS 11.600632
GIP 0.746996
GMD 73.000133
GNF 8858.324817
GTQ 7.649259
GYD 209.368334
HKD 7.83665
HNL 26.867244
HRK 6.727299
HTG 131.144176
HUF 326.687501
IDR 18095.45
ILS 3.113401
IMP 0.746996
INR 94.730175
IQD 1517.355874
IRR 1832375.000009
ISK 121.510175
JEP 0.746996
JMD 158.89648
JOD 0.709044
JPY 157.1865
KES 129.839764
KGS 87.449096
KHR 4071.869115
KMF 439.493009
KPW 899.999961
KRW 1325.609915
KWD 0.31054
KYD 0.834099
KZT 448.369735
LAK 22529.164472
LBP 89631.371779
LKR 332.234038
LRD 170.644961
LSL 16.508029
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.41191
MAD 9.82386
MDL 17.976204
MGA 4538.679186
MKD 55.016499
MMK 2100.035197
MNT 3598.866322
MOP 8.08237
MRU 39.995002
MUR 47.120023
MVR 15.460294
MWK 1735.587351
MXN 18.70299
MYR 4.083977
MZN 63.900769
NAD 16.507071
NGN 1331.359908
NIO 36.836045
NOK 9.34631
NPR 151.747191
NZD 1.76213
OMR 0.384493
PAB 1.000919
PEN 3.438519
PGK 4.482268
PHP 63.466986
PKR 277.015213
PLN 3.90614
PYG 5738.944945
QAR 3.658368
RON 4.773202
RSD 104.915953
RUB 81.898952
RWF 1479.33272
SAR 3.742715
SBD 8.07458
SCR 13.823938
SDG 601.49837
SEK 9.91853
SGD 1.278205
SHP 0.7473
SLE 23.919995
SLL 20969.504398
SOS 572.043164
SRD 37.649499
STD 20697.981008
STN 21.867776
SVC 8.757313
SYP 13001.999685
SZL 16.505197
THB 33.718981
TJS 9.203388
TMT 3.51
TND 2.982913
TOP 2.40776
TRY 49.6276
TTD 6.792399
TWD 32.577028
TZS 2644.993045
UAH 45.101592
UGX 4288.761748
UYU 40.127988
UZS 11917.905419
VES 879.788903
VND 25851.5
VUV 118.676507
WST 2.769234
XAF 585.50546
XAG 0.018129
XAU 0.000246518542
XCD 2.70255
XCG 1.803868
XDR 0.707052
XOF 585.50546
XPF 106.446977
YER 236.078124
ZAR 16.50755
ZMK 9001.197843
ZMW 20.093362
ZWL 321.999592
SSP 5745.343966
MXV 2.111001
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Reiche greift Klingbeil an: Koalitionsstreit über Lösungen in Energiepreiskrise
Reiche greift Klingbeil an: Koalitionsstreit über Lösungen in Energiepreiskrise / Foto: © AFP

Reiche greift Klingbeil an: Koalitionsstreit über Lösungen in Energiepreiskrise

Kritik aus den eigenen Reihen an fehlenden Entlastungszusagen des Kanzlers und eine Wirtschaftsministerin in offener Konfrontation zum SPD-Finanzminister: In der Bundesregierung ist der Streit um Lösungen in der Energiepreiskrise voll entbrannt. Die SPD warf Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Freitag nach deren Kritik an Entlastungsvorschlägen aus der SPD koalitionsschädigendes Verhalten vor. Am Sonntag soll nun ein Krisentreffen des Koalitionsauschusses Klärung bringen.

Textgröße:

Für Kritik sorgte Kanzler Friedrich Merz (CDU) bereits am Donnerstag mit seiner Absage an schnelle weitere Entlastungen für Bürger und Unternehmen. Er hatte zwar Entlastungen in Aussicht gestellt, falls die Energie- und Spritpreise infolge des Iran-Kriegs weiter steigen. Konkrete Maßnahmen nannte er aber nicht.

Merz dämpfte auch angesichts der weiterhin angespannten Lage in der Golfregion die Erwartungen an die Handlungsmöglichkeiten der Politik - diese könne die Menschen und Unternehmen "nicht vor allen Verwerfungen auf den globalen Märkten schützen". Er fügte außerdem mit Blick auf mögliche Entlastungen hinzu: "Rechnen Sie nicht mit kurzfristigen Entscheidungen."

"Ich verstehe nicht, worauf der Bundeskanzler noch warten will", schrieb dazu Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) im Internetdienst X. "Die Bürger und die Wirtschaft sind schon jetzt am Limit. Wir brauchen jetzt eine schnelle Entlastung." Schwesig forderte eine Absenkung der Energiesteuer, eine Übergewinnsteuer sowie einen Preisdeckel.

Solchen Maßnahmen erteilte Merz allerdings eine Absage. Er wolle "keine Eingriffe in den Markt, die zu Versorgungsengpässen führen". Für eine Erhöhung der Pendlerpauschale von derzeit 38 Cent auf bis zu 45 Cent je Kilometer zeigte sich der Kanzler jedoch offen. Auch eine Senkung der Stromsteuer könnte beim Koalitionsausschuss am Sonntag diskutiert werden.

Der CDU-Sozialflügel forderte in jedem Fall ein Entlastungssignal. "Ich würde mir sehr wünschen, dass vom Koalitionsausschuss sowohl inhaltlich als auch kommunikativ am Wochenende das Signal ausgeht: Wir sehen, wie schwierig es für viele in diesem Land ist, und daher bringen wir gezielte Entlastung auf den Weg", sagte Dennis Radtke, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA), dem "Tagesspiegel". Die Preisentwicklungen an der Tankstelle und im Supermarkt seien eine "reale Belastung im Geldbeutel der Menschen und für die Wirtschaft".

"Wir müssen jetzt schnell handeln", forderte auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) im "Stern". "Es ist bereits zu viel Zeit verloren gegangen." Die Belastungen für die Menschen seien unzumutbar. Er schlug eine temporäre Senkung oder vollständige Aussetzung der CO2-Abgabe sowie einen Spritpreisdeckel vor.

Wirtschaftsministerin Reiche plädierte wiederum für eine höhere Pendlerpauschale - und ging am Freitag demonstrativ auf Konfrontationskurs zur SPD und zu Finanzminister Lars Klingbeil (SPD): "Der Koalitionspartner ist in den letzten Wochen damit aufgefallen, Vorschläge zu unterbreiten, die teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwürdig sind", sagte sie in Berlin. "Das führt zu Verwirrung und hilft den Verbrauchern nicht."

Reiche nannte insbesondere die Übergewinnsteuer und erteilte dieser "eine klare Absage". Sie gab außerdem zu, dass es in Bezug auf die diskutierten Entlastungsmaßnahmen nicht nur einen Dissens zwischen ihr und Klingbeil gebe, sondern "innerhalb der gesamten Bundesregierung".

Dafür fand SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese scharfe Worte: "Die Einlassungen von Bundeswirtschaftsministerin Reiche sind sehr befremdlich", sagte er der "Rheinischen Post". Sie stellten "massiv das Miteinander dieser Koalition infrage". Es entstehe der Eindruck, Reiche sei "leider bis heute nicht im Amt angekommen".

Auch SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher hält Reiche für ungeeignet. "Deutschland braucht keine Lobbyministerin, sondern eine Wirtschaftsministerin mit Weitblick und Willen, sich mit den aktuellen Herausforderungen vieler Betriebe auseinanderzusetzen", sagte er ebenfalls der "Rheinischen Post". "Beides ist aktuell nicht vorhanden."

Vize-Regierungssprecher Sebastian Hille sagte zu dem Streit, es gebe "eine ganze Reihe" von unterschiedlichen Vorschlägen, die auf dem Tisch lägen und es sei "ganz legitim", wenn sich dabei erst angenähert werden müsse. Nun gelte es, gemeinsame Lösungen zu finden - und auf diesem Weg sei die Koalition.

C.Smith--ThChM