The China Mail - Normalisierungsprozess: Türkei und Armenien nehmen indirekte Handelsbeziehungen wieder auf

USD -
AED 3.672501
AFN 62.999886
ALL 81.2693
AMD 368.114362
ANG 1.790076
AOA 917.999926
ARS 1385.000064
AUD 1.381072
AWG 1.8025
AZN 1.720749
BAM 1.666077
BBD 2.014457
BDT 122.941149
BGN 1.671156
BHD 0.377471
BIF 2977.296929
BMD 1
BND 1.273246
BOB 6.911416
BRL 4.894303
BSD 1.000217
BTN 95.599836
BWP 13.500701
BYN 2.796427
BYR 19600
BZD 2.01156
CAD 1.37024
CDF 2224.999845
CHF 0.782115
CLF 0.023209
CLP 913.460076
CNY 6.792097
CNH 6.788855
COP 3788.37
CRC 456.440902
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.93689
CZK 20.809097
DJF 178.103956
DKK 6.384535
DOP 59.027231
DZD 132.370621
EGP 52.999201
ERN 15
ETB 156.17715
EUR 0.85455
FJD 2.187298
FKP 0.732576
GBP 0.73945
GEL 2.670051
GGP 0.732576
GHS 11.291855
GIP 0.732576
GMD 73.516689
GNF 8776.211713
GTQ 7.631494
GYD 209.250717
HKD 7.83065
HNL 26.597149
HRK 6.438806
HTG 130.672573
HUF 307.065023
IDR 17482
ILS 2.903155
IMP 0.732576
INR 95.72135
IQD 1310.162706
IRR 1311999.999969
ISK 122.710238
JEP 0.732576
JMD 158.040677
JOD 0.709029
JPY 157.8385
KES 129.149763
KGS 87.450274
KHR 4012.437705
KMF 420.000118
KPW 900.018246
KRW 1490.85959
KWD 0.30834
KYD 0.833461
KZT 463.898117
LAK 21925.486738
LBP 89566.76932
LKR 323.055495
LRD 183.03638
LSL 16.532284
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.327815
MAD 9.128129
MDL 17.117957
MGA 4179.356229
MKD 52.646412
MMK 2098.953745
MNT 3580.85029
MOP 8.064861
MRU 39.897262
MUR 46.810352
MVR 15.397294
MWK 1734.441354
MXN 17.237498
MYR 3.930263
MZN 63.91038
NAD 16.532073
NGN 1370.519894
NIO 36.810495
NOK 9.183085
NPR 152.953704
NZD 1.686326
OMR 0.384518
PAB 1.000175
PEN 3.427819
PGK 4.355862
PHP 61.399865
PKR 278.627173
PLN 3.63465
PYG 6105.472094
QAR 3.645959
RON 4.447698
RSD 100.298973
RUB 73.451572
RWF 1462.859869
SAR 3.754672
SBD 8.029009
SCR 13.956052
SDG 600.497735
SEK 9.31555
SGD 1.27258
SHP 0.746601
SLE 24.624983
SLL 20969.500038
SOS 571.611117
SRD 37.254498
STD 20697.981008
STN 20.871402
SVC 8.751171
SYP 110.529423
SZL 16.526884
THB 32.376031
TJS 9.351751
TMT 3.5
TND 2.908879
TOP 2.40776
TRY 45.417905
TTD 6.787631
TWD 31.541021
TZS 2601.398013
UAH 43.959484
UGX 3759.408104
UYU 39.772219
UZS 12133.112416
VES 504.28356
VND 26350.5
VUV 118.32345
WST 2.709295
XAF 558.801055
XAG 0.011571
XAU 0.000213
XCD 2.70255
XCG 1.802539
XDR 0.694969
XOF 558.801055
XPF 101.593413
YER 238.650147
ZAR 16.46445
ZMK 9001.189445
ZMW 18.8284
ZWL 321.999592
  • TecDAX

    55.9500

    3765.4

    +1.49%

  • DAX

    153.1900

    24108.12

    +0.64%

  • SDAX

    172.6800

    18270.01

    +0.95%

  • Euro STOXX 50

    15.3800

    5823.83

    +0.26%

  • MDAX

    109.1300

    31119.51

    +0.35%

  • Goldpreis

    18.4000

    4705.1

    +0.39%

  • EUR/USD

    -0.0032

    1.1712

    -0.27%

Normalisierungsprozess: Türkei und Armenien nehmen indirekte Handelsbeziehungen wieder auf
Normalisierungsprozess: Türkei und Armenien nehmen indirekte Handelsbeziehungen wieder auf / Foto: © AFP

Normalisierungsprozess: Türkei und Armenien nehmen indirekte Handelsbeziehungen wieder auf

Im Zuge ihrer Annäherung unterhalten die historischen Erzfeinde Türkei und Armenien türkischen Angaben zufolge nun wieder indirekte Handelsbeziehungen. Der Handel könne seit Montag wieder aufgenommen werden, teilte der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Öncü Keceli, am Mittwoch mit. Beide Länder könnten nun jeweils als "Herkunft und Endbestimmungsort" der Waren ausgewiesen werden, auch wenn der Handel wegen eines bislang fehlenden funktionierenden Grenzübergangs weiterhin über ein Drittland abgewickelt werde.

Textgröße:

Der Sprecher führte aus, dass die "administrativen Vorbereitungen für die Aufnahme des direkten Handels zwischen unserem Land und Armenien seit dem 11. Mai 2026 abgeschlossen" seien. Diese Schritte seien "im Rahmen des seit 2022 laufenden Normalisierungsprozesses mit Armenien und im Rahmen der getroffenen vertrauensbildenden Maßnahmen" erfolgt.

In der Praxis bestehen bereits Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Der Handel wird insbesondere über Georgien abgewickelt. "Die für die Öffnung der gemeinsamen Grenze zwischen den beiden Ländern erforderlichen technischen und administrativen Arbeiten sind noch im Gange", erklärte der türkische Außenamtssprecher.

Diese Ankündigung markiert einen neuen Schritt auf dem Weg zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Ankara und Jerewan. Diplomatische Beziehungen unterhalten die beiden Länder noch nicht, ihre Anfang der 1990er-Jahre kurzzeitig geöffnete Landgrenze ist weiterhin geschlossen.

Im Juni vergangenen Jahres hatte Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Istanbul getroffen. Erst kürzlich einigten sich beide Länder im Zuge ihres Normalisierungsprozesses, gemeinsam eine mittelalterliche Grenzbrücke zu restaurieren. Angesichts der "historischen Chance, dauerhaften Frieden und Wohlstand im Südkaukasus zu festigen", werde die Türkei "weiterhin zur Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen und zur Förderung der Zusammenarbeit in der Region beitragen", erklärte der türkische Ministeriumssprecher am Mittwoch.

Das Verhältnis zwischen Armenien und der Türkei ist historisch extrem belastet. Ankara weist vehement die Bezeichnung Völkermord für die Massaker an etwa 1,5 Millionen Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs zurück. Diese werden von rund 30 Staaten als Völkermord anerkannt, darunter Deutschland und Frankreich. Die Türkei spricht dagegen von einem Bürgerkrieg, in dessen Verlauf auf beiden Seiten hunderttausende Menschen ihr Leben verloren hätten.

Anfang vergangenen Jahres kündigte Paschinjan an, Armenien werde seinen Einsatz für die internationale Anerkennung des Massakers 1915 als Völkermord einstellen - ein wichtiges Zugeständnis an die Türkei, das in Armenien allerdings auf breite Kritik stieß.

Die Annäherung zwischen den beiden lange verfeindeten Ländern erfolgt auch vor dem Hintergrund sich verändernder Allianzen in der Region: Die Beziehungen zwischen Armenien und seinem traditionellen Verbündeten Russland hatten sich nach dem Berg-Karabach-Konflikt 2023 abgekühlt, weil dort stationierte russische Soldaten nicht in den Konflikt mit Aserbaidschan eingegriffen hatten. In der Folge näherte sich Armenien an die EU an.

Auch mit Aserbaidschan einigte sich Armenien unter Vermittlung von US-Präsident Donald Trump darauf, den jahrzehntelangen Konflikt zwischen beiden verfeindeten Kaukasusstaaten dauerhaft beizulegen. Aserbaidschan, ein enger Verbündeter der mit Russland und dem Iran rivalisierenden Regionalmacht Türkei, hatte 2023 in einer großangelegten Militäroffensive die mehrheitlich von ethnischen Armeniern bewohnte Region Berg-Karabach unter seine Kontrolle gebracht. Der Militäreinsatz löste die Flucht von mehr als 100.000 Menschen nach Armenien aus.

Der Iran, der wiederum traditionell enge Beziehungen zu Armenien unterhält, warnte damals vor einer "geopolitischen" Neuausrichtung im Kaukasus, erkannte aber zugleich Aserbaidschans Souveränität über die Region Berg-Karabach an.

N.Lo--ThChM