The China Mail - Politikexpertin: Linkspartei sitzt bei Werben um Arbeiter "in der Zwickmühle"

USD -
AED 3.672498
AFN 65.000011
ALL 81.757752
AMD 363.060451
ANG 1.790365
AOA 918.000024
ARS 1517.698862
AUD 1.433048
AWG 1.8
AZN 1.69681
BAM 1.745081
BBD 2.014187
BDT 123.310283
BGN 1.683441
BHD 0.377783
BIF 2992.192728
BMD 1
BND 1.280571
BOB 11.845639
BRL 4.990799
BSD 1.000045
BTN 96.679902
BWP 13.757752
BYN 3.042248
BYR 19600
BZD 2.011332
CAD 1.426899
CDF 2309.999691
CHF 0.829664
CLF 0.024814
CLP 976.9698
CNY 6.69215
CNH 6.69365
COP 3214.008476
CRC 456.301584
CUC 1
CUP 24.001785
CVE 98.38501
CZK 21.763303
DJF 178.086103
DKK 6.672598
DOP 60.611198
DZD 134.724069
EGP 52.403301
ERN 15
ETB 162.480749
EUR 0.892502
FJD 2.24725
FKP 0.755711
GBP 0.755201
GEL 2.589813
GGP 0.755711
GHS 11.755521
GIP 0.755711
GMD 73.499807
GNF 8797.680125
GTQ 7.645773
GYD 209.172429
HKD 7.848102
HNL 26.843631
HRK 6.725599
HTG 130.956948
HUF 325.846024
IDR 17891.4
ILS 3.06346
IMP 0.755711
INR 96.7755
IQD 1515.056882
IRR 1779469.999944
ISK 122.150283
JEP 0.755711
JMD 158.724069
JOD 0.708976
JPY 158.535039
KES 129.698862
KGS 87.449835
KHR 4060.673656
KMF 440.000378
KPW 900.000318
KRW 1340.879899
KWD 0.31096
KYD 0.833371
KZT 454.436761
LAK 22426.053982
LBP 89555.476244
LKR 330.885568
LRD 171.010484
LSL 16.545706
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.430515
MAD 9.82021
MDL 17.93085
MGA 4459.513718
MKD 54.940888
MMK 2099.813295
MNT 3595.111531
MOP 8.083426
MRU 39.963417
MUR 47.460157
MVR 15.449719
MWK 1734.106625
MXN 18.432498
MYR 4.085502
MZN 63.910148
NAD 16.545706
NGN 1328.999855
NIO 36.80571
NOK 9.75455
NPR 154.687486
NZD 1.780844
OMR 0.384742
PAB 1.000045
PEN 3.429668
PGK 4.534464
PHP 62.745003
PKR 276.931162
PLN 3.90775
PYG 5688.155253
QAR 3.65532
RON 4.766002
RSD 104.733437
RUB 85.159581
RWF 1474.102164
SAR 3.75677
SBD 8.078071
SCR 14.674973
SDG 601.501083
SEK 10.045855
SGD 1.273898
SHP 0.755572
SLE 24.67031
SLL 20969.491881
SOS 571.492304
SRD 37.692501
STD 20697.981008
STN 21.860361
SVC 8.75039
SYP 13002.000254
SZL 16.542494
THB 33.553
TJS 9.200535
TMT 3.51
TND 2.984609
TOP 2.40776
TRY 49.221296
TTD 6.793665
TWD 31.961396
TZS 2640.285523
UAH 44.916529
UGX 4089.225965
UYU 40.169529
UZS 11900.959179
VES 875.701601
VND 25899.5
VUV 119.371348
WST 2.785507
XAF 585.442846
XAG 0.016442
XAU 0.000238418806
XCD 2.70255
XCG 1.802364
XDR 0.707052
XOF 585.442846
XPF 106.410886
YER 236.195179
ZAR 16.60625
ZMK 9001.202842
ZMW 19.875976
ZWL 321.999592
SSP 5757.531856
MXV 2.082409
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Politikexpertin: Linkspartei sitzt bei Werben um Arbeiter "in der Zwickmühle"
Politikexpertin: Linkspartei sitzt bei Werben um Arbeiter "in der Zwickmühle" / Foto: © AFP/Archiv

Politikexpertin: Linkspartei sitzt bei Werben um Arbeiter "in der Zwickmühle"

Für die Linkspartei wird es nach Einschätzung von Experten ein schwieriges Unterfangen, Arbeiterinnen und Arbeiter dauerhaft für sich zu gewinnen. "Die Linke sitzt in der Zwickmühle", sagte die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch von der Akademie für Politische Bildung in Tutzing im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Sie versuche, "zu viele Themen zu verknüpfen" und das sei "eigentlich nicht zu leisten".

Textgröße:

Die Linkspartei sei derzeit "durchaus attraktiv für ein akademisches, großstädtisches, universitäres Publikum, das sich zum Beispiel für die Palästinenser einsetzt", sagte Münch. "Aber damit verschreckt man diejenigen, die auf soziale Gerechtigkeit aus sind, die massiv verunsichert und existenziell bedroht sind, durch steigende Lebenshaltungskosten und Mieten." Eigentlich seien das die Menschen, für die sich die Linke stark mache.

Beim Parteitag Mitte Juni in Potsdam wollen Linken-Chefin Ines Schwerdtner und der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano gemeinsam für den neuen Vorsitz der Partei kandidieren. Sie gaben bereits als Ziele aus, die Linke "noch stärker" machen "und auf eine neue Ebene heben" zu wollen. Dabei müssten vor allem mehr Arbeiterinnen und Arbeiter für die Partei gewonnen werden.

Die Linke verknüpfe derzeit viele Themen, sagte Münch AFP: einen starken Kampf zugunsten ökologischer Themen, internationale Gerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit im Land. Viele Arbeiter wollten jedoch "keinen Kampf gegen den Klimawandel und keine internationale Solidarität mit den Palästinensern, sondern bezahlbare Wohnungen", betonte die Politologin. Sie sehe die Linke daher in einer "gewissen Zerrissenheit" und darüber könnten auch "flotte Social-Media-Auftritte der Fraktionsvorsitzenden nicht hinwegtäuschen".

Wenn die Linke erfolgreicher sein wolle als bisher, müsse es ihr gelingen, jene zu erreichen, die sich aus Enttäuschung von der SPD der AfD zugewandt hätten. Das sei aber eine schwierige Aufgabe, denn mit der Äußerung, ein "Bollwerk gegen den Faschismus" zu sein, würden keine Wählerinnen und Wähler von der AfD zurückgewonnen. "Das ist ja gleichzeitig auch eine Wählerbeschimpfung."

Münch hielt der Linken ihr mittlerweile gesamtdeutsches Profil zugute - sie sei "schon lange keine ostdeutsche Partei mehr". Gleichzeitig profitiere sie davon, dass sie als "reine Oppositionspartei im Bund nicht in Verdacht gerät, mit den anderen sogenannten etablierten Parteien zu sehr auf Schmusekurs zu gehen".

Für den Politologen Benjamin Höhne von der TU Chemnitz wird es für einen dauerhaften Erfolg der Partei darauf ankommen, ob sie "ihre Stammwählerschaft stärkt und ihre Neumitglieder dauerhaft in Parteistrukturen integriert". Dabei müsse der Markenkern der Partei "immer erkennbar bleiben", sagte er AFP. "Bei der Linken ist dies die Soziale Gerechtigkeit, die sie zuletzt anhand der Wohnungsfrage in größeren Städten praxisnah bearbeitet hat."

Auch die Politikwissenschaftlerin Münch ist der Meinung, dass zwar einerseits in der streitlustigen Linken "unterschiedliche Flügel zu Wort kommen" müssen. Gleichzeitig aber müsse die Partei eine "erkennbare Linie behalten".

G.Fung--ThChM