The China Mail - Proteste in der Ukraine gegen Regierungsumbau - Neuer Kabinettschef vom Parlament bestätigt

USD -
AED 3.672504
AFN 65.000182
ALL 81.950239
AMD 359.778721
ANG 1.790365
AOA 917.99991
ARS 1517.454299
AUD 1.43705
AWG 1.8
AZN 1.693369
BAM 1.746484
BBD 2.012707
BDT 123.087914
BGN 1.683441
BHD 0.376835
BIF 3001.281416
BMD 1
BND 1.279273
BOB 11.990838
BRL 5.020601
BSD 0.999254
BTN 96.641976
BWP 13.814535
BYN 3.064607
BYR 19600
BZD 2.00976
CAD 1.42621
CDF 2314.999899
CHF 0.83321
CLF 0.024742
CLP 976.949557
CNY 6.70455
CNH 6.70317
COP 3248.45
CRC 456.219778
CUC 1
CUP 23.982676
CVE 98.46364
CZK 21.797398
DJF 177.945858
DKK 6.67262
DOP 60.239942
DZD 134.518757
EGP 52.374697
ERN 15
ETB 161.410122
EUR 0.89271
FJD 2.250301
FKP 0.753189
GBP 0.756888
GEL 2.59502
GGP 0.753189
GHS 11.811351
GIP 0.753189
GMD 73.999832
GNF 8791.316733
GTQ 7.632238
GYD 209.000272
HKD 7.847291
HNL 26.825381
HRK 6.726399
HTG 130.853306
HUF 326.575011
IDR 17886
ILS 3.072202
IMP 0.753189
INR 96.79215
IQD 1310.5
IRR 1732149.999929
ISK 122.269694
JEP 0.753189
JMD 158.746601
JOD 0.709062
JPY 158.211503
KES 129.869551
KGS 87.448498
KHR 4068.293031
KMF 439.999971
KPW 900.000318
KRW 1338.765013
KWD 0.31036
KYD 0.83279
KZT 446.684824
LAK 22408.358262
LBP 89529.590288
LKR 330.606778
LRD 170.879266
LSL 16.680984
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.419696
MAD 9.965219
MDL 17.797026
MGA 4456.013609
MKD 54.985043
MMK 2099.693644
MNT 3596.990612
MOP 8.077832
MRU 40.010537
MUR 47.380075
MVR 15.409952
MWK 1732.755272
MXN 17.97533
MYR 4.086997
MZN 63.910045
NAD 16.680984
NGN 1329.410213
NIO 36.820399
NOK 9.569115
NPR 154.629923
NZD 1.784949
OMR 0.384504
PAB 0.999237
PEN 3.439925
PGK 4.45125
PHP 62.782502
PKR 276.727822
PLN 3.90845
PYG 5830.323217
QAR 3.64324
RON 4.779601
RSD 104.824028
RUB 85.497346
RWF 1475.931722
SAR 3.753634
SBD 8.000512
SCR 13.999474
SDG 601.477898
SEK 9.996302
SGD 1.280397
SHP 0.756573
SLE 24.669813
SLL 20969.491881
SOS 571.066273
SRD 37.870966
STD 20697.981008
STN 22.075
SVC 8.744028
SYP 13002.000254
SZL 16.620054
THB 33.640496
TJS 9.223248
TMT 3.51
TND 3.001503
TOP 2.40776
TRY 49.2136
TTD 6.778586
TWD 31.870302
TZS 2635.00022
UAH 44.838391
UGX 4071.955744
UYU 40.076975
UZS 11786.399964
VES 873.63875
VND 25972
VUV 120.182413
WST 2.784712
XAF 585.579333
XAG 0.016632
XAU 0.000242023803
XCD 2.70255
XCG 1.800955
XDR 0.707052
XOF 585.579333
XPF 106.724981
YER 236.203045
ZAR 16.63835
ZMK 9001.202245
ZMW 19.876142
ZWL 321.999592
SSP 5747.740458
MXV 2.03165
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Proteste in der Ukraine gegen Regierungsumbau - Neuer Kabinettschef vom Parlament bestätigt
Proteste in der Ukraine gegen Regierungsumbau - Neuer Kabinettschef vom Parlament bestätigt / Foto: © AFP

Proteste in der Ukraine gegen Regierungsumbau - Neuer Kabinettschef vom Parlament bestätigt

Mitten im russischen Angriffskrieg hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut seine Regierung umgebildet - und damit viele Menschen in seinem Land vor den Kopf gestoßen. Insbesondere gegen den Rücktritt des beliebten Verteidigungsministers Mychailo Fedorow gab es am Donnerstag Proteste. Derweil bestätigte das Parlament den bisherigen Chef des staatlichen Energieversorgers Naftogaz, Serhij Korezky, als Nachfolger der nach nur kurzer Amtszeit entlassenen Regierungschefin Julia Swyrydenko.

Textgröße:

Bereits früher hatte Selenskyj groß angelegte Kabinettsumbildungen vorgenommen. Im Zuge dessen waren bereits mehrfach Minister ausgetauscht worden. Den erneuten Kabinettsumbau hat er bislang nicht ausführlicher begründet. Bei der Bekanntgabe des Schritts führte er lediglich "neue Herausforderungen und neue Aufgaben" an.

Nach Swyrydenkos Entlassung hatte auch Fedorow zwangsläufig seinen Rücktritt erklärt. "Es war eine große Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen", erklärte er am Mittwochabend im Onlinedienst Telegram. Ukrainischen Medienberichten zufolge könnte er durch den derzeitigen Innenminister Ihor Klymenko ersetzt werden.

Auch wenn die jüngste Umbildung noch nicht endgültig ist, hat allein die Wahrscheinlichkeit von Fedorows Absetzung heftige Proteste ausgelöst. Für viele Ukrainer verkörpert der jüngste Verteidigungsminister, den das Land je hatte, einen echten Neuanfang - während sich die Armee mit dem Vorwurf konfrontiert sieht, durch Korruption und Bürokratie gelähmt zu sein.

Aus Protest gegen Fedorows Rücktritt versammelten sich allein in Kiew hunderte Demonstranten, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen. Die Demonstrierenden skandierten Rufe wie "Schande" und "Bring Fedorow zurück", viele schwenkten die Flaggen der EU und der Ukraine. Auch in anderen Orten des Landes gingen örtlichen Medien zufolge die Menschen auf die Straße, darunter Odessa, Charkiw, Dnipro und Lwiw.

"Fedorows Ziel ist es, dass die Menschen weniger kämpfen und die Drohnen mehr. Und das hat er bewiesen - nicht mit Worten, sondern mit Taten", begründete die Demonstrantin Margarita Gretschko gegenüber AFP ihre Unterstützung für den Ex-Minister.

Fedorow war bei seiner Ernennung 25 Jahre alt. Er hatte die Leitung des Ministeriums mit dem Auftrag übernommen, der ukrainischen Kriegsmaschinerie nach vier Jahren Krieg frischen Wind zu verleihen. Auch machte er sich frühzeitig für den Einsatz von Drohnen stark, die mittlerweile für die Ukraine unverzichtbar geworden sind.

Gretschko war schon vor einem Jahr bei Demonstrationen nach der Aufdeckung eines groß angelegten Korruptionsskandals dabei, in den auch Selenskyjs Umfeld verwickelt war. "Fedorow hat Korruption und Veruntreuungen aufgedeckt und begonnen, dagegen vorzugehen", sagte die 27-Jährige nun. "Er hat alles richtig gemacht, warum wurde er dann entlassen?"

Auch der Protestteilnehmer Roman Wlada hofft, dass es den Demonstrierenden gelingen möge, Fedorow im Amt des Verteidigungsministers zu halten. "Ich glaube, Selenskyj hat Angst. Selenskyj hat Angst vor tüchtigen Leuten", sagte der 30-jährige Unternehmer.

Die Wut der Demonstranten richtet sich auch gegen Armeechef Oleksander Syrsky - dessen Konflikt mit Fedorow ukrainischen Medien zufolge Auslöser für dessen Entlassung war. "Er ist ein Schlächter", sagte Margarita Gretschko über Syrsky. Er führe "Kanonenfutter-Angriffe" aus, "bei denen unsere Leute einfach so sterben".

Auch Fedorow selbst griff Syrsky am Donnerstag direkt an. Vor Journalisten in Kiew nannte er als Grund für seine Entlassung einen Streit mit dem Armeechef, dem er vorwarf, das vom Krieg zerrüttete Land "zu spalten".

Derweil bestätigte das ukrainische Parlament, das sich schon bei früheren Kabinettsumbildungen weitgehend hinter Selenskyj gestellt hatte, dessen Wunschkandidaten Korezky für das Amt des Ministerpräsidenten. 289 von 318 Abgeordneten stimmten für den bisherigen Neftogaz-Chef. Dessen Vorgängerin hatte das Amt im Juli 2025 übernommen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die am Vortag noch Kiew besucht hatte, gratulierte Korezky in einer Online-Botschaft zum neuen Posten. Sie freue sich darauf, "unsere hervorragende Zusammenarbeit mit der Ukraine fortzusetzen", schrieb von der Leyen. "Sie können auf unsere uneingeschränkte Unterstützung zählen", fügte sie hinzu.

Unterdessen kündigten weitere Amtsträger aus Fedorows Umfeld ihren Rücktritt an, darunter der Vize-Kommandeur der ukrainischen Luftwaffe, Pawlo Jelisarow. Am Vortag hatte bereits Ministeriumsberater Sergej Sternenko im Onlinedienst Telegram angekündigt, sein Amt niederzulegen.

Die Kabinettsumbildung erfolgt zu einem heiklen Zeitpunkt: Russland verstärkte zuletzt seine tödlichen Raketenangriffe auf die Ukraine, während Kiew plant, US-Luftabwehrraketen vom Typ Patriot im eigenen Land zu produzieren.

Bei neuen gegenseitigen Angriffen wurden auf beiden Seiten insgesamt fünf Menschen getötet. Bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew wurden zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt, darunter ein Kind, wie Selenskyj mitteilte. Russland setzte ihm zufolge 151 Drohnen und 13 Raketen ein, darunter acht ballistische Raketen.

In der westrussischen Grenzregion Brjansk wurden den Behörden zufolge bei einem ukrainischen Drohnenangriff eine 15-Jährige und ihre Großmutter getötet. Auch aus der Region Jaroslawl wurde ein Toter gemeldet.

H.Ng--ThChM