The China Mail - Kritik an Abschaffung der "Rente mit 63" wird lauter - auch bei der SPD

USD -
AED 3.672499
AFN 65.99941
ALL 80.986099
AMD 365.666882
AOA 917.999902
ARS 1485.518983
AUD 1.42715
AWG 1.8
AZN 1.698106
BAM 1.697227
BBD 2.013771
BDT 123.459254
BHD 0.377031
BIF 2958.036133
BMD 1
BND 1.282253
BOB 12.17254
BRL 5.066603
BSD 0.999809
BTN 95.273879
BWP 13.5984
BYN 2.922706
BYR 19600
BZD 2.010881
CAD 1.402809
CDF 2275.000378
CHF 0.808015
CLF 0.02351
CLP 928.28966
CNY 6.751299
CNH 6.75219
COP 3155.03
CRC 454.172723
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.679186
CZK 20.98535
DJF 178.041183
DKK 6.480445
DOP 57.999688
DZD 133.048837
EGP 50.206899
ERN 15
ETB 161.37657
EUR 0.866901
FJD 2.2164
FKP 0.741746
GBP 0.742425
GEL 2.615003
GGP 0.741746
GHS 11.683139
GIP 0.741746
GMD 73.498965
GNF 8779.594688
GTQ 7.628295
GYD 209.505133
HKD 7.84254
HNL 26.799257
HRK 6.535498
HTG 130.724342
HUF 315.521988
IDR 17977
ILS 3.05095
IMP 0.741746
INR 95.29165
IQD 1309.765537
IRR 1375125.000014
ISK 123.101602
JEP 0.741746
JMD 158.380445
JOD 0.70901
JPY 156.690186
KES 129.449671
KGS 87.450092
KHR 4040.211209
KMF 427.000086
KRW 1426.775036
KWD 0.309599
KYD 0.833207
KZT 474.28021
LAK 22613.381464
LBP 89537.585797
LKR 335.69504
LRD 180.47318
LSL 16.489388
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.372704
MAD 9.32251
MDL 17.457253
MGA 4258.882434
MKD 53.383547
MMK 2099.683142
MNT 3593.528557
MOP 8.076257
MRU 40.043561
MUR 46.940292
MVR 15.459556
MWK 1733.690253
MXN 17.32023
MYR 4.095602
MZN 63.910214
NAD 16.489388
NGN 1363.360332
NIO 36.791344
NOK 9.53423
NPR 152.439215
NZD 1.702225
OMR 0.384504
PAB 0.9998
PEN 3.376821
PGK 4.412473
PHP 60.860505
PKR 277.629239
PLN 3.73078
PYG 5963.971469
QAR 3.644852
RON 4.547801
RSD 101.73597
RUB 80.150683
RWF 1466.225275
SAR 3.742529
SBD 8.081105
SCR 13.477377
SDG 599.999848
SEK 9.523196
SGD 1.28164
SLE 24.701278
SOS 571.406258
SRD 37.781498
STD 20697.981008
STN 21.25961
SVC 8.748357
SZL 16.492251
THB 33.330502
TJS 9.233359
TMT 3.51
TND 2.933913
TRY 47.536585
TTD 6.779617
TWD 32.475503
TZS 2645.264973
UAH 44.849121
UGX 3741.707631
UYU 40.211209
UZS 11987.816942
VES 745.6964
VND 26287
VUV 119.050155
WST 2.734491
XAF 569.202067
XAG 0.017254
XAU 0.000246
XCD 2.70255
XCG 1.801947
XDR 0.706831
XOF 569.202067
XPF 103.484331
YER 238.301088
ZAR 16.46974
ZMK 9001.196925
ZMW 18.789861
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    69.2600

    6427.27

    +1.08%

  • Goldpreis

    -18.6000

    4088.4

    -0.45%

  • SDAX

    246.2600

    18549.05

    +1.33%

  • DAX

    430.9900

    26060.23

    +1.65%

  • TecDAX

    128.4300

    3955.92

    +3.25%

  • MDAX

    548.3700

    32528.89

    +1.69%

  • EUR/USD

    -0.0004

    1.1523

    -0.03%

Kritik an Abschaffung der "Rente mit 63" wird lauter - auch bei der SPD
Kritik an Abschaffung der "Rente mit 63" wird lauter - auch bei der SPD / Foto: © AFP/Archiv

Kritik an Abschaffung der "Rente mit 63" wird lauter - auch bei der SPD

Die Forderung der ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten nach einer Beibehaltung der abschlagsfreien Rente für langjährig Versicherte gewinnt an Unterstützung. Die SPD-Regierungschefinnen des Saarlands und Mecklenburg-Vorpommerns, Anke Rehlinger und Manuela Schwesig, erteilten der von der Rentenkommission vorgeschlagenen Abschaffung der so genannten "Rente mit 63" eine klare Absage. Auch der SPD-Sozialexperte Bernd Rützel, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, schloss sich der Forderung an.

Textgröße:

In der CDU wurden aber auch Gegenstimmen laut: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) widersprach seinen ostdeutschen Kollegen "Wir sollten das Rentenpaket nicht noch einmal aufschnüren, sondern das, was jetzt vereinbart ist, zügig umsetzen", sagte Günther der "Welt". Zwar sei die Rentenreform mit Einschnitten verbunden, "die auch wehtun". Andererseits hätten Union und SPD auch eine Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen.

Mit der SPD-Vizechefin und saarländischen Regierungschefin Rehlinger bekamen die Gegner einer Abschaffung Unterstützung aus einem westdeutschen Bundesland. "Ich lehne den aktuellen Vorschlag an dieser Stelle ab, weil er dem Respekt vor der Lebensleistung von Menschen widerspricht", sagte Rehlinger der Funke Mediengruppe.

Die Sozialdemokratin schlug einen Kompromiss vor: Sie hätte kein Problem damit, der Forderung von CSU-Chef Markus Söder nachzukommen und bei der Rentenreform auf die von der Rentenkommission vorgeschlagenen Abschaffung der Minijobs zu verzichten. Im Gegenzug müsse die "Rente mit 63" fortbestehen, sagte Rehlinger.

Die drei CDU-Ministerpräsidenten in Ostdeutschland - Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) - hatten gemeinsam gefordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren doch zu erhalten. Sie begründeten dies damit, dass viele Menschen in Ostdeutschland im Alter ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind.

Das Aus für die "Rente mit 63" ist Teil eines Pakets von 33 Empfehlungen der Expertenkommission zur Alterssicherung. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will das Paket ebenso wie die SPD-Parteiführung möglichst eins zu eins umsetzen.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze verteidigte am Montag seine Haltung. "Es geht nicht darum, dem Bundeskanzler in den Rücken zu fallen", sagte er zu Welt TV. "Wir vertreten die Meinung hier für unsere ostdeutschen Bundesländer - und das ist auch ein Stück weit meine Aufgabe."

Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsidentin Schwesig bekräftigte am Montag ihre Unterstützung. Der Osten wäre angesichts der dort typischen Erwerbsbiografie von einem Ende der abschlagsfreien Frühverrentung "sehr stark" betroffen, sagte sie am Montag im ZDF-"Morgenmagazin.

Auch in der SPD-Bundestagsfraktion wurde eine Beibehaltung gefordert. "Wer 45 Jahre gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, muss auch weiterhin mit 65 ohne Abschläge in Rente gehen können", sagte der SPD-Sozialpolitiker Rützel der Mediengruppe Bayern. Wenn überhaupt müsse eine Änderung mit "langen Übergangszeiträumen" ausgestattet werden: "Übergänge von zehn Jahren wären das Mindeste."

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig warnte indes die Koalitionsparteien davor, das Paket mit Expertenempfehlungen zur Rentenreform wieder aufzuschnüren. "Wenn wir jetzt einen Baustein hier rausziehen, dann fällt im Zweifel das gesamte Haus der Reform zu Boden", sagte Reddig im Deutschlandfunk. Dies gelte sowohl für Forderungen, die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren beizubehalten, als auch für den Wunsch, auf die weitgehende Abschaffung von beitragsfreien Minijobs zu verzichten.

Die Bundesregierung wollte sich am Montag nicht zu der Debatte äußern. An dem Gesetzentwurf zur Rentenreform werde "mit Hochdruck" gearbeitet, sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums. Ein Termin für einen Kabinettsbeschluss gebe es aber noch nicht.

Die Bundesarbeitsministerin und SPD-Ko-Vorsitzende Bärbel Bas hatte am Sonntag die Union aufgefordert, ihre Position zu der Frage zu klären. Gleichzeitig betonte Bas aber auch, dass diese Empfehlung der Renten-Reformkommission zu Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte für sie kein Wunschprojekt ist.

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hatte kürzlich mit einem Nein zur Rentenreform im Bundesrat gedroht, falls die "Rente mit 63" abgeschafft wird. Unklar war, ob in der Länderkammer die 35 Stimmen zusammenkommen würden, um das Projekt zu stoppen. Die fünf ostdeutschen Bundesländer kommen zusammen nur auf 19 Stimmen. Sollten zusätzlich auch alle westdeutschen Länder mit SPD-Regierungschef dagegen stimmen (Niedersachsen, Saarland, Bremen, Hamburg), ergäbe dies nur 34 Stimmen. Für eine Mehrheit wäre noch ein weiteres Land nötig, etwa das derzeit CDU-regierte Berlin.

A.Zhang--ThChM