The China Mail - Mindestens zwei Tote bei Protesten wütender Sadr-Anhänger im Irak

USD -
AED 3.672496
AFN 64.501784
ALL 81.582896
AMD 360.987939
ANG 1.789785
AOA 917.999892
ARS 1513.250902
AUD 1.437599
AWG 1.8
AZN 1.69594
BAM 1.74671
BBD 2.012735
BDT 123.371781
BGN 1.747831
BHD 0.377596
BIF 2992.404453
BMD 1
BND 1.281553
BOB 11.707653
BRL 5.047896
BSD 0.999357
BTN 95.144703
BWP 13.728493
BYN 3.0198
BYR 19600
BZD 2.010066
CAD 1.420145
CDF 2312.499459
CHF 0.827967
CLF 0.02504
CLP 985.519711
CNY 6.69275
CNH 6.691875
COP 3197.63
CRC 455.473044
CUC 1
CUP 23.983889
CVE 98.47771
CZK 21.69425
DJF 177.955203
DKK 6.655785
DOP 61.203074
DZD 134.36195
EGP 53.070978
ERN 15
ETB 163.232787
EUR 0.89042
FJD 2.264551
FKP 0.754659
GBP 0.754535
GEL 2.596549
GGP 0.754659
GHS 11.657639
GIP 0.754659
GMD 74.000028
GNF 8791.365814
GTQ 7.636833
GYD 209.011214
HKD 7.84724
HNL 26.830935
HRK 6.7079
HTG 130.869501
HUF 323.918032
IDR 17929.5
ILS 3.0976
IMP 0.754659
INR 94.986803
IQD 1515.08791
IRR 1790500.000031
ISK 121.510005
JEP 0.754659
JMD 158.71669
JOD 0.70901
JPY 157.69198
KES 129.829929
KGS 87.44976
KHR 4060.142989
KMF 441.999885
KPW 899.999961
KRW 1350.595016
KWD 0.31151
KYD 0.832883
KZT 451.509766
LAK 22502.503662
LBP 89549.999843
LKR 330.755285
LRD 170.384164
LSL 16.549612
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.425005
MAD 9.844365
MDL 17.887667
MGA 4500.252296
MKD 54.992163
MMK 2100.02843
MNT 3599.679138
MOP 8.078342
MRU 40.033223
MUR 47.609504
MVR 15.460159
MWK 1733.03028
MXN 18.48065
MYR 4.0815
MZN 63.909741
NAD 16.474534
NGN 1330.130525
NIO 36.776559
NOK 9.48377
NPR 152.229808
NZD 1.77663
OMR 0.384506
PAB 0.999379
PEN 3.440965
PGK 4.535955
PHP 63.045498
PKR 276.68889
PLN 3.89015
PYG 5702.318437
QAR 3.643224
RON 4.751303
RSD 104.544013
RUB 83.626116
RWF 1474.482346
SAR 3.677394
SBD 8.078071
SCR 13.856214
SDG 601.50203
SEK 9.95506
SGD 1.28198
SHP 0.754518
SLE 24.670285
SLL 20969.504398
SOS 571.137676
SRD 37.712026
STD 20697.981008
STN 21.88047
SVC 8.745048
SYP 13001.999685
SZL 16.467583
THB 33.538501
TJS 9.223858
TMT 3.5
TND 2.987126
TOP 2.40776
TRY 49.411001
TTD 6.796403
TWD 32.31401
TZS 2630.004973
UAH 44.915626
UGX 4037.706697
UYU 40.172371
UZS 11952.148538
VES 875.701598
VND 25878.5
VUV 119.372685
WST 2.788609
XAF 584.07701
XAG 0.01779
XAU 0.00024065738
XCD 2.70255
XCG 1.80126
XDR 0.707052
XOF 584.07701
XPF 106.509246
YER 236.199682
ZAR 16.550903
ZMK 9001.198289
ZMW 19.863078
ZWL 321.999592
SSP 5748.524006
MXV 2.086896
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Mindestens zwei Tote bei Protesten wütender Sadr-Anhänger im Irak
Mindestens zwei Tote bei Protesten wütender Sadr-Anhänger im Irak / Foto: © AFP

Mindestens zwei Tote bei Protesten wütender Sadr-Anhänger im Irak

Bei Protesten wütender Anhänger des einflussreichen Schiitenführers Moktada Sadr im Irak sind mindestens zwei Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Sadr-Anhänger stürmten am Montag ein Regierungsgebäude, nachdem der Geistliche überraschend seinen "endgültigen" Rückzug aus der Politik verkündet hatte. Im stark gesicherten Regierungs- und Botschaftsviertel fielen Schüsse, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die Armee verhängte eine landesweite Ausgangssperre.

Textgröße:

Nach Angaben von Ärzten wurden bei Zusammenstößen im Regierungsviertel zwei Sadr-Anhänger getötet und 22 weitere verletzt. Augenzeugen zufolge lieferten sich Sadr-Unterstützer und Anhänger einer rivalisierenden schiitischen Gruppe Feuergefechte. Die Armee setzte Tränengas ein. Die UN-Mission im Irak (Unami) sprach von einer "extrem gefährlichen Eskalation" und forderte die Demonstranten auf, das Regierungsviertel sofort zu verlassen. "Das Überleben des Staates steht auf dem Spiel", erklärte die UN-Mission.

Der Irak steckt seit Monaten in einer politischen Krise. Seit der Parlamentswahl im Oktober konnte noch keine neue Regierung gebildet werden - unter anderem, weil sich Sadrs Block mit der rivalisierenden Schiiten-Gruppe darüber streitet, wer den nächsten Ministerpräsidenten stellt.

Die wütenden Sadr-Sympathisanten hatten das Regierungsgebäude in der Grünen Zone gestürmt, nachdem der Prediger und einstige Milizenführer seinen Abschied von der Politik verkündet hatte. "Ich habe beschlossen, mich nicht in politische Angelegenheiten einzumischen, deshalb kündige ich jetzt meinen endgültigen Rückzug an", erklärte Sadr im Onlinedienst Twitter. Mit wenigen Ausnahmen werde er alle mit seinem und dem Namen seiner Familie verbundenen Institutionen schließen.

Nach Sadrs Rückzugsankündigung drangen seine aufgebrachten Sympathisanten in den Palast der Republik ein, wo sie irakische Flaggen schwenkten, Selfies machten, sich in den Armsesseln eines Sitzungsraums niederließen oder bei einem Bad im Pool im Garten des Gebäudes abkühlten. Im Palast der Republik tagt sonst der Ministerrat. Iraks Ministerpräsident Mustafa al-Kadhemi setzte den Ministerrat "bis auf Weiteres" aus und berief eine dringende Sicherheitssitzung im Hauptquartier des Militärkommandos ein.

Tausende weitere Anhänger machten sich in Richtung der Grünen Zone auf, viele davon unter "Moktada, Moktada"-Rufen, wie ein AFP-Reporter berichtete. Sicherheitskräfte feuerten Tränengas ab, um die Sadr-Sympathisanten am Eingang zum hochgesicherte Areal auseinanderzutreiben. In der Zone liegen Regierungsgebäude und Botschaften.

Seit fast einem Monat halten Sadrs Anhänger die Umgebung des irakischen Parlaments in Bagdad besetzt. In der vergangenen Woche blockierten sie kurzzeitig den Zugang zum höchsten Gericht des Landes. Auf Plakaten forderten sie die Auflösung des Parlaments, Neuwahlen sowie den Kampf gegen Korruption.

Seit der US-geführten Invasion im Jahr 2003 wird der Irak nach einem konfessionellen Proporzsystem regiert, nach dem das Amt des Ministerpräsidenten den Schiiten vorbehalten ist. Die Sadr-Bewegung war bei der Parlamentswahl im Oktober zwar stärkste Kraft geworden, konnte aber keine Mehrheit bilden. Im Juni dann waren Sadrs Abgeordnete geschlossen zurückgetreten.

Der Streit zwischen den rivalisierenden schiitischen Gruppierungen hatte sich Ende Juli verschärft, nachdem Sadrs Strömung den Kandidaten einer von Teheran unterstützten Allianz, des sogenannten Koordinationsrahmens, abgelehnt hatte.

Sadr und seine Anhänger hatten in den vergangenen Wochen die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen gefordert. Am Samstag sagte der Prediger, es sei "wichtiger", dass alle Parteien und Menschen, die seit der US-geführten Invasion von 2003 "Teil des politischen Prozess gewesen seien", nicht mehr an diesem teilnähmen. Dazu gehöre auch seine Bewegung und er sei bereit, ein dahingehendes Abkommen zu unterzeichnen.

H.Ng--ThChM